Giersch

Was für ein Wetter!

Bei schönstem Sonnenschein kommt das große Kind in praller Mittagshitze nach Hause geradelt, mit hochrotem Kopf. Beim Sportunterricht hat es einen 10-Minuten-Dauerlauf gegeben. Sie hat ihre Freundin dabei, verbringt mit ihr den Tag im Garten samt Wasserschlauch und -schlacht.

Das kleine Mädchen hole ich ab und radele direkt mit ihr, einer Freundin für sie und einer Freundin für mich weiter in die Stadt: Eisessen an der Überwasserkirche. Nachdem das Kindereis praktisch inhaliert wurde, spielen die Kleinen im Matsch an der Aa und wir Großen sitzen gemütlich im Schatten, schauen Leute und quatschen.

Glücklich und dreckig kommen die Mädchen irgendwann wieder. Wir radeln heim, froh über den Schatten auf der Promenade. Hanne und Emma haben sich in der Zwischenzeit ins kühlere Wohnzimmer verzogen,

der Liebste kommt heim und setzt sich zum Entspannen auf die Terrasse. Ella und ich besuchen noch schnell unsere neuen Fast-Nachbarn, mit denen wir schon im Kindergarten waren und nun auch in der Grundschule sind und bestaunen das hutzelige kleine Haus voller Winkel und Charme. Ich mag das, wenn die Ecken etwas schief, die Treppenstufen etwas unterschiedlich hoch, die Decken etwas schräg sind. Und der Garten an jeder Ecke etwas Neues zu bieten hat.

Im Nutzpflanzenbeet hat sich der Giersch dominierend ausgebreitet.

Christoph bereitet in der Zwischenzeit das Abendessen vor. Wir essen, schmieden Pläne für Geburtstage, Wochenenden, Zimmerumbau-Arbeiten und erzählen vom Tag. Ella, die deutlich früher ins Bett muss als ihre große Schwester, verschwindet direkt nach dem Abendessen nach oben,

Hanne und ich gießen die Blumen in umserem Garten und freuen uns über die noch grüne Paprika und den Mond.

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