In Münster und um Münster und um Münster herum

In Münster liegt kein Schnee, aber im Münsterland schon. Den Großteil des Vormittags schneit es dort weiter, dicke, dichte Flocken. Ich mache einen Haufen enthusiastischer, aber schlechter Fotos.

Am Mittag ist der Schnee auf den Wegen leider auch hier schon fast überall weg. Die letzte unberührte Grasfläche, die ich finde, zerknirsche ich daher genüßlich – wofür hab ich mir denn extra meine Winterboots angezogen!

Als ich nach Münster zurückfahre, liegt nach wie vor kein Schnee.

Vas-y!

Am Wochenende verabredet sich Hanne jetzt mehr und mehr mit ihren Freundinnen. Vorher wollte sie noch einmal Vokabeln abgefragt bekommen, nach dem Mittagessen schnappte sie sich Fahrradschlüssel und Helm und war verschwunden.

Ella wollte auf eine Kletterspinne. Der Himmel war eisblau, die Luft klar und kalt und niemand auf dem Spielplatz; das will was heißen.

Christoph ist mit Ella die Kletterspinne bis zur Spitze hoch, damit er ein Siegerfoto machen konnte.

Awwwww…

Jahre nach dem Abschluss der Babyplanung haben sich die beste Fastnachbarin der Welt und ich heute mit den Kisten im Keller verabredet, in denen wir die Kindersachen gelagert haben.

Getrennt wurde nach:

  • Jungssachen für M  (1 Beutel)
  • Mädchensachen für L   (1,5 Beutel)
  • Altkleidersack   (4 Beutel)
  • kann man niemandem guten Gewissens mehr geben (2 Beutel)
  • muss dringend behalten werden, da sentimental (wir waren eisern: 1 Strickjacke, in der alle 4 Kinder zur einen oder anderen Zeit herumgelaufen sind und für mich noch eine Mütze).

Wahnsinn, wie ein Kleidungsstück, an das man Jahre nicht gedacht hat, auf einen Rutsch so viele Erinnerungen weckt.

Hangry

Ab und an knallt es zwischen den Mädchen, und heute so richtig. Die wilde Kombination aus Hunger und Müdigkeit hat dafür gesorgt, dass die Stimmung gar nicht erst kippen konnte, sie kam schon kieloben zu Hause an. Und dann war auch noch Klavier.

Immerhin knallt es bei uns nur mit Worten, nie körperlich, aber grade die können so weh tun. Hanne war wütend und verletzt. Ella war so erschrocken über sich, dass sie sofort angefangen hat zu weinen, und später auch erklären wollte, wie es dazu kam. Sie war müde und hungrig und fertig und alles war viel zu viel, und dann kamen Sachen einfach so aus ihrem Mund raus, und zwar „leider nichts Positives“.

Am Ende haben die beiden die Situation geklärt, Entschuldigen ausgesprochen und entgegengenommen und sich umarmt.

Hausaufgabenzeit am Küchentisch

Die ersten 3 Tage Frühaufstehen waren gewöhnungsbedürftig. Wir kommen noch nicht richtig in den nötigen Tritt. Ella war gleich am Dienstag krank und schlief, nachdem sie über Bauch- und Kopfschmerzen geklagt hatte, bis 11h allen Geräuschen und Türklingeln zum Trotz: 14 Stunden lang, tief und fest. Danach ging es ihr besser.

Hanne hat diese Woche eine und kommende Woche zwei Klassenarbeiten zu bewältigen und den ersten Vokabeltest schon hinter sich. Ihre Hausaufgabe:

Und Ellas Hausaufgabe: Spiegeln.

Alle wieder im Nest

Auf einem unbenannten Supermarktparkplatz in der Nähe Wuppertals wurden heute Vormittag 2 Mädchen, 2 Rucksäcke und 6 Taschen von dem aus dem Süden kommenden Auto in das aus dem Norden kommende Auto umgeladen,

mittags waren wir zu Hause und nun ist das große Kind bei einer Freundin für das Politikprojekt, das dringend gemacht werden muss, und das kleine Kind probiert Stiche aus und näht gleich mit ihrem Vater Mützen, die unter Fahrradhelme passen.

Und ich mache Wäsche, denn die Kinder sind wieder da. Wir kaufen Äpfel und Tomaten, Fisch und Gemüse, denn die Kinder sind wieder da, und neue Hausschuhe für die Grundschule. Wir packen schon mal die Sporttasche und ich lege neue Korrekturroller raus. Wir machen gemeinsam Abendbrot und schieben uns nicht bloß schnell was in den Backofen, während Netflix im Wohnzimmer ein Momentchen auf uns wartet, denn die Kinder sind wieder da. Und am Abend stehen 4 Zahnbürsten in den Bechern und 3 unterschiedliche Zahnpasten vor dem Spiegel herum, und wir decken zu und lesen vor und bleiben noch kurz, um zu reden, denn die Kinder sind endlich wieder da.