Sonntag

Am Vormittag kommt der Brunnenmann, dessen Namen ich immer vergesse, nennen wir ihn Erwin. Erwin guckt sich die Sache an und weiß direkt, was gemacht werden muss: entweder ein längeres Wasserrohr oder eine leistungsstärkere Pumpe dran, eventuell reicht aber schon ein Anschluss mit Schelle. Das werden wir als erstes ausprobieren. Immerhin hin wissen wir jetzt, dass das Wasser noch da ist, danke, Erwin.

Am Nachmittag regnet es, das tut allen Blumen gut und niemand muss zum Gießen raus, sondern einfach nur zum Spaß.

Wir spielen mehrmals Monopoly. Die Version mit Bankkarte zieht sich nicht so ewig hin, das ist nett.

Morgen beginnt die vorletzte Schulwoche!

Wieder da

Christoph holt die Mädchen zum Übergabezeitpunkt in der Mitte ab, so fahren die Großeltern und er jeweils ungefähr eine Stunde. Ich arbeite in der Zeit, und als sie wieder zu Hause sind, bin ich grade fertig und klappe die Kiste zu.

Wir verbringen den Rest des Tages im Garten, mähen und schneiden die Kanten, gießen, versuchen erneut den Brunnen an den Start zu bringen, grillen und lungern.

Aufgeteilt

Am Tag nach Omas Geburtstag beschließen wir Großen, dass wir nach Münster zurückfahren müssen, denn leider ist der Netzausbau nicht so weit vorangetrieben, dass Christoph seine Meetings oder ich problemlos stundenlange Videokonferenzen durchführen könnte. Außerdem muss Hanne morgen eine Stunde Politikunterricht per Zoom machen, und zur gleichen Zeit 3 Videokonferenzen machen zu wollen könnte mehr als herausfordernd sein. Die Mädchen beschließen bis Samstag zu bleiben.

Sie pflanzen den als Geschenk mitgebrachten Topinambur ein, dann muss noch schnell gemessen werden, wie groß Ella heute ist.

Genauso groß wie Hanne es am 22.11.2014 war.

Dann fahren der Weltbeste und ich heim und die Mädchen freuen sich auf die Zeit bei den Großeltern.

Siebzig

Am Vormittag sitzt einer von uns in einer Schulung am Hafen, während wir anderen arbeiten, Schularbeiten machen und packen. Am Nachmittag, so früh der workshop eben vorbei sein wird, fahren wir zum 70sten Geburtstag von Oma M.

Vor 10 Jahren gab es zum runden Geburtstag ein großes Zelt im Garten, eine Fußball-WM und rundherum viele Gäste. Dieses Jahr ist ja bekanntlich alles etwas anders.

Wir sind am Ende doch etwas spät dran, denn wir kamen nicht so früh los wie gewünscht und die Autobahn in Richtung Süden ist voller als erwartet.

Wir gehen das erste Mal seit Monaten aus, essen gemütlich, fahren heim und wer will, spielt bis spät in die Nacht im Wintergarten Karten.

Blau

Hanne bereitet etwas für Omas Geburtstag vor.

Kisten3

Während Christoph die gespachtelten und mittlerweile getrockneten Flächen kurz weiß überstreicht, beschäftigt sich Ellie mit Kartoffeln.

Die Grenzen zwischen Arbeits Schultagen und Wochenende verschwimmen auch bei den Kindern.

Die Kisten werden über Herd, Spüle und Spülmaschine aufgehangen. Als kleinste Hausbewohner dürfen Ellie und ich entscheiden, in welcher Höhe sie angebracht werden.

Fertig. Zufrieden!

Zeit, die Brücke aus dem Stand zu üben, die Sonne scheint.

Vielleicht muss der Rasen mal wieder gemäht werden.

Kisten2

Für die Anfang der Woche angekommenen Kisten bereiten Christoph und Ellie heute in der Küche Dinge vor.

Die Spachtelmasse muss vollständig durchtrocknen, bevor es weitergeht, aber wir können die Türen schlecht aufmachen.

Freitagabendgefühl

Ich vermisse das Freitagabendgefühl, dieses wohlige, müde, das einen wissen lässt, dass man die Woche geschafft hat und morgen ausschlafen kann.

Christoph und Ellie gucken einen Film, Hanne ist verabredet und ich mache beim Skypenquiz mit den liebsten Fastnachbarn mit. Wie immer sind wir eher schlecht und wie immer ist es völlig egal.

Gegen Mitternacht laufe ich heim.

same old, same old

Mein täglicher Anblick: das heruntergelassene Rollo in meinem Arbeitszimmer, in das am Nachmittag sonst die Sonne reinknallen würde.