Oktobermontag

Die zweite Herbstferienwoche fängt gut an. Ella kümmert sich um gruselige Vorbereitungen und bastelt eine Gespenster-Girlande aus Taschentüchern.

Christoph streicht die pinke Wand blütenweiß.

Hanne braucht neue Boots

und Expedit/Kallax rückt an seine neue Stelle.

 

Herbstsend

Der Himmel zeigt sich unbeständig, immer wieder regnet es. Am Vormittag starten wir daher die Umsetzung der nächsten Renovierungsideen im Haus – dieses Mal sind Ellas Zimmer, Christophs Arbeitszimmer und mein Büro dran. Wir misten aus, packen um, bringen weg, sortieren, machen Platz für neue Ideen und Vorhaben. Besonders gerne schieben wir beim Umräumen Möbel von einem Zimmer ins andere und suchen neue Aufgaben für liebe/alte Möbelstücke, die an einem anderen Platz auf einmal ganz anders wirken. Oft überlegen wir uns beim Transportieren, wo genau denn dieses Möbel seinen ersten Auftritt bei uns hatte:

Der alte Expedit aus meinem Arbeitszimmer, der mittlerweile Kallax heißt und vor meinen Aktenordnern viel Krimskrams im Durchgangszimmer der alten Wohnung aufbewahrte, wird als Spielzeug- und Bücherregal zu Ella wandern. Mal sehen, ob wir ihn heil die Treppe hochbekommen. In unserer ersten gemeinsamen Wohnung, vor allen Kindern, stand der Expedit im Wohnzimmer und kümmerte sich um Bücher. Wer hätte gedacht, dass er 2 Umzüge durchhält! Ellas weißer Spielzeug-Schrank rutscht ein Zimmer weiter zu Christoph. Die schwarze Malmkommode, die ich Secondhand für unser Haus kaufte, kommt aus dem oberen Badezimmer runter in mein Arbeitszimmer. Das Badezimmer wartet ja auch noch drauf, dass wir uns um es kümmern.

Am Mittag sieht es so aus, als hielte sich der Regen, der fast waagerecht die Straße entlanggetrieben wurde, jetzt erstmal woanders auf. Schnell fahren wir zum Send, denn die Mädchen hatten sich das dringend gewünscht.

Der Himmel ist blau, aber wir müssen viele Pfützen umlaufen. Am Eingang zum Send werden unsere Umhängetaschen kontrolliert.

Nach 2 Stunden sind wieder wieder zurück zu Hause. Nach dem pfeifenden Wind gibt es erstmal einen heißen Kaffee, danach geht’s weiter. Die Mädchen bauen die unterschiedlichen Aufbewahrungskomponenten für Ellas neues Regal auf.

Am Ende des Tages hat sich mein Büro sehr deutlich geleert, in Christophs Arbeitszimmer knubbelt sich dafür alles und bei Ella sieht es naturgemäß aus als hätte sich ein Wirbelsturm ins Zimmer verirrt. In den nächsten Tagen wird sich das Chaos im 1. Stock noch verschlimmern, die Arbeiten aber hoffentlich irgendwann mehr Struktur und Ordentlichkeit bringen.  (Soweit es bei uns jemals ordentlich sein kann.)

Ahoi

Heute waren wir 2x schwimmen: einmal im Ahoi, dem Salzwasser-Wellenbad mit Außenbecken, Tunnelrutsche mit Orientierungsverlust und Therme, und abends nochmal im hauseigenen Schimmbad. So viele Regenbögen wie heute habe ich noch nie gesehen – sogar doppelte waren dabei.

Morgen früh fahren wir wieder heim; schon am Abend packen wir die ersten Taschen, denn um 10h müssen wir nicht nur schon aus der Wohnung raus sein, wir wollen auch so früh wie möglich auf die A1 und runter nach Osnabrück: Bei Ikea holen wir einiges für anstehende Umbau- und Renovierungspläne für die kommende Ferienwoche. Gut, dass Christoph frei hat.

Im Watt

Am Vormittag waren wir auf der A1 Richtung Norden unterwegs, die anderen schon am Strand.

Hanne, Ella, Oma.

Die Fahrt war etwas mühsam; schon vor Bremen hatten wir 2x Stau, kamen aber doch ganz gut gegen 14h an. Für die nächsten beiden Nächte dürfen Christoph und ich uns bei den 4 Urlaubern einnisten und haben wenig vor, außer: Schwimmen, Strand, Wind, Nordsee. Weit sehen.

Ausgepowert

Heute reisen meine Eltern an, um die Mädchen für die erste Herbstferienwoche an die Nordsee mitzunehmen. Die beiden holen Ella um 15h von der Schule ab und denken an Regenhose und Turnbeutel, sehr gut!

Ich sammele direkt nach meiner Arbeit Hanne ein, die um 15h30 mit dem Bus von ihrer Klassenfahrt nach Hause kommt. Sie ist irgendwie schon wieder gewachsen, seit wir sie am Montag verabschiedet haben, ist müde, sehnt sich nach Zuhause und kann sich momentan noch nicht dafür begeistern, dass es gleich morgen früh schon wieder losgeht. Als sie etwas gegessen und kurz weggenickt ist, geht es abends schon wieder besser. Christoph weckt sie, damit sie in der Nacht noch wird schlafen können, denn der Wecker klingelt morgen um halb 8. Wir packen alle Klamotten samt Gummistiefeln, Regenjacke und -hose, Badetasche, Buch, Malsachen, Spiele. Zwischendurch rufen Trockner und Waschmaschine aus dem Keller: man möge sich um sie kümmern.

Am Abend gucken wir The Voice. Die Mädchen überlegen, ob sie Samu besser finden, den finnischen Coach, oder Sladjan, einen der Teilnehmer bei Ninja Warrior Germany. Nach der Show gehen sie hoch und machen sich bettfertig. Als Christoph und ich kurz danach zum Zudecken kommen, schlafen beide schon. Hanne hat es nicht mal mehr geschafft die Jeans auszuziehen. 

 

Klavierunterricht Versuch 2

Durch Klassenkameraden haben wir Kontakt zu einem neuen Klavierlehrer bekommen, der heute seine Probestunde bei uns gibt; im Gegensatz zum ersten Anlauf aber nur für Ellie. Sie freut sich sehr, dass Christoph so früh von der Arbeit kommt, dass er auch da ist. Weil der Lehrer zu uns kommt, entzerrt das den gesamten Tag: Keine Hin- und Herfahrt zum Unterricht für Ella mehr im ohnehin langen Donnerstag, an dem sie erst um 16:45h aus der Schule kommt.

Ella übt vorher, sie hat eine gute Zeit beim Unterricht, sie übt nachher.

Ich glaube, die beiden kommen gut miteinander klar.