Volle Vierzig

In unserer Küche hängt eine Girlande, die das Mittwochsmädchen mit Omas Hilfe in liebevoller Arbeit vorbereitete. Einige angestaubte Fotoalben vom Dachboden werden die beiden schon miteinander angeschaut haben, um von jedem Lebensjahr ein Foto zu finden!

Auch hier Zuhause hat Hanne das Projekt einige Nachmittage beschäftigt. Sie hat Fotos auf Pappe aufgeklebt, gelocht und schließlich aufgefädelt. Nun hangeln sich Fotos und Erinnerungsstücke säuberlich sortiert quer durch die Küche, immer an der Wand lang.

Beim designierten Kuchenback-Platz (weil es da eine praktische Arbeitsplatten-Steckdose gibt) finden sich Baby-, Kleinkind und Einschulfotos.

Um die Ecklampe herum ist das linkische Früh-Teenage-Alter: schlacksige Arme und Beine, unwilliger Blick in die Kamera. Ein Schülerausweis  ist dabei (mein lieber Mann, diese Silberkette?!). Klassenfotos, Sportverein-Gruppenfoto, Urlaubsbilder, Postkarten.

Je weiter ich der Girlande folge, umso mehr erkenne ich den Mann, mit dem ich seit 3 Jahren verheiratet seit 16 Jahren zusammen bin. Die wilden Haare, die er sich für mich abgeschnitten hat, weil das so mit dem Kennenlernen einfach nicht klappen wollte. (Lange Haare bei Männern gehen für mich ü-ber-haupt-nie-mals-nicht, wie er auf seine dezenten Nachfragen in der Firma erfuhr, in der wir beide arbeiteten).

Da ist der kleine rote Polo mit Faltdach, in dem er mich von der Arbeit nach Hause fuhr und wir vor meiner WG-Tür stundenlang weiterquatschten, „Our Lady Peace“ und „Nine Days“ im Kassettenrekorder.  Geküsst hat er mich ganz lange nicht, weil es ihm so ernst war mit mir. Vor 11 Jahren sind wir mit dem frischgeborenen großen Mädchen aus dem Krankenhaus im diesem Polo in unsere Wohnung gefahren. Wir als Eltern, unvorstellbar aufregend. Das letzte Foto an der Terrassentür ist von uns 4en bei der Hochzeit. Ich kann es wirklich kaum erwarten, wie die Girlande zu seinem 80sten aussieht.

Herzlichen Glückwunsch, mein Schatz. Wir lieben Dich!

Cosmo Bowling

Zwar die weltschlechtesten Bilder,

aber es war ein sehr schöner Nachmittag!

Hanne hat mehrfach vielbejubelte Strikes geworfen, Ella schob die Kugel mit der Kinderkugelrutsche, die aussah wie ein Dinosaurier, in Richtung Kegel und ich vermute, dass Corinna in ihrer Zeit in den USA viel Übung hatte. Sah jedenfalls gekonnt aus!

 

 

Ein Garten ohne Planschbecken

Seit Tagen Wochen denke ich mir, wir brauchen ja nun wirklich kein Planschbecken mehr. Es ist Mitte September, wer weiß, wie lange sich das gute Wetter noch hält, sind wir nachmittags überhaupt zu Hause, ist es warm genug, wer geht denn da rein?

Seitdem quatscheln die Kinder so gut wie jeden Nachmittag mit Wasserschlauch und Bottichen herum.

 

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Montag ist Schwimmtag

Den gesamten heißen, gleißeneden, seilchenspringenden, eislutschenden Nachmittag verbrachten die Mädchen voller Vorfreude aufs Wasser.

Ich freute mich aufs Zuschauen durch die Scheibe und dann eine halbe Stunde Sonne und Ruhe (na gut, und Arbeit, aber eben ganz in Ruhe.)

Unsere Mädchen ziehen sich von denen, die ich fahre, deutlich am schnellsten an und müssen dann warten … und warten … und warten. Eine Tatsache, die Hanne leicht in den Wahnsinn treibt. Trödeln in Situationen, in denen es ohnehin keine andere Möglichkeit gibt (Schulweg, Heimweg, Springen vom hohen Gerüst auf dem Spielplatz, Vokabeln üben) ist nicht so ihres, lieber schnell und gradlinig, Augen zu und durch. Das hat sie nicht von mir.

Irgendwann saßen wir dann doch alle wieder im Auto, Ella drehte Cro auf und wir fuhren erst die anderen, dann uns selber heim.

Montag ist außerdem der fantastische „Papa-ist-schon-Zuhause-Tag“ und „Papa-hat schon-Abendbrot-gemacht-Tag“.

Aasee und Zwinger

Heute ist Tag des Offenen Denkmals. Traditionell war das mal der Tag des Buddenturms, allerdings haben wir es letztes Jahr aus Gründen schon nicht dorthin geschafft und dieses Jahr wollten die Mädchen das tolle Wetter ausnutzen und Tretbootfahren / Tretbootgefahrenwerden.

Da wegen des Münster Marathons etliche Innenstadtstraßen gesperrt waren, haben wir uns nicht die Mühe gemacht, nach Umleitungen zu schauen, sondern einfach bis zum Nachmittag abgewartet. Einige Läufer konnten wir an der Annette-Allee zwar noch begutachten, aber die Promenade war schon wieder frei, so dass wir gradlinig zum Aasee haben radeln können.

60 Minuten Tretboot kosten 15 Euro.

Ella, die treten und steuern wollte, hat leider immer noch zu kurze Beine und musste sich mit einem der vorderen Plätze zufriedengeben.

Hanne steuerte uns wieder in die Weide, dieses Jahr aber ohne einen weiteren Passagier aufzunehmen.

Dieses Jahr wollte wir einmal unter der Brücke hindurch.

Geschafft!

Und dann den Weg wieder zurück…

Als wir unser blaues Tretboot wieder abgegeben hatten, mussten wir erstmal im Schatten Pause machen und stiegen die Treppen zum Boule-Platz hoch.

Während wir da so saßen und den Boule-Spielern zusahen, haben wir beschlossen, wenigstens noch in den Zwinger zu gehen. (Auf die Buddenturm-Treppen hatten wir bei diesem Wetter keine Lust.)

Heute gibt’s nur Bilder vom Innenhof.

Zu Hause lockten Garten, Wasserschlauch, ein frühes Abendbrot und schließlich die Couch.

Ellas Klassensommerfest

Kurz nach 7 stand Christoph mit Ella auf, weil es ihr in den Fingern kribbelte, die Einladungen für ihre Geburtstagsnach- und Übernachtungsfeier zu gestalten.

Als ich aufstand, war der Küchentisch schon zum Kreativtisch geworden und die beiden waren in vollem Gange. Natürlich gesellte Hanne sich gleich dazu, als sie Stunden später die Treppe runterwankte. Zu mehr als repetitiver Aufklebearbeit war sie allerdings nicht fähig. Es ist ja schließlich Wochenende.

Weil das Wetter so schön war, verlegten die beiden die Kreativarbeit schließlich nach draußen.

So konnten sie auch zusehen, was mit dem Gartentisch passierte.

Als er abgeschliffen war, ließen wir ihn einfach so zurück und radelten zum Nordpark.

Eigentlich zum Abschluss des 1. Schuljahrs im vergangenen Juni geplant und letztendlich wegen Dauerregens abgesagt, fand heute Ellas Sommerfest statt. Der September war ja bis jetzt viel sommerlicher als Juni, Juli und August zusammen, somit hatten wir mit dem Nachfeiertermin ein gutes Händchen bewiesen.

Von 15-18h saßen und standen wir Erwachsenen zusammen und quatschten, grillten und aßen, während die Kinder auf dem Spielplatz tobten. (Leider war ein Großteil der Spielgeräte abgesperrt, weil im Sand Glasscherben gefunden wurden, aber im Nordpark gibt es zum Glück noch andere interessante Ecken.)

Wir haben gehört, dass sich unsere beiden Mädchen sehr ähnlich sehen, und Ella außerdem mir.

 

Giersch

Was für ein Wetter!

Bei schönstem Sonnenschein kommt das große Kind in praller Mittagshitze nach Hause geradelt, mit hochrotem Kopf. Beim Sportunterricht hat es einen 10-Minuten-Dauerlauf gegeben. Sie hat ihre Freundin dabei, verbringt mit ihr den Tag im Garten samt Wasserschlauch und -schlacht.

Das kleine Mädchen hole ich ab und radele direkt mit ihr, einer Freundin für sie und einer Freundin für mich weiter in die Stadt: Eisessen an der Überwasserkirche. Nachdem das Kindereis praktisch inhaliert wurde, spielen die Kleinen im Matsch an der Aa und wir Großen sitzen gemütlich im Schatten, schauen Leute und quatschen.

Glücklich und dreckig kommen die Mädchen irgendwann wieder. Wir radeln heim, froh über den Schatten auf der Promenade. Hanne und Emma haben sich in der Zwischenzeit ins kühlere Wohnzimmer verzogen,

der Liebste kommt heim und setzt sich zum Entspannen auf die Terrasse. Ella und ich besuchen noch schnell unsere neuen Fast-Nachbarn, mit denen wir schon im Kindergarten waren und nun auch in der Grundschule sind und bestaunen das hutzelige kleine Haus voller Winkel und Charme. Ich mag das, wenn die Ecken etwas schief, die Treppenstufen etwas unterschiedlich hoch, die Decken etwas schräg sind. Und der Garten an jeder Ecke etwas Neues zu bieten hat.

Im Nutzpflanzenbeet hat sich der Giersch dominierend ausgebreitet.

Christoph bereitet in der Zwischenzeit das Abendessen vor. Wir essen, schmieden Pläne für Geburtstage, Wochenenden, Zimmerumbau-Arbeiten und erzählen vom Tag. Ella, die deutlich früher ins Bett muss als ihre große Schwester, verschwindet direkt nach dem Abendessen nach oben,

Hanne und ich gießen die Blumen in umserem Garten und freuen uns über die noch grüne Paprika und den Mond.

Ein gemeinsamer Fahrtermin

Es hat einige Jahre gedauert (kein Witz. Das ist Münster.) aber endlich, endlich haben beide Mädchen einen Schwimmkurs zur gleichen Zeit, im gleichen Schwimmbad, beim gleichen Schwimmverein.

Ella hat 2 Freundinnen dabei und schwimmt auf der Bronze-Bahn. Hanne zieht auf der Gold-Bahn Runde und Runde, krault vorwärts und rückwärts und taucht, geht am Ende rüber zu ihrer kleinen Schwester, nimmt ihre Hand und gemeinsam verschwinden die beiden Richtung Umkleide.