Das neue Zimmer

Die letzten Tage haben wir alle gemeinsam intensiv und zügig an Hannes Umzug in das ehemalige Elternschlafzimmer mitgearbeitet. Das Ergebnis ist absolut überzeugend und das große Mädchen sehr froh.

Die Schritte im Einzelnen:

Christoph hat das Loch in der Wand zugeschmiert.

Wir haben den Boden freigelegt und uns überlegt, was wir damit anstellen sollen, entschieden uns aber relativ schnell gegen ein Abschleifen und für OBS Platten.

Die Wände und der Rolladenkasten mussten weiß nachgestrichen und die Ecken mit Acryl ausgestrichen werden.

Nach dem Trocknen haben wir grüne Farbe besorgt; in der Ecke wird ein ca. 2 Meter hohes Dreieck Hannes Bett einrahmen.

Am nächsten Nachmittag haben wir alle gemeinsam den Boden geschnitten und gelegt. Die OSB Platten sind 2 Meter lang und 40 cm breit und werden mit Nut und Feder aneinandergefügt.

Zufrieden mit dem Ergebnis haben wir am nächsten Tag alles abgeschliffen und danach mit Fußbodenlack versiegelt.

Der letzte Schritt war das Anbringen von weißen Ornamentfußleisten, das Hanne und Christoph bis spät abends beschäftigte, und dann konnte das Zimmer endlich eingeräumt werden.

Das einzige, was jetzt noch fehlt, ist ihr Kronleuchter, den Hanne liebt, seit sie 4 Jahre alt ist.

Alles muss raus

Schon seit einiger Zeit schlafen wir Eltern unten im „Gästezimmer“, laufen nach oben, um Kleidung zu holen und lagern schon einiges im Gästezimmer. Die Wäsche findet den Weg die Treppe hoch gar nicht mehr, bevor sie wieder angezogen wird und zurück in den Wäschezyklus kommt, der im Keller endet und startet und endet.

Heute, am letzten Feriensonntag, haben wir den Umzug komplett vorgenommen. Hanne hat Betten auseinander- und wieder zusammengeschraubt, wir haben Lattenroste, Matratzen und den Kleiderschrank-Inhalt runtergetragen und uns unten schön eingerichtet.

Natürlich muss Hanne in ihrem zukünftigen Zimmer noch streichen, ein Loch in der Wand zum Badezimmer hin wird der Liebste ihr zuschmieren … und dann gibt es ja noch den alten Boden. Den wollten wir sicherlich nicht drinlassen: schon beim Einzug wussten wir, dass das Zimmer so nur eine Zwischenlösung sein würde. Es ist weder komplett gestrichen noch gibt es einen Boden, der gefällt, noch Fußleisten – all das wird sich jetzt ändern. Wie immer bei diesem alten Haus ist es für uns überraschend, was sich hinter Vertäfelungen, hinter Tapeten oder unter Fliesen befindet.

Hier war es erstmal ein weiterer Boden.

… und unter dem dann schließlich die ursprünglichen Bodendielen, die im gesamten Obergeschoss zu finden sind.

Irgendwas hat sich in Zimmermitte mit dem Boden assimiliert, vielleicht Linoleumfliesen in Teppichoptik.

Als nächstes geht’s an Streichen und den Boden, aber nicht mehr heute. Heute machen wir nur noch einen Plan für die nächsten Schritte.

Ein drittes Mal

Das dritte Klaviervorspiel für das kleine Mädchen in diesem Jahr (März, Juli) in einer Kirche und einem Privathaushalt statt.

Da bei uns zu Hause an diesem Wochenende so viel gewerkelt wurde, begleiteten nur Hanne und ich eine aufgeregte Ellie.

Als wir nach Hause kamen, konnten wir die Transformation der Küche bestaunen:

Die 2016 angebrachten Waben hatte ich am Vormittag schon weggemacht; leider nicht ohne auch den Streichputz runterzuholen.

Während sich Opa im Keller um mehr Lichtquellen in vormals dunklen Ecken kümmerte, hat Christoph die Wand ausgebessert und eine Leiste für die Infrarot-Heizung aufgehangen, die in Zukunft für eine warme Küche sorgen wird.

Aufgepolstert

Vorgestern gab einen Großelterntausch. Meine Eltern nahmen ihren großen, leeren Kürbissuppentopf, ihre Bettwäsche und die besten Wünsche mit zurück ins Rheinland. Am Abend holten wir 3 Mädchen dann Oma Mona vom Gummibahnhof ab. Sie kam mit leichtem Gepäck und bleibt bis Sonntag.

Nachdem wir von den liebsten Fastnachbarn für das neue TV-Zimmer im ersten Stock Couch und Sitzsack geschenkt bekommen hatten, konnte Hanne das Zimmer mit ihrer Freundin M. schon eine halbe Nacht lang mit den Vampire Diaries einweihen. Gestern Abend besorgte ich mit Hanne über die lokalen Kleinanzeigen dann einen günstigen Couchtisch aus zweiter Hand und so langsam wird das Zimmer gemütlicher.

Hanne und Oma kümmerten sich heute um das Polstern von einer Bank und einer Kiste, um zusätzliche Sitzplätze und einen Platz zum Hochlegen der Füße zu schaffen. Dazu hat Oma noch neue Kissenhüllen genäht.

Die kleine rote Bank, die auch ein Polster bekommen hat, stand früher für die Kinder in der Küche in der Wohnung, in die wir frischgeborene Ellie gebracht haben.

 

 

 

 

TV-Möbel

Wir haben das große Privileg in einem Haus zu wohnen, das uns den Freiraum bietet sich mit uns zu verändern. Bald wird die Zeit kommen, in der wir Eltern uns räumlich von dem Mädchen entfernen und nach unten ziehen, ins jetzige Gästezimmer. Die Pläne dafür haben wir schon gemeinsam besprochen. Da das aber aus unterschiedlichsten Gründen noch ein bisschen dauert und einiges an Arbeit mit sich bringt, Hanne sich aber nicht mehr gedulden kann, bauen wir zumindest ihr „Wohnzimmer“ teenagerfreundlicher um. Die Absprache ist, dass das Zimmer dann später beiden Mädchen zu gleichen Teilen gehört.

Der Leseplatz an der Sonne, den wir vor 3einhalb Jahren eingerichtet haben, rückt an eine neue Stelle und wird zum TV-Möbel. Dafür löst Christoph die Regalbretter, die wir aus dem Haus meiner Großeltern haben, wieder ab und belegt das Board mit übriggebliebenem Bodenbelag aus meinen Arbeitszimmer.

Fortsetzung folgt.

 

 

 

Balkonwand

Während ich am Schreibtisch sitzen darf, fangen die anderen 3 schon mal mit dem Herbstferienprojekt an, auf das wir uns gemeinsam geeinigt hatten und für das Ellie und ich gestern Fassadenfarbe gekauft haben.

Wir geben uns geschlagen: Der Balkon am Elternschlafzimmer, auf dem die Vormieter eine Voliere anbrachte und wir bislang alles versuchten, um die ätzenden Überbleibsel der Vögel zu entfernen, wird weiß gestrichen.

Als ich dazukam, war die erste Schicht schon fast fertig.

Der Liebste verabschiedete sich zur Arbeit und ich übernahm.

Am Ende sind wir ganz zufrieden – schöner als vorher ist es allemal. Einige Verbesserungen müssen wir später noch angehen. Vor allem die großen, sandigen Fugen waren oft problematisch.

Aber wir sind von unserem Tatendrang begeistert: so haben wir schon am allerersten Ferientag das erste Herbstferienprojekt fast abschließen können.

Leider hat Hanne dafür ihre Wette mit sich selbst verloren, denn sie hat ihren Schlafanzug gegen Klamotten getauscht, die sich zum Streichen besser eignen.

Zimmertausch

Wir 4 treffen uns oben und schmieden Pläne, welche Zimmer wie getauscht werden könnten.

Es wird noch eine Weile dauern, bis wir dieses Projekt angehen können – viele Schritte, viel Anpacken erforderlich – und bis dahin werden wir bestimmt gedanklich noch um die 73 Mal umstellen, aber die Mädchen sprudeln erstmal über vor Ideen.

Kaffee. Fensterrahmen. Little Big Planet und Lost in Space.

Hoch die Hände, Wochenende!

Ella macht Sonntagsbrötchen aus der Dose. Sie überlegt sich für jedes einzelne ein eigenes Muster und auch, wem dieses Kunstwerk später auf den Teller wandern darf.

Ich lasse die anderen drei um halb 11 in ihrer Gemütlichkeit zurück und radele zur Röstbar am Bohlweg, um Corinna auf einen Kaffee zu treffen. Das war sehr schön, und lange überfällig.

Als ich mittags nach Hause komme, steht der Beste in der Garage und zerlegt die alten Fensterrahmen. Später fährt er sie zum Recyclinghof, und wir haben wieder etwas mehr Platz in der Garage für die Leezen.

Später bekommen wir Besuch, ich pflanze Romanasalatherzen an, Hummelblumen und vereinzelne die Sonnenblumen, die schon danach aussehen. Die Mädchen sind sich selbst genug und verschwinden nach oben; sie kommen den ganzen Nachmittag nicht runter.

Um 18h kommt Ellas Übernachtungsfreundin Estella. Die beiden spielen Little Big Planet und amüsieren sich so großartig, dass sie das Wohnzimmer besetzen dürfen. Hanne und ich verziehen uns mit dem Laptop ins Bett: wir starten mit Netflix‘ Lost in Space und gruseln uns gemeinsam. Christoph legt sich dazu und schläft ein, er fand es wohl nicht ganz so spannend!

 

Kiepenkerl

So ein sonniger Tag!

Schmeißt die Solarlux auf, wir machen heute nur Draußendinge, und zwar voller Elan! Vielleicht holen wir sogar die Sonnencreme aus der Krimskramsschublade im Bad.

Naturgemäß fällt uns immer schon wenig später ein, dass wir auch grillen wollen, und wenn es uns so geht, vielleicht wollen das ja alle Freunde auch. Wir laden ein. Ella macht den Anfang und hat ab 10h morgens Elsa hier. Die beiden bauen sich ein Zelt auf.

Sie sortieren Steine und sind den Tag über 3x beim Laden gegenüber: Wir brauchen Butter. Wir brauchen Eis! Sie brauchen Kaugummi. Der Weg ist das Ziel – das Alleinegehendürfen, das Alleinegeschaffthaben.

Hanne und ich topfen um und pflanzen ein und kümmern uns rührend. Christoph verkleidet in der Zwischenzeit die neuen Fenster.

Um 2 kommt die Flaschenpost, kurz vor 4 die ersten Freunde. Wir stehen um den Grill, quatschen und überlegen uns, warum noch mehr Sirenen zu hören sind als sonst. Ich denke, es sei ein Unfall auf der Autobahn passiert, irgendwas Großes, bis wir den Hubschrauber sehen, der still über der Innenstadt steht und die ersten Nachrichten kommen, die ersten Fragen aus Münster, aus Deutschland, aus der Welt, ob alles in Ordnung ist? Wir melden uns selbstständig bei unseren Familien, vorsichtshalber, damit sie keinen Schreck bekommen, wenn sie plötzlich etwas im Radio hören.

Ich verbiete Christoph, zum Baumarkt zu fahren. Wir sitzen zusammen. Ich merke, in wie vielen whatsapp-Gruppen ich bin; viele von ihnen wurden seit Monaten nicht mehr genutzt und verschwanden in die Tiefe der Timeline, bis heute.

Als die Textnachrichten nur noch aus „Himmel, wir waren graaaaade noch in der Stadt, was hätte uns alles passieren können!“ / „Ich geh da immer sonntags lang.“ / „Da hatten wir heute Morgen noch unsere Leezen geparkt“ bestehen, mache ich das Handy aus. Ich weiß, dass die Meinen in Sicherheit sind, alle Nachrichten sind zu diesem Zeitpunkt Spekulationen.

Noch mehr Freunde kommen, manche aus der Innenstadt. Ich bin froh, dass wir nicht mehr da wohnen, wo die Mädchen heute vielleicht schwer bewaffnete, vermummte Polizisten hätten sehen können. Der Himmel ist blau. Der Hubschrauber steht wieder über der Innenstadt; so lange, dass wir sein Geräusch irgendwann gar nicht mehr wahrnehmen.

Wir sitzen bis tief in die Nacht zusammen.