Samstag, 30. Oktober 2021

Heute bekomme ich Besuch! Und der bleibt bis morgen!

Tina und Nike haben ihre Kinder wegsortiert und bleiben über Nacht. Wir trinken Bier und Wein und quatschen und spielen der alten Zeiten willen Racko und was Neues: Beasty Bar.

Wir drehen eine Runde im Park und gehen danach Essen, und dann fallen 2 von uns um 11 sehr müde ins Bett, und die dritte quatscht mit Christoph weiter bis nach Mitternacht.

Der war heute mit Ella auf dem Send, da Hanne ja gestern schon war. Sie gehen zu Fuß, vorbei am Brunnen von Nicole Eisenman, den permanent nach Münster zu holen mit bürgerschaftlicher Beteiligung 4 Jahre nach der „Skulptur Projekt 2017“ gelungen ist.

Heute gibt’s leider keinen blauen Himmel mehr, und der holländische Süßwarenmensch, der „billige Dick“, war auch nicht mehr da. Eine Ära!

Aber das Spiegellabyrinth, und das verrückte Haus.

Donnerstag, 28. Oktober 2021

Jetzt ist es morgens dunkel, wenn Ella losradelt.

Die Mädchen sind in der Schule, wir arbeiten und treffen uns ab und zu an der Kaffeemaschine.

Mittags hole ich kurz einige Arbeitsmaterialien ab und halte mein Gesicht 2 Minute in die Sonne.

Hanne ist nachmittags auf dem Send und lässt sich herumschleudern, bis es wieder dunkel ist.

Der Schotte kommt zu Besuch

Um 10h30 stehe ich vor dem Haupteingang des Bahnhofs und warte auf meinen Besuch, ähnlich wie im Dezember 2019.

Dieses Mal ist nur einer in Münster, Kate blieb bei den Mädchen. Wir besorgen ein Rad aus der Radstation und fahren erstmal in die Innenstadt zum Bummeln, Wettergenießen und ausgiebig Frühstücken.

Wir drehen eine Runde über den Markt und radeln danach heim für einen Kaffee und eine Pause. Abends machen Christoph, Alasdair und ich uns zum Hafen auf: Essen im Pier House und später Versacken in der Watusibar mit anderen lieben Menschen. Erst um halb 2 war ich lange nicht mehr zu Hause: Ein toller Tag, ein toller Abend!

Unsere beiden Mädchen haben sich einen gemütlichen Abend auf der ausgeklappten Couch gemacht.

Erledigungen

Kurz in der Stadt: Bücherei, Drogeriemarkt und letzte Einkäufe für die Herbstferien, die heute Nachmittag starten.

Heute sind wir alle erschöpft und fertig, läuten schon um 6 den Abend ein und hängen gemeinsam kreuz und quer auf der Couch ab. Vielleicht, vielleicht tanken wir auch noch ein bisschen Miteinander, bevor wir uns für die Herbstferien trennen werden.

Auf in die Welt

Um 10h sind wir in Hannes Zimmer verabredet, um die übriggebliebenen Baustellen von ihrem Fenstereinbau zu beseitigen.

Danach trifft sich sich mit einer Freundin in der Schule zum Besuch der Messe „Auf in die Welt“ und informiert sich über Schüleraustausche, Gap Years, Freiwilligendienste und Praktika. Heute hoch im Kurs: Ecuador und Nordirland.

[Bild ohne Menschen, danke, Kind!]

Am Nachmittag drehe ich eine sonnige Runde mit der liebsten Fastnachbarin.

Wir sind genau richtig unterwegs um die Heißluftballons zu beobachten, die dieses Jahr wegen #deraktuellensituation von einem geheimen Platz aus starten.

Vor 2 Jahren haben wir uns das Ballonglühen aus der Nähe angeguckt.

Nimmerland, Froyo, Garten

Nichts hatte mich darauf vorbereitet, mit Kindern über 8 nochmal ins Indoorspielezentrum zu kommen, aber Ellie und ihre beste Freundin waren nostalgisch und hochmotiviert, und ich hatte angeboten zu fahren. Zu fahren. Nicht, dazubleiben, aber Kinder dürfen nicht ohne Begleitperson da sein (und Menschen über 18 nicht ohne Kind).

Frisch getestet und mit viel Wasser und Proviant ausgestattet holen wir M um halb 10 ab, sind um 10 da, bekommen einen Tisch zugewiesen. Die beiden zogen die Schuhe aus und weg waren sie.

Bis wir um 17h gefahren sind, habe ich 1,5 Bücher ausgelesen, meine noise canceling Kopfhörer mit Podcasts lehrgehört, eine Zeitschrift durchblättert und mich darüber gefreut, dass ich mit niemandem ins Bällebad musste. Die beiden Mädchen waren insgesamt nur knapp 20 Minuten bei mir und sonst immer unterwegs und von Besuch zu Besuch schwitziger und durstiger.

In der Zwischenzeit malt Hanne die Ersatztasse nochmal nach und backt sie im Ofen auf. Durch’s Spülen ist sie schon ziemlich abgewaschen.

Danach radelt sie in die Stadt und trifft sich mit Freund:innen beim Froyoladen, lange Schlange inklusive.

Und während ich nur rumsitze, schickt der Weltbeste ein Beweisfoto seines gartenarbeitverschwitzten Tshirts.

Abends ist Hanne woanders, ich bei den besten Fastnachbarn, Christoph und Ellie machen sich einen schönen Abend (jedenfalls bis sie auf der Couch einschläft).

In der Stadt

Ellie und ich radeln mittags in die Stadt. Über die Plattform Doctolib habe ich für sie einen Impftermin ergattert, nun, da sie 12 ist. Allerdings sind in der Praxis alle völlig verwundert darüber, werden keine Impfung vornehmen und schicken uns wieder weg.

Wir werden also am Wochenende zum „Open House“ für 12-15jährige in der Halle Münsterland gehen und kümmern uns heute um anderes. Wir gehen in den dm und danach in die Apotheke, die QR-Codes anhand des Impfausweises erstellt. Ich gebe meinen Impfausweis ab. Die Erstellung der QR-Codes dauert mindestens eine halbe Stunde, aber das ist besser als vor einigen Tagen, da hieß es noch, dass sie mindestens 2 Stunden brauchen würden. Die halbe Stunde überbrücken wir locker, denn direkt um die Ecke ist die Bücherei, an der wir die Leezen geparkt haben. Wir hatten ohnehin vor, als letzten Stopp in die Bücherei zu gehen, weil sie im Lockdown das Untergeschoss mit der Kinder- und Jugendbibliothek neu gestaltet haben. Das wollen wir uns angucken.

Ella bekommt einen Korb, ich bin ihre +1.

Wir finden uns noch nicht wirklich zurecht, nehmen aber einige Bücher und Spiele mit. Anschließend holen wir meine Codes in der Apotheke und radeln heim.

Mittagessen auf der Terrasse: Sonne, Lesen, neue Spiele testen.

Neue Pässe

Gleich 2 Termine haben wir für heute beim Bürgeramt in der Innenstadt gebucht: die Ausweise der Mädchen laufen Ende des Monats ab. Leider haben wir keine aufeinanderfolgenden Zeitfenster bekommen, daher begleitet Christoph Hanne mittags zum Amt, während ich Ellie nach ihrer Ferienbetreuung um 3 abhole und wir von dort aus direkt in die Stadt radeln.

Die Mädchen werden im Fotoautomaten biometrische Bilder machen müssen. Alle anderen Dokumente und die notwendigen Unterlagen- Geburtsurkunden, aktuelle Pässe, Unterschrift uns Ausweis des abwesenden Elter, etc. – habe ich rausgesucht oder ausgedruckt, unterschrieben und zusammengepackt.

Hanne hätte alles selber regeln können, weil sie 16 ist. Diese Information hab ich wohl irgendwie überlesen.

Als ich Ellie abhole, verabschiedet sie sich von den anderen Kindern und klagt über Halsschmerzen. Wir radeln trotzdem zum Amt. Das Wetter ist usselig, daher parken wir die Leezen vorsichtshalber unter einem Bogen.

Dieses Mal ist sie alt genug, um vom Reisepass auf den Personalausweis umzusteigen und um sich im Fotoautomaten selbst aufrecht zu halten. Durch die Terminbuchung dauert die gesamte Prozedur nur 15 Minuten, eine erhebliche Verbesserung zum Warteschlangensystem der früheren Zeiten.

Als wir fertig sind, versinkt die Welt draußen in einem Sturzregen, der so bald nicht aufhören soll. Stellt sich die Frage, ob wir die 10 Minuten nach Hause radeln oder 45 Minuten im Bürgeramt darauf warten, dass es aufhört.

Wir beschließen alles so wasserdicht wie möglich einzupacken und den Weg zu wagen. Wir sind schon nach 100 Metern nass bis runter zu den Socken. Zu Hause springen wir direkt unter die heißen Duschen, kuscheln uns auf die Couch, und am Abend ist klar, dass die Ferienbetreuungswoche für Ellie vorbei ist: sie hustet wild und anhaltend und wird warm.

Es ist einfach nur heiß. Die Finger kleben an der Tastatur, das Tshirt am Rücken, die Babyhaare im Nacken. Man schwitzt ohne sich zu bewegen. Drinnen ist es noch schlimmer als draußen, daher sitzen wir gemeinschaftlich auf der Terrasse und arbeiten / lernen.

Trotzdem fahren sich die Stadtradeln-Kilometer ja nicht von selbst zusammen. Heute wird es eine kleinere Runde (15km), mit längerer Wasserpause am Aasee.