Crazy little thing called love

Christoph ist über Nacht in Frankfurt. Nur eine Nacht, diesmal, aber für Hanne trotzdem ein großes Thema. Wo hat Papa das Auto geparkt? Was ist ein Einzelzimmer? Wo ist Frankfurt? Wie lange fährt man nach Frankfurt? Ist das für Mama auch komisch, dass Papa nicht da ist? (Ja!) Heute morgen ist sie mit Schäfchen zu mir ins Bett gekrabbelt, als er grade weg war, und wir haben uns unendlich viel Zeit gelassen, bis sie um 9 im Kiga war. Dort wurde erstmal ein Marini begraben, der 6 Jahre alt wurde – daher auch die 6 liebevoll angeordneten Blätter.

Ich schätze, er hatte 6 Punkte und hoffe, dass er nicht nur geschlafen hat. Da ihn niemand so genau kannte, war die Sache mit der Beerdigung allerdings ziemlich schnell gegessen.

Der Tag war sonnig und entspannt. Beide Mädels sind nach so viel draußen gerne ins Bett. Ella in ihres, Hanne nach einem Telefonat mit Papa in meins. Morgen Abend kommt Christoph heim, in der Zwischenzeit müssen wir das Fenster im Schlafzimmer offen und das Rollo durchlässig lassen, damit der Fliegekuss aus Frankfurt auch ganz sicher in Münster bei Hanne ankommt.

Road Trip zu den Rieselfeldern

Nele hat heute ihr neues Fahrrad (mit 21 Gängen)  in den Rieselfeldern eingefahren. Wir 4 haben uns mit Auto und Picknicksachen auf den Weg gemacht, um sie und Faru da zu treffen. Das letzte (und vor heute auch einzige) Mal war ich auf dem Aussichtsturm bei der biologischen Station, als ich im 9. Monat schwanger war – mit Hanne.

Auf dem Rückweg zum Auto ist Ella auf Christophs Arm eingeschlafen.

Das ist eine weitere Sache, nahtlos eingebettet zwischen so vielen anderen, die ich an Münster liebe. Es tut so, als sei es eine kleine Großstadt, brüstet sich mit namhaften Läden und Öffnungszeiten bis 24h – und 8 km weiter sieht man nur noch Feld, Wald und Wiese. Und das obligatorisch platte Münsterland.

Ankommen

Gestern war Muttertöchtertag. Hanne war nach dem Wochenende in S. (obwohl sie sehr viel Spaß hatte!) noch nicht wieder richtig angekommen. Wenn sie etwas beschäftigt, dann macht sie es erstmal mit sich selber aus, bis sie mit der Sprache herausrückt. Gestern hat es auch etwas gedauert, bis sie dann ausführlich erzählen konnte, dass sie Heimweh hatte und wie sich so etwas anfühlt. In der zweiten Nacht dort wollte sie daher auch bei Ella schlafen, denn „Ella ist ja auch Zuhause“.

Hanne wollte also nicht in den Kindergarten, auch nicht nur bis mittags. Eigentlich wollte sie gar nichts, außer bei mir sein. Ungefähr höchstens auf Armlänge entfernt, noch lieber aber auf meinem Schoß oder an der Hüfte zusammengewachsen. Und weil ich es liebe, dass ich das noch machen kann, solange sie kein Schulkind ist, und weil es wirklich wichtig war, gab es einen Muttertöchtertag mit viel draußen und viel beieinander.

Christoph hatte versprochen, schon nachmittags wieder da zu sein, damit wir gemeinsam backen konnten (2 neue Ikea-Pferde-Kuchenformen gab es; „Mama-Pferd und Baby-Pferd“.) Keine Sorge: Hannes Baby-Pferd sieht lediglich so aus, als sei ihm Schlimmes widerfahren – eigentlich liegt es einfach nur in einer Lebensmittelfarben-Pfütze. Ursprünglich sollte ihr Pferd aussehen wie Kleiner Donner (irgendwo unter der Farbe ist auch die blonde Mähne zu finden), doch dann war Matschen doch schöner.

Gestern war gut und entspannt, und heute ist sie hüpfend in den Kindergarten gegangen, hat mich relativ schnell herauskomplementiert und freut sich darauf, bis zum Spätstücken mit anderen Kindern zu spielen.

Letzte Vorbereitungen

Die Getränke sind im Auto, die Taschen sind gepackt, die Präsenttütchen verschnürt, das Geburtstagskind aufgeregt  –  morgen ab 11h feiern wir im Yumpis und nehmen Nele gleich mit. Praktisch, so gibt es keine Wartezeiten für hibbelige Gastgeber – auch wenn Hanne mit Ella unbedingt auch mal in die Babykrabbelecke will.

Heute haben Ella und ich noch schnell aus Schoko- und Zitronenglasur mit einigen Sachen darunter (100g Zucker, 100g Butter, 1 Pk Vanillezucker, einer Prise Salz, 250g Mehl, 3 Eiern, 3  TL Backpulver und 5 EL Milch)

das hier gezaubert

Weiß jemand, warum die überhaupt „Amerikaner“ heißen?

Jedenfalls sind mir diese Amerikaner etwas zu groß geraten. Eigentlich kommen die in eine Spritztüte ohne Tülle und man macht 3 cm große Kringel (beachte: Kringel. Nicht Hundehaufen. Sonst kippen die am Ende immer um, da nicht platt genug.), und dann werden aus dieser Teigmenge wohl auch 24 Stück. Oh well.

Mittwoch

Der erste Kindergartentag war natürlich ein voller Erfolg. Hier ist der Frühling ausgebrochen: Wir 3 Mädels haben das erste Mal gemütlich auf dem Elternbalkon entspannt. Alle Sonnenblumenwinzlinge, die vom Wintervögelfüttern zwischen den Platten sprießen, sollen eine faire Überlebenschance erhalten.

10.000 Ostereier

wurden heute morgen im Schlossgarten versteckt. Auf dem Weg dorthin haben wir schon vermutet, dass nicht nur wir welche davon finden wollten.

Erst waren wir erfolglos, aber auf dem alten Teil der Promenade haben wir das sicherlich einzige noch nicht entdeckte Ei ergattert. Immerhin. Ella hat die Aufregung zum großen Teil verschlafen.

Es ist gut, wieder vormittags draußen zu sein. Hanne bekomme ich sonst zur Zeit erst mittags dazu, annähernd ausgehbereit zu sein. Sie liebt es zu sehr, in aller Ruhe in ihrem Zimmer herumzutüddeln und alles ganz entpannt anzugehen. In diesen Ferien aber wird das nicht mehr passieren; morgen an ihrem Geburtstag kommen Oma und Opa aus S. schon zum Frühstück und tags darauf geht der Kindergarten wieder los. Und wenn ich mir anschaue, wie Hanne heute die fremden Kinder beobachtet hat, ist das auch eine gute Idee.

Karfreitag

Was macht man als zoojahreskartenbesitzende Familie an einem sonnigen, warmen, freien Tag, an dem alle Geschäfte zuhaben? Richtig! Das, was gefühlte 2 Millionen andere Familien ebenfalls tun. (Ich wusste nicht, dass es eine Parkplatzsektion Nr. 10 gibt. Auf der grünen Wiese. Hinter dem Parkplatz. Parksymbol Schildkröte – die würden von dort aber Tage unterwegs sein bis zum Eingang.) Aber schön war’s. Hanne hatte unglaublich viel Spaß, und Ella, die verschnupft ist, konnte gucken / schlafen / gucken / schlafen. Perfekt!

Picknick bei den Bongos. Hannes neue Ballerinas für den Sommer – in schwarz! Und rosa sind nur die Socken.