Kellersamstag

Das kleine Mädchen ist den ganzen Tag bei einer Freundin; ich fahre sie um halb 10 hin und hole um 7 wieder ab. Die Familie hat einen Hund und ein Planschbecken und einen großen Garten mit einem Stück Bach. Darüberhinaus ist das befreundete Mädchen netterweise ein drittes Kind, was beim Abholen zur angenehmen Aussage der Mutter führt: „ich hab die beiden den ganzen Tag fast nicht gesehen.“

Das große Mädchen schläft aus, macht Hausaufgaben und hilft im Keller, den wir uns heute vorgenommen haben.

Wir räumen und schrubben und sortieren aus und schmeißen weg und kärchern.

Meine alte Leeze, die vor einiger Zeit in den wohlverdienten Ruhestand geschickt wurde, ist ausgeschlachtet echt reif für den Sperrmüll.

Sie hat mir lange gut gedient eins, zwei, drei und so weiter).

Back to School

Der frühe Wecker am ersten Schultag ist wie immer einigermaßen schaffbar, auch wenn das frühe Aufstehen für 3/4 dieser Familie ein absoluter K[r]ampf ist. Die Erfahrung der vergangenen Jahre zeigt, dass es am zweiten und dritten Tag schlimmer werden wird.

Dass alle um halb 8 aus der Tür sind, fühlt sich ungewohnt und schön und seltsam an, aber nach all den Monaten des fast permanenten Zusammenseins war das auch nicht anders zu erwarten. Nun also ein neuer Abschnitt, mit Maske im Klassenzimmer und auf dem gesamten Schulgelände, auch in der Pause.

Ellie freut sich auf ihre Klasse und Freunde, außerdem macht ihr das frühe Aufstehen sowieso nichts aus. Für Hanne fängt ein neuer Abschnitt an: seit heute ist sie in der Oberstufe und hat daher keinen Klassenverband und kein Klassenzimmer mehr, sondern Kurse. Den neuen Stundenplan bekommt die Stufe in einem Treffen in der Turnhalle ausgehändigt, der Unterricht beginnt sofort.

Beide Mädchen haben heute schon um kurz nach 1 frei. Wir essen gemeinsam zu Mittag, bewältigen nebenbei eine Flut von Informationen und Zetteln und beide haben viel zu erzählen: neue Lehrer*innen, neue Fächer, neue Mitschüler*innen, es ist alles sehr aufregend!

Mittlerweile kommen viele Informationen per eMail. Das ist nicht nur umweltfreundlicher, als jedem Menschen drölf Zettel für die Postmappe auszudrucken, man kann man auch immer noch mal nachlesen, was man sich behalten sollte. Ich trage die ersten Elternabende in den Familienkalender ein.

Zusätzlich stellt sich heraus, dass wir heute nochmal los müssen: die Materialliste der Schulsachen abzuarbeiten war dieses Mal in den Ferien nicht möglich, weil es seitens der Schule keine gab – bis heute.

Wir bekommen nicht alles, was die Mädchen brauchen, aber das allermeiste. Für den Rest dieser Woche sind sie jedenfalls abgedeckt. Im Anschluss radeln Hanne und ich kurz noch in die Stadt und holen uns was Schnelles für’s Abendessen.

Apropos Betreuung: Morgen hat das kleine Mädchen um 11:15 hitzefrei. Sie bringt kurzerhand eine Freundin mit heim, denn wer bitte möchte das betreuungstechnisch jetzt schon wieder seinen Vorgesetzten erklären? Am zweiten Schultag?

Letzter Ferientag

Ellie räumt ihren Schulspind im Flur aus und ein, sortiert, schmeißt weg, packt die Tasche für morgen früh.

Der letzte Ferientag versorgt uns aber auch noch einmal mit Besuch: Mein Bruder und meine Schwägerin, die immer noch in Deutschland festsitzen, lassen sich morgen früh in Osnabrück auf Corona testen und können mit einem negativen Ergebnis nach Wochen wieder nach Hause fliegen. Schön, sie bei uns zu haben!

Alle paar Minuten pingelt mein Handy: Die Schule versendet Informationsemails im 5-Minuten-Takt, gut 12 Stunden vor Schulbeginn. Die meisten Anweisungen sind bis morgen früh umzusetzen: bringt dieses oder jenes dringend mit, nutzt nur diesen Eingang, …. Danke.

Hanne kommt spät zurück, sie ist mit Freundinnen und SUP am Silbersee in Haltern und hat den Tag in vollen Zügen ausgekostet. Sie ist fertig, müde, hungrig, sonnensatt und hat keine Lust morgen so früh aufzustehen.

Ellie liegt schließlich um 9 im Bett, Hanne um 10. Wir anderen sitzen noch eine Weile auf der Terrasse, essen, reden und trinken Bier und fliehen dann vor den Mücken.

Geburtstagsgrillen

Die Mädchen haben einen Kuchen gebacken.

Es gibt tatsächlich einen Jungspund in unserem Freundeskreis, der heute erst 40 wird!

Alles Liebe zum Geburtstag.

Im Kanal

In Köln wird man mit 4711 gedäuf, Menschen aus Münster schwimmen im Kanal – das ist seitens des Bundes zwar grundsätzlich nicht erlaubt, aber geduldet.

Hanne schwimmt und paddelt schon den gesamten Sommer über im Kanal herum, meistens am ruhigeren Samlandufer. Heute sind wir aber mit vielen lieben Menschen verabredet, denen auch so heiß ist, und fahren kurz nach Mittag in Richtung Nieberding. Es ist voll auf den Wiesenstreifen rechts und links des Kanals, ich finde zu voll, aber im Wasser ist es herrlich und die meisten sind eh stundenlang drin.

Ellie und ich sind in diesem Jahr gemeinsam das erste Mal im Kanal und fühlen uns nun auf echte Münster’sche Art getauft.

Es war herrlich! Um 6 sind wir zu Hause, gehen hübsch nacheinander duschen und genießen einen entspannten Samstagabend.

Wechsel

Die Sommerferien nähern sich ihrem Ende: Heute kommt das kleine Mädchen aus dem Großelternurlaub zurück. Der Austausch findet wie immer in der Mitte statt.

Wegen der vielen Baustellen auf beiden Seiten brauchen beide Parteien, die Großeltern und ich, statt einer Stunde jeweils gut anderthalb pro Strecke. Selten hab ich mich so über die Klimaanlage im Auto gefreut wie heute.

Vielen Dank für die schönen Tage!

Endlich wieder in Münster sind wir im Garten, denn im Haus ist es ähnlich warm wie draußen. Eine Freundin für Hanne kommt vorbei, die Mädchen und Christoph spielen Kubb, alle schwitzen.

Was wir so tun

Die beiden „kleinen“ Cousinen, immerhin auch schon 11 und 12, sind heute mit Opa im Wald unterwegs.

Christoph muss arbeiten, hat aber ein Radproblem. Daher bringe ich seine Leeze zum Fahrradladen unseres Vertrauens, er kann sie morgen auf dem Weg zur Arbeit dort abholen.

Außerdem klingelt der DHL-Mann, unser neues Doppelluftbett ist da. Das alte, häufig genutzt und oft ausgeliehen, hat nun endgültig alle darauf liegenden Menschen im Laufe der Nacht sanft auf den Boden gleiten lassen.

Hanne funktioniert mir mir das Wohnzimmer zu einer Liegewiese um. Heute Abend kann sie es mit einer Freundin testen, die zum Übernachten kommt, während Christoph und ich zum Geburtstag des Patenonkels gehen. [Christoph geht, ich radele natürlich.] In diesem Jahr ist es eine kleine, feine, nette Runde.

Wir bleiben bis nach 1h, die beiden Teenager sind aber natürlich noch wach und gucken Serien.

Heim

Hanne, Christoph und ich fahren am Mittag heim. Ellie verbringt noch einige Tage bei den Großeltern, bevor in knapp 2 Wochen die Schule wieder anfängt.

11 Jahre

Heute feiern wir Ellies Geburtstag!

Opa ist früh unterwegs, um Brötchen für das Frühstück zu kaufen. Die beiden Schwestern nehmen sich gegenseitig die Papilloten aus den Haaren und hüpfen auf uns ab, um zu sehen wie die Locken mitspringen. Ellie wartet hibbelig, bis wir die Kerzen anzünden und für sie singen, wir sie umarmen können und sie den Geburtstagstisch sieht. Wir frühstücken gemütlich, aber ihre Blicke schweifen immer wieder zu den Geschenken ab, und schließlich packt sie aus.

Sie bekommt einen neuen Bademantel, Jonglierteller, Anziehsachen, Bücher, Slime (funktioniert auch mit 11 noch prima) und vieles mehr!

Während sie alles aus- und anprobiert, muss Christoph arbeiten und wir anderen bereiten den Rest des Tages vor.

Wir stellen den Dutch Oven auf die Kohle und zum Mittagessen sind Onkel, Tante und Oma dabei. Es ist heiß, wir sitzen auf der Terrasse und reden, spielen Spiele und essen zu viel. Die beiden „Kleinen“, die jetzt auch schon 11 und 12 sind, zetteln eine Wasserballonschlacht an.

Am Abend machen sich Onkel, Tante und Oma auf den Weg zurück nach Köln und die Mädchen drehen auf der Straße noch eine Runde mit Wunderkerzen.

Alles Liebe zum Geburtstag, kleine Große. Du bist einfach wundervoll!