Wieverfastelovend

Es ist Weiberfastnacht und ich muss arbeiten… offensichtlich war ich im Vorfeld sehr jömelig, denn aus lauter Mitleid hat mein Morgenkurs Berliner mitgebracht.

Dann hab ich frei, die Sonne scheint, es ist knackekalt, der Himmel ist blau und es ist Weiberfastnacht!

Dieses Jahr habe ich mir ein ganz schnelles Kostüm überlegt: Waldelfe. Ein Haarreifen, Vogel und Blätter aus dem 1-Euro-Laden, ein bisschen Draht und der Kopfschmuck war fertig; dazu Elfenohren zum Aufstecken. Ein altes grünes Tshirt, auf dem die restlichen Blätter mit der Heißklebepistole aufgeklebt werden.

Untenrum braucht man an Fastelovend eh nur sehr feste Schuhe und eine bierabsorbierende Jeans. Hanne schminkt mich einmal zur Probe und übt auf ihrem Arm.

Es sieht super aus, aber bevor ich Ella abhole, schminke ich mich lieber ab, sonst ernte ich komische Seitenblicke. Als ich Ella gut zu Hause habe, darf Hanne mich ein zweites Mal schminken. Es läuft der WDR Livestream und Lupo: Nur für die Liebe nicht und MILJÖ – Su lang de Leechter noch brenne.

Um 17h kommt Meike zu mir, kurz danach stößt Christiane dazu, und dann geht’s in die Jüdefelder: der Barzillus ist fest in Jupps kölscher Hand.

… ein guter Auftakt, morgen geht’s nach Kölle!

 

 

Atemwolkenkalt

Kalt ist es im Münsterland. Fensterblumenkalt, autokratzkalt, zweipaarhandschuheübereinanderkalt.

Gestern und heute habe ich die Kinderbetreuung ab 15h ganz und gar in Christophs Hände gegeben. Seit ich die Arbeit aufgestockt habe, komme ich nachmittags öfter an meine Grenzen – und merke das dann vor allem daran, wie leicht reizbar ich bin.

Am Abend, so gegen 22h, nachdem ich einen großen Klumpen Arbeit aus den Füßen hatte, kann ich aufatmen (und der Rest der Familie sicherlich auch).

Morgen, versprechen die Schäfchenwolken unisono mit mir, wird ein schöner Tag.

Dirndlbluse

Hanne, die ein Dirndl anziehen wird, braucht eine Bluse. Zwischen Mittagessen und Ellaholen quetschen wir den Karnevalswierts rein und finden erfreulicherweise ganz schnell eine, in Größe 36/38.

 

Ganz geheime Geheimnisse

Den ganzen Vormittag schneit es kontinuierlich.

Ella hat Besuch von 2 Freundinnen. In der gestrigen Vorbereitung hat sie nicht nur ihr Zimmer aufgeräumt und gestaubsaugt, sondern auch 4 Ordner, Stifte, einen Locher, einen Tacker und Etikettenaufkleber zusammengesucht und nach oben getragen.

Hanne, Christoph und ich gucken „Der Herr der Ringe: Die Gefährten“ zuende.

Mir macht Besuch eigentlich nichts aus; ich mag das Leben in der Bude und finde es spannend, die Gruppendynamik aus nächster Nähe zu erleben. Ich schnibbel auch gerne Äpfel, hole Kekse aus den Schrank oder werfe ab und zu einen Blick in den Garten oder den Spielplatz gegenüber. Heute waren mir die 3 aber viel zu aufgedreht und gingen mir dermaßen auf den Senkel, dass ich Faru spontan angeschrieben habe mit mir eine Runde zu drehen. Danke, Weltbeste!

Electric Six und das tote Kätzchen

Christoph ist um 17h mit einer größeren Gruppe Freunde unterwegs nach Bielefeld: „Electric Six“ mit der Vorband „Dead Kitten“.

Er sagt, es war eines der besten Konzerte, auf dem er jemals war.

Ella hat eine Freundin zum Übernachten zu Besuch. Als die beiden sich nach dem Abendbrot nach oben verziehen, fangen Hanne und ich „Der Herr der Ringe: Die Gefährten“ an. Ein Meilenstein der Medienerziehung!

Schnee, Helm, und das Zeugnisessen

Früh morgens kramen alle außer mir hektisch nach ihren Regenhosen – es schneit, und nicht zu wenig. Ich stülpe Regenschütze über Tonnis und hoffe, dass die Radwege nicht zu rutschig sind. Bei mir wird eine halbe Stunde später das Auto sein, mit dem ich mich auf den Weg mache.

3 Stunden später ist der ganze Spuk vorbei und alles schon wieder weggetaut.

Heute kann ich Ella schon wieder so früh abholen – um 11h ist ihr Unterricht vorbei. Hanne ist zu Hause und ganz kribbelig wegen ihres Zeugnisses, das sie heute bekommen hat: sie ist stolz und froh und rechnet zufrieden ihren Durchschnitt aus.

Natürlich gehen wir zur Feier des Tages alle gemeinsam zum Zeugnisessen im AL. Christoph kommt dafür von der anderen Seite der Stadt aus dem Büro angeradelt.

Am Abend führen wir mit Hanne am Abendbrottisch das „Helmgespräch“. Sie will ihn nun wirklich nicht mehr tragen; zu peinlich, keine Frisur darunter machbar, niemand sonst. Vor einigen Tagen hatte sie uns schon darum gebeten, uns darüber Gedanken zu machen und mit ihr zu sprechen, wenn wir als Eltern uns einig sind.

Wir machen mit ihr einen Plan aus, mit dem wir alle gut leben können.

Et Hätz

Hanne war mit einer Freundin in der Stadt und hat Touristin gespielt.

Außerdem hat sie ihre Frozen Yogurts fotografiert und war bei NanuNana und den Läden der schwedischen Modekette.

In der Zwischenzeit hab ich die Sonne gesehen, als ich in Christophs Arbeitszimmer vorbeikam,

und während Ella ihr Zimmer aufgeräumt hat, habe ich das Selbe im Garten gemacht und tief, tief, tief durchgeatmet.

De hauptsaach is et hätz es joot.

 

Mädchenwochenende

Wir waren das ganze Woche über sehr, sehr faule gemütliche Mädchen. Die Couch ist ausgeklappt, wir lungern uns von rechts nach links und machen zwischendurch Nudeln mit Pesto. Da Netflix die nächste Folge jeweils selbstständig anmacht, müssen wir dafür keinen Finger heben.

Von gestern auf heute haben wir 3 gemeinsam im Elternbett geschlafen, obwohl es sich bei Hanne jetzt eher um das bessere WLAN-Signal dreht als um Einsamkeit und Sehnsucht. Am Abend holen Christoph gemeinsam am Bahnhof ab. Er hat einen früheren Zug bekommen und ist schon um 19h30 wieder in Münster, hurra!