Årgab 2

Mal sehen, wie es dem Meer heute früh geht.

Am Nachmittag machen wir uns auf den Weg nach Søndervig, um uns die diesjährige Sandskulpturenausstellung mit dem Thema „Robotter“ anzugucken. Zu meinem Geburtstag vor 3 Jahren waren wir schon mal da.

Da es am Anfang etwas regnet, stellen wir uns wenige Minuten unter und warten den Schauer ab.

Beim Nachhausefahren lassen wir Christoph ein Stück vor dem Haus raus. Er klettert die Dünen hoch und bringt Fotos mit.

Pool, Abendessen, Spieleabend.

Årgab 1

Die zweite Ferienwoche verbringen wir in Dänemark. Gestern sind Christophs Eltern bei uns aufgeschlagen; so haben sie auf dem Weg in den Norden schon mal gute 2 Stunden gespart.

Sehr zu Ellies Kummer starten wir nicht wie in den Sommerferien um 4h morgens, sondern erst um halb 6. Das Wetter macht einen auf Herbst. Wir kommen richtig gut durch, obwohl spätestens zwischen Bremen und Hamburg gewohnt viel los ist.

Um 9 fahren wir über den Nord-Ostsee-Kanal. Ella macht ein Foto.

1 Kilometer vor der Grenze zu Dänemark wird es einspurig, und sehr langsam. Alle Fahrzeuge müssen die Grenze einzeln passieren. Wir kramen vorsorglich die Pässe raus, werden aber nur durchgewunken.

Vor halb 1 sind wir am Haus, zeitgleich mit den Großeltern. Onkel, Tante und Cousine erwarten uns schon. Ella springt gleich zur Cousine ins Schwimmbad, die beiden Brüder fahren gemeinsam Leergut wegbringen und wir anderen räumen die Autos aus, die Küche ein, die Klamotten in die Schränke. Dann fahren Onkel, Tante und Cousine nach ihrer Woche im Haus wieder heim, und wir übernehmen.

Und hinter dem Deich lockt die wilde Nordsee.

Chillacken und Kerzen gießen

Die erste Hürde im neuen Schuljahr ist geschafft – Herbstferien in NRW! Tests, Arbeiten und Referate lassen die Mädchen jetzt für 2 Wochen hinter sich. In der letzten Woche hat man schon gemerkt, dass die Nachmittage nach Möglichkeit nur noch zum Rumliegen und Ausruhen verwendet worden sind, nicht mehr für Verabredungen oder irgendwelche Aktivitäten.

Heute Nachmittag, Ellie kommt um 2 und Hanne um 3, machen wir Chillacken: Chillen und Packen: Die erste Woche der Ferien verbringen die Mädchen bei meinen Eltern.

Hanne und ich gießen zwischendurch noch 5 Kerzen aus alten Wachsresten, denn die dunklere Jahreszeit kommt.

Seit diesem Jahr sammeln wir alle Wachsreste zusammen. Ich habe Dochte bestellt, die wir mit Wachs am Boden der Gläser befestigen und mit Wäscheklammern fixieren.

Das Wachs schmelzen wir in einer ausgewaschenen Konservendose im Wasserbad, gießen es durch ein feinmaschiges Sieb um Rückstände herauszufiltern und schließlich in die Gläser. Eines von ihnen hat Ellie in Hannes erstem Schuljahr in der Grundschule angefertigt.

Nach 24 Stunden sind die Kerzen fertig ausgehärtet und können verwendet werden.

Regen, Geschenke, Pläne und Krabben

Samstag! Ausschlafen!

Sogar das kleine jüngere Mädchen, das grade ständig über Wachstumsschmerzen in den Beinen jammert, haben wir bis 9 nicht gesehen und nicht gehört. Während wir frühstücken, besprechen wir den Tag. Erneut hat ein Kind, das seinen Geburtstag feiert, eine Kiste im MuKK mit Wunschgeschenken bestückt, aus der die eingeladenen Kinder sich nun eines aussuchen dürfen. Also radelten Ellie und ich in die Stadt. Wir schlossen die Leezen gegenüber ab und gingen direkt ins Untergeschoss, wo die Geburtstagskisten stehen.

Da wir früh waren, war noch nicht so viel los – prächtig! Schnell hatte sich Ellie entschieden, was wir für die Klassenkameradin mitnehmen würden, denn das Gedankenmachen fällt mit so einer Kiste ja völlig weg, sie sind (vielleicht deshalb?) aber sehr beliebt. Dass ich das schade finde, hatte ich schon erwähnt. Danach haben wir uns neue Spiele angeschaut, danach die Malbücher, andere Bücher, Konstruktionsbaukästen, die Puzzle… Schon mal in Richtung Weihnachten gedacht habe ich gut aufgepasst. Was man nicht alles auf so einen Wunschzettel schreiben kann!

Da sich für den Nachmittag Oma und Opa angekündigt hatten, gingen wir nicht noch in die Stadtbücherei, sondern radelten mit dem Geschenk im Korb durch den Nieselregen heim.

Dann kam doch alles anders; Christoph und Ellie fuhren Opa und Oma die halbe Wegstrecke entgegen – das ist ungefähr 1 Stunde – und nahm Oma mit heim. Emma kam für das große Mädchen, das nächste Physikreferat steht an und muss vorbereitet werden.

Klavierüben zum Ausgleich

Den Rest des Tages pröddeln alle vor sich hin, in unterschiedlichsten Menschenkombinationen. Emma bleibt, und abends gibt es Krabben und einen Film.

Key Lime Pie. Ekelhaft.

Von Christophs Geburtstagsparty waren 5 Limetten übriggeblieben, die wir nicht umkommen lassen wollten. Eine schnelle Suche im Internet ergab, dass wir für einen Lime Key Pie auch alle restlichen Zutaten da hatten. Limetten sind lecker, Pie klingt gut und Hanne und ich hatten Zeit und Lust gemeinsam zu backen, während Ellie im Wohnzimmer Klavierstunde hatte.

Ich weiß nicht, was schiefgelaufen ist, aber der Pie war schlicht nicht essbar. Widerlich. Schade.

Aber die Baiser, die Hanne aus dem vom Kuchen übriggebliebenden Eiweiß gemacht hat, waren der Knaller.

Feuerschalenparty

Das Wetter hält sich, die Vorbereitungen sind abgeschlossen, das Essen im Ofen und auf dem Herd, der Kuchen steht bereit, das Bier ist kalt, der erwachsene, der Teenie- und der kleine Übernachtungsgast sind angekommen und haben sich eingerichtet.

Die Bierbänke gruppieren sich ums Feuer, die s’mores-Bausteine warten auf ihren Einsatz, das Wohnzimmer ist genug aufgeräumt, die restlichen Gäste kommen.

Sie schenken dem Liebsten gemeinschaftlich einen größeren Fotorucksack für die neue Kamera, den er sich gewünscht hat, und wir verbringen einen richtig schönen Abend.

Zum Geburtstag

Liebe. Umarmungen, Küsse, Fotos, Kerzen, Liebe. Liebe!

Das große Mädchen probiert um diese Zeit ein Stück Kuchen. Das kleine Mädchen hibbelt aufgeregt hin und her, als Papa ihr selbstgemachtes Geschenk aufmacht. Die Graspuschelpflanzen erfahren Bewunderung. Viel zu schnell müssen alle in unterschiedliche Richtungen aufbrechen, aber morgen Abend feiern wir groß!

Geburtstagsvorbereitungen

Noch macht sich die Sonne daran aufzugehen, wenn wir morgens in der Küche sind. Noch ist es hell, wenn die Mädchen losradeln.
Morgen hat der Liebste Geburtstag, deswegen sind wir anderen für den Nachmittag verabredet. Gestern schon hat Hanne den Boden für seinen Lieblings- und gleichzeitig seinen Geburtstagskuchen vorbereitet.

Ellie begleitet mich dafür am Nachmittag zum Gartencenter.

Wir brauchen Graspflanzen mit Puscheln dran, die neben der neuen Terrassentreppe wohnen sollen. Nach einigem Suchen finden wir zwei wundervolle Exemplare und schaffen die Töpfe grade noch in den Keller, bevor Christoph nach Hause kommt.

Hanne kommt vom Lernen zurück und kümmert sich um den obereten TEil des Kuchens. Die Küche ist nun für alle verboten, die morgen Geburtstag haben. Wir dekorieren mit unserer Girlande, holen Kerzen aus der Kommode im Schlafzimmer und die Puschelgrastöpfe aus dem Keller, decken den Frühstückstisch, richten alles schön her und sprechen darüber, was für eine schöne Familientradition das ist.

Mr. X und Playmobil

Sonntag. Heute erledigen wir gemeinsam Sachen, die erledigt gehören, bevor die nächste Woche anfängt.

Dazu gehört die Anmeldung in der Hausaufgaben-/Übermittagsbetreuung des jüngstens Mädchens. Nach den Schnupperwochen hat sich für uns herauskristallisiert, dass wir den Plan nochmal umwerfen. So kommt sie ab nächster Woche 3x um 3 und 2x um 2 nach Hause, hat aber jeden Tag schon in der Schule zu Mittag gegessen. Das große Mädchen und ich treffen uns weiterhin am Donnerstag zum Mittagessen zu Hause und werden die Alleinezeit miteinander genießen.

Wir spielen 2 Runden Scotland Yard.

Beide Male können wir anderen 3 Mr. X nicht schnappen.

Danach packen wir Ellies Reiserucksack: Sie wird mit ihrer neuen Klasse für 3 Tage, 2 Nächte eine Kennenlernfahrt machen. Hanne berichtet von ihrer Fahrt vor 4 Jahren. Morgen früh wird Christoph Ella zur Abfahrt am Schlossplatz begleiten und am Mittwoch auch wieder abholen.

Danach gehen die Mädchen ein Projekt an, das schon lange im Raum steht. Da sie früher viel Playmobil gespielt haben, hat sich im Laufe der Jahre einiges angesammelt. Nun spielt niemand mehr damit, die Wünsche der Mädchen werden aber größer, vor allem vom Teenager: Kino, Shoppen, Send, ins Freibad gehen, die neu erschienene, langersehnte Fortsetzung der geliebten Buchreihe, mal Eisessen gehen in der Stadt mit ihren Freundinnen… die Wünsche werden größer und brauchen nicht immer, aber oft Geld.

Nach den Sommerferien haben wir das Taschengeld für beide Mädchen etwas angehoben, aber in Monaten, in denen viel passiert, müssen sie ordentlich haushalten. Das ist nur gut so. Und wenn es sie dazu bringt, ihr Playmobil zu sortieren, damit sie es verkaufen können, finde ich das prima.