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Salzburger Land 7

Nach dem Mittagessen – vorher lief nicht viel, außer Christoph joggend durchs Dorf – zogen wir uns an und fuhren nach Taxenbach zur Kitzlochklamm.

Es gibt 385 Stufen auf dem kleinen Rundweg, hoch zur oberen Klamm nochmal deutlich mehr. Mit mittlerweile gestählten Oberschenkeln für uns alle kaum noch der Rede wert… aber natürlich ist es einfacher auf gut ausgebauten Stufen Höhenmeter gutzumachen, als über Stock und Stein zu klettern.

Ungefähr auf der Mitte trennten sich unsere Wege. Hanne, Opa und ich stiegen bis zur oberen Klamm weiter, Christoph und Ella machten sich auf den Weg zurück runter zum Parkplatz.

Insgesamt hat der Weg eine gute Stunde gedauert. Es war nicht zu viel los und dadurch, dass die Stege weit oben angelegt wurden, war die Sicht nach unten an jeder Wegbiegung neu und spannend.

Salzburger Land 6

Bei herrlichem Wetter war es eine gute Idee, heute die Hochalpenstraße abzufahren. Für 36€ Maut pro Fahrzeug macht es außerdem Sinn, dass wir alle gemeinsam in unserem Siebensitzer unterwegs waren.

Bis auf 2400 Meter schraubt sich die Straße hoch. Gut, dass ich vorne sitzen durfte.

Von 24° im Tal blieben hier oben nur noch windige 10°. Viele Photos später machten wir uns auf den Rückweg.

Wir kauften uns in Zell am See Brötchen, picknickten auf der Seemauer, genossen die Sonne und sahen den vielen Touristen zu.

Da wir neben einer guten Einstiegsstelle picknickten, mussten wir die Füße natürlich auch ins 21,8° warme Seewasser stecken,

auf dem Rückweg zur Wohnung ist Ella an meiner Schulter eingeschlafen.

 

Salzburger Land 5

Für heute hatten wir uns ein fortschrittliches Programm vorgenommen. Am späten Vormittag brachen wir zum Parkplatz Bodenhaus am Ende des Rauriser Tals auf, um die Mitterastenalm zu erwandern… nein, erklettern, wie sich herausstellte.

Was anfangs nach netten Forstwegen aussah und als „mittelschwere“ Wanderroute mit der Wegangabe „1,5 Stunden bis zur Alm“ passabel klang, veränderte sich im Laufe des Weges ganz gehörig.

Da das Wetter anfangs nicht vertrauenswürdig aussah, überlegten wir, ob wir den Aufstieg wirklich wagen sollten. Wir entschieden uns dafür, erstmal ein Stück weiterzulaufen.

Kurz danach kam die Sonne raus und blieb größtenteils.

Im Wald war unser erstes Ziel der kleine Waldsee auf ungefähr einem Drittel der Strecke zur Alm. Hier würden wir gemeinsam entscheiden, ob wir weitergehen, uns teilen oder gemeinsam zurück zum Parkplatz gehen würden. Zu diesem Zeitpunkt hatten wir Oma schon zurücklassen müssen, da die Wege zwar gut erkennbar, aber doch tückisch waren. Opa ging mit zum Waldsee.

 

Nach kurzer Pause am kalten, klaren Waldsee entschied Opa, wieder zurück zu Oma und Parkplatz zu gehen und in der Hütte dort zu Mittag zu essen.

Wir 4 wagten den Aufstieg, allen voran Ella. Von hier aus sollten es ja nur noch 45 Minuten dauern.

Wunderschön war es, aber so un-fass-bar anstrengend. Knapp 600 Höhenmeter auf 2 Kilometer Strecke. Da ich wusste, dass ich das schwächste Glied in der Kette bin, habe ich die anderen problemlos ziehen lassen und immer wieder einen Blick auf sie erhascht, wie sie mehrere Serpentinenschleifen über mir durch den Wald kletterten. Irgendwann sah ich sie gar nicht mehr, da war nur noch Stille und dieser unglaubliche Wald, die Aussicht und der Weg, den es irgendwie zu bezwingen galt.

Drei Mal querten wir den Forstweg, dreimal meinten wir, wir wären jetzt sicher gleich da. Am Ende brauchten wir für den gesamten Weg vom Parkplatz inklusive zahlreicher kleiner Pausen 2einhalb Stunden.

Nach einer halben Stunde Pause ging es einigermaßen flott zurück, je nachdem wie der Weg es zuließ. Für den Rückweg brauchten wir grade mal eine Stunde; und Ella vorneweg.

Bei Rückweg hab ich manches Mal gedacht: nie im Leben bist du hier hochgekommen! Bin ich aber; was blieb mir auch übrig, außerdem wollte ich es einfach schaffen.

Ob Ella überhaupt ins Schwitzen geraten ist? Sie sagt nein, und sah auch nicht danach aus. (Wir anderen drei aber schon.)

 

 

 

Salzburger Land 4

Nach den beiden wuchtigen Tagen auf Tillys Waldpfad und dem Wasserfall haben wir es heute sehr ruhig angehen lassen. Vormittags haben wir gelesen – alle haben spannenden Lesestoff! Hoch lebe die Onleihe für das große Mädchen, das kleine Mädchen hat physische Bücher dabei -, gemalt, gespielt und erst am Nachmittag eine herrlich faule Runde durchs Dorf gedreht.

 

Wir haben es bis zum kleinen Wasserspielplatz geschafft, dessen Stauwasser natürlich eiskalt ist. Hat die Mädchen nicht weiter gestört,

bis Hanne sich zum Aufwärmen in die Sonne setzte.

Beim Rückweg gab es für jeden ein Eis in der Waffel, Hanne verlor ihre Kugel Mangoeis allerdings sehr schnell wegen Unausbalanciertheit, und bei Eis funktioniert die 5-Sekunden-Regel leider noch weniger als überhaupt.

Den Rest des Tages gab es für uns nur Couch, Lesen, Spiele, Abendbrot, mehr Spiele, und Pläne für den morgigen Tag.

 

Salzburger Land 3

Heute fahren wir zurück Richtung Deutschland und werden auch die Grenze überqueren, allerdings unter der Erde. In den Salzwelten in Hallein

muss man Schutzkleidung anziehen, bevor es auf die Grubenbahn geht. Diese Grubenbahn erinnert mehr an aneinandergereihte Turnhallenbänke, auf denen man sitzend eine Polonaise bildet und die Hände auf die Schultern des Vordermannes legt, während man durch die engen Stollen saust.

Die Führung dauert 70 Minuten, man legt ca 1,5 Kilometer zurück und überwindet einmal 27, einmal über 40 Meter Höhenmeter über Rutschen, die man in Dreier- oder Vierergruppen gemeinsam bewältigt. Ella durfte beim Überqueren des Salzsees vorne sitzen und auf den Startknopf drücken.

Das war mal etwas ganz Neues und hat viel Spaß gemacht.Die Stollen, die tiefer im Berg liegen, gehören wieder zu Bayern; unterirdisch überquert man also die Landesgrenze.

Da wir so lange unter Tage waren, wurde es Zeit für etwas Sonne. Wir kauften Brezeln, Pizzastücke und Wasser und fuhren weiter zum Gollinger Wasserfall und machten erstmal Picknick, um uns für den Aufstieg zu stärken.

Hier unten am Wasserfall war es richtig kalt; Sprühregen und Wind sorgten dafür, dass wir die Jacken anziehen mussten. Das ändert sich bald, denn wir wollten zur Quelle hoch. 30 Minuten laut Informationstafel. Ich glaube, ganz so lange dauerte es nicht, jedenfalls nicht bei den Mädchen und Christoph!

Die Aussicht, das tosende Wasser, das Gefühl, es nach ganz oben geschafft zu haben!

Ella, die schnellste, ist auch flott wieder unten und kühlt sich ab.

Der Rückweg zum Parkplatz ist von hier grade mal 5 Minuten lang,

Ein voller, schöner Tag. Wir schlängeln uns zurück zur Ferienwohnung, essen zu Abend und spielen Stadt-Land-Besserwisser.

 

Salzburger Land 1

Um Punkt 6h45 fahren wir nach Bayern rein, nach weniger als 3 Stunden Fahrt.

Bis hierhin sind wir erstaunlich gut durchgekommen, die Mädchen sind wieder eingeschlafen und ich sitze gemütlich neben dem Weltbesten und trinke Kaffee. Weil wir den gleichartig trinken, teilen wir uns meinen geliebten Cortiga.

Ab hier wird es schwieriger; vor allem rund um München und zur Grenze zur Österreich verlieren wir einige Zeit, so dass wir am Ende für 900 Kilometer etwas mehr als 10 Stunden brauchen: Um 14h30 stellen wir das Auto ab. Für das erste Ferienwochenende in NRW ist das eigentlich keine schlechte Zeit. Wir umgehen die Grenzkontrollen, die viel Wartezeit mit sich bringen, indem wir nicht über die Autobahn fahren, sondern uns über die Landstraßen vorarbeiten.

Die letzten 200 Kilometer haben die Mädchen rechts und links aus dem Fenster rausgestaunt; in den Bergen waren wir bis jetzt noch nie.

Oma und Opa kommen wenig später an. Wir beziehen unsere Ferienwohnung, packen aus, essen etwas zu Abend, spielen Stadt-Land-Gewässer, gucken immer wieder auf die Berge und gehen früh ins Bett.

 

 

 

Amsterdam 3

Der letzte Tag in Amsterdam.

Wir müssen die Zimmer zwar um 10h verlassen, können das Auto aber bis 15h auf dem Hof stehen lassen. Das nutzen wir heute noch mal aus. Ein Bekannter, der lange in Amsterdam gelebt hat und nun zurück nach Australien gegangen ist, hat uns nicht nur die NDSM Werft, sondern explizit für die Kinder das NEMO empfohlen, ein Wissenschaftsmuseum, das in wenigen Minuten fußläufig vom Hauptbahnhof zu erreichen ist.

Das NEMO öffnet um 10h und wir sind bereit!

Auf 5 Ebenen kann man hier alles anfassen, ausprobieren und erfahren. Die Erklärtexte sind auf Niederländisch und Englisch, was es Hanne schon erleichtert zu verstehen, was man machen soll oder wie es funktioniert. Ella helfen wir anderen drei gerne aus.

Die große Terrasse ist heute leider unbespielbar, weil es kräftig regnet, aber der Blick auf Hafen und Altstadt bietet einen wunderbaren Abschluss für unsere Tage in Amsterdam.

Danke, Amsterdam, Du bist überlaufen und entspannt, international und gezellig und warst ein guter erster Testplatz für Städtereisen mit unseren Mädchen.

 

 

Amsterdam 2

Dieser Tag wird einer zum Sightseeing. Die Mädchen hatten sich Wecker gestellt und wollten um halb 8 beim Frühstück sitzen. Dass das nichts wird, wird klar, als keines der Kinder bereit ist aufzustehen. Letztendlich stehen wir um kurz nach 9 an der Metrostation und haben uns einen guten Plan für unseren Tag zurechtgelegt und vorsorglich Regenjacken angezogen.

Von der Centraal Station schlenderten wir uns entspannt und mit vielen Abstechern, Pausen und Läden innerhalb von 4 Stunden den Weg runter zur Anlegestelle unserer 75-minütigen Kanalrundfahrt, die am Eingang des Vondelparks startet. Die Tickets hatte ich schon zu Hause gekauft.

Der Dam

Nationalmonument

Royal Palace

De Nieuwe Kerk

Magna Plaza

Hanne saugt förmlich alles auf. Sie findet ein Notizbuch, das sie sich für ihren Geburtstag mitnimmt.

Es soll ihr neues Motto werden.

Ella strahlt und hüpft vor Freude, als wir ihr eröffnen, dass sie nach einem Schlüsselanhänger Ausschau halten soll: sie wird ihren ersten eigenen Schlüssel bekommen, wenn wir wieder in Münster sind.

Auf dem Dam essen wir einen Hot Dog und gehen weiter in Richtung Schwimmender Blumenmarkt. Ella hat jetzt einen Auftrag. Sie geht in jeden Souvenirladen, und davon gibt es so einige. Ihr Schlüsselanhänger soll diese 3 Kriterien erfüllen: Das Wort Amsterdam, typische Häuser, ein Fahrrad.

Ella findet endlich einen Schlüsselanhänger und ist überglücklich.

Die Schwimmenden Blumenläden

Wir haben noch etwas Zeit bevor unser Boot kommt, und trinken zum Aufwärmen einen heißen Kakao / Kaffee.

Es fängt an zu nieseln; der Zeitpunkt für die Kanaltour könnte kaum besser sein.

Nach der Kanaltour setzen wir unseren Rundgang fort und spazieren wieder zurück in Richtung Hauptbahnhof. Es regnet nur noch wenige Minuten weiter. Auf dem Boot haben wir gehört, dass Amsterdam eine kinderarme Stadt sei; das deckt sich mit unseren Beobachtungen. Es gibt kaum Räder mit Kindersitzen, eher Lastenräder in allen Formen, Farben und Größen. Aber natürlich kann man mit denen auch Kinder transportieren ..

Wir sehen eine Kita und eine weiterführende Schule, ansonsten nur sehr viele Touristenkinder, dabei ist es jetzt Nachmittag. Spielplätze sehen wir auch keine. Vielleicht laufen wir auch einfach falsch?

Ich recherchiere und finde demographische Zahlen für Amsterdam aus dem Jahr 2015 und zähle zusammen: 17,88%. In Münster ist es weniger, 2016 lag die Bevölkerungszahl für Menschen unter 18 bei 15,2%.

Wir müssen uns also um Amsterdam keine Sorgen machen.

Die Mädchen haben wunderbar durchgehalten und wir haben sehr viel gesehen und erlebt.

Wir gehen kurz vor dem Hauptbahnhof Essen und sind um 20h zurück auf unserem Zimmer, legen die Füße hoch, gucken das Deutschlandspiel und Ella schläft als erste ein. Heute bleibe ich bei ihr und Christoph übernachtet bei Hanne.

Amsterdam 1

Amsterdam, wir kommen!

Unser erster Städtetrip mit den Mädchen ist eine Art Probe für uns alle. Bis jetzt haben Christoph und ich solche Kurzreisen immer ohne die Kinder gemacht, aber Hanne will mehr sehen, so viel mehr sehen, und auch Ella ist alt genug um Gefallen daran finden zu können.

Wir haben 2 Doppelzimmer im AO Hostel an der Metrohaltestelle Bullewijk gebucht und machen uns nach dem Einchecken um 15 Uhr und dem Begreifen des niederländischen Nahverkehrsystems auf zur Centraal Station. Die Fahrt dauert 18 Minuten.

Wir werden heute die kostenfreien Pendelfähren nutzen, um zum NDSM Dock überzusetzen. Während wir auf die nächste Fähre warten, freuen wir Münsteraner uns über die schwimmenden Fietsponts.

Die Fähre braucht 10 Minuten, es ist windig und wunderschön. Von den anderen Passagieren hören wir Spanisch, Österreichisch, Britisch, Amerikanisch, Polnisch, Niederländisch, Deutsch, Chinesisch.

Die riesige Lagerhalle ist in mietbare Künstlerparzellen aufgeteilt, man weiß gar nicht, wohin man zuerst gucken soll!

Wir essen in einem alten Gewächshaus, dem Noorderlicht.

Um halb 8 setzen wir wieder über und sind um 9 zurück im Hostel.

Da wir Zimmer in unterschiedlichen Stockwerken haben, schläft ein Kind bei einem Elternteil – heute Ella bei Christoph und Hanne bei mir.

 

Der Kahle Asten

Ganz herzlichen Glückwunsch an Opa B, wir freuen uns, auch dieses Jahr wieder dabei sein zu dürfen: Das Telefon klingelt pausenlos und viele Menschen denken an Dich.

Heute vor 5 Jahren ist mein Großvater verstorben. Heute vor 2 Jahren bin ich nach Porto geflogen.

An diesem Nachmittag machen wir uns auf den Weg zum Kahlen Asten, trotz der vielen holländischen Touristen. Schon der Weg war traumhaft.

Wir konnten an der Wetterstation parken und stapften, rutschten, schlitterten, kraxelten den kleinen Rundweg entlang, genossen die Sonne und die Aussicht, schützten uns vor dem Wind und guckten in die Lennequelle.

 

Lennequelle; ungefähr 2 Meter fließendes Wasser, danach nur noch Eis.

Vorteil des Vornesitzendürfens: Sitzheizung!