family

Karnevalssonntag

Heute Abend fliegt mein Bruder heim, wir werden eine weitere Nacht bleiben. Kurz nach Mittag hat Christoph Karnevalsdienst: er begleitet meine Mutter und unsere Mädchen zum Zug im Dorf. Thomas und ich fahren nach Merheim ins Krankenhaus. Wir besuchen meinen Vater auf der Intensivstation, dann fahre ich Tom nach Düsseldorf.

Morgen Mittag fahren wir nach Münster, und dann ist Karneval schon wieder vorbei.

 

 

Karnevalssamstag

Die Mädchen machen mit meiner Mutter und meinem Bruder heute 2 Züge. Es ist so kalt, so viel kann man sich gar nicht warmschunkeln. Die Hände der Mädchen sind tiefgefroren. Ella, die langsam schlapp macht, will nur noch auf die Couch – Kälte ist ja eh nicht ihres. Irgendwas ist da auch im Anflug… ich hoffe, sie hält noch etwas durch.

Wie jedes Jahr kippen die beiden mit ihrem Onkel die Beutelauf dem ausgebreiteten Betttuch auf dem Wohnzimmerboden aus und sortieren Kamelle.

Nachmittags hole ich Christoph in Fühlingen ab; er hatte einen seeehr langen, sehr schönen Abend.

Um 18h werde ich dann von Dani und Carsten abgeholt, auch in diesem Jahr geht’s ins Marienbild in Braunsfeld. Ich stehe hinter dem Küchenfenster, halte nach den Scheinwerfern Ausschau, um rauszugehen. Obwohl ich keine Ahnung habe, welches Auto die beiden fahren, ist es nicht so als käme um diese Zeit jemand anderes hier lang. Für einen Moment lang bin ich wieder 17… wie viele Abende haben genauso angefangen, am Küchenfenster, begierig darauf loszukommen. Einige der Mädels, die mich damals aufgesammelt haben, würde ich heute wahrscheinlich gar nicht mehr wiedererkennen.

Der Moment verflüchtigt, als sich meine beiden wunderschönen Töchter rechts und links neben mich stellen um zu gucken, was denn bitte da draußen so interessant sei. Eine von ihnen ist schon größer als ich, sogar ihre Leeze ist größer als meine. Nicht mehr lange und sie steht zu Hause hinter dem Fenster und guckt, ob schon jemand kommt, der sie abholt. (Derjenige wird aber vermutlich mit dem Rad kommen.)

Das erste Mal müssen wir im Marienbild Eintritt zahlen; 5 €. Der Bierpreis ist gleich und treibt meinem Vater morgen fast die Tränen in die Augen: die Stange Gaffel für 2 €.

Das war, wie immer, einfach wundervoll. (Wir gingen, als die Decke anfing zu tropfen…)

 

 

Erst nach Osten, dann nach Norden

Nach dem üppigen dritten Weihnachtsessen machten wir 4 uns auf den Weg zu Christophs Eltern. Es gab die dritte Bescherung mit Kopfhörern und Büchern für Hanne und einem Walkie-Talkie für Ella, das sie sich so sehr gewünscht hatte und direkt mit Opa im gesamten Haus ausprobieren musste.  Aus irgendwelchen Gründen habe ich es geschafft, weder vom schön geschmückten, großen Baum noch vom leckeren Kuchen noch von den Kindern noch den Schneehaufen noch einer Kombination aus all dem zu machen.

Nach dem Abendbrot fuhren wir gemeinsam noch zu Christophs Bruder, um uns das renovierte und umgebaute Haus anzugucken, das wir zuletzt im Sommer gesehen hatte. Es hat sich viel getan. Danach laden wir die Mädchen bei Oma und Opa ab und machen uns kurz danach auf den Rückweg nach Münster – es ist zwar schon 23h, als wir unsere Haustür aufschließen, aber so können wir die kindfreien Tage voll auskosten. Und den Mädchen kommt es auch sehr recht, ohne Eltern die volle Dröhnung Großelternverwöhnzeit zu genießen.

Entweder am 30. oder sogar am 31. Dezember kommen die Mädchen für Silvester heim. Viel Spaß Euch!

 

 

 

Südwärts

Nach 12 Jahren drehen wir in diesem Jahr den Spieß wieder um: 2005 haben wir mit Hannes Geburt beschlossen, dass erwachsene Menschen an den Weihnachtsfeiertagen viel besser lange Autofahrten mit Staupotential ertragen können als junge Eltern mit Baby und hatten darum gebeten, dass wir doch bitte besucht werden wollen, wenn uns um Weihnachten herum jemand sehen möchte. Heute haben sind die Mädchen fast schon groß und haben elektronische Geräte mit guter Musik, die Autofahren erträglich machen.

Heute fahren wir zu meinen Eltern. Wir haben beschlossen uns keineswegs zu hetzen und die Ferientage so entspannt und gelassen wie möglich anzugehen, deswegen kommen wir auch erst um halb 12 auf die Bahn, aber Bescherung und das nächste festliche, leckere Weihnachtsessen haben auf uns gewartet.

Morgen geht es weiter zu den anderen Großeltern.

 

DIY Adventskalender

Gestern wurden aus Ellies altem Tipi, das schon länger zusammengeklappt in einer Zimmerecke stand, die diesjährigen Adventskalender: Christoph und Opa haben 2 gleichgroße Tannenbaumgestelle hergestellt, die in der Küche ihren Platz finden würden. Im Gegensatz zu früheren Jahren war ich also nicht nur unfassbar spät dran, sondern auch noch auf Mithilfe angewiesen!

Und so tackerte Christoph abends brav Lichterketten einmal rum und kreuz und quer im Zickzack um die Gestelle und half beim Bestücken, damit die Mädchen am kommenden Morgen auch ein erstes Tütchen würden öffnen können. Die Tütchen sind ganz normale Brottüten, die Zahlen aus Zeitspargründen beim Ausschneiden viereckig.

Danke für’s Helfen!