Premiumkontaktfamilie

Fast November, fast Lockdown. Morgens verschläft das große Mädchen, schafft es dann aber doch irgendwie rechtzeitig zum Schmücken in den Garten zum 16. Geburtstag der Freundin!

Abends sind wir zur Premiumkontaktfamilie verabredet, und das ist wieder so schön! Die „Kleinen“ daddeln, wir hören sie aus dem Wohnzimmer lachen. Wir Großen reden und spielen Codenames und Taboo und reden und lachen und laufen beschwingt nach Mitternacht zu Hause.

Erster Eintrag im Kontakttagebuch: Check.

Kirschholz

Hätte-hätte-Fahrradkette es Corona nicht gegeben, wäre Russ im Sommer wieder nach Münster gekommen, aber auch das ist in diesem Jahr anders.

Umso schöner, dass wir heute gemeinsam wieder ein Paket aus Lansing haben auspacken können, aber erst nachdem Christoph, begleitet von den Mädchen, zum Hauptzollamt gefahren ist. Dort mussten sie das Paket unter den Augen der Zollbeamtin öffnen, denn die Inhaltsangabe „gifts and sweets“ war offensichtlich nicht glaubwürdig (aber wahr).

Für Ellie lag eine digitale Schieblehre mit Anzeige in inch und cm dabei, die Oma direkt erklären konnte. Sie messen hier einen selbstgefundenen Petoskey Stone aus, seit 1965 der offizielle Stein des Staates Michigan.

Ellie und Russ haben viele Stunden damit verbracht, Dinge auszumessen, daher freut sie sich sehr darüber. Und Steine liebt sie sowieso.

Es sind viele amerikanische Süßigkeiten im Paket, Popcorn, Post-Its in allen Farben des Regenbogen (für mich, versteht sich), ein langer, lieber Brief und eine Schale aus Kirschholz. Kirschholz ist jetzt offiziell Ellies Lieblingsholz.

Ins Weltall fliegen und Mumien erschrecken

Christoph und ich arbeiten, die Mädchen pröddeln vor sich hin, richten alles für den heute Abend ankommenden Besuch her und besetzen schließlich die Couch.

Gestern haben wir uns einen innerlichen Ruck gegeben (und ein günstiges Angebot wahrgenommen) und Disney+ aktiviert, aus Gründen. Seitdem läuft hier „es gibt 6 Wochen voller Sommerferientage bis die Schule beginnt und es ernst wird“.

Mittags treibe ich mein Programm „Vorräte aufbrauchen“ weiter und verarbeite übriggebliebene Linsen, Zwiebeln, gerösteten Sesam, Chilipaste und Tomatensauce zu Fake-Hackfleisch, bekomme aber wenig positive Resonanz von den Kindern.

Seufz.

In der Küche startet das nächste 1500-er Puzzle.

Christoph ist nach der Arbeit mit seinen Jungs in Wolbeck verabredet und radelt in die entlegenen Außenbezirke von Münster. Wir 3 holen seine Mutter um halb 9 vom Gummibahnhof ab.

Dann sitzen wir noch in der Küche und quatschen und puzzeln dabei.

Spielwütig

Bei den Kindern

und bei uns in Münster.

Morgen Vormittag fahren wir zu den Mädchen!

Diese erste Ferienwoche war geprägt durch sehr viel Arbeit, aber ohne schlechtes Gewissen den Mädchen gegenüber.

Harmonisch

Entspanntester Samstag. Wir machen den Garten winterfest und räumen die Garage auf. Die Mädchen sortieren und stellen Samenbomben her.

Danach fahren Ellie und ich einkaufen, weil später die liebsten Fastnachbarn rüberkommen. Die haben wir wirklich schon gefühlt eeeewig nicht gesehen, und der Abend ist entspannt und fein.

Klettern

Das große Mädchen meldet sich am Vormittag kurz, sie wird den Tag mit ihren Mädels im Kletterwald Ibbenbüren verbringen. Eigentlich wollten sie mit öffentlichen Verkehrsmitteln hinkommen, denn alle Elterntaxifahrer müssen halt arbeiten, aber so einfach ist das nicht. Am Ende bringt eine nette Oma die Mädchen hin und ein ebenso netter Elter holt nach Feierabend ab.

Letztes Jahr hat es ihnen schon gut gefallen, und auch heute tut zwar alles weg, aber es war offensichtlich sehr famos. Dieses Mal springt Hanne tatsächlich gesichert von der höchsten Plattform zu Boden, 8 Meter.

Wir anderen haben gearbeitet, gelungert, gelesen, waren einkaufen und Besorgungen machen, und alles fühlt sich an wie ein Samstag. Am Abend gucken wir die erste Folge der neuen Staffel The Voice of Germany. So schön belanglos, dass es später mal als „Wetten, dass?“ der Generation Z gelten könnte.

Geschafft, der Mann, weil es ihn nicht in Ruhe ließ:

Wandertag im Zoo

Beide Mädchen sind heute im Zoo, allerdings muss Ellie schon um 8h15 in der Schule sein und Hanne erst um 11 am Zoo. Tatsächlich laufen sie sich gar nicht über den Weg!

Ellie läuft mit ihrer Klasse erstmal im Regen zum Zoo, das dauert gut eine Stunde. Dort angekommen dürfen sich die Kinder für den Rest der Zeit in den üblichen Mindestens-Dreiergruppen durch den Zoo bewegen.

Axolotl, mein Herz!

Zurück fahren die Kinder mit der Solaaris über den Aasee. Damit haben sie gut 2/3tel Rückweg gespart.

Ellie und ich sind die bislang einzigen aus dieser Familie, die mit dem Solarschiff über den Aasee geschippert sind, kann man das glauben. Sie bringt sich eine gleichfalls durchgefrorene, hungrige Freundin mit heim und ich sehe die beiden den Rest des Nachmittags nicht mehr (man lese: ich kann die ganze Zeit arbeiten und kriege richtig was geschafft).

Hanne, die direkt nach dem Zoo mit zu einer Freundin radelt und dort mit ihren Mädels übernachten wird, schickt etwas andere Bilder:

Abends ist Christoph verabredet und kommt spät heim. Ellie und ich kochen uns was Warmes, teilen uns die Couch, gucken Serien und freuen uns über den Herbstferienanfang.

Drinnenbleiben

Grau und windig und ungemütlich ist der Auftakt zum Endspurt vor den Herbstferien.

Das große Kind wird gegen 4 vermutlich hungrig und auf alle Fälle mit 2 Freundinnen zum Lernen nach Hause kommen, und wir haben nichts (Leckeres) für die Teenagerfütterung im Haus. Da ich das Haus nicht verlassen will und Ellie sich weigert, zum Bäcker zu springen, backen wir kurzerhand Apfelmusmuffins nach dem Rezept für den großartigen Auftritt von Elina Born & Stig Rästa für Estland beim ESC in Wien 2015.

Beim Rausholen verbrannt, aber tapfer: Ellie.

Die Großen sind im Wachstum und/oder brauchen Zucker, jedenfalls verputzen sie beim Lernen in Windeseile alle 12 Muffins. Nachdem das 2000er-Puzzle nun beendet ist, können wir uns an das nächste machen: von Oma M. kam die Tage per Post ein vielversprechend aussehendes Exit-Puzzle.

Sonntagsgefühl

Kaum Verkehr auf der Straße, die Läden haben geschlossen, wir sind uns selbst genug.

Weil wir uns die Woche über wenig gesehen haben, willige ich gerne ein, als das kleine Mädchen zum Frühstück 3 Spiele runterträgt.

Das magische Labyrinth
Rummy Cup
Geister, Geister, Schatzsuchmeister

Christoph kommt dazu, und später auch das große Mädchen. Hanne lernt dieses Wochenende fleißig für die erste Französischklausur…

… hat aber trotzdem Zeit zwischendurch nach dem Puzzle zu sehen.

Am Ende des Tages ist es endlich fertig, und natürlich fehlt ein Teil. Wir haben lange gebraucht, irgendwann im Mai war der Anfang.

Abends bin ich zum Nachgeburtstagfeiern im wintergarten.ms eingeladen, einer popup-Bar im ehemaligen Jeansgeschäft am Alten Steinweg. Sehr hygienegerecht organisiert, und so ein schöner Abend – vielen Dank dafür!

Flügge

Ellie bringt ihre Freundin M. mit nach Hause, die beiden laden die Schulsachen ab, laufen in die Stadt und haben einen wundervollen Freitag.

Ich sponsore den beiden Froyo.

Geht immer noch gut: Schleim aller Art.