Das Nasse Dreieck

Roter Sonnenschirm am Morgen. Fein.

Wir lesen Zeitung, trinken Kaffee und Christoph beschließt, dass heute was gehen muss, und zwar was mit der Teutoschleife (wie ich beim Canyon-Ausflug – schon wieder ein Jahr her. Un-fass-bar.)

Um 13h wollen wir losfahren. Beweisfoto, fast geschafft.

Christoph fährt, ich navigiere, die Mädchen hören Musik über Kopfhörer, die Sonne scheint. Ich hab jüngst nach irgendeinem Markt- oder WDR5- oder Stiftung Warentest-Bericht alle alte Sonnencreme weggeschmissen (krebserregend! schützt nicht mehr! Besser entsorgen!) und sie als Posten auf Bring! gesetzt.

Christoph hat dann beim nächsten Mal einkaufen 2 neue Tuben mitgebracht. Ohne Bring! läuft in diesem Haushalt wenig. Wir können alle 4 auf die geteilte Zuhause-Liste zugreifen, Sachen hinzufügen oder löschen. Entsprechend eingecremt machen wir uns auf den Weg in den Wald.

Zur Hexenhöhle ist es ja schonmal nicht so weit, jedenfalls, wenn man den ersten Berg nach dem Parkplatz quer hochgekraxelt ist.

Man kann hindurchgehen, muss aber den Kopf einziehen.

Danach wandern wir durch den Wald in Richtung Kanal. Bis auf einige Mountainbiker und wenige andere Spaziergänger begegnen wir niemandem.

Im Wald ist kaum jemand, weil die meisten offenbar unten am Wasser entlangspazieren. Verwunderlich ist, dass bei diesen Temperaturen niemand schwimmt?

Christoph hat sich einen schönen Rundweg zurechtgelegt, der am Nassen Dreieck vorbeiführt. Hier zweigt der Mittellandkanal vom Dortmund-Ems-Kanal ab.

Wir laufen am Kanal lang, zu viert, in alternierenden Zweiergrüppchen. Hanne erzählt von ihrem Nachhilfeschüler, dem sie seit einigen Wochen in Mathe hilft. Es ist ein Kampf, aber einer, dem sie sich motiviert entgegenwirft. Ellie freut sich nicht auf die Schule, aber auf’s kommende Wochenende, da übernachtet sie frisch getestet bei ihrer Freundin. Das erste Mal, Corona geschuldet. Christoph hat neue Projekte in den Startlöchern, einige Weiterentwicklungsideen und viele, viele, viele Telkos. Für’s Erste wird er wohl nicht zurück ins Büro gehen, da hat es niemand eilig.

Schließlich landen wir in Bevergern und holen ein Eis. Mit gefühlt 50 anderen Menschen warten wir fast eine halbe Stunde in der Schlange, bis wir dran sind.

Mit dem Eis schlenderten wir zurück zur Schleuse und dann zum Auto.

Muttertag

Die Mädchen flüstern miteinander im Flur, als sie sich um kurz nach 8 aufmachen um Brötchen für’s gemeinsame Frühstück zu holen.

Um 9 darf ich aufstehen. Der Terrassentisch ist gedeckt, es gibt frischen heißen Kaffee, natürlich Brötchen, und Umarmungen. Wir sprechen über den Tag, sitzen in der Sonne, lesen Zeitung und Prospekte. Es wird heiß, wir spannen das Sonnensegel von Hannes Balkon zur Garage, weil der Sonnenschirm nicht mehr aufmachbar ist.

Hanne geht mittags mit ihrer +1 durch den Nordpark und tankt noch mehr Sonne. Als sie wiederkommt, hüpfen wir ins heiße Auto und fahren zum Kunstgarten Lauheide.

Man soll ja ab und an einen Ort fahren, an dem man noch nie war.

Wir schlendern ungefähr eine Stunde durch den Garten und sind so gut wie alleine, wundervoll.

Dann sind wir schwitzig und warm und haben für den Nachmittag genug unternommen. Man ist ja nichts mehr gewohnt!

Osterferien 11

Es ist Freitag.

Geangelte, geschenkte Forelle wartet kopflos, als ich vom Arbeiten runterkomme.

Dann muss ich wieder in die Videokonferenz. Die anderen lungern (Kinder) oder gehen schwere Dinge einkaufen (die anderen beiden).

Als ich fertig bin, die Kinder genug gelungert haben und die schweren Dinge aufgekauft worden sind, springen wir alle ins Auto und fahren nach Brühl zur Augustusburg. Die Mädchen waren 2016 zwar schon mal da, Ellie kann sich aber nicht erinnern. Christoph und ich sehen die Burg das erste Mal und finden, dass man den Schlaun-Einfluss sieht.

Natürlich ist die Burg aus Gründen geschlossen. Wir spazieren einmal herum und in die Stadt und holen uns ein Eis zum Weiterschlendern in den Gärten.

Und abends spielen wir; nebenbei läuft „Let’s Dance“ zum Fremdschämen.

Morgen sind noch einige letzte Punkte auf der Arbeitsliste abzuhaken, und nach dem Mittagessen fahren wir heim und die Osterferien sind schon wieder rum. Nächste Woche steht Homeschooling an.

Rudelsingen auf dem Prinzipalmarkt

Hanne und ich radeln zu 16h in die Stadt, wo wir uns mit den amerikanischen Freunden zum Weihnachtslieder-Rudelsingen verabredet haben. Seit einigen Jahren findet diese Veranstaltung an einem Adventssonntag statt, und in diesem Jahr sind wir das erste Mal dabei.

Als es dunkler wird, geht es los. Auf Leinwänden werden die Liedtexte gezeigt und gut eine Stunde lang singen wir alte, neue, furchtbare und schöne Lieder zusammen. Kling, Glöckchen, Klingelingeling und In der Weihnachtsbäckerei, Mary’s Boy Child, Dicke rote Kerzen, Eine Muh, eine Mäh, eine Täterätätä… eine ungewöhnliche, unterhaltsame Mischung.

Rund 5000 Menschen sind vor dieser Kulisse zusammengekommen.

Kick-Off Workshop

Obwohl sie heute schon kurz nach 7 am Münsteraner Hauptbahnhof sein muss und das wirklich sehr früh ist, hat sie nicht gejammert. Eben sowenig wie ihr Vater, natürlich, der sie zum Bahnhof begleitet hat.

Gemeinsam mit 3 Lehrern und einer Freundin fährt Hanne als Mitglied ihrer Schule nach Hannover. Dort findet heute ein Kick-Off Workshop des Projekts „ Entwicklung eines umfassenden Nachhaltigkeits-Qualitätsprofils (2019-2021)“ der UNESCO-Projektschulen statt.

Nach einem langen, aber spannenden Tag voller Eindrücke Tag kommt sie um 19h zur Tür rein, hat viel Hunger und ebenso viel zu erzählen.

Dancing Nancies

Am Morgen drückten mich meine 3 Liebsten und wünschten mir einen schönen Konzertabend. Ellie sagte noch, wie sehr sie sich für mich freut. Eventuell war ich die letzten Tage ein kleines bisschen aufgekratzt, aber wenn man bedenkt wie selten die Dave Matthews Band nach Europa kommt und ich das letzte Mal 2001 Tickets hatte, wer kann es mir verübeln? Meine 3 sicher nicht.

Die Arbeit hatte heute ich so gelegt, dass ich schon um 12 Uhr frei hatte und eine halbe Stunde später mit gepackter Tasche und einem Bauch voller kribbelnder Vorfreude bei der weltbesten Fastnachbarin vorfuhr, um sie ins Auto springen zu lassen und gemeinsam nach Düsseldorf zu fahren.

Nach dem Einchecken im Hotel, das in keiner „guten Gegend“, aber 15 entspannte Gehminuten von der Mitsubishi Electric Halle liegt, würde uns eh nicht lange sehen

Das Lifestyle ihr Foten! SWAG

und punktete mit Sambatreppe.

Wir stellten unsere Sachen ab und suchten uns ein freundliches, leckeres griechisches Restaurant, warteten auf den dritten im Bunde und verbrachten den Nachmittag da.

Um 18 Uhr stellten wir uns in die bis dahin noch kurze Reihe, unterhielten uns mit den Menschen um uns herum und freuten uns kollektiv, dass es zwar ganz schön kalt und windig war, aber immerhin nicht regnete. Ab und an schmissen wir Blicke nach hinten, sahen die Menschenmassen und freuten uns über unsere Strategie.

Um 19 Uhr öffneten sich die Türen. Nach Taschen- und Körperkontrolle, Garderobe und Fantshirt-Kauf waren wir angekommen in Reihe 4 im ausverkauften Saal.

Nachdem der obligatorische große Mensch, den ich üblicherweise vor mir stehen habe, um 8 nach 8 auch endlich angekommen war, ging es um 10 nach 8 los – und wie das losging!

Ohne Pause, aber mit Zugabe lieferte die Dave Matthews Band zweieinhalb Stunden lang ein fulminantes, mitreißendes, in jeder Hinsicht bombastisches und unvergessliches Konzert, mit Menschen, die auf der Bühne so viel Spaß hatten wie die 7200 Menschen, die davor standen.

(Dave und Tim 2017 in Köln waren anders, aber beide Konzerte absolut sensationell.)

Familientradition

Wenn man schon zum vierten Mal den selben Park ansteuert, dann ist das nicht nur ein großes Kompliment, es hat auch was von Tradition und Wohlfühlcharakter.

Letztes Jahr (irgendwann zwischen der Wildwasserbahn und Bombo) hatten wir den Mädchen versprochen, auch in diesem Jahr wieder für ein Wochenende in den Hof van Saksen zu fahren. Es musste auch wieder nach den Herbstferien sein, denn dann ist das Wasser im Schwimmbad dort herrlich warm und ich jammere nicht nur nicht nach 15 Minuten über die Frostbeulen, die ich mir zu holen drohe, sondern bleibe klaglos stundenlang dort.

Das Jahr war voll, die Arbeit überbordend, die Termine nahmen kein Ende und ich vermute beide Mädchen hatten schon Angst, dass es nichts mehr werden würde, doch im 1. Türchen fanden beide einen Gutschein für unser Familienwochenende.

Freitagabend nach Schule, Klavier und Arbeit setzen wir uns für unsere Verhältnisse sehr flott in Gang und waren um kurz vor 6 im Hof. Da wir vorher schon online haben einchecken können, ging es an der Rezeption sehr schnell und bald waren wir im Haus.

Da es fast keinen finanziellen Unterschied gab, entschieden wir uns für ein Haus mit 3 Schlafzimmern, so dass das Teenagermädchen ein eigenes Zimmer hat haben können. Für die Schlaf-, Aufwach- und Lesegewohnheiten ist das deutlich entspannter.

Ella hatte dafür ihren Flamingo dabei.

Den Rest des Wochenendes verbrachten wir im Wasser oder auf der Rutsche, beim Bouncen, beim Ausflug zu HEMA oder am Tisch beim Spielen.

Exit – Das mysteriöse Museum
Wir versuchen die Niederlande vor dem Hochwasser zu retten: Pandemic – Steigende Flut
Maus und Mystik – Trauer und Erinnerung

Als wir am Sonntagmorgen aus dem Fenster schauten, sahen wir puderbedeckte Wiesen!

Da das Wochenendpaket immer bis Montagfrüh gebucht wird, konnten wir den Sonntag noch entspannt ausnutzen. Wir packten am Nachmittag das Auto, zogen uns unsere Badesachen und bequeme Klamotten drüber und fuhren zum Schwimmbad, damit wir direkt nach dem Schwimmen zurück nach Münster fahren konnten.

Um 17:02 ließen wir das Auto an und konnten auf ein entspanntes, nasses, spaßiges Wochenende zurückblicken. Ich habe nach Jahren einen Unterwassersalto gemacht (absichtlich) und Ella ist immer noch nicht auf eine der großen Rutschen mitgegangen, aber sie glitscht die Wildwasserbahn vorwärts, rückwärts, seitwärts, unter Wasser und über Wasser herunter: immer vorneweg mit ihrer großen Schwester, Hand in Hand.

Und Christoph und ich haben die beiden ziehen lassen, auch Hand in Hand.

Salzburger Land 2

Die Gondel, die wir von unserer Ferienwohnung aus sehen, lockt Hanne gewaltig, seit wir gestern angekommen sind – vor allem, weil sie mit einer Gondel zwar schon über den Rhein, aber noch nie einen Berg hoch transportiert wurde. Heute Vormittag war es regnerisch und Menschen aus Münster schickten mir blauer-Himmel-Beweisfotos. Ich möchte keine Arglist vermuten.

Zu Mittag klarte es auf und wir zogen los. 6 Sitzplätze pro Gondel passten uns genau. Von ca. 950 m im Tal fuhren wir über die Mittelstation auf die im Sommer höchstmögliche Hochalm.

Nach kurzem Blick auf die Karte entschieden wir uns für Tillys Waldpfad, um zurück zur Mittelstation zu kommen: der Weg, dessen Maskottchen eine Eule ist und der sich familienfreundlich, aber keineswegs kinderwagenfreundlich nennt. Regenjacken hatten wir vorsichtshalber eingepackt, konnten aber getrost im Rucksack bleiben.

Ella vorneweg, und das den ganzen Weg.

Die Aussicht vom Bergsee

Ellie checkt ihren Schrittzähler.

Das Wetter wurde immer besser, die Aussicht blieb gleich großartig.

Sehr feiner Start in den Urlaub – viel gesehen!

 

 

Good trip home!

Wir hatten von Freitag bis Montag gebucht und konnten den Tag daher entspannt ausnutzen. Morgen geht in NRW die Schule wieder los; für Hanne sogar nach 3 Wochen Ausschlafen und Freizeit.

Ella wollte nochmal ins Spieleland und wir alle nochmal ins  Schwimmbad. Während Christoph mit Ella loszog, packten Hanne und ich unsere Sachen zusammen. Um 14h waren wir im Schwimmbad. Ein letztes Mal probierten wir alle Rutschen aus (außer Pronto, dieser superschnellen Röhrenrutsche.. nein danke).

Das Bild, wie die beiden Mädchen vor mir, nebeneinander sitzend, beide im schwarzen Badeanzug, die Arme umeinander gelegt, die Wildwasserrutsche angehen, ist eines, das mir im Kopf bleiben wird.

Danke, das war schön, und wir kommen ganz sicher nochmal wieder!

Bombo

Am Samstag haben wir viel gemacht. Nach einem gemütlichen Frühstück ging es erstmal zum Bounzen im Indoor-Spielehaus; unsere Springzeit begann um 12h. 20 Minuten Hüpfen sind ganz schön anstrengend!

Um 14 Uhr hatten Hanne und Christoph Bogenschießen gebucht.

In dieser Zeit war ich mit Ella im Spielehaus.

Als die beiden Bogenschieß-Wettbewerbssieger hüpfenden Schrittes zu uns kamen, haben wir noch ein bisschen Airhockey gespielt,

bei einbrechender Dunkelheit unseren Gratis-Apfelkuchen abgeholt

und ihn beim Risikospiel gegessen. Hanne hat gewonnen.

Am Abend sind Hanne, Christoph und ich mutig in den großen Trichter gestiegen: Bombo. Wir blieben bis zum Swimming in the Dark, als die Unterwasserlichter an- und die Oberlichter ausgeschaltet wurden.