Feiertag

Tag der Deutschen Einheit, geschenktes Ausschlafen an einem Donnerstag. Ellie fotografiert die ersten Playmobil-Figuren, die verkauft werden sollen.

Am Nachmittag ist sie zu einem Kindergeburtstag in einem Vorort von Münster eingeladen. Wie jedes Jahr findet am 3. Oktober der Münsterland Giro statt, ein Radsport-Eintagesrennen für Profis und Laien im gesamten Münsterland mit Ziel in Münster. Dadurch sind viele Straßen ganz oder zeitweise gesperrt und wir müssen einige Umwege einplanen. Der Liebste lädt Ellie und eine Freundin, die in der Nähe wohnt, um halb 3 ein; der Vater der Freundin wird dafür Ellie später mit nach Hause bringen.

Hanne besetzt mit zwei Freundinnen die Küche. Die nächste Mathearbeit will vorbereitet werden.

Der Kindergeburtstag war schön, das ausgesuchte Geschenk keine Überraschung, aber immerhin gewollt, und die Mädchentruppe hat sich wohl gut verstanden. Unser Abend ist entspannt, aber es geht zu den normalen Zeiten ins Bett. Bis auf mich haben morgen alle Schule oder Büro und müssen gewohnt früh raus.

Regen, Geschenke, Pläne und Krabben

Samstag! Ausschlafen!

Sogar das kleine jüngere Mädchen, das grade ständig über Wachstumsschmerzen in den Beinen jammert, haben wir bis 9 nicht gesehen und nicht gehört. Während wir frühstücken, besprechen wir den Tag. Erneut hat ein Kind, das seinen Geburtstag feiert, eine Kiste im MuKK mit Wunschgeschenken bestückt, aus der die eingeladenen Kinder sich nun eines aussuchen dürfen. Also radelten Ellie und ich in die Stadt. Wir schlossen die Leezen gegenüber ab und gingen direkt ins Untergeschoss, wo die Geburtstagskisten stehen.

Da wir früh waren, war noch nicht so viel los – prächtig! Schnell hatte sich Ellie entschieden, was wir für die Klassenkameradin mitnehmen würden, denn das Gedankenmachen fällt mit so einer Kiste ja völlig weg, sie sind (vielleicht deshalb?) aber sehr beliebt. Dass ich das schade finde, hatte ich schon erwähnt. Danach haben wir uns neue Spiele angeschaut, danach die Malbücher, andere Bücher, Konstruktionsbaukästen, die Puzzle… Schon mal in Richtung Weihnachten gedacht habe ich gut aufgepasst. Was man nicht alles auf so einen Wunschzettel schreiben kann!

Da sich für den Nachmittag Oma und Opa angekündigt hatten, gingen wir nicht noch in die Stadtbücherei, sondern radelten mit dem Geschenk im Korb durch den Nieselregen heim.

Dann kam doch alles anders; Christoph und Ellie fuhren Opa und Oma die halbe Wegstrecke entgegen – das ist ungefähr 1 Stunde – und nahm Oma mit heim. Emma kam für das große Mädchen, das nächste Physikreferat steht an und muss vorbereitet werden.

Klavierüben zum Ausgleich

Den Rest des Tages pröddeln alle vor sich hin, in unterschiedlichsten Menschenkombinationen. Emma bleibt, und abends gibt es Krabben und einen Film.

Feuerschalenparty

Das Wetter hält sich, die Vorbereitungen sind abgeschlossen, das Essen im Ofen und auf dem Herd, der Kuchen steht bereit, das Bier ist kalt, der erwachsene, der Teenie- und der kleine Übernachtungsgast sind angekommen und haben sich eingerichtet.

Die Bierbänke gruppieren sich ums Feuer, die s’mores-Bausteine warten auf ihren Einsatz, das Wohnzimmer ist genug aufgeräumt, die restlichen Gäste kommen.

Sie schenken dem Liebsten gemeinschaftlich einen größeren Fotorucksack für die neue Kamera, den er sich gewünscht hat, und wir verbringen einen richtig schönen Abend.

YAY YAY YAY YAY

Nach dem Klavierunterricht huschen Ellie und ich rüber zu den liebsten Fastnachbarn. Unfassbar, dass das jüngste Mitglied der Familie heute schon sehr clevere 7 wird! Wir essen Kuchen und trinken Kaffee Fanta und Bier.

Hanne, die heute mal beim Cello-Unterricht geschnuppert hat, kommt nach und alle Menschen unter 18 lungern kreuz und quer auf dem Sofa, bis der Kopf sagt es Zeit wird zu gehen: Immerhin ist morgen Schule. Schade.

Später am Abend kommt der Liebste heim. Er war direkt von der Arbeit zum ersten Elternabend geradelt und bringt viele Informationen zum Unterricht in Klasse 9 mit.

Nintendo

Nach der ersten halben Schulwoche treffen wir uns mit den liebsten Fastnachbarn auf deren Balkon. Ab nächster Woche probiert Ella die OGS aus, bis jetzt kam sie alleine nach Hause geradelt, weil ich mittags zu Hause sein konnte. Soweit läuft alles gut. Neu. Groß. Aufregend, aber gut.

Die (nicht mehr so) Kleinen spielen im Wohnzimmer Super Mario Kart. Wir anderen haben uns viel zu erzählen. Um kurz vor 1 sind wir zu Hause.

Say Love

Ellie macht ein paar Tage Urlaub bei den Großeltern und freut sich unbändig darauf. Christoph fährt sie heute hin, bleibt ein bisschen bei seinen Eltern, guckt Fußball mit seinem Vater und kommt am Abend zurück. Die Postkarte von einem Klassenkameraden, der beim Kennenlerntag ihren Namen gezogen hatte, kommt an. Ich hänge sie an Ellies Spind und schicke ihr ein Bild davon.

Ella hatte ihre Karte schon in Frankreich eingeschmissen. Die Postkarten sollen die Kinder am ersten Schultag mitbringen.

Hanne, Teil einer sich im letzten Schuljahr verfestigten 5er-Mädchengruppe, hat heute 3 von ihnen zum Übernachten eingeladen. (Das fehlende Kind hatte unsensible Eltern, die tatsächlich in der letzten Ferienhälfte Urlaub gebucht hatten.) Ich bin im Wohnzimmer, als ich es klingeln höre. Die 4 stehen im Flur und umarmen sich und lachen und reden wie zwei Wasserfälle. Ich höre ein tiefempfundenes „Ich hab Euch soooooo vermisst!“ von einem der Mädchen, und die volle Zustimmung der anderen.

Sie bringen ihre Übernachtungstaschen nach oben und radeln in die Stadt. Um 10, bitte ich, sollten die 4 wieder hier sein: mittlerweile sind alle über 14, da ist 22 Uhr kein Problem mehr.

So lange dauert es aber gar nicht. Schon kurz nach 8 sind sie wieder hier, bewaffnet mit allem, was man für s’mores braucht, und besetzen bis spät in die Nacht entspannt die Feuerschale.

Mittendrin

Gestern Abend haben Ellie und ich im Wohnzimmer unser 3-Mann-Zelt zum Test aufgebaut, denn sie möchte heute mit ihrer Freundin bei uns im Garten übernachten. Das Zelt, das lange nicht in Gebrauch war, müffelt ein bisschen und ich hätte es gerne schon in den Garten gestellt, aber das Wetter war zu schlecht. Ich bin unsicher, ob es tatsächlich noch dicht ist. Immerhin ist für diese Nacht kein Regen vorhergesagt. Die beiden Mädchen sollten also samt der Matratzen, Bettdecken, Kissen und allem anderen, was sie ins Zelt schleppen wollen, trocken bleiben. Wir tragen das Zelt am morgen auf die Terrasse.

Bevor die beiden ihr Lager bauen können, haben Ella und ihre Freundin aber noch was vor.

Am Vormittag fahren sie mit der Familie der Freundin in den Indoor-Spielplatz Nimmerland und tobt sich 4 Stunden lang aus. Danach bringen sie die Übernachtungstasche zu uns und gehen das erste Mal ganz alleine in die Stadt. Sie wollen bummeln und sich das Stadtfest Münster Mittendrin angucken, vielleicht ein Eis essen und eine gute Zeit haben. Die beiden ziehen um 15 Uhr los. Ellie kennt den Weg gut, und auch sonst vertraue ich den beiden absolut, dass sie den Weg hin und zurück – und natürlich auch in der Stadt selbst – gut finden. Sie kommen kurz vor 19h zurück, wie abgesprochen. Sehr stolz und fertig und hungrig, die beiden Großen!

Dinge zu erledigen

Während das kleine Mädchen den ganzen Tag beim Karate ist und abends ausgepowert, aber glücklich an uns ihre gelernten Schritte und Tritte ausprobiert, haben das große Kind und ich uns für die Stadt verabredet.

Hannes aktueller Lieblingsbeutel: Dr. Shrimp

Hannes erster Termin findet allerdings ohne mich statt: für ihr zweiwöchiges Praktikum in der neunten Klasse hat sie vor einiger Zeit eine eMail an einen nachhaltigen Einzelhandelsladen geschickt, der sie interessiert und hinter dessen Konzept sie steht. Hier soll sie sich heute vorstellen und bekommt sofort die Platzzusagen samt einiger wichtiger Informationen. Dass sie immer erst um 9h anfangen muss, ist ein extra-Bonus. Es ist ein schönes Gefühl für sie, sich darum alleine und mit genügend Zeitpuffer im Falle einer Absage gekümmert zu haben.

Hanne schreibt mir per whatsapp, dass sie schon fertig ist, und kurz danach treffen wir uns in der Stadt.

Erst geht es für sie zum Impfen, dann holen wir meine neue Brille ab. Alles geht sehr schnell, und so schlendern wir noch durch die Stadt auf der Suche nach einigen Kleinigkeiten für den 10. Geburtstag, der nächste Woche ansteht, und gehen, natürlich, zum Mittagessen beim Chinesen.

Wir sind ganz schön stolz, dass wir am zweiten Ferientag so aktiv waren und so viele Dinge von der To-Do-Liste haben abhaken können. Ein bisschen gegenseitig-auf-die-Schulter-klopfen könnte eventuell auch stattgefunden haben.

Später kommt die übliche Mädchengruppe bei uns vorbei, radelt ins Kino und übernachtet auf Matratzen auf Hannes Balkon.

Cosmo

Der Liebste war am Abend mit Freunden beim Bowling (und hat letztendlich seinen Highscore aller Zeiten trotz bester Vorzeichen verspielt).