Mr. X und Playmobil

Sonntag. Heute erledigen wir gemeinsam Sachen, die erledigt gehören, bevor die nächste Woche anfängt.

Dazu gehört die Anmeldung in der Hausaufgaben-/Übermittagsbetreuung des jüngstens Mädchens. Nach den Schnupperwochen hat sich für uns herauskristallisiert, dass wir den Plan nochmal umwerfen. So kommt sie ab nächster Woche 3x um 3 und 2x um 2 nach Hause, hat aber jeden Tag schon in der Schule zu Mittag gegessen. Das große Mädchen und ich treffen uns weiterhin am Donnerstag zum Mittagessen zu Hause und werden die Alleinezeit miteinander genießen.

Wir spielen 2 Runden Scotland Yard.

Beide Male können wir anderen 3 Mr. X nicht schnappen.

Danach packen wir Ellies Reiserucksack: Sie wird mit ihrer neuen Klasse für 3 Tage, 2 Nächte eine Kennenlernfahrt machen. Hanne berichtet von ihrer Fahrt vor 4 Jahren. Morgen früh wird Christoph Ella zur Abfahrt am Schlossplatz begleiten und am Mittwoch auch wieder abholen.

Danach gehen die Mädchen ein Projekt an, das schon lange im Raum steht. Da sie früher viel Playmobil gespielt haben, hat sich im Laufe der Jahre einiges angesammelt. Nun spielt niemand mehr damit, die Wünsche der Mädchen werden aber größer, vor allem vom Teenager: Kino, Shoppen, Send, ins Freibad gehen, die neu erschienene, langersehnte Fortsetzung der geliebten Buchreihe, mal Eisessen gehen in der Stadt mit ihren Freundinnen… die Wünsche werden größer und brauchen nicht immer, aber oft Geld.

Nach den Sommerferien haben wir das Taschengeld für beide Mädchen etwas angehoben, aber in Monaten, in denen viel passiert, müssen sie ordentlich haushalten. Das ist nur gut so. Und wenn es sie dazu bringt, ihr Playmobil zu sortieren, damit sie es verkaufen können, finde ich das prima.

Draußen

Die Sonne scheint, der Himmel ist blau, es ist verführerisch warm, der Garten ruft. Der Rasen wird gemäht. Der größte von uns kümmert sich um den Schnitt von Büschen und Hecke, Ellie sammelt und pflanzt ein, und gießt.

Später begleite ich Grünabfälle und Ehemann zum Recyclinghof. Wir bringen 2 Beute AWM 45-l-Blumenerde für weitere ambitionierte Gartenprojekte mit, der Beutel kostet dort 3€.

Zum Abendessen gibt es Buchstabensuppe und Wraps nach Wunsch.

Auf Zack

Donnerstag ist der Tag der Woche, an dem wir 3 Mädchen schon früh frei haben: spätestens 13:25 sind alle wieder im Haus (von Verabredungen und Terminen mal abgesehen). Zeit für Spiele, Gespräche, ein bisschen Arbeit und Hausaufgaben, Lesen, Tee, Rumlungern, In-die-Luft-starren und dringend benötigtes Nichtstun.

Keine Spange

Nach der Schule begleite ich Ellie zur jährlichen Überprüfung beim sehr netten Kieferorthopäden.

Über mehrere Jahre musste sie eine tragen, fand es nie schlimm und ist gewissenhaft und zuverlässig mit der Spange umgegangen. Jetzt, denkt sie, bekommt sie vielleicht eine neue, wo ihr so viele weitere Milchzähne rausgefallen und die großen nachgekommen sind.

Sie putzt sich nochmal schnell die Zähne und erfährt dann, dass sie aktuell keine neue Spange braucht. Danke, wir kommen dann in einem Jahr wieder.

Schauraum

Meine Eltern reisten gestern für eine Nacht an. Wie üblich, seit wir nicht mehr so richtig-richtig in der Stadt wohnen (also innerhalb der Promenade), fahren sie von der Autobahn ab und erstmal zu unseren alten Wohnung, aus der wir vor nunmehr 5 Jahren ausgezogen sind, parken das Auto dort und gehen wenige Minuten zu Fuß zum Wochenmarkt auf dem Domplatz.

Sie kaufen eine Käsetüte für sich und eine Käsetüte als Mitbringselgeschenk, und obwohl das nicht nötig ist, ist diese gemischte Überraschungstüte immer so lecker! Veganer wird in diesem Haus so schnell niemand (auch, wenn das große Kind sich seit einigen Wochen rein vegetarisch ernährt und wir anderen solide flexitarisch unterwegs sind).

Dieses Mal hatten meine Eltern zusätzlich selbstgemachte Kürbissuppe dabei, einige Pflanzen für Vorgarten und Hochbeet, dies und das und Sachen für die Mädchen.

Nachmittags waren wir in der Flohmarkthalle, weil meine Mutter den Blogeintrag gesehen hatte. Am Ende fand sie 2 Stühle für je 15€. Da das Auto ja ausgeladen war, passten sie auch in den Kofferraum.

Nach dem Käsetütenabendessen waren Großeltern und Enkelinnen für 2 Stunden beim Schauraum in der Innenstadt. Alle Fotos vom großen Mädchenhandy.

Am Sonntagvormittag fahren die beiden wieder heim und melden sich kurz nach dem Mittag, dass sie gut angekommen sind.

YAY YAY YAY YAY

Nach dem Klavierunterricht huschen Ellie und ich rüber zu den liebsten Fastnachbarn. Unfassbar, dass das jüngste Mitglied der Familie heute schon sehr clevere 7 wird! Wir essen Kuchen und trinken Kaffee Fanta und Bier.

Hanne, die heute mal beim Cello-Unterricht geschnuppert hat, kommt nach und alle Menschen unter 18 lungern kreuz und quer auf dem Sofa, bis der Kopf sagt es Zeit wird zu gehen: Immerhin ist morgen Schule. Schade.

Später am Abend kommt der Liebste heim. Er war direkt von der Arbeit zum ersten Elternabend geradelt und bringt viele Informationen zum Unterricht in Klasse 9 mit.

Drift Away

Die erste halbe Woche ist vorbei. Die Übermittagsbetreuung bei Hanne ist schon eine Weile her. In Klasse 6 hat sie sich dafür entschieden, nach dem Unterricht nach Hause zu kommen, wenn sie keinen Nachmittagsunterricht hat. Bei Ellie probieren wir jetzt aus, wie sich frühe oder spätere Heimkommzeiten in den Alltag integrieren lassen. Diese Woche bin ich noch (meistens) zu Hause, wenn die Mädchen kommen.

Christoph radelt mit Ellie zur Schule, weil sie gerne sehr, sehr früh da ist, wo sie sein soll. (Ein Kind kam gestern schon zu spät, da verschlafen – der absolute Horror für sie.) Hanne findet nicht, dass man für einen 10-minütigen Fahrradweg 30 Minuten vor Unterrichtsbeginn losfahren muss und startet daher später. Morgens zählt jede Minute, ich bin da ganz bei ihr.

Auch nach Hause kommen die beiden unterschiedlich, da der Unterricht zu anderen Zeiten endet, oder Ella noch im Mittagstreff ist. Am ersten Tag sind wir noch zusammen gefahren, ab dem zweiten hat sie das dann alleine machen müssen gemacht. Es ist keine große Sache, sie kennt den Weg, fährt durch ein kuscheliges Viertel, ist 10 Jahre alt und radelt einen guten Teil der Strecke schon seit Jahren alleine, da er sich mit dem Heimweg von der Grundschule deckt. (Dieser Satz ist für meine Mutter, die sich beim letzten Skypen nicht davon überzeugt zeigte, dass es eine gute Idee sei, Ellie nur einmal zu begleiten. Mama, alles gut.)

So rinnen mir die Tage zwischen Arbeit, Terminen, Haushalt, Familie, Erlaubniserklärungen und Organisation von Dingen durch die Finger. Immerhin hab ich heute Brötchen gebacken, während die Mädchen in der Küche ihre Hausaufgaben gemacht haben.

Treibgut

Ach, Du schöner Samstag!

Ausschlafen und auf der Terrasse in der Sonne den ersten (und zweiten, und dritten, …) Kaffee trinken. Lieblingsbeschäftigung.

Irgendwann müssen wir uns dann doch alle anziehen. Mittags bringen Hanne und ich Ellie zu einem Geburtstag in die Kletterhalle. Eine ehemalige Klassenkameradin aus der Grundschule wurde in den Sommerferien 10. Da sich die Wege der meisten Mädchen mittlerweile getrennt haben, ist es doppelt aufregend, alle wiederzusehen.

Um 5 hole ich Ellie hier um die Ecke ab, und sie ist ziemlich platt. Obwohl heute das letzte Mal Treibgut, ein Singer-Songwriter-Open Air-Picknickdecke-Konzert im Schlossgarten stattfindet und wir uns das mal anschauen wollten, ist sie nicht dazu zu bewegen, sich genau jetztauf die Leeze zu schwingen. Christoph erklärt sich bereit, bei ihr zu bleiben und die beiden machen sich einen schönen Filmabend. Wir anderen beiden packen schnell eine Decke, Wasser, Süßigkeiten ein und radeln los. Um 6 geht es los, aber den ganzen Abend über trudeln immer mehr Leute ein.

Lange Beine. Wenn es doch nur beim Sommernachtskino auch so warm gewesen wäre!

Hanne und ich gucken Menschen – von Baby bis Rentner ist alles vertreten – und hören selbstgemachte Musik. Manches trifft nicht ganz unseren Geschmack, aber einiges ist richtig unterhaltsam. Ehrlich: Wer ein Lied über Michael Dudikoff schreibt und singt, muss ein humoriger Mensch sein.

Als es gegen halb 10 anfängt zu regnen, rollern wir heim und besetzen mit den beiden anderen die Couch. Feiner Tag.

Nintendo

Nach der ersten halben Schulwoche treffen wir uns mit den liebsten Fastnachbarn auf deren Balkon. Ab nächster Woche probiert Ella die OGS aus, bis jetzt kam sie alleine nach Hause geradelt, weil ich mittags zu Hause sein konnte. Soweit läuft alles gut. Neu. Groß. Aufregend, aber gut.

Die (nicht mehr so) Kleinen spielen im Wohnzimmer Super Mario Kart. Wir anderen haben uns viel zu erzählen. Um kurz vor 1 sind wir zu Hause.