Vorbei mit dem Kinderarzt

Hanne ist krank. Blass, schlapp, müde, Halsschmerzen, Gelenkschmerzen. Weil wir abklären wollten, ob es sich um etwas Ersteres handelt oder eine ‚ganz normale‘ Viruserkrankung, war ich heute mit ihr beim Kinderarzt.

Jetzt ist das Mädchen seit einigen Wochen 12 und daher beim Kinderarzt eigentlich falsch: Sie bekommt keine Medikamente mehr verschrieben und ich keinen „Gelben“ mehr für meinen Arbeitgeber. Auch neu: Hanne geht alleine ins Behandlungszimmer.

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Siebeneinhalb Minuten

… für 8 Bahnen und einen Gummifisch vom Beckenboden holen, das war das Spannendste. Heute hat das kleine Mädchen Bronze gemacht!

(Das bedeutet auch, dass sie mit dem Schwimmkurs aufhören darf. Nächste Woche muss sie allerdings noch einmal hin, Aufnäher abholen.)

 

 

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Sommerhöhle

Mein Morgenkaffee in der Sonne,

und um mich herum wächst die erste Höhle des Tages.

Ich darf zuhören, wie sie sich gegenseitig Bücher vorlesen und giggeln.

Viel mehr passiert nicht an diesem Tag. Wunderbar!

Kreativ-Tag

Hanne hat 5 Freundinnen zum Kreativ-Tag geladen. Christoph besprach mit ihr in der Vorbereitung 3 Projekte hat sich um alle Materialien gekümmert, online und lokal. Somit sind wir nun beispielsweise stolze Besitzer von hundert Reagenzgläsern. Zumindest bis zum Nachmittag.

Am Vormittag packen wir alle mit an, um 13h werden Greta, Marleen, Hannah, Marie und Wiebke eintrudeln.

Hanne backt Mango-Maracuja-Muffins. Sie sehen etwas matschig aus, schmecken aber hervorragend.

Für alle Fälle backe ich noch kurz Schokomuffins, man weiß ja nie, wie Mango bei 12jährigen ankommt. Ella steckt sommerliche Schirmchen rein,

danach bügelt sie den Stoff, den wir nachher bestempeln werden.

Die Gäste kommen und als erstes geht es an den Blitzbeton. Ich bin froh, dass es trocken und sonnig ist, so können die gegossenen Werke auf die Terrasse.

Die Reagenzgläser werden kleine Blumenvasen sein.

Auch 12jährige mögen Matschepampe.

Als nächstes kümmern sich die Mädchen um das Bedrucken und Bestempeln der Stofftaschen.

Während die Farbe trocknet, gucken die Mädchen einen Film. Christoph wird die Taschen später zusammennähen: vlnr: Fussball, Bügeleisen, Nähmaschine.

Nach dem Film werden Gläser, Steine und einige Reagenzgläser mit fluoriszierender Farbe bemalt, während ich kleine Pizzen in den Ofen schob und ein Auge darauf hielt, worauf die Farbe überall landete. Ellas Blitzbeton-Blumenvase samt Blumen und Farbe:

und im Dunkeln:

Der Tag war ein voller Erfolg für Hanne. Als um 20h endlich alle aus der Tür waren, haben nur noch die gröbsten Betonspuren entsorgt und durchgefegt und fielen danach kollektiv auf die Couch.

In der Abendsonne hat Christoph Hannes Werk fotographiert: Sie nennt es „Laborunfall“.

 

 

 

Der Fortschritt der Selbstständigkeit

Hanne fiel morgens ein, dass sie am Nachmittag bei Gretas Geburtstagsfeier eingeladen war und noch kein Geschenk hat. Da ich den ganzen Tag unterwegs sein würde, konnte ich kein Auftragseinkäufer sein, bei Christoph war es genauso. Was uns noch vor wenigen Jahren in arge zeitliche Bedrängnis gebracht hätte, ist heute kein Problem mehr:

Hanne radelt nach der Schule einfach kurz in die Stadt, besorgt selber ein Geschenk und packt es auch noch alleine ein!

 

 

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Ein heißer Mittwoch

Heute soll es richtig sommerlich heiß werden. Hanne kann ausschlafen – an ihrer Schule finden mündliche Abiturprüfungen statt. Christoph und Ella kommen gut los, ich muss erst um 8h30 bei der Arbeit sein. Diese ruhige halbe Stunde ist bestenfalls für eine gemütliche Tasse Kaffee reserviert, manchmal brauche ich sie zum Einräumen der Spülmaschine oder letzte Kopien.

Um halb 11 bin ich schon wieder zu Hause und treffe Hanne am Klavier, sie ist grade aufgestanden. Prima Timing. Gemeinsam arbeiten wir in der Küche: ich am Laptop, sie über ihren Schulheften. Vokabeln, Hausaufgaben, das Musikheft wird diese Woche eingesammelt und benotet. Lange dauert das nicht und schon bald kann sie sich in die Sonne legen und lesen: Teslas irrsinnig böse und atemberaubend revolutionäre Verschwörung. Wie gut, dass es die Onleihe gibt, die digitale Ausleihe für Bibliotheken. Ein paar mal auf den Touchscreen gedrückt und sie kann loslesen.

Am Nachmittag hole ich Ella ab.

Da ich einen Korb habe, darf ich Ellas Tonni transportieren.

Zu Hause brauchen wir erst mal ein Eis zwei Eise in der Sonne. Hanne liest, Ella baut eine Höhle.

Hanne liest, Ella baut sich auch ein Lesenest.

Christoph kommt heim und fährt mit Ella zum Klavierunterricht, Hanne liest bis die beiden wieder zu Hause sind. Ella springt zum Abkühlen im Badeanzug durch den Gartenschlauch-Regen und legt sich um Aufwärmen in die Sonne.

Hanne hat ausgelesen.

 

 

 

Blauhimmeltag

Elternsprechtag in der weiterführenden Schule. Traditionell kümmert sich bei uns der Mann um die Schultermine beim großen Mädchen und ich um die beim kleinen. Das verhindert Abspracheschwierigkeiten und ist darüberhinaus sehr gerecht in unserem Familienmodell. An diesem sonnigen Tag

holt Christoph Ellie von der Grundschule ab, bringt sie heim, lässt den beiden Mädchen Geld für Eis da und radelt zur Schule. Toll, dass es mittlerweile so einfach geht mit den beiden – und dass der Liebste von den Lehrer*innen weiterhin gutes Feedback zu Hanne bekommt. Im Anschluss macht er sich auf den Weg zum Pubquiz und ich übernehme die Mädchen. Wir machen Pilz-Salami-Pfannkuchen mit Schluttes aus dem Garten.

Da ich den ganzen Tag auf einer Fortbildung war, falle ich nach dem Insbettbringen auf die Couch und finde kurz danach den Weg ins Bett. Ich bekomme nicht mal mehr mit, wann Christoph nach Hause kommt.

Ein Freundesfest

Es ist ein großartige Tradition, am Tag der Eurovision viele liebe Menschen bei uns empfangen zu können. Einige, die wir schon länger nicht gesehen haben, kamen vorbei: Emily! Melanie! Kestin! Wie schön! Andere Freunde bringen weitere Freunde mit, es ist wuselig und voll und lecker, eines der schönsten Freundesfeste in unserem Jahresrhythmus. Ella ist Zypern (das heißt ich mache Tzatziki), Hanne Österreich. Mir ihr kaufe ich Almdudler ein. Christoph macht ein ganzes Blech voller flotter Hamburger:

Buns aufschneiden und sortieren,

angebratenes Hackfleisch, angebratene Zwiebeln und Raspelkäse drauf,

Bun-Deckel obendrauf,

mit Butter einstreichen, damit die Buns nicht zu kross und knusprig werden

und bei 160° 20 Minuten lang in den Ofen. Lecker!

Damit sich dieses Jahr niemand über unseren kleinen Fernseher beschwert, hat Christoph zu diesem festlichen Anlass den Beamer besorgt.

Probegucken: deluxe music. Hanne hat 2 Freundinnen da, Ella darf mittendrin sein.

Mitten in der Wand, mitten im Fernsehbild, hängt ein Nagel. Später werden wir jedes Mal etwas trinken müssen, wenn der Nagel in der Stirn eines Interpreten ist.

Seinen Ausklang findet der Abend wie so oft bei uns am Feuer.

Perfect life.