Holz, Navyblue

Christoph und sein Vater machen den Tag über Holz.

Ellie und ich streichen die dem Fenster gegenüben liegende Wand navyblue. Dabei unterhalten wir uns darüber, dass sie eigentlich gerne wieder in ihr altes Zimmer ziehen würde, wo es kühler und ruhiger ist, weil zum Garten liegend. Geht klar, die blaue Wand macht sich ja auch im Gästezimmer gut.

Am Abend kommt Christoph heim nach Münster.

Schnee!

Am Nachmittag werden wir nach Hause fahren, denn trotz Homeschooling und Home Office können wir aufgrund der noch schwachen Internetverbindung hier nicht alle gemeinsam online sein und vernünftig Videokonferenzen machen – sonst wäre das ein netter Nebeneffekt der Pandemie: Schule von wo-auch-immer!

Vormittags spielen Ellie und ich Badminton, allerdings ist es unten im Garten zu windig. Schließlich spielen wir neben dem Haus, Ella oben auf der Treppe und ich unten.

Bevor wir uns auf dem Weg nach Münster machen, legen wir einen Zwischenstopp ein und machen einen mit Opa einen Sonnenspaziergang am Albrechtsplatz (wie hier vor 3 Jahren).

Beim Parken fahre ich eine Katsche in die Stoßstange vorne, da lag wohl ein Stein. Sehr egal, das Auto fährt ja noch und ist eh ausgelöst und unseres.

Je höher wir kommen, desto mehr Schnee liegt herum.

Wir stapfen ein bisschen durch den Schnee und drehen schließlich um. Nach einer guten Stunde sind wir wieder am Parkplatz und verabschieden uns. Für uns geht’s in Richtung Münster und Opa fährt in die andere Richtung nach Hause.

Lichtschalter und Seefahrer

Die Woche war lang und voll und wir sind alle froh über das Wochenende. Die Mädchen vermissen diese Woche Kontakt zu Freunden ganz besonders, vielleicht ist es das trübe Wetter. Einen Vorwurf kann ich ihnen nicht machen.

Heute bekommen wir tatkräftigen Besuch, spielen und bekommen mehr Licht und eine Steckdose im oberen Badezimmer – fantastisch!

Eine Dusche, eine Dusche

Mit Duschwänden und zwei Möglichkeiten, aus denen das Wasser herausprasseln darf.

Ellie hat sich heute mit einer Freundin verabredet, die haben wir kaum gesehen. Vor lauter Freude über den erfolgreich-aktiven Tag gibt’s abends erstmal Hannes selbstgemachte vegane Pizza (aka ohne Käse).

Weihnachtsbaum und eine frische Wandfarbe

Angesteckt von der diesjährigen Panikmache in Sachen Weihnachtsbaumkauf – „es gibt schon fast keine mehr!“ und „wir mussten mehrere Stellen abklappern!“ und „wir hatten Glück noch einen schönen zu bekommen!“ – machen wir uns spontan auf den Weg zur Gärtnerei um die Ecke.

Dort gibt es viele hübsche Bäume in unterschiedlichen Formen, Nadeln und Größen und sowieso die nettesten Ladenbesitzer im Viertel.

Zuhause stehen wir vor dem Problem, dass der Baum eigentlich nirgendwo hinkann, weil wir einen zusätzlichen Sessel im Wohnzimmer haben, und – langer Rede kurzer Sinn, da hatten wir ja auch einen kleinen Pott Petrol rumstehen, der auf eine Wand wartete, und wenn die Wand in Christophs Arbeitszimmer kurz gestrichen werden könnte, dann könnte danach der eine Schrank aus dem Wohnzimmer wieder hoch, und da wäre dann Platz für den Weihnachtsbaum ….

los geht’s.

Hannes Hände

Und heute so?

Ein vorzeitiges und überraschendes Nikolauspaket von Oma Mona ist angekommen. Die Mädchen haben geklärt, ob sie es heute schon aufmachen dürfen – sie durften.

Immer noch schön, aber immer noch nicht fertig: das neue Badezimmer.

Hanne bekommt spontan einen Schreibtisch in ihr Zimmer: einerseits kann sie sich so zurückziehen, wenn sie sich konzentrieren muss, andererseits zoomt sie so bitte nicht am Küchentisch, wenn wir uns dort auch aufhalten, kochen oder in Schlabberklamotten durch’s Bild laufen.

Die Tischplatte war lange Zeit Teil der Küchentisch in der Wohnung, die wir vor dem Haus bewohnten. Wie alle Küchentische hat sie einiges mitgemacht: backen, oder Kekse verzieren zum Beispiel… ging bei den Mädchen ja immer gut als Freizeitaktivität durch.

Die Platte war im Keller, aber die Beine haben wir irgendwie nicht mehr, da mussten kurzfristig die Böcke herhalten.

Ellie probiert mal Bratapfelchips aus: Äpfel entkernen, in feine Scheiben schneiden, mit Zimt-Zucker-Mischung beidseitig bepudern und bei niedrigerer Temperatur stundenlang im Backofen austrocknen lassen.

Morgen ist der 6. Dezember.

Am Abend stellen die Mädchen ihre dicksten Winterstiefel vor die Haustür. Wie lange wir das noch machen, hat Ellie vorsichtshalber gefragt, und ich finde, solange man noch bei den Eltern wohnt, geht’s auf jeden Fall!

Der letzte Schliff

Die Malermenschen waren da und haben im Rubbedikabess ihre Arbeiten an Abschlussleisten und Fugen beendet.

Christoph baut ebenso schnell den Waschtischunterschrank auf.