Krippenweg

Sich zu Hause zu verkriechen klingt in der Theorie immer verlockend. Alleine können der Liebste und ich das mehrere Tage problemlos aushalten,

aber nicht mit den Mädchen, und schon gar nicht, wenn die Bescherung so unendlich lange auf sich warten zu lassen scheint. Kirche ist nicht, daher habe ich uns für heute den Krippenweg rausgesucht. Der verbindet St. Petronilla durch den Boniwald mit der Dyckburgkirche und hat eine gute Länge für einen unaufgeregten Waldspaziergang. Zusätzlich gibt es wenig Gelegenheiten zum Quengeln für das kleinste Kind, wenn alle 25 Meter die nächste Krippe steht, die man sich angucken will. Den Nachtisch, Schmand-Joghurt-Pfirsich-Rohrzucker-im-Glas, hatten Hanne und ich schon am Mittag vorbereitet und kaltgestellt.

Jetzt kommen viele Bilder von Krippen, aufgepasst.

Leider gibt es zwischen den beiden Kirchen keine Rundwegalternative, so dass wir den selben Weg wieder haben zurückgehen müssen, aber Christoph und Hanne gingen vor und sprachen über Gott und die Welt, und Ella hat mich in die Feinheiten ihrer Geheimsprache eingeweiht.

 

 

kurz vor Weihnachten

Ella und ich bereiten Wohnzimmer und Küche für die nächsten beiden Tage vor, Christoph und Hanne kümmern sich um die letzten Lebensmitteleinkäufe. Wie immer darf sich bei uns zu Weihnachten jeder etwas zu essen wünschen. Nachdem wir die abenteurlichsten Kombinationen hatten, wird es dieses Jahr fast schon traditionell zugehen.

Am frühen Nachmittag, nachdem alle wieder da sind und wir uns für die nächsten 2 Tage verbarrikadieren,  schmücken wir gemeinsam den Baum. Auch dieses Jahr wurde er uns wieder geschenkt und geschickt.

Die ersten Geschenke finden ihren Platz darunter… was ist da wohl drin? Darf man das schon anfassen?

 

 

 

 

 

 

Weihnachtsferien

Morgens stehen Christoph und ich mit Hanne auf, heute hat sie ihren letzten Schultag in diesem Jahr, wird aber nach dem Unterricht wieder mit Emma beim Bäcker vorbeigehen, sich etwas zum Mittagessen kaufen und dann zum Klavierunterricht schlendern. Um viertel vor 3 hat auch sie Ferien.

Ella, die ja schon frei hat, hat sich mit einer Klassenkameradin beim Eislaufen am Germania Campus verabredet. Wir sind etwas zu früh, treffen aber andere Kinder und Eltern von der Grundschule, die den freien Tag nutzen.

Nach 2 Stunden haben die beiden Mädchen immer noch nicht genug voneinander, ich hab aber keine Lust mehr. Alle Einkäufe hab ich in der Zwischenzeit entspannt erledigen können, die anderen Eltern haben ihre Kinder schon überredet heimzugehen und mir werden langsam die Füße kalt. Ella und Mebsah wollen sich nicht trennen und verabreden sich für den restlichen Nachmittag. Hanne und ich kochen für den Abend, ich hole Ellie um halb 7 wieder in Münsters Norden ab, Christoph kommt und hat bis ins nächste Jahr Urlaub, es ist warm und riecht nach zu Hause und wir starten endlich, endlich in die Ferien: mit Geister, Geister, Schatzsuchmeister und Niagara.

Bereit für die Weihnachtsferien

Ellas letzter Schultag sah mich schon wieder zu 12:30h zur Schule radeln, weil sie sich gewünscht hatte, direkt nach dem Unterricht abgeholt zu werden, samt Sportbeutel und Gebasteltem und Gemalten der letzten Wochen. Morgen hat die Schule frei als Ausgleichstag für die Zirkusaufführung am Samstag.

Zur Filz-AG m 16h wollte Ella aber trotzdem wieder zur Schule. Das passte mir ganz wunderbar, weil Hanne sich gewünscht hatte mit mir in die Stadt zu gehen und Alleinezeit zu verbringen. Wir radelten also mit Ella zur Grundschule, wo sie Christoph nach der AG abholen wird, und fuhren weiter in die Innenstadt. Die Leezen parkten wir am Bült.

Als erstes wollte sie zum MUKK,

danach klapperten wir Prinzipalmarkt,

Arkaden,

Butlers, Luftschloss, Depot, NanuNana und den Außenbereich des Weihnachtsmarktes im Rathausinnenhof ab und kehrten mit kleinen Geschenken für die Freundinnen, warmen Händen und kalten Nasenspitzen nach Hause.

 

 

Dutch, ein Münstermädchenfahrrad

Hannes aktuelles Rad hat innerhalb der letzten 2 Jahre sehr gute Dienste geleistet, konnte dem Wachstum ihrer Beine aber einfach nicht standhalten. Hanne ist 12 und hat längere Beine als ich (manche mögen sagen dazu gehört nicht viel) und ihr Schopf streckt sich um einige Zentimeter höher als meiner, auch wenn ich mich anstrenge.

Da bin ich einfach losgezogen und hab dem großen Mädchen eine neue Leeze besorgt. Es ist schwarz, es ist oldschool, schwarz, hat 3 Gänge und Rücktritt, Platz für Tonni und Tasche, es fährt sich leichtgängig, auch wenn ich mich aufhieven und abspringen musste, es ist ein gutes, stabiles Rad für die kommenden Jahre.

Übermorgen können wir sie abholen und irgendwie unter neben den Baum schmuggeln.

Ibbenbüren

Zu lange haben wir uns nicht mehr auf den Weg nach Ibbenbüren gemacht, und auch das letzte Mal Ibb on Ice ist eine Ewigkeit her. Ich war ganz erschrocken als ich den Blogeintrag gesucht habe: Ganze 6 Jahre?

Hanne ist jetzt schon zu groß für Familienbesuche, hatte außerdem noch Hausaufgaben, Klavier und gute Bücher. Sie blieb auf der Couch. Wir anderen 3 sammelten Piwi und Corinna ein und fuhren gemeinsam.

Heute war verkaufsoffener Sonntag, aber wir haben uns trotzdem in den Trubel gewagt. Leider wollte keines der 3 Mädchen unter 140 cm Eislaufen, also haben wir nur einen Glühwein/Kakao getrunken, einen Stadtbummel gemacht und die Dekorationen bewundern, bevor wir wieder zum Haus fuhren. Nach ersten Annäherungsschwierigkeiten zwischen den Mädchen verschwanden sie irgendwann nach oben in die Kinderzimmer und wurden nur noch gehört, aber nicht mehr gesehen. Abends gab es Bratwürstchen, Baguette und Bier auf der Terrasse, bevor wir uns auf den Heimweg machten.

Ella fragte, wie bald wir Sascha nochmal besuchen fahren würden, Piwi schlief ein, Corinna zog Ella alle Weihnachtsgeschenk-Wünsche aus der Nase und Hanne war immer noch im Schlafanzug, als wir heimkamen.

 

 

 

 

Weihnachtsfeier: I’ve got a CD

Die Weihnachtsfeier der Grundschule fand dieses Jahr in der schön geschmückten Turnhalle statt. Ella ging mit ihrer Klasse direkt nach der OGS hin, Hanne und ich kamen von zu Hause und Christoph kurz nach Start aus dem Büro.

Natürlich ist es für uns nicht interessant gewesen zu sehen, was die anderen Klassen vorbereitet hatten, aber als Ella aufgetreten ist, waren wir 3 mit-aufgeregt. Sie war ein Elf, der half Geschenke vorzubereiten: „I’ve got a CD.“. Danach standen wir Erwachsenen noch kurz in der Aula zusammen, während die Kinder sich in die Mensa zu Keksen, Mandarinen und Lebkuchen durchkämpften, und dann ging es durch die Dunkelheit nach Hause.

vert et rose

Die Tage, die im Dunklen beginnen, sind mir nicht unbedingt die liebsten. Ich weiß nicht, wer sich hier am meisten auf die Weihnachtsferien freut.. es ist eine enge Kiste. Alle schniefen und schnupfen und würden gerne länger liegenbleiben. Christoph ist mit aufgestanden und kümmert sich heute an meiner statt um Brotdosen, Haargummis, Matschhosen, Garagenschlüssel.

Die Hauptstrecken des Fahrradnetzes sind schon gut geräumt, an den Kreuzungen, abseits der Hauptwege oder auf Kopfsteinpflaster ist es aber teilweise noch sehr rutschig. Wir stellen uns darauf ein sehr langsam zu fahren oder zu schieben und planen einen großzügigen Zeitpuffer ein.

Obwohl ich Ellie schon um 20 vor 8 in der Grundschule verabschiede und unter normalen Bedingungen entspannte 10 Minuten zur Arbeit brauche, schaffe ich es heute genau eine Minute vor 8 zur Tür rein.

Über Tag taut es immer weiter, das gefällt mir. Nach dem Abholen befreit Ellie zwar die Bäume im Garten vom Schnee,

aber sie hätte sich nicht mehr bemühen müssen. Am Abend ist der Schnee fast komplett weg. Morgen werden wir entspannter radeln können.

 

 

Liebe ist

wenn einem von uns abends um kurz vor 10 auf der Couch einfällt, dass wir ja heute Hochzeitstag haben und wir uns nur angucken und lachen. Alles Gute zum Hochzeitstag, Schatz! Ich könnte nicht ohne Dich.

Und sonst so? Der Sonntag war entspannt. Morgens zu 10h radele ich mit Ellie zum Kreativhaus, dort ist sie zu einem Geburtstag eingeladen.

Nur für das Geburtstagsmädchen haben Ella und ich uns gestern zu MUKK getraut: an einem Vorweihnachtssamstag in der Weihnachtsmarktzeit. Natürlich war die Hölle los, aber Ellie bestand darauf: Beim MUKK kann man sich als Gastgeber eine Geburtstagskiste zusammenstellen und zu einer Horde anderer roter Kisten auf einem Regal parken. Die Gäste finden die entsprechende Box, suchen sich ein Teil aus, bezahlen und verschenken.

Ich bin gar kein Freund dieser Geschenkekisten. So unkreativ, ganz ohne Überraschung, ohne Nachzudenken. Die Chance, dass das Geburtstagskind etwas ganz Unerwartetes, vielleicht Spannendes und Neues geschenkt bekommt ist genauso weggenommen wie die Ideen, die das eingeladene Kind entwickelt haben könnte. Ich weiß nicht warum diese Kiste in letzter Zeit bei den Einladungen so überhand nimmt. Wo bleibt da die Überraschung? Die tollsten Geschenke sind oft die, auf dich man selber gar nicht gekommen wäre. Eigentlich suchen unsere beiden gerne selber Geschenke aus, aber dieses Mal ging kein Weg daran vorbei; vielleicht, weil das Geburtstagskind das einzige war, das Ellie kannte. Der Geburtstag an sich war schön, aber kurz. Um 12h30 konnte ich schon wieder abholen und wir radelten durch den Schneefall heim.

Als wir zu Hause ankamen und uns auszogen, zog sich das große Mädchen grade an: Sie hatte sich mit Greta auf dem Weihnachtsmarkt an der Überwasserkirche verabredet. Die Flocken fielen immer dichter, aber immerhin nicht mehr vom Wind getrieben waagerecht über die Straße.

Während Hanne unterwegs war, bereiteten wir die Staubbarriere im 1. OG vor. Morgen wird in Ellas Zimmer und unser Schlafzimmer durchgebrochen, um die Heizungen wieder in Gang zu bringen. Ohne Infrarotheizung in den Kinderzimmern wäre es oben zu kalt; Christoph und ich schlafen schon seit Tagen im Gästezimmer im Erdgeschoss.

Hanne kam erfroren, nass und voller Schnee zurück. Sie ist in der Kurve kurz vor dem Haus ausgerutscht, hat sich nicht mehr halten können und ist gefallen. Gut, dass nichts passiert ist. Sie hat mit Greta 3 Weihnachtsmärkte abgeklappert und freute sich jetzt sehr auf die heiße, heiße Dusche.

Zurecht geärgert hat sie sich darüber, dass ihr jemand den Sattelschutz von der Leeze weggeklaut hat. Mensch Münster!