Schlitze klopfen, und mehr

Opa B. kommt für’s Wochenende, und Christoph und er machen kräftig Boden gut im Badezimmer: am Montag kommt der Klempner, und dafür können die beiden noch einiges an Vorarbeit leisten.

Später bekommen wir sogar noch ein Licht auf den oberen Absatz der Kellertreppe, ein Traum von Helligkeit!

Und Oma kümmert sich um Ellie und die Nahrungsaufnahme aller.

Ein bisschen von dem, ein bisschen von dem

Ein Pröddeltag, der trotzdem einige notwendige, liegengebliebene Sachen abgehakt sieht.

Die letzte Woche vor den Herbstferien in NRW bricht morgen an, und es wird für die Mädchen dank Wandertag am Donnerstag und Studientag (=frei) am Freitag eine halbe sein.

Was am Haus

Heute machen wir gemeinsam mal wieder Hausdinge. Es stehen einige Sachen an, unter anderem

die Waschküche aufräumen und in Teilen streichen,

das immer noch brachliegende Badezimmer im 1. OG ausräumen und den Bauschutt zum Recyclinghof fahren

und die Wände vorbereiten.

Manches

Der Kaktus legt sich einen dritten Stock zu, und das in einem atemberaubenden Tempo.

Im Keller wird gearbeitet, schon wieder und immer noch, und es dauert alles länger und ist drölfmal so aufwendig wie gedacht gehofft.

Abends ist Elternabend für uns 2: EF für Christoph in der Aula und 6. Klasse für mich. Wir radeln gemeinsam hin, und als ich nach etwas über einer Stunde entlassen werde und heimradele, steht seine Leeze noch da.

Dringende Frage der Elternschaft: wie geht es im Herbst weiter, sollte es zu einem klassen- oder schulweiten Lockdown kommen. Ich bin vom Konzept nicht überzeugt worden (evtl. weil es bis jetzt keins gibt).

Der Weg der Jahresbäume

Ellies Biohausaufgabe verlangt das Anlegen eines Herbars, in ihrem Fall genauer gesagt das Finden, Pressen, Katalogisieren und Beschriften 18 verschiedener Laubbaumblätter. Der einfachste (man lese: einzig mögliche) Weg für sie und mich zu wissen, welchen Baum wir vor uns haben, ist, wenn jemand ein Schild davorstellt.

Glücklicherweise hat jemand genau das gemacht! Schon seit 1989 wird am Mühlenhof jeweils im April der „Baum des Jahres“ gepflanzt. Unter diesen Voraussetzungen erkläre ich mich gerne bereit zu helfen.

Ellie und ich sind also am Nachmittag an der Sentruper Höhe unterwegs, ausgerüstet mit Stift (den wir bei Baum 12 verlieren), Zetteln und einem alten Schinken namens „Illustrierte Deutsche Geschichte“.

Wir suchen also, und das ist kein Witz:

Birke, Bergahorn, Erle, Esche, Spitzahorn, Hainbuche, Linde, Pappel, Platane, Rotbuche, Rosskastanie, Stieleiche, Traubeneiche und irgendeine Art von Weide sowie „3 weitere Bäume, deren Blätter du in deinem Herbar sammelst“. Bis auf 4 Arten finden wir alles.

Haben wir geschummelt? Wenn ja: mir egal. Diese Hausaufgabe dauert ja sonst Jahre! Zuhause sortiert, beschriftet und verteilt Ellie die Blätter sorgfältig in Hannes alter Blütenpresse.

In der „geheimen whatsapp-Klassengruppe“ werden Baum-Standorte gehandelt wie heiße Ware. Die Gruppe heißt so, da die Kinder keine offizielle whatsapp-Klassengruppe haben dürfen – einige Eltern hatten sich beim letzten Elternabend für ein Verbot einer solchen Gruppe ausgesprochen. (Als würde das etwas nutzen? Hallo?)

Christoph hat in der Zwischenzeit die Kelleraußentreppe geweißt. Die Ritterburgzinnen hat er gleich mitgestrichen.

Gäste-WC 2

Morgens noch etwas ungelenk: Schuhe, die irgendwie passen.

Am Mittag streiche ich die Viertelstäbe für’s Gäste-WC.

Der Mann kommt heim und macht weiter, und später fertig.

Hier werden wir Zeuge, wie Christoph das erste Mal in seinem Leben Tapete an die Wand bringt.

Jetzt nur noch die Viertelstäbe dran, und fertig.

Danke.

Kellersamstag

Das kleine Mädchen ist den ganzen Tag bei einer Freundin; ich fahre sie um halb 10 hin und hole um 7 wieder ab. Die Familie hat einen Hund und ein Planschbecken und einen großen Garten mit einem Stück Bach. Darüberhinaus ist das befreundete Mädchen netterweise ein drittes Kind, was beim Abholen zur angenehmen Aussage der Mutter führt: „ich hab die beiden den ganzen Tag fast nicht gesehen.“

Das große Mädchen schläft aus, macht Hausaufgaben und hilft im Keller, den wir uns heute vorgenommen haben.

Wir räumen und schrubben und sortieren aus und schmeißen weg und kärchern.

Meine alte Leeze, die vor einiger Zeit in den wohlverdienten Ruhestand geschickt wurde, ist ausgeschlachtet echt reif für den Sperrmüll.

Sie hat mir lange gut gedient eins, zwei, drei und so weiter).

Kisten3

Während Christoph die gespachtelten und mittlerweile getrockneten Flächen kurz weiß überstreicht, beschäftigt sich Ellie mit Kartoffeln.

Die Grenzen zwischen Arbeits Schultagen und Wochenende verschwimmen auch bei den Kindern.

Die Kisten werden über Herd, Spüle und Spülmaschine aufgehangen. Als kleinste Hausbewohner dürfen Ellie und ich entscheiden, in welcher Höhe sie angebracht werden.

Fertig. Zufrieden!

Zeit, die Brücke aus dem Stand zu üben, die Sonne scheint.

Vielleicht muss der Rasen mal wieder gemäht werden.