Am heutigen Dienstag

Ellas 24-Stunden Experiment: Was passiert wohl mit dem Zettel der Kidical Mass Menschen, den man unter die Scheibenwischer ungünstig geparkter Autos im öffentlichen Raum klemmen kann, falls es regnet?

Antwort: Nichts, nicht mal nach mehr als einem Tag Dauernässe. Trocknet danach einfach wieder und sieht fast aus wie neu, nur ein bisschen geknitterter. Gut.

Anderswo: Hanne radelt in der Mittagspause mit Freundinnen zum Chinesen.

Der Garten strengt sich an.

Abends gibt’s Tomate Mozzarella Brasilikum (sagt Ella schon lange nicht mehr, wir anderen dafür umso lieber).

Deutschland – Portugal

Deutschland spielt, und wir bauen Grill und TV auf. Mit einer illustren Menschen-Mischung aus noch nicht (Kinder), einmal oder schon zweimal geimpft stellt sich so ein kleines bisschen Euphorie ein.

Mit achselzuckender Gelassenheit wird sich noch einmal durchgetestet, die Mädchen sind natürlich am routiniertesten.

Wir grillen und gucken mit Abstand. Es ist etwas unaufgeregt: wir streamen und sind bei den Toren mit dem Jubel ziemlich genau 35 Sekunden hinter unseren Nachbarn dran).

Wir sitzen in Teilen noch lange auf der Terrasse. Sehr, sehr schön, das.

Endlich

Ein Mitglied der Freundinnentruppe ist nach einem Jahr Nebraska wieder zurück in Deutschland und aus der Quarantäne entlassen. Die Mädchen feiern, lachen, quatschen und zelten bei uns.

Frisch gewaschen und unterwegs

Fofo müsste mal gewaschen werden, findet das kleine Mädchen, und fragt morgens, ob ich das schon am Vormittag machen könnte, damit er abends trocken genug ist um wieder mit ins Bett zu dürfen. Ich mache das zwischen zwei Kursen.

Fofo badet.

Fofo trocknet in der Sonne.

Wie bei allen Lieblingskuscheltieren sieht man auch Fofo sein Alter am Grad der Abgeschmustheit des Fells an.

Update des Wunders von Kelvedon:

Das Lilane blüht prächtig weiter.

Der Tag ist proppevoll und doch passiert nichts Berichtenswertes.

Abends ist der Beste aller Ehemänner unterwegs: Das montägliche Kneipenquiz vor Ort startet in kleinerer Runde. Ein Scheibchen Normalität.

Abends ist Fofo trocken genug, riecht aber nicht nach Fofo, sondern sauber und fremd. Das wird ihm sicher schnell weggeschmust.

Linde Luft

Schon beim Verabschieden am Morgen ist es warm und mild. Ellie sammelt weiter fleißig Kilometer für’s Stadtradeln; der Schulweg bringt leider insgesamt nur etwas über +3km/Tag.

Wenig später stehe ich mit meinem Kaffee im Garten, quasi Bildschirmpause mit Morgentautreten.

Der Walnussbaum ist erstaunlich gewachsen.

Die Mädchen kommen nach der Schule direkt durch die Garage in den Garten.

Abendessen und Sommerferienplanung.

Radieschen

Exakt ein einziges sieht aus, wie man sich ein Radieschen vorstellt. Hanne erntet es, wäscht es, schneidet es in 4 Teile. Christoph schmeißt sich seins in den Mund – spuckt es wieder aus und schmeißt es weg. Fazit: Holzig und ekelig. Gut, dass es nur eins war.

Die für den Weltbesten besorgten Bio-Erbsen, deren Sorte ich eventuell wegen des inspirierenden Namens „Wunder von Kelvedon“ ausgesucht habe, zeigen sich. Wer so heißt, weckt große Erwartungen!

Eis, Wasser, Rhododendron

Nach dem gestrigen gemütlichen Feiertag haben die Mädchen heute einen Brückentag. Christoph fährt Ellie am Nachmittag zu ihrer Freundin M., sie wird das erste Mal da übernachten und ist sehr vorfreudig. Die beiden schnösen durch’s Dorf.

Christophs Vater beendet die Wasserbaustelle. Jetzt haben wir Anschlüsse für Regenwasser und Frischwasser im Garten.

Der Rhododendron blüht, erstaunlich. Hier seine früheren Erwähnungen: 2014, April 2016, Mai 2016, Mai 2016. Der trockene, heiße Sommer 2018 hat ihm einen ziemlichen Schlag versetzt, von dem er sich augenscheinlich doch langsam zu erholen scheint.

Spieleabend.

Den Samstag genießen

Ist das warm! Am Vormittag passiert irgendwie nichts, alle pröddeln und tun ihr eigenes Ding. Das ist schön, das läuft gut so.

Hanne ist mit Freundinnen auf der Promenade und schickt Baumbilder. Sie hat den Sommer so herbeigesehnt, weil dann das Freundetreffen im Park viel entspannter klappt. Ich gönn es ihr von Herzen.

Am Nachmittag bricht zu Hause plötzlich Aktionismus aus:

Christoph schmirgelt den Terrassentisch ab und lasiert.

Dann hat er noch einen halben Topf Lasur übrig und verwendet den auf die beiden neuen Palletten. Die alten gehen langsam aus dem Leim und sollten ausgetauscht werden.

Ellie und ich radeln in die Stadt. Seitdem mein Haustürschlüssel im Schloss abbrach, leihe ich mir immer einen von den anderen aus. Das ging problemlos, wir sind ja eh fast immer da, oder wenigstens eine:r von uns. Aber einen eigenen zu haben ist auch nicht schlecht, und auf meiner „Machen!“-Liste klebt das Schlüssel-Post-It schon sehr lange, und die Sonne scheint, und Ellie will ein Eis, und außerdem darf man jetzt wieder in die Stadtbücherei und vielleicht ein gutes neues Spiel für den Abend ausleihen ….. wir schwingen uns auf’s Rad, parken an der Bücherei und schlagen uns erstmal zum Schlüsselmann durch. Wegen all der Menschen gibt’s nur Bilder von schmalen Himmelsstreifen zwischen alten Häusern:

Am Ende hab ich meinen nachgemachten Schlüssel, aber kein Eis für Ellie (die Schlangen waren uns deutlich zu lang), dafür haben wir eine neue Hose und einen Pulli für sie gefunden (aber nur, weil sie sich nicht an der Umkleide hat anstellen müssen). Die Stadtbücherei hatte schon zu, als wir wieder zurück zu den Leeezen gingen: Anfängerfehler, samstags ja nur bis 16 Uhr. Dann gibt’s kein Spiel, aber dafür einen gemütlichen gemeinsam Abend. Auch gut.