Haus

Liebe ist

wenn einem von uns abends um kurz vor 10 auf der Couch einfällt, dass wir ja heute Hochzeitstag haben und wir uns nur angucken und lachen. Alles Gute zum Hochzeitstag, Schatz! Ich könnte nicht ohne Dich.

Und sonst so? Der Sonntag war entspannt. Morgens zu 10h radele ich mit Ellie zum Kreativhaus, dort ist sie zu einem Geburtstag eingeladen.

Nur für das Geburtstagsmädchen haben Ella und ich uns gestern zu MUKK getraut: an einem Vorweihnachtssamstag in der Weihnachtsmarktzeit. Natürlich war die Hölle los, aber Ellie bestand darauf: Beim MUKK kann man sich als Gastgeber eine Geburtstagskiste zusammenstellen und zu einer Horde anderer roter Kisten auf einem Regal parken. Die Gäste finden die entsprechende Box, suchen sich ein Teil aus, bezahlen und verschenken.

Ich bin gar kein Freund dieser Geschenkekisten. So unkreativ, ganz ohne Überraschung, ohne Nachzudenken. Die Chance, dass das Geburtstagskind etwas ganz Unerwartetes, vielleicht Spannendes und Neues geschenkt bekommt ist genauso weggenommen wie die Ideen, die das eingeladene Kind entwickelt haben könnte. Ich weiß nicht warum diese Kiste in letzter Zeit bei den Einladungen so überhand nimmt. Wo bleibt da die Überraschung? Die tollsten Geschenke sind oft die, auf dich man selber gar nicht gekommen wäre. Eigentlich suchen unsere beiden gerne selber Geschenke aus, aber dieses Mal ging kein Weg daran vorbei; vielleicht, weil das Geburtstagskind das einzige war, das Ellie kannte. Der Geburtstag an sich war schön, aber kurz. Um 12h30 konnte ich schon wieder abholen und wir radelten durch den Schneefall heim.

Als wir zu Hause ankamen und uns auszogen, zog sich das große Mädchen grade an: Sie hatte sich mit Greta auf dem Weihnachtsmarkt an der Überwasserkirche verabredet. Die Flocken fielen immer dichter, aber immerhin nicht mehr vom Wind getrieben waagerecht über die Straße.

Während Hanne unterwegs war, bereiteten wir die Staubbarriere im 1. OG vor. Morgen wird in Ellas Zimmer und unser Schlafzimmer durchgebrochen, um die Heizungen wieder in Gang zu bringen. Ohne Infrarotheizung in den Kinderzimmern wäre es oben zu kalt; Christoph und ich schlafen schon seit Tagen im Gästezimmer im Erdgeschoss.

Hanne kam erfroren, nass und voller Schnee zurück. Sie ist in der Kurve kurz vor dem Haus ausgerutscht, hat sich nicht mehr halten können und ist gefallen. Gut, dass nichts passiert ist. Sie hat mit Greta 3 Weihnachtsmärkte abgeklappert und freute sich jetzt sehr auf die heiße, heiße Dusche.

Zurecht geärgert hat sie sich darüber, dass ihr jemand den Sattelschutz von der Leeze weggeklaut hat. Mensch Münster!

dienstuntauglich

Es ist Freitag. Der Liebste hatte Einsicht und ging morgens zu seiner Hausärztin, die ihn bis einschließlich Dienstag krankgeschrieben hat. Obwohl er viel schläft und sich ausruht, ist es schön, ihn zu Hause haben. Grade, wenn die Handwerker Fragen haben; im Badezimmer sieht es jetzt so aus:

Meine Arbeit fällt langsam auch in den saisonalen Winterschlaf und so haben wir kurz vor Weihnachten Zeit ohne kleine Ohren über Geschenke zu reden und eine Horde Dinkel-Brötchen zu backen, einfach, weil alle Zutaten da sind.

Die Brötchen sind warm und riechen gut, als Ella vom Kindergeburtstag nach Hause kommt. Sie war auf einen Bauernhof eingeladen.

 

 

 

Wattedumpfer Donnerstag

Den Besten hat es erwischt, aber so richtig. Er möchte nur liegen und schlafen und Ruhe. Leider kommen Morgen die Handwerker, und die werden nicht grade leise sein, aber heute kann er sich einfach ins Bett legen und niemanden sehen.

Die Mädchen bereiten alles vor. Wann sonst darf man schon einen Laufsteg aus Malervlies und Klebeband quer durch’s Haus legen!

 

Schritt 2

Seit gestern haben wir im 1. OG keine Therme mehr. Das zuverlässige, alte Ding ist in diesem Jahr 30 geworden und der Schornsteinfeger hätte sie kein weiteres Mal abgenommen. Keine Therme bedeutet natürlich auch keine Heizung, bedeutet kalte Kinderzimmer bedeutet der zweite Schritt bei der Renovierung des Badezimmers.

Heute hat das hässliche, fürchterliche Waschbecken dran glauben müssen. Es war mir eine ganz große persönliche Freude.

Unter der Holzdecke sieht es bis jetzt ganz ordentlich aus. Wir werden sie wohl nur weiß streichen müssen, das spart Zeit und Geld.

Mit knapp 9 qm ist das Bad sicherlich nicht das kleinste, aber ungünstig geschnitten. Wie es aussieht haben wir allerdings doch genügend Platz für etwas, das ich nicht für möglich gehalten: eine Raumsparbadewanne. Ich werde ganz hibbelig, wenn ich nur schon dran denke!

Herbstsend

Der Himmel zeigt sich unbeständig, immer wieder regnet es. Am Vormittag starten wir daher die Umsetzung der nächsten Renovierungsideen im Haus – dieses Mal sind Ellas Zimmer, Christophs Arbeitszimmer und mein Büro dran. Wir misten aus, packen um, bringen weg, sortieren, machen Platz für neue Ideen und Vorhaben. Besonders gerne schieben wir beim Umräumen Möbel von einem Zimmer ins andere und suchen neue Aufgaben für liebe/alte Möbelstücke, die an einem anderen Platz auf einmal ganz anders wirken. Oft überlegen wir uns beim Transportieren, wo genau denn dieses Möbel seinen ersten Auftritt bei uns hatte:

Der alte Expedit aus meinem Arbeitszimmer, der mittlerweile Kallax heißt und vor meinen Aktenordnern viel Krimskrams im Durchgangszimmer der alten Wohnung aufbewahrte, wird als Spielzeug- und Bücherregal zu Ella wandern. Mal sehen, ob wir ihn heil die Treppe hochbekommen. In unserer ersten gemeinsamen Wohnung, vor allen Kindern, stand der Expedit im Wohnzimmer und kümmerte sich um Bücher. Wer hätte gedacht, dass er 2 Umzüge durchhält! Ellas weißer Spielzeug-Schrank rutscht ein Zimmer weiter zu Christoph. Die schwarze Malmkommode, die ich Secondhand für unser Haus kaufte, kommt aus dem oberen Badezimmer runter in mein Arbeitszimmer. Das Badezimmer wartet ja auch noch drauf, dass wir uns um es kümmern.

Am Mittag sieht es so aus, als hielte sich der Regen, der fast waagerecht die Straße entlanggetrieben wurde, jetzt erstmal woanders auf. Schnell fahren wir zum Send, denn die Mädchen hatten sich das dringend gewünscht.

Der Himmel ist blau, aber wir müssen viele Pfützen umlaufen. Am Eingang zum Send werden unsere Umhängetaschen kontrolliert.

Nach 2 Stunden sind wieder wieder zurück zu Hause. Nach dem pfeifenden Wind gibt es erstmal einen heißen Kaffee, danach geht’s weiter. Die Mädchen bauen die unterschiedlichen Aufbewahrungskomponenten für Ellas neues Regal auf.

Am Ende des Tages hat sich mein Büro sehr deutlich geleert, in Christophs Arbeitszimmer knubbelt sich dafür alles und bei Ella sieht es naturgemäß aus als hätte sich ein Wirbelsturm ins Zimmer verirrt. In den nächsten Tagen wird sich das Chaos im 1. Stock noch verschlimmern, die Arbeiten aber hoffentlich irgendwann mehr Struktur und Ordentlichkeit bringen.  (Soweit es bei uns jemals ordentlich sein kann.)