Rosenmontag. Helau.

Immerhin hat es fast aufgehört zu regnen. Grau und nass und manchmal fieslig blieb es leider trotzdem. Und die Stimmung? Einmal habe ich Viva Colonia gehört, einmal Op dem Maat und ich bin mir fast sicher, dass mir sogar einmal Echte Fründe ans Ohr gedrungen ist!

Anderthalb Stunden haben wir uns gemeinsam mit einigen Freunden vorne am Theater den Zug angeschaut und uns gewundert, wie es sein kann, dass lediglich einzelne Bonbons im Minutentakt abgeworfen wurden. Im Ernst. Alles in allem ziemlich kümmerlich, aber Hanne ist zwischen den Füßen der Zuschauer herumgewuselt und hat jedes noch so kleine Bonbon aufgehoben. Trotzdem war die Ausbeute mehr als mager, und nachdem wir dann die ekeligen / nassen / zerplatzten / schon aufgegangenen Bonbons aussortiert haben, blieben ungefähr 20 Kamelle übrig. Trotzdem hatte Hanne richtig viel Spaß und findet alles in ihrer Tüte ‚Lecka-Popecka‘.

Ich habe eigentlich gedacht  -gehofft!-  meine Müdigkeit wäre jetzt in der 17. Woche endlich verflogen, doch trotzdem kann ich nachmittags kaum die Augen offenhalten. Es ist richtig anstrengend, wach zu bleiben und die ganze Zeit auch den Anschein zu erwecken, ich wäre für irgendwas Spannendes zu haben. Dabei ist es völlig egal, ob ich bloß gearbeitet habe oder in der Stadt war, ich bin einfach nur totmüde. Wenn ich Glück habe, so wie heute, ist Christoph da und hat auch Zeit, Hanne für eine Stunde zu bespaßen. Für den weiteren Nachmittag bedeutet das für mich und Hanne, dass ich viel ausgeglichener bin und viel entspannter alle Abendrituale durchziehen kann. Wenn ich nicht schlafen kann, muss es natürlich trotzdem irgendwie gehen.

Best things

Heute war sicherlich der ruhigste Karnevalssonntag seit meiner Schwangerschaft mit Hanne. Meines Lebens. Wirklich. Auch wenn Münster sich für eine wahre Karnevalshochburg hält, kann ich das überhaupt nicht nachvollziehen. Wenn man nicht wüsste, dass es eigentlich etwas zu feiern gäbe – draußen würde man es nicht bemerken. Wenn’s hochkommt, habe ich seit Weiberfastnacht zehn (10!) Menschen in verschiedenen Graden einer Verkleidung gesehen. Es ist schon ein Trauerspiel. Mir graust es jetzt schon vor den Rosenmontagsfestzugwagen der Holländer, die alle mit Techno beschallen.

Heute haben wir aufgrund des andauernden Nieselswetters einen Drinnen-Regen-Familientag gemacht. Das Wohnzimmer ist mit EVA-Platten belegt und wurde zur Disko umfunktioniert. Bei zwei von drei Puzzlen fehlt jeweils ein Teil. Quartett, Tier auf Tier und andere Spiele sind aber vollständig. Die Verkleidekiste wurde bestückt und ausprobiert. Wir haben Babykataloge gewälzt und Hanne in die hohe Kunst des MauMau-Spielens eingeweiht. Und Badewanne stand auch noch auf dem Programm.  Toll war das vor allem, weil wir alle 3 den ganzen Tag miteinander füreinander Zeit hatten.

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Spiel des Lebens

Heute Abend hatten wir netten Besuch, der erst durch abgesagte Karnevalsaktivitäten spontan zustande kam. Lieblingsnüße und Peter kamen schon zum Abendessen und Hanne war ganz aufgedreht. Während ich das hier schreibe, gemütlich auf der Couch sitze und gleich ins Bett gehe, höre ich den 3 Jungs zu, wie sie'“Schwimmen‘ spielen. Was ich nicht verstehe ist das generell männliche Verhalten, nach jedem zwei Minuten dauernden Spiel genau die Karten nachzuvollziehen und darüber zu diskutieren, was Mann hätte anders machen können. Welche wieprozentigen Gewinnchancen sich dann noch ergeben hätten, wenn dies und das gewesen oder gelegt worden wäre. Hätte man sich doch gleich zu Anfang für eine andere Farbe entschieden. Hätte er doch die andere Karte getauscht. Muss ich ja aber auch nicht, ich bin ja ein Mädchen.

Vorher haben wir gemeinsam das ‚Spiel des Lebens‘ gespielt. Die Jungs jeder für sich, Hanne, Schäfchen und ich in einer gesammelten Mädchenmannschaft mit gleich 2 rosa Männchen im schicken gelben Flitzer.

Und was soll ich sagen, wir waren richtig gut – auch, wenn’s am Ende nicht zum Sieg gereicht hat. Aber immerhin waren wir die ersten in der hochherrschaftlichen Villa. Hanne hat gewürfelt wie eine Weltmeistern.

Die ganze Welt schneit!

Heute Nachmittag waren wir (mit dem Bus, die Autobatterie ist mal wieder leer) endlich wieder bei Kerstin und Lasse, und da war’s wie immer wirklich schön :-) Ich weiß gar nicht, warum wir immer so viel Zeit zwischen den Besuchen verstreichen lassen. Irgendwie kommt das Leben zu oft dazwischen. Hanne nennt Lasse immer noch „Baby Lasse“, dabei ist er mittlerweile schon 2 Jahre alt. Die beiden spielten nach anfänglicher Schüchternheit richtig gut miteinander, Lasse hatte gute Musik, Lego und Bücher am Start, und leckeren Kaffee gab’s auch!

Den Nachmittag über haben wir den Garten zuschneien sehen, mit schönen dicken weichen Flocken. Eine halbe Stunde Busfahren und Hanne sagt beim Aussteigen in der Innenstadt staunend: Die ganze Welt schneit!

Hübschmachen

Nicht nur Münster

sondern auch Hanne macht sich hübsch für die kommenden Karnevalssession. Noch 2x schlafen, dann gibt es im Kindergarten die Party, auf die Hanne schon hinfiebert, seit sie weiß, dass sie dort Prinzessin sein darf. Onkel Thomas‘ Weihnachtsgeschenk aus China wird der Schwungbarkeit wegen einfach mit Omas „Fliegerock“ kombiniert und fertig ist sie für die Kinderdisko.

Weich wie ein Kaubonbon

2 Nächte hat Hanne nun gebrochen, hat keinen Appetit und ist ganz hängelig. Ich schätze den Abstand, in dem sie tagsüber kontinuierlich leicht weinerlich „Mamaaaaaa“ ruft auf rund 30 Sekunden ein. Christoph meint, es wären eher 20. Sie kann gar nicht alleine sein und mal in der Küche spülen, während sie im Wohnzimer auf der Couch liegt, ist einfach nicht drin. Gestern war nicht wirklich etwas mit ihr los, aber heute wollte sie das mit dem Frosch spielen. Das, was so weich ist wie ein Kaubonbon. Das, was im Flur steht. Es hat wirklich einige Zeit gedauert, bis ich wusste, was sie meint: Die EVA-Platten und das EVA-Schloss mussten ausgepackt werden und ich muss ja sagen, wenn man damit einen Teppich baut, ist der tatsächlich weich wie ein Kaubonbon und ein Frosch ist auch dabei, den es zu erpuzzeln gilt. Auf dem „Teppich“ kann man übrigens auch gut auf dem Bauch liegen (naja, ich nicht mehr so gut) und malen, beispielsweise Selbstportraits und ein Bild von Mama. Ich bin allerdings nicht sicher, wer wer ist, das hat sich im Laufe des Malprozesses oft geändert.

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Gleich ist mal wieder Elternabend; der dritte in der ebensovielten Woche. Der Castingprozess für neue Kinder ist doch relativ zeitraubend. Aber so bekommt man zumindest eine nette, homogene Gruppe, und das ist es defintiv wert.

Herzlichen Glückwunsch, Opa!

Nach 3 Tagen in Köln sind wir grade eben im dunklen, nassen Schneeregen wieder nach Hause gefahren.

Es gab nach ungefähr 11 Jahren mal wieder Dampfnudeln mit Vanillesoße und Hanne mochte sie nicht. Ich denke, das lag daran, dass der verlockende Schokoladenkuchen direkt daneben stand. Morgen geht’s wieder in den Kindergarten, daher jetzt auch ab in’s Bett. Schäfchen ist schon zum Vorwärmen auf der Heizung. Wenn es weiterhin schneit, liegt bestimmt morgen wieder Schnee auf den Gehwegen – aber bestimmt nicht genug, dass wir unseren (Toms und meinen) alten Schlitten ausprobieren können, den wir mit nach Münster genommen haben. Immerhin werden wir dann Zeit haben, den Schlitten so bunt anzumalen, wie Hanne es vorhat! Nochmals: Herzlichen Glückwunsch, Papa!

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Nike und Lenni

Hanne hatte gestern Vormittag keine Lust, mit mir nach Bonn zu fahren. Sie wollte lieber bei Oma und Opa bleiben, statt mit mir Nikes und Lennis neue Wohnung anzugucken – und dabei hatten die beiden extra die Briobahn aufgebaut. Diese Viecher hätte sie sicherlich auch hübsch gefunden:

Brio Brio!

Wegen der Babysachen sind Hanne und Christoph heute in G. auf den Dachboden gestiegen und haben dabei gleich den Schlitten und die Briobahn mit heruntergebracht! Schön, dass die alte Bahn nach all den Jahren in der Kiste wieder bespielt wird.

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Unerwartete Geschenke

Der nette Postmann hat für Hanne heute ein Paket von Oma Mona abgegeben. Ihre erste Einschätzung des Inhalts war Süßigkeiten, die zweite „tausend hundert Stapel Pixi Bücher“. Mit den Süßigkeiten hatten sie recht, und dazu gab es zwei wunderschöne Röcke, von denen einer sogar „bestimmt ganz hoch fliegt“, ein ganz, ganz tolles Hängerchen und zwei lila Ballettschläppchen!

Vielen vielen Dank, liebe Oma, auch für all die anderen schönen Sachen im Paket!!

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