Sommernachtskino

Heute haben wir Aladdin unter freiem Himmel gesehen. Bevor wir losradelten, um Christoph um 8 vor dem Eingang zum Gelände am Schloss zu treffen, bat ich die Mädchen darum sich ernsthaft und mehrlagig zu zwiebeln. Wir suchten zusätzlich noch dicke Jacken, Schals, Mützen und Wolldecken raus und kamen uns erst etwas idiotisch vor.

Aber als die Sonne hinter dem Schloss verschwand, hatten wir schon Schals und Mützen an. Wenig später kuschelten wir uns jeweils zu zweit unter den Decken zusammen. Der Film startete um viertel nach 9.

Um Mitternacht waren wir zu Hause. Es gab eine Runde heißen Kakao zum Aufwärmen.

(Sommernachtskino 2015)

Sommersonntag

Die erste Ferienwoche ist schon vorbei, und das ging einerseits rasend schnell, andererseits aber auch sehr zähflüssig. Manchmal fühlt sich das gut und richtig an, an anderen Tagen kann ich das langsame Tempo, das gefühlte Nichts-Schaffen nicht so gut ertragen. Wohlgemerkt: Nicht für die Mädchen, sondern für mich und in meiner Arbeit!

Nach 4 Tagen im Karate-Kurs hat Ellie entschieden, das gerne nach den Sommerferien weiterzuverfolgen. 3 Tage Schnupperkurs in der Tanzschule für Hanne haben zu ähnlichem Erfolg geführt: Nicht nur will sie in der letzten Ferienwoche nochmal an einem 3-Tages-Kurs teilnehmen, sie will sich auch für den normalen Kurs ab September anmelden, der dann 1x/Woche stattfindet.

Heute hat sie sich mit viele anderen Mädchen aus der Klasse am Nachmittag zum Sommersend verabredet. Wir hatten aber noch genügend Zeit, Christoph einmal bei Siedler gewinnen zu lassen.

Eine rote Straße ist dabei für immer zwischen den Ritzen der Terrasse verloren gegangen.

Während Hanne todesmutig auf Schleudermaschinen stieg und gebrannte Mandeln knabberte, waren auch Christoph, Ellie und ich unterwegs: Erst mussten wir die Leeze, die Christoph am Wochenende nach dem Grillen einem Freund zum Heimkommen geliehen hatte, abholen.

„Papa! Wir beide mit Licht. Das ist ja vorschriftlich.“

Ellie hatte sich gewünscht, heute bei Raphaels, der Eisdiele am Bült vorbeizufahren, weil sie die Sorte „Kakao“ so grandios findet. Leider war grade die heute ausverkauft, aber man findet immer etwas anderes Leckers.

Zitrone-Minze, Mandel, Kokosnuss, Banane-Schokolade, Joghurt

Wir haben uns ein Schattenplätzchen an der Effata-Kirche gesucht und über unsere alte Nachbarschaft gesprochen, denn nur 100 Meter weiter haben wir früher gewohnt. Auf dem Rückweg nach Hause schauen wir noch im Zwinger vorbei.

Da war es immerhin sehr kühl.

Dinge zu erledigen

Während das kleine Mädchen den ganzen Tag beim Karate ist und abends ausgepowert, aber glücklich an uns ihre gelernten Schritte und Tritte ausprobiert, haben das große Kind und ich uns für die Stadt verabredet.

Hannes aktueller Lieblingsbeutel: Dr. Shrimp

Hannes erster Termin findet allerdings ohne mich statt: für ihr zweiwöchiges Praktikum in der neunten Klasse hat sie vor einiger Zeit eine eMail an einen nachhaltigen Einzelhandelsladen geschickt, der sie interessiert und hinter dessen Konzept sie steht. Hier soll sie sich heute vorstellen und bekommt sofort die Platzzusagen samt einiger wichtiger Informationen. Dass sie immer erst um 9h anfangen muss, ist ein extra-Bonus. Es ist ein schönes Gefühl für sie, sich darum alleine und mit genügend Zeitpuffer im Falle einer Absage gekümmert zu haben.

Hanne schreibt mir per whatsapp, dass sie schon fertig ist, und kurz danach treffen wir uns in der Stadt.

Erst geht es für sie zum Impfen, dann holen wir meine neue Brille ab. Alles geht sehr schnell, und so schlendern wir noch durch die Stadt auf der Suche nach einigen Kleinigkeiten für den 10. Geburtstag, der nächste Woche ansteht, und gehen, natürlich, zum Mittagessen beim Chinesen.

Wir sind ganz schön stolz, dass wir am zweiten Ferientag so aktiv waren und so viele Dinge von der To-Do-Liste haben abhaken können. Ein bisschen gegenseitig-auf-die-Schulter-klopfen könnte eventuell auch stattgefunden haben.

Später kommt die übliche Mädchengruppe bei uns vorbei, radelt ins Kino und übernachtet auf Matratzen auf Hannes Balkon.

Das Powerpoint-Problem

Seit das große Mädchen in der Klasse hinten sitzt, wurde es schwierig, die Powerpoints da vorne problemlos lesen zu können. Ein Besuch beim Augenarzt bestätigte: -0,5 und -1,0.

Ein halbes Jahres nach dem kleinen Mädchen hat sich Hanne heute eine neue Brille ausgesucht. Ende der Woche ist sie fertig, und die Vorfreude steigt. Mögliche Anpassungsprobleme damit, eine Brille anziehen zu müssen, werden absolut übertroffen von der Möglichkeit, dann die Augen nicht mehr zusammenkniepen zu müssen.

Und natürlich gehen wir anderen 3 mit zum Optiker!

Fototour

Ellie, die Christophs alte Kamera geerbt hat, als er seine neue bekam, findet Fotografieren spannend. Wir haben daher eine kleine Runde gedreht, von der Schleuse zum Hafen und wieder heim.

Erinnerungsträchtiges Haus

Hiltruper See

Um die Mittagszeit herum, wir haben grade gemütlich Frühstück, Zeitung und Kaffee abgehakt, fahren wir zusammen zum Hiltruper See. Christoph und Ellie wollen joggen, Hanne und ich spazierengehen. Dabei kann sie Bilder für ihr Kunstprojekt machen, das vom Einfluss von Licht handelt.

Wir treffen uns am Parkplatz wieder, fahren heim und das große Mädchen packt ihre Sachen: erst radelt sie mit einer Freundin ins Freibad und bleibt dann gleich über Nacht da. Das kleine Mädchen zieht die Eltern bei Monopoly ab.

Samstagsaktiv

Am Vormittag sind wir alle unterwegs, und alle in der Stadt. Während Ellie und ich im Buchladen schnösen, weil sie dringend neuen Lesestoff braucht und hier im Schaufenster vor einigen Tagen so interessante Bücher gesehen hat, sind die anderen beiden in der Innenstadt auf der Suche nach kurzen Hosen.

Am Ende treffen wir uns zu Hause und jeder hat das gefunden, was er wollte. Und wie oft kann man das schon von sich behaupten.

Danach machen wir uns allen gemeinsam an die Einfahrt und den Vorgarten. Das dauert ungefähr 2 Stunden, da alle anpacken. Laut der Töchterkinder sagen nur Menschen über 40 „viele Hände, schnelles Ende“. Damit ist das zwar uncool, aber wahr.

Stand Up Paddling / Holunderhaus

Am Vormittag fährt Christoph seinen Eltern ein Stück entgegen, um Ellie wieder abzuholen. So muss niemand die ganze Strecke fahren und einen halben Tag im Auto sitzen – sehr nett!

Als die beiden in Münster ankommen, sind Hanne und ich grade beim Hafenfest. Das große Kind hat mich überredet, ihr bei 30°C und glühender Hitze zu ermöglichen kostenlos SUP zu fahren (paddeln?). Der Münsteraner Verein SuSe e.V. bietet das ab 13 Uhr an. Weil wir früh genug da sind, stehen wir ganz vorne in der Schlange. Ich muss unterschreiben, dass mein minderjähriges Kind Bronze hat und ich alle Schäden übernehme, die es anrichtet, und nach kurzer Anweisung steht sie auf dem Board. Den Badeanzug hat sie praktischerweise schon drunter.

Ich stehe auf der Schattenseite des Hafens und schaue ihr zu. Nach 20 Minuten wird gewechselt, denn der Andrang ist groß. Wir radeln heim und denken dabei nochmal an den Urlaub im letzten Sommer und im Besonderen an das SUP im Bleder See zurück.

Wir stellen die Räder in die Garage und gehen direkt durch in den Garten. Das mag ich im Sommer besonders gern. Hanne und ich drücken unsere Heimkehrer und machen erstmal unter dem Sonnenschirm Pause. Ellie hat bei den Großeltern ein Schild für ihr Baumhaus gemalt und bringt es gut sichtbar an der Vorderseite an.

Holunderhaus

Das große Mädchen macht sich kurz danach auf dem Weg ins Freibad, wo sie mit einer Freundin verabredet ist.

2 Bällchen: Zitrone und Mango

Ich setze mich nochmal an den Schreibtisch und bin froh darüber, dass ich im Arbeitszimmer, das nach Süden liegt, morgens schon das Rollo runtergemacht hatte. Christoph und Ellie halten die Sonne aus und machen im Garten sauber und unter dem Holunderhaus sauber und haben sich danach den Feierabend wohlverdient.

Staudenbörse

Eine Freundin hat vor kurzem einen Schrebergarten übernommen und mir gestern Abend von der heutigen Staudenbörse am Mühlenhof, Münsters Freilichtmuseum, erzählt. Ich bin kurzerhand mitgeradelt, denn ich wollte schon immer mal auf eine Pflanzenbörse, das Wetter war wunderschön und über die Promenade und am Aasee entlang zu radeln immer eine gute Idee.

Es waren nur wenige Verkäufer da, aber Katrin ist doch fündig geworden und hat an jedem Stand etwas gekauft.

Zuhause angekommen habe ich noch einen großen Salatkopf und Pfefferminze bei ihr abgestaubt und mich mit meiner Beute verabschiedet.

Froyo

Ella hat zu Weihnachten einen Frooters-Gutschein geschenkt bekomme. Ich fühle mich geehrt, dass sie ihn heute mit mir einlösen möchte.

Wir schlecken und beobachten Menschen, und treffen zufällig das große Mädchen mit ihrer Freundin. Die beiden bummeln durch die Stadt und fragen, ob Emma heute bei uns übernachten darf. Natürlich darf sie.

Nach dem Froyo macht Ellie mit mir einen Schaufensterbummel in den Arkaden. Als wir keine Lust mehr haben, radeln wir kurz zur Bank und beim Bücherschrank am Rosenplatz vorbei: 3 Bücher rein, 5 mit nach Hause.