Das wurde aber auch Zeit!

Der letzte Schultag, von allen so sehr herbeigesehnt. Auch wenn Christoph und ich weiterarbeiten, fühlt es sich auch für uns ab heute Abend wie Ferien an: Ein letztes Mal klingelt der Wecker um 6:30, ein letztes Mal Brote schmieren, ein letztes Mal in die 2te, ein letztes Mal in die 6te Klasse radeln. Bei Hanne gibt es heute Zeugnisse, Ella hat ihres ja schon bekommen.

Als ich grade aus der Tür gehe, um Ellie um 11h abzuholen, steigt Hanne grade von ihrem und entscheidet sich kurzerhand mitzuradeln. Wir stehen noch kurz auf dem Schulhof zusammen, Hanne wird von ehemaligen Lehrern und Betreuern erkannt und begrüßt, dann endlich können wir der Schule für 6 Wochen den Rücken kehren.

Mittags gehen wir 4  traditionell zum Schuljahresabschluss gemeinsam Essen. Letzes Jahr saßen wir an Tisch 108, dieses Jahr an Tisch 110.

Wir schmieden ganz in Ruhe Pläne und sprechen endlich mal nicht nur die nächste Woche, sondern die nächsten 6 ab. Aber nur lose, so wie sich das für die Ferien gehört. Am späten Nachmittag hat Hanne noch ein letztes Mal Klavier, ich muss auch noch mal los und Ella packt mit Christoph ihre Tasche für die erste Ferienwoche bei Oma und Opa, denn schon morgen geht es für die Mädchen los. Hanne und ich haben schon tagelang alles zusammengetragen, was sie für ihre ersten beiden Ferienwochen brauchen wird – das gesamte Gästebett ist unter Schlafsack, Isomatte, Regenzeug, Klamotten, Telefongeld, Mückenspray, Rucksack, Schuhen, Impfpass, Gummistiefeln, Taschenlampe, Sonnencreme und vielem mehr begraben. Dieses Jahr wird sie das erste Mal ohne uns Ferien machen: Mit ihren zwei besten Freundinnen fährt sie ins Zeltlager und freut sich immens darauf. Auch ich habe überhaupt kein schlechtes Gefühl und trage ihre Vorfreude gerne mit.

Als wir an diesem Freitag Abend wieder alle zusammenkommen, fangen die Ferien so richtig an. Mit Couchausklappen und Film. Endlich!

Klassenfrühstück

Ellas Klasse verabschiedet sich in den Sommer; alle Eltern, die an einem ganz normalen Donnerstag um 9h in der Grundschule dabeisein können, sind zum Frühstück eingeladen. Ich bin eine von den wenigen; vorher hab ich Hanne zur Sentruper Höhe gefahren, dort findet heute ihr Sportfest statt, schon um 12:30 hole ich sie wieder ab.

Heute holt das große Mädchen das kleine Mädchen von der Schule ab, weil wir beide arbeiten müssen – so lieb, dass sie das macht.

Ohne Noten

Ellas Zeugnis aus der zweiten Klasse ist das letzte ohne Noten, wirklich gerne hätte sie jetzt schon gewusst, wie sie wohl in Mathe steht. Und Sachunterricht. Und Englisch, und Deutsch, und Musik.

Wir mögen: Fantasie, Interesse, Aufmerksamkeit, Zuhören, Motivation, und den gesamten Rest auch. Tolles Mädchen, sowieso!

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Skulpturprojekte 03

Heute vereinen wir uns mit dem dichten Strom der Touristen – es ist Sonntag, es ist sonnig, es ist Münster – und planen 4 der Skultpurpojekte abzustreichen, die auf Hannes Liste auf einem Zettel an der Pinnwand in der Küche hängen. Ganz bewusst radeln wir nicht in den inneren Ring, denn zusätzlich zu Sonntag und Sonne ist auch noch Münster Mittendrin.

Um halb 3 kommen die liebsten Fastnachbarn und wir brechen zum Asia-Laden auf. Hm.

Weiter geht es zum Theater, CAMP verknüpfte das neue Gebäude durch schwarze Kabel mit den Überresten des Romberger Hofs.

Große Schwestern sind schon praktisch!

Am Interessantesten an dieser Skulptur waren nicht die Kabel, sondern die Installation im Fenster der Münsterschen Zeitung gegenüber, die wir überhaupt nur gesehen haben, weil wir dahin geguckt haben, wo alle hinschauten.

Nach dem Theater ging es weiter zu Nietzsches Rock an der Promenade/Ecke Salzstraße, auf den man leider nicht draufklettern darf, auch wenn er noch so lockt,

und schließlich ging es runter zum Hafen: „der Steg“, On Water von Ayşe Erkmen, übt nicht nur für die Kinder den größten Reiz aus.

Einmal hin, kurz in der Sonne trocknen und Menschengucken, dann wieder zurück und zu den Leezen. Nach 2,5 Stunden waren wir wieder zu Hause – und der Steg kam von diesen 4 Projekten natürlich am besten weg.

 

 

 

Skulpturprojekte 02

Ella ist bei einer Freundin, die an der nächsten Kreuzung wohnt, und kommt mit ihr zwischendurch zu uns heim. Da haben die beiden aber Glück gehabt, hier noch jemanden anzutreffen, denn Hanne und ich versuchen es heute nochmal mit der Vorstellung im Pumpenhaus. Also schicken wir die Kleinen wieder zurück zum anderen Elternhaus.

Hm. Auf jeden Fall war es anders. Danach genehmigen wir uns erstmal ein Eis.

Als Hanne die leeren Schüsseln zum Stand zurückbringt, sagt sie: „vielen Dank, das war sehr lecker“.

Skulpturprojekte 01

Die Skulpturprojekte 2017 finden überall um uns herum statt, und heute haben wir uns die ersten beiden vorgenommen.

Im Kleingarten am Lublinring hat Jeremy Deller Tagebücher zusammengetragen, die wir uns angeguckt haben.

In einer Laube stehen Reihe um Reihe dickbauchige grüne Sammelbände, die 10 Jahre umschließen. Wir haben uns einen davon genauer angeschaut.

Das Tagebuch war prallvoll und liebevoll gestaltet, mit vielen Bildern, Zeichnungen, kurzen Anweisungen, Geschichten, Zeitungsartikeln. Kyrill fand ebenso statt wie das Hochwasser von 2014. Da wir um 17h im Pumpenhaus sein wollten, konnten wir uns nicht lange aufhalten: Täglich außer Montag finden um 17h finden Vorstellungen statt, heute Ginterdorfer/Klaßen.

Tja. Ellas Fazit nach den 27 Minuten: „Und wer gibt mir nun meine halbe Stunde Lebenszeit zurück?“ Wir anderen fanden es auf jeden Fall – verwirrend. Aber das ist ja nicht schlecht.

Außen gibt es eine Feuerstelle, an der man sein Handy aufladen kann.

Das war genug Kultur für heute.