Keine Sonne in Sicht

Münster ist heute grau, grau, grau.

Aber als ich nach der Arbeit heimkam, bog der Postbote mit mit mir gemeinsam in die Einfahrt ein und brachte das wohl ersehnteste Paket seit Beginn der staatlichen Landesposten.

In diesem Moment, ich sag es Euch, ging in ihrem Gesicht wahrlich die Sonne auf.

Oktober

Hallo, Oktober! Ich hoffe, Du bist morgens nett zu allen, die mit dem Fahrrad unterwegs sein müssen. Ist heute nicht auch der Offizielle Tag der Reflektoren? Wie passend.

Ella wollte an diesem grauen Sonntag gemütlich sein und puzzlen, aber dass Hanne gleich das 1000-Teile-Puzzle rausholt, hatte sie sicherlich nicht geahnt. Einen guten Start hatten wir vor ewigen Zeiten schon mal geschafft, aber dank der praktischen aufrollbaren Puzzlematte können auch angefangene Werke bequem und schnell eingerollt und sicher verstaut werden.

Heute brachten wir es Schritt für Schritt fertig.

Das hat alles in allem aber auch den gesamten Vormittag und einen Großteil des Nachmittags gedauert. Fürs Mittagessen kauerten wir uns zu viert an einem Ende des Tisches zusammen. Die Initiatorin verabschiedete sich übrigens kurz nach Start, weil eine Freundin zu Besuch kam.

Spontan hab ich danach bei der liebsten Fastnachbarin angeklingelt. Gehen wir eine Runde? Ja!

Und prompt verabschiedeten sich die grauen Wolken.

 

Sebastian

Nach dem Sturmtief Sebastian radele ich zur Grundschule, um Ella abzuholen, und umkurve runtergefallene Äste. Einige umgefallene Bäume gibt es auch, die Feuerwehr ist schon bei der Arbeit. Ich bin froh, dass Hanne heute Nachmittagsunterricht hat, so wird sie erst heimkommen wenn Sebastian schon weitergezogen ist.

Viele Kastanien und Haselnüsse sind abgeschüttelt worden; Ella sammelt einige ein und ich denke an diesen Nachmittag, als sie grade in den Kindergarten kam und Hanne in der Grundschule startete.

Ella trägt heute das ihr noch zu große, Hanne aber zu kleingewordene kuschelige Strickkleid, dass Hanne bei ihrer Einschulung ins Gymnasium anhatte.

 

 

 

Skulpturprojekte 03

Kaum sind die Mädchen wieder da, haken wir den nächsten Skulptur-Punkt auf unserer Liste ab: im Eispalast an der Steinfurter Straße stehen wir eine halbe Stunde für Pierre Huyghes After Alife Ahead an, da immer nur 25 Besucher zeitgleich Zutritt haben. Das macht definitiv Sinn, wenn man erst mal in der Halle ist.

Um 17h waren Hanne, meine Eltern und ich dann nochmal im Pumpenhaus. Ella war nach ihren ersten Eindruck nicht mehr zu bewegen mitzukommen, und Christoph blieb mit ihr zu Hause. Auch die für Hanne und mich dritte Vorstellung war seltsam, aber darauf hatten wir uns innerlich schon eingestellt. Um 17h30 machten wir einen kurzen Bummel durch den Schrebergarten am Lublinring und schließlich heim. Heute Abend müssen wir noch den Frühstücksgeburtstagstisch für Ella decken.

Skulpturprojekte 03

Heute vereinen wir uns mit dem dichten Strom der Touristen – es ist Sonntag, es ist sonnig, es ist Münster – und planen 4 der Skultpurpojekte abzustreichen, die auf Hannes Liste auf einem Zettel an der Pinnwand in der Küche hängen. Ganz bewusst radeln wir nicht in den inneren Ring, denn zusätzlich zu Sonntag und Sonne ist auch noch Münster Mittendrin.

Um halb 3 kommen die liebsten Fastnachbarn und wir brechen zum Asia-Laden auf. Hm.

Weiter geht es zum Theater, CAMP verknüpfte das neue Gebäude durch schwarze Kabel mit den Überresten des Romberger Hofs.

Große Schwestern sind schon praktisch!

Am Interessantesten an dieser Skulptur waren nicht die Kabel, sondern die Installation im Fenster der Münsterschen Zeitung gegenüber, die wir überhaupt nur gesehen haben, weil wir dahin geguckt haben, wo alle hinschauten.

Nach dem Theater ging es weiter zu Nietzsches Rock an der Promenade/Ecke Salzstraße, auf den man leider nicht draufklettern darf, auch wenn er noch so lockt,

und schließlich ging es runter zum Hafen: „der Steg“, On Water von Ayşe Erkmen, übt nicht nur für die Kinder den größten Reiz aus.

Unsere 4 Kinder:

Einmal hin, kurz in der Sonne trocknen und Menschengucken, dann wieder zurück und zu den Leezen. Nach 2,5 Stunden waren wir wieder zu Hause – und der Steg kam von diesen 4 Projekten natürlich am besten weg.

 

 

 

Skulpturprojekte 02

Ella ist bei einer Freundin, die an der nächsten Kreuzung wohnt, und kommt mit ihr zwischendurch zu uns heim. Da haben die beiden aber Glück gehabt, hier noch jemanden anzutreffen, denn Hanne und ich versuchen es heute nochmal mit der Vorstellung im Pumpenhaus. Also schicken wir die Kleinen wieder zurück zum anderen Elternhaus.

Hm. Auf jeden Fall war es anders. Danach genehmigen wir uns erstmal ein Eis.

Als Hanne die leeren Schüsseln zum Stand zurückbringt, sagt sie: „vielen Dank, das war sehr lecker“.

Skulpturprojekte 01

Die Skulpturprojekte 2017 finden überall um uns herum statt, und heute haben wir uns die ersten beiden vorgenommen.

Im Kleingarten am Lublinring hat Jeremy Deller Tagebücher zusammengetragen, die wir uns angeguckt haben.

In einer Laube stehen Reihe um Reihe dickbauchige grüne Sammelbände, die 10 Jahre umschließen. Wir haben uns einen davon genauer angeschaut.

Das Tagebuch war prallvoll und liebevoll gestaltet, mit vielen Bildern, Zeichnungen, kurzen Anweisungen, Geschichten, Zeitungsartikeln. Kyrill fand ebenso statt wie das Hochwasser von 2014. Da wir um 17h im Pumpenhaus sein wollten, konnten wir uns nicht lange aufhalten: Täglich außer Montag finden um 17h finden Vorstellungen statt, heute Ginterdorfer/Klaßen.

Tja. Ellas Fazit nach den 27 Minuten: „Und wer gibt mir nun meine halbe Stunde Lebenszeit zurück?“ Wir anderen fanden es auf jeden Fall – verwirrend. Aber das ist ja nicht schlecht.

Außen gibt es eine Feuerstelle, an der man sein Handy aufladen kann.

Das war genug Kultur für heute.

American Sportsday

Den Juli sieht man dem Wetter ja so gar nicht an, aber es nutzt ja nichts:  Schon vor einiger Zeit hatten wir mit einigen Freunden ausgemacht, heute ins Geistviertel zu fahren, weil wir uns beim American Sportsday sehr dringend Quidditch ansehen wollten.

Quidditch startete um 11, und es war ernüchternd. Dass niemand tatsächlich fliegt war uns schon klar, aber dass der goldene Schnatz ein kleiner, am Gürtel eines bestimmten Mitspielers (der kurz vorher noch Kommentator war) angebrachter Beutel war, überraschte dann doch.

Die Eintrittsstempel der Fillys waren dafür top!

(Christian R, Hanne, Ella)

Nachdem Quidditch durch die gehechtete Flugrolle eines Suchers, der so besagten Beutel mit dem goldenen Schnatz vom Gürtel des Exkommentators löste, flott vorbei war, wurde Lacrosse gezeigt. Hier kommentierte niemand. Ich war lange überzeugt, dass sie sich grade erst aufwärmten, schon war es wieder vorbei

und wir gingen in die Ausprobier-Arena.

Anja

Für Hanne waren alle Sportarten nichts, was sie weitermachen würde, aber Ella möchte nach den Sommerferien beim Baseball schnuppern. Danach gingen wir runter zum Spielfeld.

Beim Einmarsch der Mammuts und der Blackhawks: Pyro

Immer wieder hatte es zwischendurch genieselt, und als der Himmel im zweiten Viertel noch dunkler wurde, fuhren wir gegen 16h heim und kuschelten auf die Couch.

Später am Abend ging ich mit Faru eine Runde durchs Viertel – und da sah das Wetter so aus:

So schön hätte es ja auch mal tagsüber sein können!

 

 

Sommerfest der Klasse 6

Wie im letzten Jahr fand Hannes Klassenfest im Nordpark statt, dieses Mal aber mit sehr nassem Wetter. Hanne ist mit Emma pünktlich zu 17h hingeradelt, Ella und ich um 18:30h hinterher. Bis zum Heimradeln anderthalb Stunden später waren wir durch den Fieselregen bis auf die Haut nass, und das ist nicht nur so dahergesagt.

Endlich Wochenende!