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Während Christoph die gespachtelten und mittlerweile getrockneten Flächen kurz weiß überstreicht, beschäftigt sich Ellie mit Kartoffeln.

Die Grenzen zwischen Arbeits Schultagen und Wochenende verschwimmen auch bei den Kindern.

Die Kisten werden über Herd, Spüle und Spülmaschine aufgehangen. Als kleinste Hausbewohner dürfen Ellie und ich entscheiden, in welcher Höhe sie angebracht werden.

Fertig. Zufrieden!

Zeit, die Brücke aus dem Stand zu üben, die Sonne scheint.

Vielleicht muss der Rasen mal wieder gemäht werden.

Kisten2

Für die Anfang der Woche angekommenen Kisten bereiten Christoph und Ellie heute in der Küche Dinge vor.

Die Spachtelmasse muss vollständig durchtrocknen, bevor es weitergeht, aber wir können die Türen schlecht aufmachen.

Corontäne 68: Schlafzimmer

Am Nachmittag hängt der Liebste im Schlafzimmer die dunkelblauen Vorhänge auf, bessert die weiße Wand aus und überzeugt mich davon, einige Umgestaltungen vorzunehmen. Die Mädchen helfen.

In diesem Zuge sortieren die anderen drei ihre alten / nicht mehr passenden Schuhe aus, die in den Schuhschränken im Schlafzimmer aufbewahrt werden. Wir räumen einiges weg und anderes um und am Ende fühlt sich das Zimmer viel gemütlicher an. Ein schön genutzter Sonntag.

Corontäne 46: Schrank

Das Möbelwechselspiel geht weiter. Hanne verkündet, dass sie den großen Schiebetürenschrank, einen 1x2m Pax, den sie von uns geerbt hat, aus ihrem Zimmer haben möchte. Sie hat gar nicht so viele Klamotten, aber das Bedürfnis nach Platz – gut, dann kümmern wir uns heute darum.

Wie bei allen Ikea-Möbeln hoffen wir, dass der Schrank den Transport überleben wird. Wie bei allen Ikea-Möbeln bezweifeln wir es stark. Wie bei allen Ikea-Möbeln klappt es irgendwie doch.

Nun steht der alte Pax im neuen Gästezimmer und wartet auf Inhalt.

In Hannes Zimmer ist mehr Platz. Und den Ronny, den gibt’s immer noch!

Corontäne 39: Zimmertausch

Samstag! Es ist mittelwarm und etwas bedeckt, perfekte Voraussetzungen für den Vorgarten, den wir heute ausmisten möchten. Der Ahorn muss gehen, ziemlich viel anderes auch. Danach sähen die Mädchen Blumenmischungen und wässern kräftig durch. Wir werden sehen, ob es etwas wird. Letztes Jahr habe ich mit meinem Sonnenblumenplan keinen großen Erfolg erzielt, daher halte ich mich dieses Jahr beim Pflanzen raus.

Wir essen zu Mittag, dann geht’s nach oben. Das Gästezimmer wird Ellas Schlafzimmer, Das Fernsehzimmer wird Ellas zweites Zimmer, das ehemalige Ella-Zimmer wird das Gäste-/Fernsehzimmer. Logisch soweit.

Als das erste Zimmer leer ist, saugt Ellie den elefantenmittelgrauen Teppich, den Hanne sich beim Einzug ausgesucht hatte.

Wir räumen aus und schleppen und sortieren aus und werfen weg und finden neue Plätze für Dinge und packen alle mit an.

Dann finden wir Schimmel.

Unter der Fußleiste ist keiner, daher hoffen wir mal, wir haben ihn rechtzeitig gefunden und können mit Wärme, Lüften, Leben und Desinfektionsspray dagegen ankämpfen. Das Gästezimmer war praktisch den gesamten Winter kalt und leer. Nach dem Desinfektionsspray wischt Christoph alles ab, wir lüften und fühlen und werden beobachten.

Am Abend sind wir alle platt, aber Ellie ist furchtbar glücklich und freut sich auf’s Schlafengehen, und das ist die Hauptsache. Es gibt Pizza und Veronica Mars, und wir sind uns einig, dass es sich heute nach diesem Tag wirklich nach einem Wochenend-Abend anfühlt.

Corontäne 28: Fischgräte

Mir fällt die Decke auf den Kopf. Es ist Jammern auf hohem Niveau, ich weiß, aber ich fühle mich unproduktiv und lungerig und quengelig. Mir fehlt die alltägliche und unkomplizierte soziale Interaktion mit anderen Menschen von Angesicht zu Angesicht. Mein Job lebt davon, mit Menschen zu sprechen.

Gleichzeitig habe ich ein schlechtes Gewissen, weil ich mich echt nicht beschweren darf: ich kann mit den liebsten Menschen zu Hause bleiben (und mit wem sonst würde ich das überhaupt aushalten?), in einem Haus, das genügend Zimmer hat, damit jeder auch mal für sich sein kann. Mit Garten, mit Internet, mit Netflix, mit großen Kindern, die sich sogar mögen, mit wenig finanziellen Sorgen, denn irgendwie wird das schon alles klappen.

Trotzdem war ich nörgelig und tat mir selber sehr leid. Keine gute Kombination. Bevor das die gesamte Stimmung im Haus vergiftet, habe ich mir Tape und den Rest der gelben Farbe geholt und mit den Mädchen in meinem Arbeitszimmer gewerkelt. Hanne hatte heute aus Gründen kein Joggen, daher traf sich das gut. Sie half beim Bekleben, Ellie beim Streichen.

Bis zum Nachmittag waren wir fertig.

Davor steht jetzt noch meine graue Couch, und ich war eine Weile sehr glücklich damit. Dann haben Ellie und Christoph mich darauf hingewiesen, dass es aussähe, als wäre ein ziemlich gigantischer Traktor mit gelber Farbe unter dem Reifen meine Wand hochgefahren. Das kann ich jetzt natürlich nie wieder ungesehen machen, aber trotzdem mag ich es.

Corontäne 26: Hausflur

Gut ein Jahr nach dem Anfang machen wir heute mal im Hausflur weiter. Dafür kommt Hanne direkt nach dem Joggen heim, anstatt den Rest des Vormittags mit Emma zu verbringen. Wir anderen sind schon gut dabei, als sie angeradelt kommt.

Die Vertäfelung muss weg und in den Garten getragen werden, wo sie in Feuer- oder Bauholz eingeteilt wird (Eltern). Die Löcher, Zargen, Ecken und Vorsprünge müssen zu- oder zumindest vorgespachtelt werden (Mädchen).

Die hier hatte ich fast vergessen: Die alte, schmale Dienstbotentür, die wir vor Jahren von der anderen Seite zugemauert hatten, denn sie führte vom Hausflur direkt in Hannes damaliges Zimmer (jetzt Gästezimmer).

(Zeitreise: Zumauern, Hübschmachen)

Der Mann und die Elektrik:

Am Ende haben wir den zweiten Stock im Hausflur von Holz befreit, die Mädchen haben verputzt und geputzt und neues Feuerholz gibt es auch.

Corontäne 9: Gelb und Rot

Wir machen dann mal weiter. Nach der Küche ist heute eine Wohnzimmerwand dran. Sie wird gelb.

Und dann drehen Ellie und ich noch eine Runde auf den Inlinern, und Ella fällt, fängt sich mit dem linken Arm auf, uns wir enden in der menschenleeren Notaufnahme. Nach einem Fragebogen zu Corona dürfen wir auf Abstand zur Ärztin, zum Röntgen, zurück zur Ärztin.

Und dann mit einem roten Gips nach Hause.

Der letzte war auch rot, aber nicht so schön gewickelt.

Corontäne 5: Streichen

Wir haben 4 neue Küchenstühle bestellt, schon Pre-Corontäne, und diese werden heute geliefert. Während Ellie zu meinen Füßen hockt und malt und ich arbeite,

baut der Weltbeste die neuen Stühle zusammen. Wir mögen petrol (2014, 2015, 2018). Hanne sitzt auf der Küchenbank und lernt.

Schön bequem und mehr als pobreit. Die alten Stühle kommen in den Keller, und wo wir grade schon dabei sind, können wir doch eigentlich auch

  • das quadratische braune Eckregal aus dem Wohnzimmer in die Küche umziehen lassen
  • die Wand hinter dem Herd weiß streichen
  • und die Regale etwas anders wieder anbringen
  • den grüne Ikea PS in den Keller bringen, weil er sonst keinen Platz hat und
  • im Wohnzimmer den weißen Bastelschrank und das andere braune Regal die Plätze tauschen lassen

Das dauert den größten Teil des Tages. Ich sag mal, so gegen viertel vor 6 waren wir fertig. Gut, dass die Mädchen mit ihren über den Schulserver geschickten Wochenaufgaben schon fertig waren!