Samstag, 30. April 2022

Kurz nach 7 lade ich Christoph am Bahnhof ab und küsse ihn nicht, denn obwohl er sich für immun hält, bin ich ja nach wie vor positiv.

Im Gegensatz zu Ellie und mir ist Hanne seit heute wieder offiziell negativ getestet und darf das Haus verlassen. Das feiert sie, indem sie bei Freundinnen übernachtet; die Woche ohne soziale Kontakte war schwierig für sie.

Das kleine Mädchen ist schon wieder gewachsen.

Sie und ich machen uns einen famosen Abend und gucken die hervorragende Miss Fisher.

Abends schickt Christoph erste Bilder vom Weg.

Freitag, 29. April 2022

Christoph sagt, er sei ohnehin immun gegen Corona und hat sich deswegen nicht angesteckt. Vermutlich hat es eher etwas mit seiner abweichenden Blutgruppe zu tun!

Immerhin kann er morgen so zu seiner Woche Urlaub aufbrechen. Zusammen mit einem Freund wandert er den Rothaarsteig entlang; morgen früh fahre ich Zelt, Rucksack und ihn zum Bahnhof.

Hanne bekommt tolle Post: ihre Sommerferienreise nach Ecuador kann stattfinden! Da gibt’s jetzt noch einiges zu organisieren, aber sie ist sehr selig.

Mein Seelenessen Dagobert. Nicht fotogen, macht aber glücklich.

Donnerstag, 28. April 2022

Ellie geht’s besser, mir geht’s gut. Christoph ist immer noch negativ, Hanne kümmert sich um die Pflanzen.

Mein Walnussbaum macht sich frühlingsbereit. (1, 2)

und das Puzzle wächst weiter.

Sonntag, 24. April 2022

Ellie braucht für die Schule eine offizielle Bestätigung ihrer Coronainfektion, Christoph und ich radeln zur Sicherheit mal mit. Wir sind weiterhin negativ, aber für Ellie ruft uns die Teststellen-frau aus dem Fenster raus vom Rad, damit wir bloß direkt nach Hause zurück fahren und nicht unbedarft andere Menschen anstecken.

Christoph und ich sind weiterhin negativ.

Ich hole später zwei Too Good To Go – Bäckertüten für die kommenden Tage, und eine ist sehr süß.

Samstag, 23. April 2022

Für’s Puzzlen …

… haben die Mädchen wohl nächste Woche mehr Zeit.

Der Schnelltest zu Hause bestätigt, was der Bürgertest für Hanne am Morgen schon gezeigt hatte. Es ist offenbar ein schlechtes Zeichen, wenn die Teststelle versucht anzurufen.

Wie früher schon immer: Wenn es das große Mädchen hat, hat es das kleine Mädchen auch.

Nach mehr als zwei Jahren hat es sie nun doch erwischt.

Stand heute sind Christoph und ich negativ. Beiden Mädchen geht’s soweit gut.

Montag, 18. April 2022

Am Mittag fahren wir zurück nach Münster und verbringen die zweite Woche der Osterferien zu Hause. Die Mädchen haben jeweils schon einige Pläne mit Freund:innen gemacht und auf Christoph und mich warten die Schreibtische.

Vorher überprüfen wir am Auto meiner Mutter den Reifendruck und lassen sie wissen, wie sie ihr Display dimmen kann.

Wir kommen entspannt los und ich denke an das letzte Mal: An Ostermontag wäre es vermutlich ähnlich schwierig gewesen wie an Rosenmontag, eine offene Werkstatt zu finden.

Sonntag, 17. April 2022

Alle 5 kommen wir wieder im Haus meiner Mutter zusammen. Christoph und ich sind die ersten, trotz unseres Abstechers nach Maria Laach. 2017 waren die Mädchen mit meinen Eltern dort.

Am Nachmittag können wir gemeinsam auf der Terrasse in der Sonne Kaffee trinken. Natürlich spielen wir abends.

Samstag, 16. April 2022

Ein Tag in Trier für die Mädchen und Oma, ein Tag in Koblenz für Christoph und mich. Ich starte mit uns:

Vormittags gucken wir uns die Innenstadt an; dazu gehören auch immer irgendwelche Kirchen.

Das Wetter wurde immer besser, der Himmel immer blauer und am Ende des Tages würde ich bereuen, dass ich keine Sonnencreme dabei oder gekauft habe. Von der Mitte der Balduinbrücke sieht man hinten schon das Deutsche Eck und oben die Burg Ehrenbreitstein. Damit ist unser Plan für den heutigen Tag gesetzt.

Das Deutsche Eck:

Am Pegelhaus, der Himmel ist schon knallblau, nehmen wir die Fähre über den Rhein. Das kostet 2€/Person und man muss warten, bis sich genügend Menschen zusammengefunden haben, dass ich die Überfahrt für den (in unserem Falle) Fährmann lohnt oder er überhaupt das Ufer wechselt, um die Passagiere abzuholen. Sehr entschleunigt.

Hier im Bild der Fernmeldeturm, dritthöchstes Bauwerk in Rheinland-Pfalz.

Auf der anderen Rheinseite besteigen wir den Schrägaufzug zur Burg.

Das Deutsche Ecke mit seinen 16 Bundeslandfahnen, die braune Mosel und der blaue Vater Rhein.

Wo wir schon mal hier sind, gucken wir uns auch das Innere der Burg an.

Die Burg ist beeindruckend in ihrer Trutzigkeit und Geschichte, doch der vorgeschlagene Rundgang funktioniert für uns nicht, viel zu viele Abzweigungen. Außerdem muss ich desillusioniert feststellen, dass der überwiegende Großteil aller Informationstafeln nur auf Deutsch ist: Tourist ohne Deutschkenntnisse möchte ich hier sein.

Wir machen uns wieder auf den Rückweg auf die andere Rheinseite, gucken uns den Schlossgarten rund um das Kurfürstliche Schloss an und holen uns schließlich in der Mall After-Sun-Lotion und ein wohlverdientes Döner-Abendessen, bevor wir uns im Hotel ausruhen.

Und die Mädchen?

Lassen sich im Bus was erzählen, besuchen das Amphitheater, essen Chinesisch und haken viele interessante Punkte auf der Landkarte ab.