So, so

Die Tage fließen ineinander, alle haben Fristen einzuhalten, Projekte und Referate und Essays und Aufgaben fertigzustellen und den Kopf über Wasser zu halten. Ich überlege kurz, ob es mich stressen sollte, dass ich so fürchterlich unkreativ bin, was das Mittagessen angeht, aber es kommt mir unsinnig vor, dafür heute Energie aufzubringen. Noch ist hier keiner verhungert.

Christoph spaziert am späten Nachmittag mit einer Freundin eine Runde um den Aasee. Ich bin richtig erschrocken, wie viele Menschen auf diesem Bild zu sehen sind – sehr ungewohnt.

Wenn man näher hinguckt, sieht man allerdings, dass die Decken auf der Wiese tatsächlich relativ weit auseinanderliegen (anders als damals beim Treibgut, wo man am Ende kaum noch durchkam, ohne auf fremde Decken zu treten. Das wird wohl so bald nicht mehr möglich sein).

Das große Mädchen muss heute für Kunst das ausgedruckte Foto eines Gebäudes mit Make-Up, Lippenstift, Kajal, Rouge, Foundation, etc. übermalen…

Das wird schwer. Letztendlich finden finden wir immerhin Karnevalsschminke im Badezimmerschrank, und die soll man ja auch nicht ewig aufheben. Die Kunstlehrerin wird von der Farbenpracht unseres Make-ups vermutlich überrascht sein.

Hier und da

Der Vormittag vergeht mit aufstehen, Kaffee von Hand brühen (die Kaffeemaschine hat nach 10 Monaten Homeoffice-Beanspruchung spuckend und gurgelnd den Dienst quittiert), frühstücken und spielen.

Anschließend drehen die, die wollen, eine Runde durch die Stadt. Wir besuchen dabei auch die Lambertikirche, wo ein Organist grade wilde Stücke übt, und den Dom, in dem wir uns die astronomische Uhr genauer angucken.

Christoph und Ellie drehen noch eine Runde mit dem Rad durch die Rieselfelder, während die Sonne langsam untergeht.

Sonntags

Das nächste Spiel am Küchentisch: Torres.

Hanne lernt währenddessen schon mal für ihre Englischklausur.

Abends dreht Christoph eine Runde und kommt an der Schleuse vorbei.

De Civitate

Christoph, Ellie und ich drehen eine Runde durch den Wienburgpark.

Immer schön: De Civitate von Maria Nordmann, Skulpturprojekte 1997. Wir spielen mehrere Runden Verstecken, dann wird’s schon fast dunkel.

Zuhause warten das große Mädchen und ein Spiel am Küchentisch, ausgeliehen vom Patenonkel. Danke!

Abendrunde

Die Kinder sind täglich in der Schule, aber wir Großen sind sehr diszipliniert und eben ständig zu Hause.

Einmal quer durch’s Viertel, weil die Decke auf den Kopf fällt.

Siebzig

Alles Liebe und Gute zu Deinem runden Geburtstag, Mama! Es ist schön, dass wir Dich heute bei uns haben können.

Ich hole am Morgen Brötchen für’s Geburtstagsfrühstück, die Mädchen halten Oma noch ein paar Minuten auf. Da in unmittelbarer Nähe zum Haus 3 Bäckereien zu finden sind und ich mich für die mittelweite entscheide, die keine große Kette ist, bin ich ein paar Minuten unterwegs. Ich muss mit Maske in der regelkonform auseinandergezogenen Schlange stehen, denn die Bäckerei ist im Viertel sehr beliebt.

Als ich zurück bin, zünden wir die Kerzen an und frühstücken gemütlich zusammen. Die Geschenke werden ausgepackt, und wir sprechen über die Tagesplanung.

Wir bereiten Bratäpfel vor: Die Mädchen haben sie noch nie gegessen, letztes Jahr hatte meine Mutter zum Nachtisch an ihrem Geburtstag mit meinem Vater und Bruder auch Bratäpfel und außerdem kann man sie fantastisch vorbereiten.

Omas Handy klingelt und pingelt den ganzen Vormittag; mit meinem Bruder können wir zoomen.

Zum Mittagessen lädt das Geburtstagskind uns Anwesende fulminant ein. Wir bestellen ein liebevoll zusammengestelltes, sehr leckeres Menü beim großen Kiepenkerl. Zum Nachtisch gibt es die selbstgemachten Bratäpfel.

Danach müssen wir uns ganz dringend bewegen und drehen eine schöne, lange Runde durch die Rieselfelder.

Schön, dass Du diesen Tag wieder mit uns verbracht hast, Mama.

Rückblick: Vor 10 Jahren haben wir den 60. auch bei uns in Münster gefeiert.

Und vor 20 Jahren, also beim 50., habe ich in Köln Christoph als meinen neuen Freund der entfernteren Verwandtschaft und Familie vorgestellt.

Sonntagsgefühl

Kaum Verkehr auf der Straße, die Läden haben geschlossen, wir sind uns selbst genug.

Weil wir uns die Woche über wenig gesehen haben, willige ich gerne ein, als das kleine Mädchen zum Frühstück 3 Spiele runterträgt.

Das magische Labyrinth
Rummy Cup
Geister, Geister, Schatzsuchmeister

Christoph kommt dazu, und später auch das große Mädchen. Hanne lernt dieses Wochenende fleißig für die erste Französischklausur…

… hat aber trotzdem Zeit zwischendurch nach dem Puzzle zu sehen.

Am Ende des Tages ist es endlich fertig, und natürlich fehlt ein Teil. Wir haben lange gebraucht, irgendwann im Mai war der Anfang.

Abends bin ich zum Nachgeburtstagfeiern im wintergarten.ms eingeladen, einer popup-Bar im ehemaligen Jeansgeschäft am Alten Steinweg. Sehr hygienegerecht organisiert, und so ein schöner Abend – vielen Dank dafür!