Radieschen

Exakt ein einziges sieht aus, wie man sich ein Radieschen vorstellt. Hanne erntet es, wäscht es, schneidet es in 4 Teile. Christoph wirft sich seins in den Mund – spuckt es wieder aus und schmeißt es weg. Fazit: Holzig und ekelig. Gut, dass es nur eins war.

Die für den Weltbesten besorgten Bio-Erbsen, deren Sorte ich eventuell wegen des inspirierenden Namens „Wunder von Kelvedon“ ausgesucht habe, zeigen sich. Wer so heißt, weckt große Erwartungen!

Eis, Wasser, Rhododendron

Nach dem gestrigen gemütlichen Feiertag haben die Mädchen heute einen Brückentag. Christoph fährt Ellie am Nachmittag zu ihrer Freundin M., sie wird das erste Mal da übernachten und ist sehr vorfreudig. Die beiden schnösen durch’s Dorf.

Christophs Vater beendet die Wasserbaustelle. Jetzt haben wir Anschlüsse für Regenwasser und Frischwasser im Garten.

Der Rhododendron blüht, erstaunlich. Hier seine früheren Erwähnungen: 2014, April 2016, Mai 2016, Mai 2016. Der trockene, heiße Sommer 2018 hat ihm einen ziemlichen Schlag versetzt, von dem er sich augenscheinlich doch langsam zu erholen scheint.

Spieleabend.

Den Samstag genießen

Ist das warm! Am Vormittag passiert irgendwie nichts, alle pröddeln und tun ihr eigenes Ding. Das ist schön, das läuft gut so.

Hanne ist mit Freundinnen auf der Promenade und schickt Baumbilder. Sie hat den Sommer so herbeigesehnt, weil dann das Freundetreffen im Park viel entspannter klappt. Ich gönn es ihr von Herzen.

Am Nachmittag bricht zu Hause plötzlich Aktionismus aus:

Christoph schmirgelt den Terrassentisch ab und lasiert.

Dann hat er noch einen halben Topf Lasur übrig und verwendet den auf die beiden neuen Palletten. Die alten gehen langsam aus dem Leim und sollten ausgetauscht werden.

Ellie und ich radeln in die Stadt. Seitdem mein Haustürschlüssel im Schloss abbrach, leihe ich mir immer einen von den anderen aus. Das ging problemlos, wir sind ja eh fast immer da, oder wenigstens eine:r von uns. Aber einen eigenen zu haben ist auch nicht schlecht, und auf meiner „Machen!“-Liste klebt das Schlüssel-Post-It schon sehr lange, und die Sonne scheint, und Ellie will ein Eis, und außerdem darf man jetzt wieder in die Stadtbücherei und vielleicht ein gutes neues Spiel für den Abend ausleihen ….. wir schwingen uns auf’s Rad, parken an der Bücherei und schlagen uns erstmal zum Schlüsselmann durch. Wegen all der Menschen gibt’s nur Bilder von schmalen Himmelsstreifen zwischen alten Häusern:

Am Ende hab ich meinen nachgemachten Schlüssel, aber kein Eis für Ellie (die Schlangen waren uns deutlich zu lang), dafür haben wir eine neue Hose und einen Pulli für sie gefunden (aber nur, weil sie sich nicht an der Umkleide hat anstellen müssen). Die Stadtbücherei hatte schon zu, als wir wieder zurück zu den Leeezen gingen: Anfängerfehler, samstags ja nur bis 16 Uhr. Dann gibt’s kein Spiel, aber dafür einen gemütlichen gemeinsam Abend. Auch gut.

How much wood would a woodchuck chuck

Heute ist Ellies Schultag, einer von zweien diese Woche. Ich bringe sie raus und während sie ihre Leeze aus der Garage holt, frage ich mich, warum unser Hauseingang eigentlich aussieht wie er aussieht.

Hat da jemand mit der Schlüsselspitze abgestrichen, wie viele Schultage in diesem Jahr insgesamt schon zusammengekommen sind?

Christoph versucht offenbar den Geldbaum zu vermehren. Gute Idee. Ich könnte ihm erzählen, dass ich den einmaligen Pandemiekinderzuschlag in einen neuen Sonnenschirm für die Terrasse und ein Rudel neuer (man lese: funktionstüchtiger) Aufladekabel gesteckt habe.

Immerhin: Der Kaktus direkt daneben vermehrt sich.

Am Nachmittag machen Christoph und ich uns an den Garten. Unter anderem, weil wir keine Lust mehr auf Bildschirme haben: an meinem Arbeitsplatz stehen zwei, an seinem drei.

Wir mähen, räumen auf, sortieren, bewundern, lockern auf, klopfen fest, gießen, setzen um und machen die Grünabfallsäcke voll, die Christoph anschließend zum Recyclinghof fährt, bevor der zumacht.

Ich finde einige der von den Eichhörnchen versteckten Walnüsse in alten Blumentöpfen. Eine hat kräftig ausgetrieben und kommt erstmal in einen eigenen, frischen Topf. Danach räume ich die Gerätschaften weg und mache die Gewächshaustür zu.

Und warum das ganze Aufgeräume?

Über Pfingsten bekommt Hanne Besuch, der 2 Nächte im Garten zelten wird.

Das große Kind kommt von ihrer +1 nach Hause, das kleine Kind kommt die Treppe runter, wir machen Abendessen und gucken Chuck.

Drinnen und draußen

Christoph hängt Ellies Hängestuhl an neuer Stelle auf. Sie hat ihn wegen solcher Ausflüge zum Maxisand zum 7. Geburtstag bekommen, aufgrund der Umstellerei im Zimmer musste er aber dem neuen Bett Platz machen.

Jetzt hängt er vor dem Fenster, und Ellie hängt drin ab.

Ich glaube, sie ist noch in der Zimmerfindungsphase – der Schreibtisch steht jetzt mal an der Wand gegenüber. Schreibtischlampen sind out, das Licht des Laptops reicht wohl.

Am Abend gehe ich mit dem großen Mädchen gießen und den Pflanzen hallo sagen.

Wir beschließen, den Zucchinis mehr Platz zu gewähren, sie breiten sich rasant aus. Offenbar mögen sie abendliche Besuche. Ich lese im Internet, dass die wohl gar nicht zwingend klettern wollen, aber jede Pflanze um sich herum Platz möchte. Hanne setzt um, ich mache Fotos.

Den anderen Gewächshausbewohnern geht’s auch gut. Das einzige Radieschen wird uns geschmacklich sicher umhauen, allerdings gibt es dann auch wirklich nur 1/4 Radieschen für jede:n.

Ich nehme Ruccola für’s Abendbrot mit, der macht schon Anstalten zu blühen und wer weiß, ob man den dann überhaupt noch essen kann.

Über die kreischende Paprika, die ich dazu tue, amüsiere ich mich länger als gedacht.

Beflügelt vom Gärtnererfolg bestelle ich kurzerhand Bio-Erbsen im Internet, die sich der Beste aller Ehemänner wünscht. Ich werde berichten.

Regenwasser

Heute geht’s darum, Wasser für den Garten bereitzustellen – Leitungswasser und Regenwasser gleichermaßen. Der Brunnen macht ja leider nach wie vor Probleme, trotz Erwins fachmännischer Einschätzung.

Christoph bastelt über die Garage eine Leitung vom vorderen Fallrohr in Richtung Regentonne.

Hanne kippt Probewasser vom Balkon.

Opa legt den den Wasseranschluss, der durch die Waschküche schon bis in die Garage geht, einmal durch bis in den Garten und schließt die Pumpe für die Regenwassertonne an. Sie wird in der Garage stehen, vor Wind und Wetter geschützt.

Der Außenwasserhahn:

Dann gibt’s Kaffee und Kuchen und nach arbeitsreichen Tagen machen sich Oma und Opa auf den Heimweg. Vielen Dank für die großartige Hilfe!