Zeugnistag 2

Endlich ist auch der letzte Schultag für Ellie gekommen! Sie hat sich mit Freundinnen in der Eisdiele verabredet, um die Sommerferien gebührend einzuläuten, und schmeißt prompt alles von sich, als sie in der Nachmittagshitze nach Hause kommt.

Auch sie hat sich trotz Corona in vielen Fächern verbessert und freut sich sehr.

Dann kommt eine weitere Freundin vorbei, die beiden hüpfen ins Planschbecken. Trotz der langen Homeschoolingzeit gibt es dann doch ein bisschen Sommerferienanfangsstimmung!

Zeugnistag 1

Dieses Jahr bekommt das große Mädchen ihr Zeugnis an seinem letzten Schultag – Dienstag, heute – und das kleine Mädchen an seinem letzten Schultag, übermorgen.

Hanne hat sich in viele Fächern trotz Corona verbessert und sich über ihren sehr guten Schnitt total gefreut. Zur Feier des Tages und zur Verabschiedung aus dem Klassenverband verbringen viele aus der Klasse den sonnigen Nachmittag auf der Promenade, essen ein Eis und sind jung und sorglos und der endlose Sommer liegt vor ihnen allen.

Ich trage derweil den endlosen Kampf mit der Pumpe aus und verliere erneut.

Es ist außerdem deutlich zu heiß. Ellie holt das Planschbecken aus dem Keller. Wir lassen das Auto es aufpumpen, daher müssen wir es übers Garagendach in den Garten hieven.

Eiskaltes Wasser marsch!

Erst war Ellie, später noch Hanne mit den Freundinnen drin.

Freitagabendgefühl

Ich vermisse das Freitagabendgefühl, dieses wohlige, müde, das einen wissen lässt, dass man die Woche geschafft hat und morgen ausschlafen kann.

Christoph und Ellie gucken einen Film, Hanne ist verabredet und ich mache beim Skypenquiz mit den liebsten Fastnachbarn mit. Wie immer sind wir eher schlecht und wie immer ist es völlig egal.

Gegen Mitternacht laufe ich heim.

Skypenquiz

Schon ein bisschen Tradition, der Freitagabend mit den liebsten Fastnachbarn.

Symbolbild: Zwischenstopp beim Supermarkt.

Die Mädchen machen einen Schwesternabend auf der Couch.

Corontäne 65: Vatertag

Der Tag verspricht allertollstes Wetter. Die Mädchen decken für 9 Uhr den Terrassentisch, machen Kaffee und präsentieren sehr stolz ihren Überraschungskuchen.


Wir frühstücken gemeinsam in der Sonne, dann bereitet Christoph die Feuerschale vor. Der Dutch Oven muss 2 Stunden in den Kohlen stehen, darum kümmere ich mich dann am Nachmittag.

Letztes Jahr fand der Vatertag in Ibbenbüren statt, dieses Mal daher in Münster und Umgebung. Um 10h klingelt der erste, und wir können uns nicht umarmen, aber die Ellenbogen aneinanderstoßen und im Garten etwas zusammenstehen und reden, bevor die Männer losradeln.

Wir nutzen den sonnigen Tag und machen nur entspannte Sachen im Garten und in der Küche.

Das 2000er Puzzle nimmt Gestalt an.

Ellie macht Lippenbalm aus Kokosöl und Bienenwachs. Es ist sehr meditativ, den Zutaten beim Schmelzen zuzusehen und sie dann und wann umzurühren.

Ich videotelefoniere mit meinen Eltern und meinem Bruder. Hanne verabschiedet sich zu einer Nachmittagsverabredung mit ihrer +1, Ellie und ich machen das Feuer an, schütten nach entsprechender Zeit die Kohlen nach und setzen letztendlich den Dutch Oven mittenrein.

Ein paar Kohlen auf den Deckel und fertig zweieinhalb Stunden in Ruhe lassen.

Die Männer kommen zurück, sind sonnensatt, durstig und hungrig.

Corontäne 63: Aasee

Der Weltbeste trifft sich nachmittags am Aasee mit einer lieben Freundin.

Auch andere sind in Zweierteams unterwegs.

Das kleine Mädchen chillt

und klettert auf den Tisch, um auf die Garage zu kommen und von dort aus Musik zu hören und die Leute zu beobachten, die am Haus vorbeigehen.

Sie hat außerdem beschlossen sich die Haare wachsen zu lassen.

Corontäne 59: In der Stadt

Das große Mädchen schlendert heute.

Das kleine Mädchen hat riesengroße Sehnsucht nach Gleichaltrigen. Sie findet es unfair, dass die große Schwestern sich jeden Tag mit ihrer +1 verabreden kann, und es bei ihr einfach nicht so richtig klappt.

Das liegt einerseits am Alter: 10 ist einfach anders als 15. Während man sich mit 15 auf eine Wiese setzt und den ganzen Nachmittag quatscht, ist das mit 10 noch viel zu öde.

Das liegt aber auch an den jeweiligen Situationen in den Familien der Freunde, die es für Ellie erschweren sich zu treffen.

Das liegt nicht zuletzt an der Entfernung anderer möglicherweise treffbarer Menschen, zu denen man mit 10 nicht so einfach kommt wie mit 15, wenn deren Freundin nur wenige Radminuten entfernt wohnt.

Heute gab es den ersten ernsthaften Streit in der Coronazeit, und Frust und Enttäuschung prallte auf Frust und Enttäuschung, und obwohl die Mädchen alleine waren, lag jede beim Fernsehn auf einer eigenen Couch.

Corontäne 53: Angrillen

Morgens kommt die Sonne nun schon auf die gesamte Terrasse. Im Gegensatz zu uns sind die Rotkehlchen, Eichhörnchen und Meisen fleißig. Überall grünt es herum.

Wir pröddeln am Vormittag intensiv vor uns hin.

Den Nachmittag verbringen wir mit Einkaufen in unterschiedlichen Läden (Christoph & Ellie) und richtig Aufräumen (Hanne & ich). Die beiden Einkäufer bringen Margeriten mit und pflanzen sie sofort ein. Ich soll sie mir für morgen denken, wenn Muttertag ist.

Wir wollen bei dem schönen Wetter zum Abend hin angrillen, aber erst rollen die Mädchen die Puzzlematte aus.

Als die Sonne weitergewandert ist und auf der Terrasse schon wieder Schatten herrscht, grillen wir.

Das fühlt sich schon verdächtig nach Wochenende an.