erlebt

Eat the World Münster

Es ist schon etwas her, da schenkten Faru, Anja und ich der Neugezogenen Corinna zu ihrem Geburtstag eine kulinarische Stadtführung durch Münsters Erpho-, Hansa- und Hafenviertel. Der Geburtstag ist nun 7 Monate her, und den Gutschein haben wir heute bei knackigem Herbstwetter eingelöst.

Mensch, ist Münster immer wieder schön!

Aus den angesetzten 3 Stunden wurden unterhaltsame 4. Nach der Führung, die gut satt machte, tranken wir 4 noch entspannt ein Abschlussbier im „Wohnzimmer“: Boulette am Hansaring.

Alhambra

Wir wussten, dass es ein Glücksspiel war, Karten zu erhalten. Pro Tag werden nur 7700 Tickets verkauft, die meisten im Vorverkauf. Es gibt auf den Tickets vorgegebene Zeitfenster, zu denen man die unterschiedlichen Gebäude betreten darf, es hätte also sein können, dass wir erst am Nachmittag überhaupt Zutritt erhalten würden.

Trotzdem wollten wir es natürlich versuchen, und kurz nach 8 stiegen wir zur Alhambra hoch. Ohne Kaffee, wohlgemerkt. Man sieht es den Fotos zwar nicht an, aber die Steigung da hinten im bewaldeten Teil war höllisch.

(Spoiler: Sieht aus wie ein Eingang, ist aber keiner! — jedenfalls keiner, an dem man ein Ticket kaufen könnte…)

Im Innenteil ist es noch schattig, es ist noch wenig los.

Bis wir jemanden gefunden hatten, der Englisch sprach (beispielsweise an so völlig exotischen Orten wie der Touristeninformation) und uns den Weg zum richtigen Ticketschalter wies, waren die letzten Tickets weg und wir durften nur die öffentlich zugänglichen Bereiche betreten. Das ist nicht viel, war aber trotzdem sehenswert. Die Sonne ging auf, wir schlenderten herum:

Palacio de Carlos V:

Anschmiegsame Bäume im Innenhof,

Dann hatten wir alles gesehen, was wir sehen durften und beschlossen, nach Hause zu fahren. Wir schlenderten zurück zur Wohnung, nahmen unsere Taschen und stiegen durch das Gassengewirr rauf und runter zum Mietwagen, und zurück zu den Mädchen und meinen Eltern.

Vielleicht machen wir Granada in ein paar Jahren nochmal mit Hanne und Ella. Wir haben so oft gedacht: Das hätte den beiden auch gefallen!

 

 

Granada

Von Motril aus geht es 80 Kilometer in den Norden, und einige Höhenmeter kommen auch dazu. Mit Druck auf den Ohren, die schneebedeckten Spitzen der Sierra Nevada zur rechten, ist die Landschaft rechts und links der Straße immer noch staubig, dreckig und braun. Verfallene Hausruinen, Müll, Straßen, die im Nirgendwo enden, abgebrochene Brücken.

Langsam wird es grüner, je näher wir Granada kommen. Die Straßen- und Parksituation in Granada ist eine einzige chaotische Herausforderung. Die Einbahnstraßendichte erinnerte uns an Boston. Es verlangte Christoph viel Gekurve und Navigation, aber letztendlich haben wir, schon leicht genervt, einen Parkplatz 600m von der Unterkunft entfernt gefunden. Vor einem Feuerwehrhydranten, was mich die ganze Zeit befürchten ließ, dass das Auto nicht mehr da sein würde, wenn wir es am nächsten Tag abholen wollen würden. (War es aber.)

Granda ist mit 230.000 Einwohnern etwas kleiner als Münster, aber so bergig, dass ich keinen einzigen Fahrradfahrer gesehen habe. Hoch und runter geht’s durch die Gassen, mal mit, mal ohne Stufen. Erst standen wir vor der falschen Tür, ohne es zu bemerken, und bis wir es bemerkten, waren wir noch später dran als ohnehin schon. (Viel zu spät für unsere deutsche Seele, aber für Spanien ist das ja kein Problem).

Die Unterkunft ist sehr zentral, sauber, hat freies Wifi und liegt nur 200m vom Getümmel entfernt.

Albaicín, Granadas ältestes Stadtviertel, ist unser Anlaufpunkt. Unsere Gastgeberin empfielt uns diesen Rundweg. Wir wohnen ohnein beim zweiten B, das trifft sich gut!

Der „Fluss“ Rio Darro und wir schlängeln uns durch Albaicín,

immer wieder mit schöne Ausichten nach oben.

Es gibt viele verschachtelte Häuser, Anbauten, Terrassen auf unterschiedlichsten Ebenen in Albaicín – alles schief und individuell und schön, rumpelig gepflastert. In diesem Viertel fahren keine richtigen Busse, sondern kleine Büsschen. Touristen erkennt man daran, dass sie sich angstvoll an die Hauswände drücken, wenn der Bus an ihnen vorbeirattert.

Erster guter Ausblick auf die Alhambra:

Wir wollen zum designierten Ausguckspunkt (Mirador) de San Nicolas hochsteigen. Außer uns haben noch ungefähr 2000 andere Menschen diese Idee, daher kann man sich den Blick auf die Karte eigentlich sparen: immer schön mit im Pulk laufen und den ausgetretenen Pfaden folgen. Mittlerweile keuche ich wie unter den letzten Wehen und bewundere meinen engelsgeduldigen, sich meinetwegen sehr zurückhaltenden sportlichen Ehemann.

Vom Kirchplatz von San Nicolas aus gibt es den Postkartenblick auf Alhambra und Sierra Nevada.

Dem Pfad folgend schlendern wir durch kleine Basar-Gassen zurück runter ins Zentrum, kaufen das obligatorische Mitbringelgeschenk für die Mädchen,

und erleben beim Abendessen wenig Service und ein mittelmäßiges Essen. Wenn man kein Spanisch kann, so wie wir, ist man in Granada deutlich im Nachteil. Es gibt kaum englische Übersetzungen an öffentlichen Plätzen, Sehenswürdigkeiten oder Anschlägen, Englisch als Kommunikationssprache verläuft bestenfalls schleppend, teilweise spielen wir einfach Scharade.

Für eine Stadt, die neben der Landwirtschaft als zweites Standbein den Tourismus nennt, empfinde ich das als unhöflich. Ich kann mir nicht vorstellen, dass alle Touristen, die durch Granada spazieren, Grundspanisch lesen und sprechen können? Wir haben ohne Anstrengung heute Amerikanisch, Chinesisch, Russisch, Japanisch, viel Britisch und Französisch und Deutsch gehört. Natürlich gibt es auch geführte Reiserouten, aber da machen ja auch nicht alle mit.

Allerdings ist Granda an sich sehr sehenswert. Viele Studenten, viele Touristen. Es riecht oft nach Cannabis, wird an den Ecken spontan Musik gemacht. Interrailer, Alternative, Studenten, Straßenmusiker mit Hunden, wilde Katzen, Bars und Restaurants, Kirchen, Gässchen, orientalische Überbleibsel in Architektur und Kultur, eine interessante Mischung.

Auf der Terrasse unserer Unterkunft, auf der irgendwelche Spanier eine Party feiern, trinken wir nach Sonnenuntergang noch ein mitgebrachtes Dosen-Feierabendbier und sehen auf die Lichter von Alhambra und Granada. Es wird kühl. Wir sind hier bei 740 Höhenmetern ja für uns Flachländer auch in den Bergen, und ohne Pullover oder Jacke geht es nicht mehr.

Morgen versuchen wir unser Glück in der Alhambra, bevor wir wieder zurückfahren. Da pro Tag nur 7.700 Tickets verkauft werden, die meisten davon schon Wochen vorher, ist das ein Glücksspiel.

 

 

 

 

 

 

Pilar 4

Während meine Eltern auf die Mädchen aufpassen und mit ihnen den ganzen Tag am Strand und in den Wellen verbringen,

dürfen Christoph und ich für 2 Tage, 1 Nacht nach Granada. Vor wenigen Tagen haben wir spontan bei AirBnB ein Apartment für eine Nacht gebucht. Ich liebe Roadtrips mit dem Weltbesten!

AP-7: Autopista del Mediterráneo. Autopistas sind immer Mautstraßen, die Maut ist abhängig von Distanz und Zeitraum (Hauptsaison / Nebensaison). Wenn man die AP-7 von vorne bis hinten durchfährt, sind es in der Nebensaison 23-Euro-irgendwas.

Aber die Aussicht ist, einmal am Meer angekommen, wirklich wunderschön.

Bei La Rábita fahren wir von der AP-7 ab und schlängeln uns auf der N-340 noch näher an der Küste entlang, durch Kurven und kleine Dörfer.

Bevor es von Motril aus ins Landesinnere geht, fahren wir noch ein kurzes Stück weiter und machen Halt in Salobreña, einem weißen Dorf mit maurischer Burg, der ehemaligen Sommerresidenz des Granadischen Hofes.

Wir stapfen durch kleine Treppengässchen hoch zur trutzigen Burg.

Man kann ein Stück drumherum laufen, aber nicht rein.

Dafür konnten wir schon einen ersten Blick auf die Sierra Nevada werfen.

Kurz nach Mittag fahren wir zurück zu Motril und von dort aus die A-44 hoch nach Granada. Unsere Gastgeberin erwartet uns zur Schlüsselübergabe um 15h30.

Die Augustusburg in Brühl

Tagesausflug nach Brühl am ersten richtigen Schönwettertag ihrer Sommerferien im Rheinland: Die Augustusburg in Brühl. Ambitioniert haben die 4 sogar eine Führung mitgemacht!

Leider darf man innen nicht fotographieren, dafür bekamen wir viele Bilder vom Garten.

Und ein Eis gab’s in Brühl auch noch.

Christoph und ich waren abends lange auf dem sehr schönen 40sten Geburtstag von Hannes Patenonkel, der 5 Ampeln nach links wohnt (Ella hat letztes Mal gezählt).

Morgen mittag kommen die Mädchen heim und wir freuen uns schon wieder sehr auf das Treppauf-Treppab-Getrappel, das Leben im Haus, die Besuchskinder, die kommen werden, die Unternehmungen, die wir gemeinsam machen können!

Museumsausflug nach Bonn

Gestern habe ich die Mädchen zu meinen Eltern gebracht. Christophs Sommerurlaub ist vorbei, als Selbstständige kann ich ja eh selbst und ständig arbeiten, da ist es so toll und hilfreich, dass beide Großelternpaare in den 3 Monaten der Schulferien pro Jahr großzügig einspringen.

Heute waren die Mädchen mit meinen Eltern in Bonn, sowohl im Museum König, als auch im Museum für Geschichte, hatten eine riesige Zeit und haben spektakuläre Bilder geschickt.

Sommerferien – Duhnen 4

Auch für den Liebsten und mich fangen die Ferien an, und die erste Station ist natürlich Duhnen.

Das Wetter zeigt sich von seiner nordseeischsten Seite: grau, windig und fieselig. Gut, dass uns das nichts ausmacht. (Oder: Nichts ausmacht, wenn man weiß, dass man danach schwimmen und in die Sauna kann.)

Muschelsucherin:

obligatorisches Familienschuh-Photo, schon mit beregneter Linse

Und dann nur noch schnell in die Wohnung, Badesachen an, schwimmen, Sauna!