Teamwork

Während ich das kleine Mädchen und seine Freunde zum Schwimmen kutschiere und im kuschelig-warmen, aber wenig einladenden Vorraum sitze,

bereitet das große Mädchen zu Hause Abendbrot vor.

Dass es das Essen dann auf der Couch & vor dem Fernseher gab, war Wahl der Broteschmiererin.

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Vorbote

Während ich am Küchentisch sitze, Kaffee trinke, eine Blogreise mache und feststelle, dass ich mein Frühstücksknäckebrot heute zufällig von der „Sonntagsseite“ aus beschmierte, während die Mädchen oben miteinander giggeln und kreischen, fängt es an heftig zu schneien.

15 Minuten später ist der Spuk auch schon wieder vorbei und der blaue Himmel strahlt mich an.

Und dann sehe ich, dass es die tiefe, tiefe Sonne wieder in den Garten schafft!

 

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Erwachsenenleben

Als die Kinder in den Ferien für mehrere Tage bei Oma und Opa und Oma und Opa waren, haben Christoph und ich so ein richtiges Erwachsenenleben geführt. Das ist eines, in dem man spontan am späten Nachmittag zum Beispiel

a) ins Kino radelt

b) der Film nicht ab 6 ist

c) und danach kann man noch spontan Essen gehen, weil zu Hause keiner wartet oder von irgendwo abgeholt werden wollte.

Ein Erwachsenenleben ist für uns eines, in dem sich der Tagesrhythmus 3 Stunden nach hinten verlagert und so entspannt einpendelt. Statt Wecker um 6:30 dann eben erst um 9:30, statt um 10 ins Bett erst um 1. Perfekt. (In Wahrheit natürlich bei meinem Job nicht möglich, in Christophs dank flexibler Arbeitszeit theoretisch allerdings schon. Wenn da nicht das Grundschulkind wäre, das er morgens bringt, und das muss nun mal um 8 in der Klasse sitzen.)

Ein Erwachsenenleben ist auch eines ohne Apfelschnitze und Französischvokabeln, ohne panisches Suchen von Mütze/Regenhose/Deutschheft/neuen Füllerpatronen/Fahrradlicht/Fahrradschlüssel/exakt 3,50€ für den Theaterbesuch mit der Schule am frühen Morgen.

Ohne Grundschul-Infopost mit abzuschneidenen Sektionen ob ich     O ja   oder  O nein       meinen Vormittag als Streckenposten beim Sportfest opfern kann oder welche kulinarische Köstlichkeit ich im Falle meines Nichterscheinens beisteuern werde.

Ohne Bastelglitzer in allen Ecken und ominös-klebrige Flecken auf dem Boden, von denen keiner weiß, woher sie kommen. Ohne Brotdosen und SIGG-Flaschen, ohne Jackenwust auf dem Boden im Flur, ohne Schuhe unter dem Couchtisch.

Christoph und ich haben beim Nachhauseradeln nach einem (spontanen!) Essen am Hafen darüber gesprochen, ob uns Spontaneität im Alltag fehlt – ob wir unsere pre-Hanne-Welt vermissen, und natürlich ist das manchmal so. Kinderlose Paare im Bekanntenkreis machen (subjektiv gefühlt sehr oft) einfach so Wochenendreisen. Sie gehen brunchen, lunchen, dinnern, in Ausstellungen und Konzerte.

Natürlich ist es unfair, fehlende Freizeitspontaneität den Kindern in die Schuhe zu schieben. Wir haben zwar keine Großeltern in der Nähe, aber auch keinen Babysitter engagiert, was ja durchaus in all den Jahren möglich gewesen wäre. (Allerdings widerspricht das ja in sich schon wieder der Spontaneität… Hmmmm.)  Wir sind sicherlich auch mit dem Alter unbeweglicher geworden und froh über die Couch, die abends nach Arbeit, Haushalt, Kinderbetreuung so verlockend mit AmazonPrime und Netflix nach uns ruft.

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Währenddessen wird das große Mädchen (fast 12) immer selbstständiger. „Ich geh noch mit zu Emma, bin um 7 zu Hause.“ „Bin am Wochenende beim Geburtstag mit Übernachtung eingeladen.“ sind ja keine Seltenheiten mehr.Das kleine Mädchen (7einhalb) ist auch schon gar nicht mehr so klein. Noch wird sie zur Schule gebracht und abgeholt, aber es dauert bestimmt nicht mehr lange, bis sie alleine nach Hause kommt und, ultimativ, dann auch irgendwann alleine radelt. Nachmittagsverabredungen laufen mittlerweile auch im Kinderzimmer oder im Garten oder auf dem Spielplatz gegenüber, so dass ich oft wenig mitbekomme und am Schreibtisch sitzen und arbeiten kann.

Im letzten Jahr hat sich Hanne eh viel zugetraut. Sie hat sich mit dem Rad aufgemacht und neue Ziele angesteuert und dabei immer sehr genau gewusst, ob sich das richtig anfühlt oder nicht. Dieses Bauchgefühl finde ich wunderbar. Besser als in Münster kann man Kinder mit dem Fahrrad ja nun wirklich nicht alleine losziehen lassen, auch wenn sich das als Elternteil beim Losfahren manchmal anders anfühlt. Hier werden Autofahrer von einer wütenden Meute Radler angeschrieen, wenn sie mal die Vorfahrt missachten. Die Radwege sind klar gekennzeichnet und es gibt viele Fahrradstraßen, die Kinder kennen sich aus. Sie müssen in keine öffentlichen Verkehrsmittel einsteigen und sind selbstständig und eigenverantwortlich unterwegs.

Die große Schwester hat angekündigt, dass sie gerne auf die kleine Schwester aufpasst, wenn Christoph und ich mal zusammen loswollen, solange wir nach Hause kommen, bevor die beiden ins Bett gehen. Da das am Wochenende sehr spät ist, sollte das kein Problem sein. Vielleicht nehmen wir ihr Angebot bald mal wahr.

 

Feriensonntag

Morgen fängt die Schule wieder an, und damit die Mädchen einigermaßen gut aus den Federn kommen (von uns Großen mag ich gar nicht sprechen), müssen sie heute wohl oder übel den Schlafanzug aus- und die Jeans anziehen.

Wir haben den Baum abgeschmückt und neben den von unserem Doppelhaushälftenpartner an die Straße gestellt. Die Weihnachtssachen wurden sorgfältig eingepackt und weggeräumt, Wohnzimmer, Flur und Hausflur von Tannennadeln befreit, die Papiersterne von der Terrassentür abgeknibbelt. Nur die Lichterketten dürfen hängenbleiben, die machen es gemütlich.

Die Mädchen haben sich den frischen, fast unbeschriebenen Kalender des neuen Jahres vorgeknöpft und ein paar Daten eingetragen. Geburtstage, schon geplante Urlaube und Fest- und Feiertage, die dem Jahr Struktur und Eckpfeiler verleihen.

Bei Anbruch der Dämmerung sind wir zum See im Nordpark spaziert, der immer noch zugefroren ist. Anfangs war es noch so hell, wie es an diesem Tag wurde, was nicht besonders viel war:

Beim See angekommen war es schon dunkel, was dem Ausflug einen abenteuerlichen Anstrich gab. Wir trafen 3 Jungs, die mit Fackeln liefen, schmissen Hölzer auf den zugefrorenen See, weil es keine Steine zu finden gab, spazierten einmal drumherum und dann wieder heim.

Obligatorisches Schuhbild. Wir mögen Jeans.

Um viertel nach 8 hielten wir Großen uns den „Tatort“ an und brachten die Mädchen trotz anfänglicherProteste ins Bett. Es klappte gut.

3 volle Tage

waren es ohne die An- und Abreisetage bei meinen Eltern.

Heute Mittag sind die Mädchen wieder nach Hause gebracht worden, um das letzte Ferienwochenende auf der heimischen Couch zu verbringen. Vielen Dank an die beiden Großelternpaare, die den Mädchen so schöne Urlaubstage beschert haben.

Der erste Schnee

Beim Aufstehen, spät wie immer in den Ferien, lag eine puderige Zuckerschicht über Münster und der Terrasse.

Heute Mittag kommen meine Eltern an und holen die Mädchen für die zweite Ferienwoche zu sich ins Rheinland. Ein detaillierter Plan, welche Aktivitäten sie machen wollen, wurde schon ausgearbeitet.

Silvestergäste

Die Mädchen haben ihre erste Woche der Winterferien bei Oma und Opa verbracht und sind seit gestern wieder in Münster. Nach den ruhigen Tagen kann es ruhig wieder wiggelig, laut und geschäftig werden.

Heute Abend empfangen wir liebe Silvestergäste und bereiten dafür einige Sachen vor.

Euch allen ein glückliches, sicheres 2017 voller Glück und schönen Momenten, mit Gesundheit, guten Freunden und erfüllenden Aufgaben.