Barfuß

„Nie machen wir zu viert was zusammen“, fand das jüngere Kind und hat sich für heute gewünscht, gemeinsam einen Ausflug zum Stift Tilbeck in Havixbeck zu machen.

Gut, dass sie eine große Schwester hat, die so etwas positiv aufnimmt und bereitwillig mitfährt. Wir waren ja schon öfter da (2012, 2014, 2015, 2016, Hanne auch 2018).

Es war wenig los, es war sonnig, es roch nach Sommer und Feldwaldwiese, wie schön!

Corontäne 27: Picknick

Huch, es ist ja Sonntag. Seit die Wochentage kaum mehr Bedeutung haben, fällt das nur auf, weil wir nicht einkaufen gehen könnten, wenn wir denn wollten, weil wir etwas vermissten. In der Regel ist es aber ja so, dass man immer genug zu essen im Haus hat, nur vielleicht nicht gerade das, worauf man Lust hat.

Es ist sogar Ostersonntag, und das fällt mir erst wieder ein, als ich sehe, was der Beste auf den Küchentisch gestellt hat:

Wie lieb von ihm! Die Mädchen hatten so lange kein Überraschungsei mehr, dass sie sich sehr darüber freuen.

Das Wetter ist famos. Das große Mädchen zieht kurze Zeit später wie immer los, um einmal die Promenade zu umrunden. Kurze Zeit später, wir anderen pröddeln noch herum und haben grade Kaffee auf die Terrasse getragen, ruft Hanne bei Ellie an und fragt, ob wir nicht zum Picknicken auf die Promenade kommen möchten? Möchten wir,

und so entsteht das erste Mal seit geraumer Zeit ein gewisser Zeitdruck, denn wir nehmen Badmintonsachen mit, Picknickdecken, etwas zu essen, ein Kartenspiel… und Ellie radelt trotz gebrochenem Arm. Münsteranerin, eben.

Während die anderen beiden noch Äpfel schnibbeln, stelle ich schon mal die Leezen aus der Garage.

Wir bleiben 2 Stunden auf der Promenade.

Als es nach Mittag voller wird, machen wir uns auf den Heimweg. Dann muss ich noch ein bisschen arbeiten, die anderen gucken eine Serie und spielen und am Abend treffen wir uns wie immer auf der Couch. Heute gucken wir den neuen Spiderman.

Corontäne 19: Unterwegs

Wir basteln und schreiben einige Osterkarten an eine Initiative, die dazu aufgerufen hat, persönliche Grüße zu verfassen und die diese dann an die Bewohner münsteraner Altersheime verteilt. Da machen wir gerne mit.

Hanne schmeißt sie auf ihrem Weg in die Stadt gleich in den Briefkasten, damit sie Anfang der Woche bei der Organisation ankommen.

Sie trifft sich mit ihrer +1-Person für Picknick und Spaziergang und ist hinterher sehr beeindruckt davon, wie leer die Innenstadt an einem Samstagvormittag bei tollstem Wetter war.

Christoph und Ellie fahren einkaufen, und so bin ich das erste Mal seit gefühlt ewig alleine zu Hause. Ich mache mir einen Kaffee und arbeite mich in das ein, was nach den Osterferien höchstwahrscheinlich auf mich zukommen wird.

Den Nachmittag verbringen wir im Garten, und schließlich radelt Christoph noch eine Runde durch die Stadt.

Corontäne 8: Rieselfelder

Der Montag. Sieht aus wie ein Kind, sind aber zwei: die Mädchen testen die Luft, Ella sitzt auf Hannes Schoß. Der Küchentisch wird zum Arbeitstisch umfunktioniert. Hanne kann nur mit, Ella nur ohne Musik lernen, das ist eine unglückliche Kombination, aber durch Kopfhörer oder räumliche Trennung lösbar.

Während wir arbeiten, schleift Christoph den Terrassentisch ab.

Abendsimpressionen aus den menschenleeren Rieselfeldern:

Flanieren 2020

Von 12 – 20 Uhr öffnen heute 25 Künstlerinnen in Münster ihre Ateliers für alle Interessierten, die vorbeikommen und reinschauen möchten. In den letzten Tagen hat Ellie sich das Booklet vorgenommen, das Christoph aus der Stadt mitbrachte, und eine Route ausgearbeitet.

So sind wir heute, Münsteruntypisch, bei schönstem Wetter zu Fuß durch die Stadt flaniert. Untypisch ist hier beides: schönes Wetter und zu Fuß.

Nach 3 Stunden waren wir bereit für ein spätes Mittagessen.

Ellie und ich eilten danach schnell heim, denn sie war mit einer Freundin zum Kino verabredet. Die Freundin wartete schon vor dem Haus, ich lud die beiden ins Auto ein und ließ sie vor dem Cineplex raus. Sie gucken Onward: Keine halben Sachen und haben viel Spaß. Die Tickets hatte ich vorher online besorgt und per QR-Code-Email auf Ellies Handy geschickt. Als ich heimkam, waren die anderen beiden auch grade angekommen und die Couch rief. Später holte Christoph die beiden Kleinen ab und wir konnten den Abend einläuten.

Gefährliches Viertelwissen

Auch zu dritt sind wir beim Musikquiz in der Boulette auf Schnapskurs, aber es war ein harter Kampf mit dem US-Amerikanischen Team am Nebentisch. Schlussendlich haben wir das Quiz aber siegreich als Letzte beendet.

Zeugnisessen

Unsere langjährige Tradition des gemeinsamen Mittagessengehens am Tag der Zeugnisse der Mädchen ist zum Halbjahr ausgefallen. Hanne war im Praktikum und hat ihr Zeugnis daher später bekommen, Ella war krank und konnte daher weder ihres ausgehändigt bekommen, noch das der großen Schwester im Sekretariat abholen.

Daher waren wir heute untraditionell, aber genauso schön Freitagabendessen. So konnten wir das Zeugnisessen und den Gutschein, den wir von Russ zu Weihnachten bekommen hatten, bei Hans im Glück einlösen. Die Mädchen waren schon öfter da, das erste Mal 2015, aber für mich war es der erste Besuch. Hanne kam von einer Freundin, Christoph aus dem Büro und Ellie und ich von zu Hause angeradelt.


Es war sehr viel, aber sehr lecker. Danach waren wir alle freitagsmüde und mehr als bereit für die Couch.

Frauenstraße

Nur der Liebste und ich müssen heute zur Arbeit; die Schulbehörde hat vorsichtshalber den Unterricht abgesagt. Zum Mittagessen radele ich mit den Mädchen in die Stadt. Wir werden Christoph in seiner Mittagspause treffen, gemeinsam Vietnamesisch essen, einen Sehtest für Hanne machen, brauchen noch ein Geschenk für einen Geburtstag auf den Ellie am Samstag eingeladen ist, und es tut den Mädchen gut aus dem Haus zu kommen.

In der Stadt ist so gut wie nichts los, sogar im Mukk, wo die Mädchen rutschen, während ich durch die Schreibwarenabteilung schlendere. Weil wir an der Kasse nicht anstehen müssen, sind wir flott wieder raus und gehen zum Optiker, der ein verwirrendes Gespräch über Stürze auf den Kopf, Osteopathenbesuche, Schmetterlingsknochen im Schädel und schiefen Köpfen anfängt und uns wegschickt. Neue Gläser lohnen sich nicht, dafür ist die Verschlechterung zu gering.

So sind wir schnell wieder raus, schütteln das seltsame und beunruhigende Gespräch ab und machen uns auf den Weg zum Vietnamesen. Auf dem Domplatz ist es so windig, dass wir absteigen und schieben müssen, um nicht seitwärts von Sabine von der Leeze gepustet zu werden.

Wir sind wenige Minuten vor Christoph da, besetzen einen Tisch, suchen uns ein Mittagstischessen aus und die Mädchen überlegen, ob sie mit Stäbchen essen wollen.

Letztendlich ist es beiden zu scharf, daher essen sie nur Süßkartoffelpommes. In einer Regenschauerpause radelt der Liebste zurück ins Büro, und wir nach Hause.

Frischluft

Nach Tagen auf der Couch dreht der kranke, aber immer noch beste aller Ehemänner am Abend eine Runde durchs Viertel.