Parkrunde

mit der liebsten Fastnachbarin in der Mittagszeit. Normalerweise sind wir ungefähr eine Stunde unterwegs, heute haben wir uns notgedrungen wegen der heimkehrenden Kinder nach 2 Stunden in der Sonne voneinander verabschiedet. Vitamin D inklusive.

Zeugnisessen

Traditionell feiern wir das Ende eines jeden Halbjahrs beim gemeinsamen Mittagessen. In diesem Halbjahr ist das Zeugnis von Ellie, die sich damit in der weiterführende Schule „bewirbt“, natürlich ein besonders wichtiges.

Wie gewohnt bekam sie als Viertklässlerin ihr Zeugnis früher als der Rest (und war genauso stolz wie Hanne damals), aber mit dem gemeinsamen Mittagessen haben wir gewartet, bis auch Hanne ihres hatte. Nur eines hätte zum Glück gefehlt: dass statt einem Wochenende jetzt Zeugnisferien folgen würden.

Wenn man sich im 4-Jahres-Rhythmus überlegt, dass das kleine Mädchen dann mit ihrem Zeugnis aus Klasse 8 da sitzt und gleichzeitig das große Mädchen dann schon das letzte Zeugnis aus Klasse 12 mit diesem Essen feiert… ich kann’s kaum glauben.

(Letztes Jahr gab es Schnee.)

Nach dem Essen trennen sich unsere Wege wieder: Hanne zur Musikschule, der Liebste zurück zum Büro und Ellie zu ihrer Freundin zum Da-Schlafen.

Flammi, der lebensgroße Kuschelfreund, muss auch mit.

Couch Concert

Heute Abend war ich mit 2 Freundinnen draußen, unterwegs, an einem ganz normalen Montag. Die Konzertkarten für Kim Janssen und Band in der Pension Schmidt waren ein guter Vorwand, erst gemeinsam essen zu gehen und dann zur Pension rüberzuschlendern, denn wir kannten weder die Lieder noch den Menschen selbst.


Dass man sich, während der da auf der Bühne sich die Seele aus dem Leib singt, gemütlich in Sessel und Sofas schmiegen und Alkohol trinken kann, ist für eine interaktive, lebhafte Atmosphäre nicht grade förderlich: selten habe ich ein so passives Publikum erlebt. Und ich stehe montags als Alleinunterhalter um 8 Uhr früh vor einer Horde Teenager. Aber der Band hat es anscheinend/scheinbar nicht viel ausgemacht – oder sie waren zu höflich, um sich darüber zu ärgern.

Sehr spät saßen wir auf den Leezen und rollerten heim. Bemützt, beschalt, bereit für einen weiteren Abend wie diesen.

Innenstadt

Meine Arbeit bringt mich aktuell nicht mehr nach Münster rein, und dass das schade ist, fiel mir heute auf, als ich entspannt durch Münsters Gute Stube, den Prinzipalmarkt, radelte. (So entspannt man auf Kopfsteinpflaster halt radeln kann.)

Andere Leute fotografieren ihre Kinder oder den Hund, ich die Leeze.

Unter Menschen

Die letzten Tage waren wir viel zu Hause und nun war es Zeit wieder an die frische Luft zu kommen. Der Liebste hat keine Wahl, er muss zurück zur Arbeit – aber auch die Mädchen hatten keine Chance mir zu entkommen. Nach Ausschlafen und dem üblichen morgenlichen Pröddeln sind wir kurz nach Mittag in die Stadt geradelt. Es war eiskalt und wunderschön, und natürlich hatten auch die Mädchen Spaß als der erste Schock über die frische Luft abgeklungen war. Wir parkten die Leezen an der Bücherei, um Spiele und Bücher in die Klappe zu schieben.

Danach ging es zu Frooters in den Arkaden und in den Buchladen. Ellie hatte zu ihrer Geburtstagsfeier im Oktober einen Gutschein geschenkt bekommen, den sie heute einlösen wollte. Nach 3 Stunden kamen wir zwei neuen Büchern und eiskalten Wangen zurück ins warme Zuhause.

Das Gehirn – Intelligenz, Bewusstsein, Gefühl

Gibt es einen Tag, der sich so, so lange hinzieht wie der 24. Dezember? Wenn die Geschenke unter dem Baum darauf warten ausgepackt zu werden, sobald die Dämmerung einsetzt, dehnen sich die schlimmer aus als dieser ekelige Schleim, den Ella gut findet.

Wir machen daher gerne einen entspannten Termin, seit 2 Jahren auch gerne außerhalb des Hauses (2017: Krippenweg. 2016: Eislaufen.). In diesem Jahr haben wir uns die eintrittsfreien Stunden im LWL Naturkundemuseum ausgesucht und haben anderthalb schöne, interessante und spannende Stunden verbracht. Hätte das Museum nicht um 15h zugemacht, wären wir gerne länger geblieben.

Zuhause fingen wir an gemeinsam zu kochen. Es gab Brokkoli, Braten, Champignongs und Nudelauflauf, und dann endlich konnten die Mädchen mit der Bescherung beginnen. An diesem schönen Abend sind wir alle seeeehr spät ins Bett gekommen.

Weihnachtsmärkte in Münster

Hanne hat sich mit 3 ihrer Freundinnen an der Lambertikirche verabredet und alle Weihnachtsmärkte in der Innenstadt besucht. 

Nach 3 Stunden kam sie mit sehr kalten Fingern, einer roten Nase und vielen Fotos heim. 

Mr. Darcy

Es regnet. Gut ist das für den Garten und alle Bäume; es war viel zu lange viel zu trocken. Ich bringe Ellie zu 13:30 zu einer Geburtstagseinladung und werde sie erst morgen um 11h wieder holen. Erst geht es zum Cabrio nach Senden. Wir waren 2014 einmal da, aber das ist zu lange her als dass sie noch wüsste, wie es aussieht. Ich kann mich daran erinnern, dass es immerhin nicht so eiskalt war wie in den Münsteraner Schwimmbädern. 

Hanne, die diszipliniert ist, wird kommenden Montag in Sport im Volleyball geprüft und findet, dass ihr die Angabe nicht gelingt. Wie sie sich für Deutsch und Englisch meine Zeit erbittet und bei Mathe die von ihrem Vater, fragt sie danach, heute mit ihr zur Sentruper Höhe zu fahren und die Angabe zu trainieren. 

Der Regen lässt nach und die beiden sind nach etwas über 2 Stunden zurück. Von Ellie haben wir nichts gehört, was uns nicht verwundert. Christoph macht sich für die Weihnachtsfeier vom Büro fertig und Hanne und ich besetzen eine Couch. Nachdem wir Styling-Tipps gegeben haben, verabschiedet sich der Liebste und wir 2 Daheimgebliebenen überlegen, was wir mit diesem großartigen, leeren Abend vorhaben und sind uns rasch einig:

Chinesisch bestellen und Filme gucken: Romeo + Juliet und Stolz und Vorurteil.

Das Ende vom Nikolaus

Gestern Abend, als Ellies Verabredung abgeholt war und sie auf der Treppe saß und ihren Gummistiefel putzte, um ihn vor die Tür zu stellen, sah sie mich ernst an und sagte: „Mama, Du musst mir jetzt die Wahrheit sagen. Füllst Du heute Abend was in unsere Stiefel, oder macht das der Nikolaus? Sei ehrlich!“

Ich setzte mich zu ihr und war ehrlich. Ellie war traurig. Bei Hanne kam es zu einem graduellen Nichtglauben; irgendwann in der Grundschule war es dann soweit und wurde nie groß thematisiert, obwohl wir sie, soweit ich mich erinnere, mal an Weihnachten darum baten, der 4 Jahre jüngeren Ellie den Zauber zu lassen. Natürlich stellte sie ihren Stiefel trotzdem vor die Tür (allerdings ohne ihn zu putzen).

Heute Morgen fanden beide Erd- und Walnüsse, einen Schokonikolaus und eine Kleinigkeit im Stiefel. Ella bedankte sich bei mir dafür. Hanne warf ihr einen interessierten Seitenblick zu – weiß sie’s? Weiß sie’s nicht? 

Mittags radelte ich mit Ellie in die Stadt um ihre Brille abzuholen. 

Sie hat sie zum Heimradeln direkt angelassen und auch später, als sie zur Filz-AG in die Schule aufbrach, extra angelassen. Alle Farben kommen ihr jetzt viel intensiver vor! 

Christoph und Hanne haben in der Zwischenzeit in der Küche gewerkt.

In den letzten Tagen haben wir überrascht bemerken müssen, wie sehr uns der Familienkalender mit seinen 4 Spalten fehlt. Hanne hat mir Anfang der Woche beispielsweise eine entrüstet/sorgenvolle whatsapp geschrieben, als ich nicht zu Hause war als sie von der Schule kam. „Wo bist Du?!“ 

Jetzt haben wir wieder einen Platz, um den Familienkalender aufzuhängen und alle Geburtstage, Einladungen, Feiern, Wochenendverabredungen, Kurse, Klassenarbeiten und der ganze Rest, der bei einer 4köpfigen Familie aufläuft, übersichtlich einzutragen. 

Brille

Nachdem festgestellt wurde, dass das kleine Mädchen eine Brille bekommt, war heute der für alle passende Tag, um ein Modell auszusuchen. Ich weiß nicht, in welcher anderen Familie 3 Menschen mitkommen, weil es eine Brille gibt, aber wir sind so eine.

Hanne und ich holen Ellie also gemeinsam von der Grundschule ab und wir radeln zur Stadtbücherei, weil man da so zentral und praktisch parken kann. Jetzt, wo die Weihnachtsmärkte eröffnet sind, wird Münster von noch mehr Touristen belagert als ohnehin schon – oder vielleicht kommt es mir auch nur so vor.

Im ersten Brillenladen werden wir nicht richtig fündig und auch nicht beraten, daher gehen wir weiter. Immerhin gibt es ja gute Alternativen abseits der bekannten großen Ketten. Wir fühlen uns dort gut aufgehoben, und nach einer Stunde und unzähligen Modellen hat Ellie sich für ihre Brille entschieden. Sehr wichtig war ihr dabei auch, wie Hanne die Brille fand.

Ellie freut sich, dass ihre Brille schon in dieser Woche fertig werden wird und wir sie wahrscheinlich schon in 3 Tagen werden abholen können. Es wird langsam dunkel, als wir zurück zu den Leezen gehen und gemeinsam nach Hause rollern.