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Vier neue Fenster

Christophs Eltern und sein Bruder kommen mit 4 frischen Fenstern im Gepäck – zwei für das Wohnzimmer, zwei für das Badezimmer.

Schon um 12 Uhr sind die beiden Wohnzimmerfenster installiert, zwischen Mittagessen und Kaffee dann auch die beiden im Bad.

Tausend Dank für die tolle Arbeit, Ihr Lieben!

In der Zwischenzeit packen Hanne und Ella ihre Taschen, sie fahren für die nächsten Tage mit zu Oma und Opa.

 

Lärm, Dreck, Klaviervorspiel

Am Vormittag macht Christoph Lärm und Dreck. Der Boden im oberen Badezimmer muss raus, denn wir wollen später auch eine Fußbodenheizung einbauen.

Um 15h hat Ella ihr erstes Klaviervorspiel und ist vorher so aufgeregt, wie sie nachher stolz ist. Hanne, die sich am Vormittag mit Freundinnen in der Stadt getroffen hat, kam extra früher zurück, weil sie dabei sein wollte. Oma, Christoph und ich waren natürlich auch mit. Ella spielte House of the Rising Sun und Barcarole.

Schocken

Oma Mona ist gut angekommen. Hanne und ich holten sie gemeinsam am Gummibahnhof ab. Das Busticket von Siegen nach Münster kostet nur 9 Euro. Danach holen wir Ellie von der Schule ab; sie hat heute Klavierunterricht und Oma sol bei ihr sitzen und zuhören.

Abends gehen Christoph und ich gemeinsam in die Kneipe um die Ecke.

Karnevalssonntag

Heute Abend fliegt mein Bruder heim, wir werden eine weitere Nacht bleiben. Kurz nach Mittag hat Christoph Karnevalsdienst: er begleitet meine Mutter und unsere Mädchen zum Zug im Dorf. Thomas und ich fahren nach Merheim ins Krankenhaus. Wir besuchen meinen Vater auf der Intensivstation, dann fahre ich Tom nach Düsseldorf.

Morgen Mittag fahren wir nach Münster, und dann ist Karneval schon wieder vorbei.

 

 

Karnevalssamstag

Die Mädchen machen mit meiner Mutter und meinem Bruder heute 2 Züge. Es ist so kalt, so viel kann man sich gar nicht warmschunkeln. Die Hände der Mädchen sind tiefgefroren. Ella, die langsam schlapp macht, will nur noch auf die Couch – Kälte ist ja eh nicht ihres. Irgendwas ist da auch im Anflug… ich hoffe, sie hält noch etwas durch.

Wie jedes Jahr kippen die beiden mit ihrem Onkel die Beutelauf dem ausgebreiteten Betttuch auf dem Wohnzimmerboden aus und sortieren Kamelle.

Nachmittags hole ich Christoph in Fühlingen ab; er hatte einen seeehr langen, sehr schönen Abend.

Um 18h werde ich dann von Dani und Carsten abgeholt, auch in diesem Jahr geht’s ins Marienbild in Braunsfeld. Ich stehe hinter dem Küchenfenster, halte nach den Scheinwerfern Ausschau, um rauszugehen. Obwohl ich keine Ahnung habe, welches Auto die beiden fahren, ist es nicht so als käme um diese Zeit jemand anderes hier lang. Für einen Moment lang bin ich wieder 17… wie viele Abende haben genauso angefangen, am Küchenfenster, begierig darauf loszukommen. Einige der Mädels, die mich damals aufgesammelt haben, würde ich heute wahrscheinlich gar nicht mehr wiedererkennen.

Der Moment verflüchtigt, als sich meine beiden wunderschönen Töchter rechts und links neben mich stellen um zu gucken, was denn bitte da draußen so interessant sei. Eine von ihnen ist schon größer als ich, sogar ihre Leeze ist größer als meine. Nicht mehr lange und sie steht zu Hause hinter dem Fenster und guckt, ob schon jemand kommt, der sie abholt. (Derjenige wird aber vermutlich mit dem Rad kommen.)

Das erste Mal müssen wir im Marienbild Eintritt zahlen; 5 €. Der Bierpreis ist gleich und treibt meinem Vater morgen fast die Tränen in die Augen: die Stange Gaffel für 2 €.

Das war, wie immer, einfach wundervoll. (Wir gingen, als die Decke anfing zu tropfen…)