Anstrengend

war es heute für uns alle. Es ist schwül und drückend und die Kinder sprangen heute im Kindergarten leicht bekleidet durch den Gartenschlauchregen. Christoph und ich haben in der Zeit bei Ikea eine Küche und ein Sofa gekauft. In 3 Tagen werden sie netterweise bis in die Wohnung geliefert. Am Nachmittag haben Christoph und Hanne die Küche grün gestrichen und ich gearbeitet. Ich freu mich schon genau wie Hanne darauf, wenn Oma und Opa zum Helfen kommen – und vor allem, um Hanne zu bespaßen. Ich hab das Gefühl, ich werde ihr zur Zeit einfach nicht gerecht und sie muss immer zurückstecken. Mehr Zeit für uns alle wäre schön, auch bevor Ella kommt. Und die werde ich, wenn meine Eltern uns ein bisschen unter die Arme greifen, dann für die Pölle haben. Ich freu mich schon drauf!

grüne Küche

Umzugsvorbereitungen

Hanne hasst Autofahren. In letzter Zeit waren wir ja oft unterwegs, z. B. zwei Wochenenden hintereinander in S. und zwei Stunden (bestenfalls) sind schon lang, wenn man nicht schläft, keine Lust auf Bücher oder Malen hat und einen die Sonne blendet. Außerdem ist es ihr im Auto immer zu warm (ich sitze da mit 3 Schichten, Hanne im Unterhemd und trotzdem findet sie es kaum zum Aushalten). Und wie oft kann man Tiereraten spielen, bis die Eltern auch keine Lust mehr haben? So gerne sie auch zu beiden Großelternpaaren fährt und sich immer schon etliche Tage vorher ausrechnet, wie oft sie noch schlafen muss – jetzt reicht es ihr erstmal. Keine Lust mehr auf Autofahren (und in S., hat sie nun festgestellt, muss man ja auch ü-ber-all mit dem Auto hin-fah-ren! Egal, wo man hin will, Mama, man kann das nicht einfach mit der Leeze machen).

Auch in Münster, wo die Wege ja bekanntlich sehr kurz sind, ist Autofahren momentan ein absolutes Tabuthema. Für die Fahrt in den Baumarkt aber haben wir sie heute sehr gut motivieren können, weil sie die Aquaristik-Abteilung liebt. Da kann man sie dann natürlich fast nicht mehr wegbewegen, aber die Aussicht, sich Farbe für ihr neues Zimmer aussuchen zu dürfen, hat den Ausschlag gegeben: Weinrot / Rosa für Streifen, an einer Wand. Für Ellas Zimmer haben wir uns gemeinsam für Dezentlila entschieden, die Küche wird lindgrün. Und meinen Traumtisch haben wir gestern gekauft: Eine Familientafel mit 1×2 Meter Ausmaßen! Strom und Wasser haben wir schon, Montag früh kommt der Boden für die Küche, Dienstag nachmittag der Tisch und das Internet. Und ab Mittwoch haben sich meine Eltern großzügigerweise zur Verfügung gestellt. Es geht voran!

Fische

Erster Umzugstag

Eigentlich will Hanne schon in der neuen Wohnung schlafen. Dass es da keinen Strom, kein Telefon, kein Internet, kein Bett, keine Küche gibt, stört sie nicht. Daher haben wir heute den ersten Umzugstag eingeläutet und sind mit dem Bollerwagen und ausgewählten Utensilien rübergefahren.

Bollerwagen

Hannes Zimmer

Hannes Zimmer

Elternschlafzimmerbalkon

Wachteleier, Werken und Wohnung

Ganz hübsch: Wachteleier

Ganz vertieft: Hanne und Lego

Ganz toll: heute den Mietvertrag für die neue Wohnung unterschrieben und sie Hanne gezeigt. Große Augen und großes Staunen. Gut gefällt ihr die direkte Verbindungstür zum Wohnzimmer und der eigene Balkon. Sie will all ihre Wände mit Längsstreifen streichen. Eine rosa/rot. Eine blau/grün. Eine orange/braun. Oh je.

Catching up

Ich hab so lange nichts geschrieben! Ich falle abends wie tot auf die Couch und kann nachts doch nicht schlafen. Keine Position ist bequem, kein Kissen gemütlich, keine Nacht länger als ein paar kurze Stunden. So bereitet man sich auf die Zeit vor, wenn das Baby da ist.  Was in den letzten Tagen passiert ist:

Christoph hat die Vaterschaft von Ella anerkannt und ich habe ihm 50% des Sorgerechts abgegeben. Beides muss beim Amt für Kinder, Jugendliche und Familien notariell beglaubigt hinterlegt werden. Bei Hanne haben wir es auch vor ihrer Geburt gemacht, weil es dann unbürokratischer abläuft. Auch der Nachname des Vaters kann dann gleich zur Geburt übernommen werden, was bei Ella ja auch passieren wird.

Vor 2 Wochen hat sich herausgestellt, dass unser Auto nicht mehr durch den TÜV kommt. Letztes Wochenende waren wir in S. und haben uns glatt ein neues Auto gekauft, dass wir dieses Wochenende hier abholen. Das ist das letzte Mal, dass ich vor der Geburt irgendwo hin fahre – ist mir einfach zu unsicher. Mädchen Nummer 2 soll ja auch eine Münsteranerin werden! Also geht’s Sonntag wieder ab nach Münster und da bleiben wir dann auch erstmal.

Heute morgen war ich wieder mal bei einer Vorsorgeuntersuchung – ich verbringe meine wenige Freizeit zur Zeit mit Vorliebe in Wartezimmern. Das CTG ist super, und da ich letzte Woche schon nach einem Panikaufruf meiner Diabetologin (die ich boykottieren werde) zur Fruchtwasseruntersuchung da war, wurde heute nur eine kurze Untersuchung des Muttermunds gemacht. Senkwehen habe ich schon etliche hinter mir, Ellas Kopf liegt fest unten und übt bereits Druck aus. So fühlt es sich auch an, und das in der 34. Woche. Hanne sagt liebevoll „Pinguin“ zu mir und hilft mir beim Schuhezubinden. Beides hat sie von ihrem Vater.

Im Kindergarten: Sebastian hat Hanne heute küssen wollen. Das hat sie fürchterlich aufgeregt und sie musste sich auf der Nachhausefahrt auf der Leeze hinter mir, im Hausflur und oben in der Wohnung noch lange schwer darüber aufregen. Sie kann ja gerne mit ihm spielen, aber küssen lassen muss sie sich noch lange nicht. Sie will überhaupt nur von Mama und Papa geküsst werden. Vielleicht auch von Oma und Opa, aber ganz sicher nicht von Sebastian. Der arme Junge, dabei verstehen die sich einfach toll und verbringen fast die gesamte KiGa-Zeit miteinander. Bis Montag wird sie sich bestimmt wieder beruhigt haben.

Schäfchen

Motiv: Hanne hat Schäfchen photographiert, wie sie „auf der Hüfte liegt“.

Zu müde für einen Titel

Gestern Nacht konnte ich gar nicht gut schlafen und heute merkt man mir das ganz sicher arg an. Aber uns geht’s gut, ich höre Hanne LilaPink grade noch eine Gute-Nacht-Geschichte vorlesen und werde sicherlich gleich gerufen, um das Rollo herunterzuziehen und sie noch einmal fest einzumuckeln, Küsse abzuholen und über den Tag zu reden: Was war schön, was war nicht so schön, was war wichtig.

Heute Vormittag war ich wieder in der Uniklinik zu meiner Blutzuckerwertbesprechung. Eigentlich hatte ich ja vor, meiner Ärztin die Topwerte zu zeigen und zu sagen: Nein, ich spritze nicht, das einzige, auf das ich achten muss ist nach 22h noch einmal 3-4 BE zu mir zu nehmen. Allerdings hat sie sich so sehr darüber gefreut, dass ihre Tipps und die Einstellung des Langzeitinsulins bei mir zu einem durchschlagenden Erfolg führten – dieses Erfolgsgefühl konnte ich ihr einfach nicht nehmen. Also habe ich nur gesagt, dass ich bei der Dosis von Anfang an keine Veränderungen durchgeführt habe und einen neuen Termin in 2 Wochen vereinbart.

Mit Hanne waren wir dann noch in 2 Möbelhäusern. Da wir schon keine neue Wohnung bekommen („Der vom Vermieter gewünschte Personenkreis ist ein Paar mittleren Alters ohne Kinder“), schaffen wir uns nun immerhin nach und nach neue Möbel an, die wir ohnehin bei einem Umzug austauschen wollen. Christophs absolutes Traumsofa (brauner samtweicher Breitcord, Kuschelqualität) bei yellow haben wir auch besucht, werden uns aber letztendlich der Kinderkompatibilität wegen aller Wahrscheinlichkeit nach für Ektorp von Ikea entscheiden. Mal sehen. Hanne ruft – gute Nacht

Ballbad

Münster, 28°C

Im Kindergarten gab es heute Rausgehverbot, weil es so heiß war und der Innenhof in der Sonne glühte. Daher hatte Hanne Zeit, sich künstlerisch zu betätigen.

Haus

Immer wieder entsetzt bin ich, wenn ich darauf gestoßen werde, wie vielen Kindern in Deutschland nicht vorgelesen wird. Und von den Eltern, die tatsächlich vorlesen, sind nur 8% Männer. Ist das nicht traubig? Das ist bei uns definitiv nicht der Fall – ich lese zwar tagsüber wesentlich bereiter vor als Christoph, der dann vielleicht eher Lego oder Murmelbahn baut. Aber jeden zweiten Abend bringt er Hanne ins Bett und 2  PixiBücher ihrer Wahl sind dann obligatorisch. Außer Märchen, da weigert er sich genauso wie ich bei Prinzessin Lillifee-Geschichten, die sind mir einfach zu dumm. Im Laufe der Zeit wird das Abendvorlesen sich auch zu längeren Geschichten oder Büchern wandeln, aber 2 sind momentan einfach ein gutes Mittelmaß.

Wir haben Hanne von Anfang an vorgelesen und werden das bei Ella genauso machen. Hanne kennt all ihre Pixi-Bücher und will die, die sie noch nicht hat, am liebsten alle alle kaufen. Wenn sie Geld geschenkt bekommt, rechnet sie das in Pixibücher um wie Raucher Zigarettenschachteln. Die PixiBücher sind die einzigen ihrer Sachen, die sie vor Ellas festem Babygriff retten will und sie hat sich schon überlegt, wo sie die am besten deponiert.

Wenn wir dann tatsächlich mal irgendwann umziehen (also: wenn uns jemand als Mieter haben will – eine Familie mit 2 Kindern, die tatsächlich nicht in einen Vorstadtbezirk ziehen will, sondern in Münster selber bleiben mag), bekommen ihre PixiBücher einen oberen Platz auf dem Regal.

Eurocityfest

Zum 10ten Mal jährt sich das Umsonst-und-draußen Eurocityfest. Die Bands sind zwar unglaublich laut und nach einer Weile mag man auch nicht mehr angerempelt werden, aber es gibt Kinderschminken und Bierstände, Verkaufsstände und alles in allem einfach viel zu sehen. Wir haben uns mit Nele und Faru getroffen und beide Kinder haben sich als Katze schminken lassen (phänomenal: Wartezeit ca. 1 Std wegen des schönes Wetters und Hanne und Nele waren unglaublich geduldig) und am Abend sehr fußmüde.

Bands gucken

Zusammen