Baugerüstbude

Ella hatte Besuch von einem Mädchen aus ihrer Klasse, das sie toll findet (also, beiderseits). Hanne und deren große Schwester waren die gesamte Grundschulzeit in einer Klasse, aber die beiden Großen hatten keinen gemeinsamen Nenner – alles prima, aber keine Freunde. Kann also gut sein, dass diese 2 Budenbauer sich schon seit 4 Jahren von allerhand Festen und Bastelnachmittagen kennen, es aber nicht wissen. Mir fiel das auch erst auf, als die große Schwester ihre kleine Schwester in der Schule abholte. Münster, ein Dorf.

Praktischerweise kann man bei so einer stabilen Hütte auch bei heftigen Regengüssen draußen bleiben.

Und: die Tomatenpflanzen haben in der Zwischenzeit Blüten bekommen.

Denen hat der Regen sicher auch gut getan, ich hab mich lieber nach drinnen verzogen.

 

Universalgrundierung

Christoph streicht um den Küchenanbau herum, denn kommende Woche wird endlich gedämmt. Das ist der erste Schritt für die immer noch ausstehende Terrasse, die auf Küchenhöhe in den Garten ragen wird (eigentlich schon seit mindestens einem Sommer, aber wie das so ist …).

Ella ist mit ihrem Vater auf dem Garagendach und dokumentiert Vorgang und Umgebung.

 

Ende gut, alles gut

Hanne hat stolz verkündet, dass sie am Freitag 25 Bahnen in 19 Minuten und 38 Sekunden geschwommen ist. Ist uns völlig egal, ob das besonders schnell ist oder nicht, Christoph und ich sind gebührend stolz und freuen uns mit ihr, weil sie unter die 20 Minuten wollte.

Freitagabend haben die Mädchen statt des üblichen Familienfreitagsfilms ihre über die Woche aufgenommenen Nachmittagsfolgen von „Miraculous – Geschichten von Ladybug und Cat Noir“ aufgeschau. Beide sind völlig fasziniert davon und regen sich darüber auf, dass die zwei Helden nicht rausfinden, wer sie unter der Maske wirklich sind und dass sie in eine Klasse gehen.

Samstag Nachmittag fuhr Christoph für sein Abinachtreffen zu seinen Eltern. Auf dem Weg lud er Hanne für ihre Disney-Übernachtungsparty bei einer Freundin ab, Ella freute sich auf einen Abend bei Oma und Opa und fuhr mit. Da stand ich dann, Samstag Nachmittag 15h, ganz alleine, ungefähr 24 Stunden lang. (Von diesen habe ich dann ungefähr 10 geschlafen und 8 gearbeitet, gut genutzt.)

Hanne kam Sonntag Mittag erfüllt und beglückt wieder, stellte ihre Übernachtungstasche ab,

packte Schwimmsachen, Geld und Handy und radelte das erste Mal alleine mit einer Freundin zum Münsteraner Freibad. Den genauen Weg hatte sie sich vorher kurz bei bei Google Maps angeschaut. (Ich tue immer ganz cool, wenn sie fragt, ob sie dies oder das darf, und dann bin ich hibbelig, bis sie wieder da ist.)

Das große Mädchen war gut aus der Tür, schon kamen die liebsten Freunde zum Grillen und brachten sogar noch alles mit, was man dafür so brauchte.

Das Wetter spielte mit,

und Christoph und Ella kamen gut wieder zu Hause an. Sie hatten eine herrliche Zeit bei seinen Eltern und Ella hat viele Fotos gemacht, vor allem von den neuen Lämmchen ihrer Cousine. Sie berichtete, eines heißt Momo und das andere Karotte.

Farus Süßkartoffelschnittverletzung wurde im EVK mit 2 Stichen genäht und wird keine bleibenden Schäden hinterlassen.

 

Eine volle Woche

Schon wieder Wochenende – und was ist diese Woche überhaupt passiert? Ich kann’s gar nicht so genau sagen. Die Tage verschmolzen geradezu nahtlos ineinander: Schule, Arbeit, Termine, Schreibtischzeit, Verabredungen von großen und kleinen Menschen, gute Nachrichten, anstrengende Momente. Das übliche, schöne, stressige Familienleben.

Am Dienstag kam für mich wieder so ein Tag, an dem ich den ganzen Vormittag unter Strom stand. Von dem Zeitpunkt an, an dem die Kinder aus dem Haus waren, hatte ich zu tun. Nicht extrem stressig, aber es war so viel zu tun, es lag so viel an, dass mir die Stunden, die ich ohne Kinder habe, eigentlich nicht reichten. An solchen Tagen rase ich um 15h zur Schule, hole das kleine Kind ab (das große kommt ja freundlicherweise nach der Schule alleine heimgeradelt) und mein Kopf schwirrt von all den Dingen, die ich schon gemacht habe und vor allem von denen, die ich noch erledigen muss. Bestenfalls noch am gleichen Tag, EOB, oder, sollte das nicht klappen, dann wenigstens am Abend, damit der morgige Tag nicht wieder so ein stressiger wird. Ganz schlimm ist es, wenn jemand auf eine Antwort oder Informationen von mir wartet – das kann ich schlecht aushalten. Das große Mädchen rief an, es wollte sich verabreden und käme später dann zum Abendessen heim. Ella und ich sonnten uns im Garten, meine halbe Gehirnhälfte immer noch auf die Arbeit fokussiert (schnell noch das checken, dem noch was schicken…. Ellie, ich komme gleich wieder…) und dann wollte Ella rollerbladen. Das war die beste Idee für unseren Nachmittag: ich kam raus aus dem Haus (= weg vom Arbeitszimmer), wir hatten Spaß und haben für die Runde ums Haus sagenhafte 50 Minuten gebraucht, weil es so viel zu sehen gab in den Gärten, auf dem Weg, auf der Straße – und ich war demütigst entschleunigt und im Kindertempo angekommen. Schade, dass ich den Schalter im Hirn nicht so schnell umlegen kann wie die Kinder es verdient haben. Das muss ich üben, immer und immer wieder (Christoph ist schon Meister, der Beste!).

Beide Mädchen hatten diese Woche auch noch Sportveranstaltungen, die sie am nächsten Tag über Muskelkater in den Beinen klagen ließ (Hanne sagt, ihre Muskeln erfahren grade ein Update). Ella hat für den Sponsorenlauf, mit dem der Zirkusbesuch in diesem Turnus der Grundschule mitfinanziert wird, sagenhafte 10 Runden geschafft: 4 Kilometer! Das finde ich schon enorm.

Außerdem hat sie meine alte Kamera entdeckt und macht begeistert Nachregen-Fotos.

Das hier ist hübsch, aber wir wissen nicht, was es ist. Irgendwas Klee-haftes?

Wochenende!

 

 

2. Münsteraner Bierfest

Christoph radelte abends zum Schloss, denn heute wurde auf dem Platz davor das zum zweiten Mal das „Münsteraner Bierfest“ eröffnet. Letztes Jahr waren wir mit den Kindern da, tagsüber und am Wochenende, und es war schön (wenn auch teuer), aber der Hauptgrund dafür, dass wir Mädchen dieses Mal nicht hingehen werden ist ein ganz einfacher: es ist viel zu öde für Kinder.

Ein großer, leerer Platz mit Split und einer Ansammlung von Biertischgarnituren übt herzlich wenig Reiz auf Menschen zwischen 3 und 16 aus. Und dann quatschen die Großen auch immer nur, das macht natürlich keinen Spaß.

Wir haben unsere Zipfelmütze kräftig gewässert: die sieht nicht aus, als hätte sie das Umpflanzen gut verkraftet. Aus dem ehemalig frischen grün ist ein trauriges beige-braun geworden. Zu viel Sonne, zu wenig Wasser, oder eine Kombination aus beidem?

 

 

verräterische Wasserspuren

… und wenn man ihnen folgt ….

… findet man 2 menschenleere Bottiche halbgefüllt mit warmen Wasser …

… und die Badenixen Ella und Elsa, die sich zum Aufwärmen mit Kakao ins Gartenhaus zurückgezogen haben.

 

 

Momentaufnahmen im Garten

Mit den Mädchen auf Gartentour:

Wir warten auf die hübschen lila Schnittlauchblüten

freuen uns darüber, dass es dem Rhododendron gut zu gehen scheint,

zählen grüne Erdbeeren,

bewundern das Sichtschutz-Woll-Gebilde von Hanne,

und den Fortschritt von Kartoffel

und Blumensamen aus aller Welt. Wir wissen nicht, was das mal wird, aber es keimt.

Die pummeligen, zersausten Rotkehlchenbabies sind aus dem Nest ausgezogen. Sie können noch nicht gut genug fliegen um ihren Eltern durch das Fenster zu folgen und hüpfen, wanken und flattern daher in der Garage herum.

 

Schulfest

Für einen Samstag waren wir heute ziemlich früh angezogen und unterwegs. Ellas Grundschule feierte ein Sommerfest und sie musste als Mitglied des Schulchors schon vor 12 vor Ort sein. Ihr zweiter Auftritt, der mit der Tanz-AG, folgte um halb 1.

Keine leichte Aufgabe, uns schon um 11h30 einigermaßen präsentabel auf die Räder zu schwingen, da das große Mädchen auch mitmusste. Einmal da, hat Ella sich kurz im Kreis der Familie orientiert, bevor sie auf eigene Faust loszog.

Hanne hat schnell Ehemalige getroffen, die mittlerweile wie sie auf andere Schulen gewechselt sind und auch Grundschul-Geschwisterkinder haben.

Beides, das Singen und das Tanzen, hat Ella so viel Freude gemacht! Naturgemäß standen Chrisotph und ich mit breitem Grinsen im Publikum und fanden sie großartigst, wunderbarst. Ella hat mit den Augen immer wieder ihre Schwester gesucht. Es bedeutete ihr so viel, dass Hanne dabei war.

Nach den Auftritten waren wir noch einige Zeit auf dem Schulhof, entschieden uns zwischen Thai Curry, indischen Nudeln und Kebap für den Kinderklassiker Bratwurst-im-Brötchen-mit-Ketchup und danach ein Eis. Ella ließ sich als blauen Schmetterling schminken und Hanne stellte fest, dass sie zwar nicht ganz, aber doch schon ein bisschen der Grundschule entwachsen ist.

Danach waren wir kurz im Baumarkt, um Haftputz zu kaufen, denn auch im Garten soll es weitergehen. Lange genug lag unser „Anbau“ brach, unverputzt und nackt. Das werden wir in diesem Sommer ändern!  Letztendlich finden wir uns immer in der Aquaristik ein, wo Hanne festgestellt hat, dass die Fische ihrem Finger folgen, wenn sie ihn langsam am Aquarium entlangführt.

Zuhause lieferten sich die Mädchen eine erbitterte Wasserschlacht, während Christoph und ich Zukunftspläne schmiedeten.

 

Gemeinsam krank

Beide Kinder kamen krank aus der Schule, lagen den Nachmittag über auf dem Sofa herum und lasen unter Decken und Kissen. Wir haben 3 Sofas, trotzdem schaffen es die beiden, sich auf einem zusammenzuquetschen und sich folgerichtig gegenseitig die Ellenbogen in die Seiten zu rammen, sich vehement übereinander zu beschweren –  nur um kurz darauf miteinander kichernd die Köpfe zusammenzustecken. Kein Wunder, dass sie so oft gemeinsam krank sind.

Kurz hat Ella sich dann doch noch aufgerafft, denn wer sich vom Taschengeld eine Wasserpistole kauft, kann es im Garten auch richtig regnen lassen.

Sie passt aber auf, dass sie das fleißige Rotkehlchen dabei nicht versehentlich erwischt.

Der Rhododendron macht sich daran zu blühen,

und die ersten Erdbeeren lassen sich erahnen.

Dass wir mal so viel Zeit im Garten verbringen würden, hätte ich nicht gedacht.