Unter der Treppe

Sachen, die sperrig sind oder nicht so wenig gebraucht werden, dass sie in den Keller kommen, aber mehr als dass sie im Vorratsraum an der Küche stehen dürfen, wohnen unter der Treppe.

Der Deckendurchbruch, der die Treppe erst möglich machte und das Erdgeschoss mit dem ersten Stock verband, war 2014 Meilenstein für uns. Hier sieht man nochmal die Anfänge des kleinen Raums unter der Treppe, als die zusätzliche Wand gezogen wurde.

Heute ist der Liebste leider wieder bei der Arbeit, Ellie verabredet und mit einer Freundin in der Stadt, und Hanne und ich räumen unter der Treppe auf.

Fast leer, kurz danach wieder deutlich voller, und das war’s mit Aktivität für heute.

Mehr Schneeflocken

Es reicht uns immer noch nicht. Dieses Jahr backen wir kaum Plätzchen, und wenn überhaupt schnell, nebenbei, und meistens am späten Nachmittag, wenn es dunkel geworden ist, langsam alle nach Hause kommen und ein bisschen Zeit vor dem Abendessen bleibt. Stattdessen dekorieren wir die Terrassentür mit großen und kleinen Schneeflocken. Hanne ist furchtbar untalentiert und daher für die Anordnung und Befestigung der Sterne abgestellt.

Zwischen Arbeit, Tests, Verabredungen, Weihnachstsfeiern ist heute ist der einzige Tag in dieser Woche, in der wir alle Zeit haben, uns abends mit Russ zum Schneeflockenbasteln zusammenzusetzen.

Fensterflocken 2

Wir nisten uns ein und sind uns selbst genug.

Hanne bringt Eis mit rein, dem wir beim Schmelzen zugucken.

Fensterflocken

Wie in jedem Jahr verzieren wir die Solarlux-Tür zum Garten mit Schneeflocken. Ich habe nicht nur das Gefühl, dass es immer mehr wird , es ist tatsächlich so!

Vor 5 Jahren hatten wir hinten raus noch keine Terrasse.

Wir hören Weihnachtsmusik und schnibbeln und Hanne hängt auf.

Beige

Seit Jahren sammeln wir Kleingeld in einer bauchigen Bacardi-Flasche, die auf der Fensterbank im Wohnzimmer steht. Ich glaube, der Liebste hat die Flasche schon mit in die Beziehung gebracht… ich kann mich jedenfalls an keine unserer gemeinsamen Wohnungen ohne diese Flasche erinnern. In den ersten Jahren mit den Mädchen hat das Geld aus der Flasche in Summe und Zeitplan jeweils gut für eine neue Jahreskarte für den Allwetterzoo gereicht. Als das nicht mehr interessant war, haben wir trotzdem weitergesammelt. Manchmal gab es tatsächlich eine direkte Anwendungsmöglichkeit für den Betrag. Oft genug hab ich aber morgens diese Flasche umgedreht und die benötigten 2,60€ oder 3,20€ herausgesucht, die eines der Mädchen mit in die Schule bringen sollte. (Der Liebste kann erfreulich wenige Sachen an mir nicht leiden, aber dieses morgenliche Münzgrabbeln findet er wirklich furchtbar.)

Als die Flasche dieses Mal voll war, hab ich das Geld eigenständig und eigenmächtig für einen neuen Teppich für das Wohnzimmer ausgegeben.

Ich liebe ihn! Der alte, bunte, mittlerweile sehr fleckige Teppich hat uns lange begleitet, aber seine Zeit war definitiv vorbei. Eingerollt steht er jetzt für den morgigen Sperrmüll an der Straße.

Zum neuen Teppich hat mich die dritte Ferienwohnung inspiriert, in der wir in Frankreich waren. Überhaupt bekomme ich nach Ferienwohnungen, die ich schön fand, immer einen Rappel, wenn ich nach Hause komme. Dann will ich direkt anfangen alle Ideen umzusetzen, die ich im Kopf habe. Für den Moment bin aber sehr zufrieden – und die Münzflasche ist eh leer.

Der furchtbare Flur

Das Haus, das wir 2013 gekauft haben, hat immer noch viele Baustellen und kostet uns sicher noch einige Renovierungsarbeiten, aber wir tasten uns zwischen Arbeit, Kindern, Alltag und Freizeit Stück für Stück voran. Mal geht’s schneller, mal nicht, immer abhängig davon wieviel Zeit, Energie und grade Geld übrig sind.

Der Hausflur, der wie so vieles in diesem Haus radikalvertäfelt war und alle Gäste mit dem Flair einer abgeranzten finnischen Sauna begrüßte, war mir schon lange ein Dorn im Auge. Heute hat der Liebste, obwohl er krankgeschrieben ist, ein Stück der Holzvertäfelung abgemacht. So konnten wir uns einen Eindruck davon verschaffen, wie die Wand dahinter überhaupt aussieht.

Nicht großartig, aber auch nicht so schlimm wie befürchtet.

Das Gästezimmer, endlich (so gut wie) fertig

Nachdem Hanne und ich die orangene Wand in ihrem alten Zimmer, das das neue Gästezimmer werden wird, schon weiß gestrichen hatten, habe ich mir den heutigen Samstag freigehalten um mit dem Zimmer fertig zu werden. Sollte uns überraschend jemand über Nacht besuchen wollen, wären wir dann immerhin einigermaßen gerüstet. Zusätzlich kommt dadurch im oberen Stockwerk kommt ein bisschen Ruhe und Ordnung in das Chaos, das durch einen Umbau verursacht wird: die Matratzen und Bett-Teile stellen nicht mehr den Flur und Christophs Arbeitszimmer voll.

Ich schmiere die Löcher in der hellblauen Wand zu, streiche zweimal drüber, mache sauber, baue mit Christophs Hilfe das Bett auf und feuere ihn an, als er die Lampe auswechselt.

Hannes alter Kleiderschrank bleibt stehen. Sie hatte die Türen damals rot und gelb gestrichen, was uns aber nicht so gut gefiel. Kurzerhand haben wir eine alte Tapete zugeschnitten, mit Sprühkleber angeklebt und den Rand mit schwarzem Edding abgesetzt.

Schnee-Weiß

Ellies Schneeengel auf der Terrasse

Hanne und ich streichen in ihrem alten Zimmer die orangene Wand weiß. Die hellblaue wird nach ein paar Ausbesserungsarbeiten und einem neuen Anstrich so bleiben.

Wir werden das Zimmer nächstes Wochenende für Gäste soweit fertig haben, dass das Bett drinsteht und man schlafen kann.

Christoph und Ellie sind zusammen ins Schwimmbad gefahren. Als Hanne und ich wieder runterkommen, können wir den dicken Schneeflocken zugucken, die in den Garten fallen.

Abends kochen wir gemeinsam und finden es einfach großartig, dass Wochenende ist.