Zauberhafte Weihnachten!

Wir schmücken vormittags den Baum, das machen wir immer gemeinsam am 24. Dezember. Dieses Jahr wollten wir ihn bunt machen, dann aber fiel uns auf, dass wir wenig bunten Baumschmuck haben. So ist der Baum jetzt mittelbunt, aber natürlich trotzdem der schönste, den wir je hatten!

In diesem Jahr, das erste ohne Christkind und Weihnachtsmann, legen wir alle unsere Geschenke darunter, bevor wir uns anziehen und, wie letztes Jahr auch, ins Naturkundemuseum fahren.

Beziehungskisten

Weil es schon den ganzen Tag fieselt, ist in diesem Jahr mehr los, aber nicht zu schlimm. Wir schlendern durch die Gehirn-Ausstellung und vorbei an den Dinosauriern in Richtung „Beziehungskisten“.

Um 3 verlassen wir das Museum, fahren heim und kochen gemeinsam. Da Hanne seit einigen Monaten Vegetariern ist, gibt es ausnahmsweise keinen Braten, sondern Fisch. Dazu natürlich Brokkoli, Christophs Pilzpfanne und zwei kleine Nudelaufläufe: Hackfleisch auf Wunsch von Ellie und Tomate-Mais für alle anderen.

Wir essen in Ruhe, dann werden die Mädchen hibbeliger und wir gehen ins Wohnzimmer. Es gibt eine wunderschöne Bescherung. Wie immer packen wir ein Geschenk nach dem anderen aus und nehmen uns Zeit, alles zu bewundern. Wir Eltern freuen uns vor allem darüber, welche Gedanken sich die Mädchen füreinander gemacht haben.

Danach spielen wir das Monopoly Banking, das Ellie sich gewünscht hatte, und beschließen Heiligabend sehr gemütlich.

Euch allen wünschen wir frohe Weihnachten!

Weihnachtsferienbeginn

Endlich Ferien! Ausschlafen! Einfach vergessen, welcher Wochentag eigentlich ist! Filme und Serien bingen, in unmöglichen Posen auf der Couch liegen und lesen!

Heute müssen wir uns aber doch noch mal präsentabel anziehen, und keiner jammert übermäßig: wir kaufen in der kleinen Gärtnerei um die Ecke einen Tannenbaum. Nach der Diskussion (im Topf / ohne Topf / mit Wurzelballen / ohne Wurzelballen / wohin damit ab Januar / groß / klein / mittel / buschig / mitleiderregend) entscheiden wir uns basisdemokratisch für den, den Hanne hier befühlt.

Hanne und Christoph tragen ihn heim. Während wir Mädchen den Baum im Wohnzimmer aufstellen, nutzt der Liebste das gute (= warme) Wetter, recht das alte Laub im Vorgarten zusammen und fährt es direkt zum Recyclinghof.

Wir räumen auf, denn heute Abend kommen Gäste: Im Mädchenfreundeskreis wichteln und essen wir schon mehrere Jahre gemeinsam vor Weihnachten. Jeder bringt etwas zu essen mit, kleine Absprachen inklusive. Ich versuche mich das erste Mal an einer Lachs-Lauch-Quiche und finde sie ordentlich gelungen. Es ist rumsegal, ob man etwas kauft oder selber macht, je nach Lust, Tagesform und Kapazität. Wir sind alle berufstätig und haben im Dezember sicher noch mehr zu tun als sonst. Alle werden satt und eigentlich geht’s nicht ums Essen, sondern um das Zusammensein. Klingt entspannt? Ist es auch.

leckeres Mitbringsel für die Mädchen uns! Danke, Corinna.

Christoph und Ellie holen sich Quiche ab und ziehen sich ins Wohnzimmer zurück. Sie gucken alte Weihnachtsfilme.

Hanne startet heute ihre eigene Mädchenweihnachtstradtion: sie backt, wichtelt und isst mit ihren Freundinnen.

Weihnachtsvorbereitungen

Heute haben die Mädchen am Nachmittag Zeit, und Ideen sowieso: sie basteln Geschenke.

2009 hatte Hanne Christoph zum Geburtstag eine Tasse bemalt, die er sehr wertschätzt, oft nutzt, und die mir leider dieses Jahr runtergefallen ist. Glücklicherweise ist nur der Henkel abgebrochen, so dass Hanne die alte Tasse zu einem Kaktus-Topf umfunktionieren kann. Zum Ausgleich bemalt sie ihm eine neue Tasse, über die er sich dann an Weihnachten freuen kann.

Ella macht Origami. Basteln mit Papier mag sie schon seit jeher. Ich backe Kekse und kann so einige Rest-Schokolade aufbrauchen, die keine andere Verwendung finden wird.

Ich war nicht schnell genug mit dem Foto: 2 Kekse wurden schon probegegessen und für gut befunden.

Saturday Night Life

Christoph bringt Ellie zu ihrer Geburtstagsverabredung in ein Tanzstudio. Als ich sie am Nachmittag wieder abhole, führen die Mädchen auf, was sie gelernt haben.

Am Nachmittag bekomme ich mein Weihnachtsgeschenk!

Mein neuer, großer Schreibtisch ist wundervoll, tausend Dank! Ich liebe ihn sehr!

Kate und Alasdair kommen vorbei, es regnet immer noch, wir radeln in die Kreuzstraße, werden nass, versuchen Kneipenhopping und bleiben schließlich sehr, sehr lange in einer Kneipe um die Ecke. So nett!

Freitag, der dreizehnte

Heute hab ich frei, und das trifft sich gut. Mittags radele ich in die Stadt, besorge ein Geburtstagsgeschenk aus der Kiste beim Mukk für Ellie, die morgen eingeladen ist. Kurze Zeit später stehe ich am Hauptbahnhof und warte auf lieben Wochenend-Besuch aus England.

Wir holen für die beiden 2 Räder an der Radstation direkt vor dem Hauptbahnhof ab. Weil Weihnachtsmarkt und die Stadt von Touristen überlaufen ist, hat Alasdair die Räder vorher schon im Internet reserviert. Leider regnet es den ganzen Tag immer wieder.

Nach einer Runde durch die Stadt und den ersten beiden Glühweinen auf dem Markt im Rathausinnenhof richten sich die beiden in ihrer Wochenend-Wohnung ein. Ich fahre direkt weiter zur Kirche, weil heute beide Mädchen beim Adventskonzert ihrer Schule auftreten. (Vor 3 Jahren war das auch schon so schön.) Russ und Melanie sind auch gekommen, die Kirche ist vollgepackt und überall sieht man freudige Gesichter und nette Bekannte. Ellie beginnt als eine der Fünftklässler, Hanne ist gegen Ende des Konzerts dran. Seit dem Sommer ist sie in der Acapella-AG, die ihr viel Spaß macht.

Es ist ein schönes, unterhaltsames Konzert. Danach radeln Christoph und Ellie freitagsmüde heim, Hanne übernachtet bei Emma und ich treffe mich mit Alasdair und Kate zu Bier und Abendessen in, wenn ich denn eine habe, meiner Stammkneipe.

Mehr Schneeflocken

Es reicht uns immer noch nicht. Dieses Jahr backen wir kaum Plätzchen, und wenn überhaupt schnell, nebenbei, und meistens am späten Nachmittag, wenn es dunkel geworden ist, langsam alle nach Hause kommen und ein bisschen Zeit vor dem Abendessen bleibt. Stattdessen dekorieren wir die Terrassentür mit großen und kleinen Schneeflocken. Hanne ist furchtbar untalentiert und daher für die Anordnung und Befestigung der Sterne abgestellt.

Zwischen Arbeit, Tests, Verabredungen, Weihnachstsfeiern ist heute ist der einzige Tag in dieser Woche, in der wir alle Zeit haben, uns abends mit Russ zum Schneeflockenbasteln zusammenzusetzen.

Rudelsingen auf dem Prinzipalmarkt

Hanne und ich radeln zu 16h in die Stadt, wo wir uns mit den amerikanischen Freunden zum Weihnachtslieder-Rudelsingen verabredet haben. Seit einigen Jahren findet diese Veranstaltung an einem Adventssonntag statt, und in diesem Jahr sind wir das erste Mal dabei.

Als es dunkler wird, geht es los. Auf Leinwänden werden die Liedtexte gezeigt und gut eine Stunde lang singen wir alte, neue, furchtbare und schöne Lieder zusammen. Kling, Glöckchen, Klingelingeling und In der Weihnachtsbäckerei, Mary’s Boy Child, Dicke rote Kerzen, Eine Muh, eine Mäh, eine Täterätätä… eine ungewöhnliche, unterhaltsame Mischung.

Rund 5000 Menschen sind vor dieser Kulisse zusammengekommen.

Projekt und Grünkohl

Der Liebste holt erst Ellie aus der Schule ab. Sie hatte eine kurze, aber schöne Nacht, legt sich auf die Couch in meinem Arbeitszimmer und schläft direkt ein. Während ich am Rechner sitze, verschwindet mein Mann im Keller. Mein Weihnachtsgeschenk ist in der Mache: ein richtig großer Schreibtisch, natürlich DIY. Ellas ehemaliger Schreibtisch ist der Unterbau, die Reste von Hannes Boden die Tischplatte.

Ich freu mich sehr darauf, das wird glorreich!

Am Nachmittag, als das große Kind wach und unten und da kleine Kind wach und nicht mehr matschig ist, machen wir uns mit unserem Freund Russ auf den Weg zu den liebsten Fastnachbarn, die aus Gründen zum Grünkohlessen eingeladen hatten. Vielen Dank dafür!

Abend in der Schule

Wie vor 4 Jahren bei Hanne darf auch Ellie heute, betreut von SV, im Lehrerzimmer übernachten. Ich fahre sie, ihren Schlafsack, die Isomatte, ein Kissen, Fofo, Buch, Rucksack und die große Schwester in die Schule. Hanne hat allerdings andere Pläne.

Nachdem sie ihre kleine Schwester im Lehrerzimmer abgegeben hat, guckt sie sich das aktuelle Stück der Theater-AG an, das heute in der Aula aufgeführt wird. Um 22h kommt sie heim, vom kleinen Mädchen hören wir die ganze Nacht nichts.

Fensterflocken 2

Wir nisten uns ein und sind uns selbst genug.

Hanne bringt Eis mit rein, dem wir beim Schmelzen zugucken.