Flohmarkt

Es ist Wochenende und seit gestern sind die Mädchen bei meinen Eltern. Heute sind sie auf dem Flohmarkt und schlendern durch meine Geburtsstadt; abends bekommen wir einige Bilder per whatsapp.

Für beide Mädchen gab es Bücher.

Regen, Geschenke, Pläne und Krabben

Samstag! Ausschlafen!

Sogar das kleine jüngere Mädchen, das grade ständig über Wachstumsschmerzen in den Beinen jammert, haben wir bis 9 nicht gesehen und nicht gehört. Während wir frühstücken, besprechen wir den Tag. Erneut hat ein Kind, das seinen Geburtstag feiert, eine Kiste im MuKK mit Wunschgeschenken bestückt, aus der die eingeladenen Kinder sich nun eines aussuchen dürfen. Also radelten Ellie und ich in die Stadt. Wir schlossen die Leezen gegenüber ab und gingen direkt ins Untergeschoss, wo die Geburtstagskisten stehen.

Da wir früh waren, war noch nicht so viel los – prächtig! Schnell hatte sich Ellie entschieden, was wir für die Klassenkameradin mitnehmen würden, denn das Gedankenmachen fällt mit so einer Kiste ja völlig weg, sie sind (vielleicht deshalb?) aber sehr beliebt. Dass ich das schade finde, hatte ich schon erwähnt. Danach haben wir uns neue Spiele angeschaut, danach die Malbücher, andere Bücher, Konstruktionsbaukästen, die Puzzle… Schon mal in Richtung Weihnachten gedacht habe ich gut aufgepasst. Was man nicht alles auf so einen Wunschzettel schreiben kann!

Da sich für den Nachmittag Oma und Opa angekündigt hatten, gingen wir nicht noch in die Stadtbücherei, sondern radelten mit dem Geschenk im Korb durch den Nieselregen heim.

Dann kam doch alles anders; Christoph und Ellie fuhren Opa und Oma die halbe Wegstrecke entgegen – das ist ungefähr 1 Stunde – und nahm Oma mit heim. Emma kam für das große Mädchen, das nächste Physikreferat steht an und muss vorbereitet werden.

Klavierüben zum Ausgleich

Den Rest des Tages pröddeln alle vor sich hin, in unterschiedlichsten Menschenkombinationen. Emma bleibt, und abends gibt es Krabben und einen Film.

Schauraum

Meine Eltern reisten gestern für eine Nacht an. Wie üblich, seit wir nicht mehr so richtig-richtig in der Stadt wohnen (also innerhalb der Promenade), fahren sie von der Autobahn ab und erstmal zu unseren alten Wohnung, aus der wir vor nunmehr 5 Jahren ausgezogen sind, parken das Auto dort und gehen wenige Minuten zu Fuß zum Wochenmarkt auf dem Domplatz.

Sie kaufen eine Käsetüte für sich und eine Käsetüte als Mitbringselgeschenk, und obwohl das nicht nötig ist, ist diese gemischte Überraschungstüte immer so lecker! Veganer wird in diesem Haus so schnell niemand (auch, wenn das große Kind sich seit einigen Wochen rein vegetarisch ernährt und wir anderen solide flexitarisch unterwegs sind).

Dieses Mal hatten meine Eltern zusätzlich selbstgemachte Kürbissuppe dabei, einige Pflanzen für Vorgarten und Hochbeet, dies und das und Sachen für die Mädchen.

Nachmittags waren wir in der Flohmarkthalle, weil meine Mutter den Blogeintrag gesehen hatte. Am Ende fand sie 2 Stühle für je 15€. Da das Auto ja ausgeladen war, passten sie auch in den Kofferraum.

Nach dem Käsetütenabendessen waren Großeltern und Enkelinnen für 2 Stunden beim Schauraum in der Innenstadt. Alle Fotos vom großen Mädchenhandy.

Am Sonntagvormittag fahren die beiden wieder heim und melden sich kurz nach dem Mittag, dass sie gut angekommen sind.

Biedenkopf

Abends schickt Ellie Bilder von ihrem Tag. Heute war sie mit ihrer Cousine und beiden Großeltern einen Ausflug zur Burg Biedenkopf in Hessen.

Say Love

Ellie macht ein paar Tage Urlaub bei den Großeltern und freut sich unbändig darauf. Christoph fährt sie heute hin, bleibt ein bisschen bei seinen Eltern, guckt Fußball mit seinem Vater und kommt am Abend zurück. Die Postkarte von einem Klassenkameraden, der beim Kennenlerntag ihren Namen gezogen hatte, kommt an. Ich hänge sie an Ellies Spind und schicke ihr ein Bild davon.

Ella hatte ihre Karte schon in Frankreich eingeschmissen. Die Postkarten sollen die Kinder am ersten Schultag mitbringen.

Hanne, Teil einer sich im letzten Schuljahr verfestigten 5er-Mädchengruppe, hat heute 3 von ihnen zum Übernachten eingeladen. (Das fehlende Kind hatte unsensible Eltern, die tatsächlich in der letzten Ferienhälfte Urlaub gebucht hatten.) Ich bin im Wohnzimmer, als ich es klingeln höre. Die 4 stehen im Flur und umarmen sich und lachen und reden wie zwei Wasserfälle. Ich höre ein tiefempfundenes „Ich hab Euch soooooo vermisst!“ von einem der Mädchen, und die volle Zustimmung der anderen.

Sie bringen ihre Übernachtungstaschen nach oben und radeln in die Stadt. Um 10, bitte ich, sollten die 4 wieder hier sein: mittlerweile sind alle über 14, da ist 22 Uhr kein Problem mehr.

So lange dauert es aber gar nicht. Schon kurz nach 8 sind sie wieder hier, bewaffnet mit allem, was man für s’mores braucht, und besetzen bis spät in die Nacht entspannt die Feuerschale.

Tagebau Hambach

Vom Haus meiner Eltern ist es nicht weit bis nach Elsdorf, von wo aus man in den Tagebau Hambach gucken kann. Obwohl das Wetter nach den heißen Tagen jetzt bei kühl, ungemütlich und regnerisch angekommen ist, fahren wir zur Aussichtsplattform, die terra nova heißt. Ich war sicher 30 Jahre, wenn nicht länger, nicht mehr da, und Christoph und die Mädchen noch nie. Hanne war schon durch das Stichwort „Hambacher Forst“ interessiert.

Alles macht einen lange verlassenen Eindruck.

Am Parkplatz kann man sich ein maßstabsgetreues Modell einer Schaufel angucken. Jede Zacke ist so groß wie ein Kleinwagen.

Dieser schmale, schwarze Streifen in der Mitte ist die Braunkohle.

Hanne sagt: „Furchtbar, furchtbar, furchtbar schrecklich.“

41

Geburtstagsblumenstrauß von meinem Vater

41 fühlt sich kein bisschen anders als als 40. Danke an meinen Lieben für den wunderbaren Geburtstag!

Hombroich

Seit gestern sind wir Mädchen bei meinen Eltern und haben die Hitze des Münsterlandes durch die Hitze des Rheinlands ersetzt. Apropos Hitze: Heute waren wir, gut eingecremt mit LSF 50, auf der Museum Insel Hombroich bei Neuss.

Bei 36° waren wir fast alleine. Durch die viele schattigen Plätze und Wege war es auszuhalten, und bei den Ebenen, die in der Sonne lagen, haben wir uns auf dem Kiesweg beeilt.

Mittags waren wir in der Cafeteria.

Ella hat einen Fächer dabei, die Glückliche.

Das war ein heißer, aber schöner Ausflug, wenn auch sehr anstrengend. Es gehört zum pädagogischen Konzept der Museum Insel, keine Wegweiser aufzustellen. Auch die Karte, die man an der Kasse bekommt, ist nur rudimentär, zum Beispiel sieht man darauf keine Treppen. Für Menschen mit Kinderwagen, Rollator oder Rollstuhl ist das sicher ärgerlich, zusätzlich muss man im Zweifel große Umwege in Kauf nehmen, und die sind auf den Kieswegen auch kein Spaß. Auch wir fanden den Ausgang erst nach einigen Fehlversuchen, immer im Wechselspiel mit anderen Parkbesuchern, die dasselbe Problem hatten.

Auch, wenn man die Bau- und Kunstwerke überraschend auf die Besucher wirken lassen möchte, zumindest WC, Cafeteria und Ausgang gehören ausgeschildert.

Bruderbesuch

Mein Bruder lebt schon lange einige Zeitzonen entfernt und kommt nur zu Kurzbesuchen nach Deutschland zurück. Die sind dann immer vollgepackt mit Familie und Freunden, aber nicht mit Münster: Normalerweise sehen wir uns einmal im Jahr zu Karneval bei unseren Eltern. Daher war er noch nie in unserem Haus, das er nur von Bildern kennt. Dieses Jahr hat er die Zugfahrt, vom Schlagermove in Hamburg kommend, für einen Zwischenstopp bei uns unterbrochen.

Die Rückseite des Hauptbahnhofs ist eine große Baustelle.

Auf den Gleisen waren Hanne und ich gemeinsam das letzte Mal im Oktober.

Als wir Thomas eingesammelt haben, fahren wir heim und führen ihn durch’s Haus. Er darf sogar in die unaufgeräumten Zimmer der Mädchen. Am Abend kochen wir gemeinsam und spielen danach bis spät Stadt, Land, Besserwisser. Ella argumentiert ihre Antworten bis aufs Blut.

Am nächsten Tag muss Ella schon früh aufstehen, weil heute ihr Ferienkurs Karate startet. Um 7 Uhr geht sie zum Bäcker rüber und holt Frühstücksbrötchen für alle. Eine befreundetet Mutter holt Ellie ab und bringt sie und ihre Freundin zum Kurs. Ich werde die beiden am Nachmittag abholen.
Das Wetter ist mittelmäßig, mein Bruder friert erbärmlich und kann kaum glauben, dass er keine Handschuhe dabei hat. Er leiht sich einen der neuen E-Roller aus und wir kurven gut anderthalb Stunden durch die Stadt, zum Hafen, zum Dom, über die Promenade, vorbei am Schloss. Nur das Kopfsteinpflaster in der Innenstadt ist problematisch, zumal der Roller auf 5km/h drosselt und man fast schneller ist, wenn man schiebt.

Zuhause sehen wir Hanne, die mittlerweile aufgestanden ist, und essen gemeinsam zu Mittag, bevor wir Thomas wieder am Bahnhof absetzen und er zu unseren Eltern weiterfährt.

Ich hole die beiden Karate-Mädchen vom ersten Schnuppertag ab, und sie sind regelrecht begeistert, voller Energie und Vorfreude auf den nächsten Tag. Das ist toll!