Ella

Plattpfirsiche

Die langen, heißen Tage machen uns träge und lethargisch. Ellie hat schon 2 Nächte, nachdem wir wieder Zuhause waren, angefragt, ob sie nicht als Ferienkind zu Oma und Opa gebracht werden könnte. Christoph fuhr sie hin und sie genießt die Zeit dort als Einzelkind sehr, genau wie Hanne hier in Münster.

Christoph muss nach 3 Wochen Urlaub wieder arbeiten, Hanne und ich gucken in der schlimmsten Mittagshitze Serien und Filme für Menschen ab 12, schlafen lang, lesen viel, mähen den Rasen, gießen die Blumen und hängen auf der Couch rum. Sie hat keine Lust auf andere Menschen und ernährt sich von Wassermelone, Granny Smiths und Orangensaft. Heute haben wir einen Tagesausflug zu meinen Eltern gemacht und waren dort träge und lethargisch.

Hanne hat Plattpfirsiche für sich entdeckt.

Mit dem Kofferraum voller Holz fuhren wir nach dem Abendessen wieder heim.

Heim-Suchen

Ist es nicht fantastisch, im eigenen Bett zu schlafen? Ich fahre so gerne weg, aber ich komme auch unglaublich gerne zurück.

Mein Gefühl von Zuhause stellt sich genau dann besonders stark ein, wenn wir morgens in die Küche kommen, die Türen zur Terrasse aufschmeißen, die Kaffeemaschine pröddelt und Ellie sich um Brötchen und Schokostreusel kümmert.

Heute werden wir Taschen auspacken, Wäsche waschen, Post sortieren, uns um den Garten kümmern und abends ein paar der liebsten Freunde bei uns haben.

Venedig

Um 6 Uhr schließen wir das Apartment ab, das uns allen leider nicht gut gefallen hat, sagen dem hübschen Hexenhaus um die Ecke Adieu und fahren los.

(Das Hexenhausbild hat Christoph gestern Nachmittag gemacht.)

Das Navi sagt, bis Venedig bräuchten wir etwas über 3 Stunden. Wir vermuten, dass Italien strenge Grenzkontrollen eingerichtet hat und wir daher länger brauchen würden; tatsächlich aber kontrolliert wie jedes Mal bei Grenzübertritten in unserem Sommer nur Slowenien, und zwar sowohl bei der Ein- als auch der Ausreise.

Um kurz nach 9 sind wir tatsächlich fast schon da.

Die SS11 leitet uns in Richtung Parkhaus San Marco, von wo aus wir ungefähr 4 Kilometer zu Markusplatz und Rialtobrücke laufen werden.

Oh, das war wirklich so wunderschön!!

Wir nahmen das Wassertaxi um 12h09 zurück zum Auto. Christoph und ich wechseln uns gut ab, die Mädchen dösen, lesen, hören Musik, und um kurz nach 1h nachts sind wir wieder Zuhause.

 

 

Kroatien 5

Unser witziges, kluges, wunderschönes kleines Mädchen hat heute Geburtstag und wird 9 Jahre alt!

Sie hat sich einen Schokoladenkuchen gewünscht (von dem wir alle froh sind, dass er nicht im Auto zerschmolzen ist!) und dass wir heute zum Sandstrand fahren.

Ella war 4 Stunden im Wasser. Am Nachmittag fahren wir in die Wohnung zurück, duschen, packen unsere Sachen, spielen Casino Pirate und die Mädchen gucken auf Netflix die kanadische Teenie-Serie „Backstage“. Die Wecker werden früh klingeln – um 6h wollen wir im Auto sitzen, denn unsere Ziele lauten a) Venedig und b) Münster.

Kroatien 4

Heute probieren wir einen Strand in Premantura aus und suchen uns einen Schattenplatz unter Pinienbäumen.

Christoph und die Mädchen springen eine Stunde auf einer riesigen Wasserhüpfburg rum, erklimmen den Gipfel, rutschen runter, machen Bauchklatscher, klettern wieder rauf und toben sich aus.

In der heißen Mittagshitze sind wir zu Hause, am Abend gucken wir uns die Altstadt von Pula mit seinem beeindruckenden Amphitheater an.

Wir laufen bis zum Augustus-Tempel auf dem Platz der Republik,

und Ella findet einen Schlüsselanhänger.

 

Kroatien 3

Wir verbringen den Tag am Sandstrand von Medulin, bei dem es im Wasser natürlich auch Steine gibt, aber weiter draußen weite Sandbänke und – und das findet Ellie famos – man kann auch mit 134cm schier ewig weit reingehen und an vielen Stellen immer noch stehen. Ich lese derweil Hannes Buch, weil ich am Strand gerne ein physisches in der Hand habe.

Das Wasser ist so warm, dass die Mädchen fast gar nicht mehr rauskommen.

Kroatien 2

Am Morgen machen wir uns kurz nach dem Aufstehen bereit, weiter nach Pula zu fahren. Wir entscheiden uns gegen die Autobahn, die durchs Landesinnere führt und für ca. 280 Kilometer etwas über 3 Stunden dauern soll, sondern diese Straße, die zur Küste führt und der wir Richtung Norden immer am Meer entlang bis hinter Rijeka folgen können. Für diese 230 Kilometer sollen wir auch ungefähr 3 Stunden einplanen, da nehmen wir lieber die malerische Route.

Und plötzlich ist es da, das Adriatische Meer: 

Die Mädchen machen die Fahrerei gelassen und ohne zu quengeln mit, wissen aber auch, dass wir die nächsten 4 Nächte an Ort und Stelle bleiben werden. Wir kommen mittags in Pula an, suchen unser Apartment, in das wir erst am Nachmittag werden einziehen dürfen, und fahren dann weiter zum Meer.

Die Hitze ist drückend. Die Mädchen vermissen den Sandstrand – hier in Kroatien gibt es ja Fels- oder Kiesstrände, aber das Wasser ist herrlich warm und Ella will gar nicht mehr raus.

Wir decken uns abends in der Mall mit allem ein, was wir für die kommenden Tage hier in Kroatien brauchen: Flipflops und Wattschuhe, Wasser, Apres-Milch, Nudeln, Äpfel, Sir Gouda, Brot, Tomaten, einen Schwimmreifen, der aussieht wie ein Doughnut und eine Luftmatratze, die aussieht wie ein Eis am Stiel.

 

 

 

 

Kroatien 1

Der Liebste steht auf leisen Sohlen vor mir auf und deckt den Frühstückstisch, Ella hilft ihm. Hier gibt es keine Kaffemaschine, also bekomme ich zum 40. Geburtstag den ungelogen weltschlechtesten Instantkaffee vom besten aller Ehemänner, dazu eine liebe Karte, die mich zu Tränen rührt, Dekosachen für mein Arbeitszimmer und Selbstgebasteltes von Ella.

Viel Zeit bleibt nicht zum Frühstücken, denn wir fahren heute nach Plitvice, Kroatien, und besuchen die Seen, die seit 1979 zum UNESCO-Weltnaturerbe gehören. Wir bestücken uns mit Eiskaffee vom Supermarkt, Käsebrötchen und guter Musik und verlassen gegen 10h Ljubljana.

Wir wählen den von der Strecke her kürzeren Weg, der nicht über Zagreb führt und ähnlich lange dauert, und sehen hübsches Hinterland.

Rechts und links finden sich alle paar Kilometer Verkaufsboxen für Honig (Med) und Käse (Sir), sowohl in Slowenien, als auch in Kroatien: Die Grenze kommt unverhofft und doppelt: Wir müssen die Pässe vorweisen, als wir Slowenien verlassen, und 3 Meter später erneut, als wir nach Kroatien einreisen. Beide Grenzbeamte machen einen unmotivierten und wortkargen Eindruck, ich hätte aber auch keine Lust bei so einem Wetter mitten im Nirgendwo die Grenze zu hüten.

Anders als Slowenien, das den Euro hat, gibt es in Kroatien Kuna. Als wir grenznah die Maut mit Euro bezahlen, bekommen wir die ersten beiden Kune zurück. Da man in Kroatien innerörtlich 50 fahren darf, kommen wir nur langsam voran: Wo eine Ortschaft endet, fängt die nächste unmittelbar an, obwohl man das erste Haus erst Kilometer später zu sehen bekommt. Daher dauert unsere Fahrt länger als geplant, kann uns aber nicht ärgern: Die Zeit, die wir im Auto verbringen, werden wir nicht in der prallen Sonne an den Seen verbringen.

Um kurz nach 2 parken wir an Eingang 1, und nun folgen viele, viele Bilder, die den Verlauf von den unteren Seen zum oberen Teil des Parks dokumentieren.

Hier rechts sieht man den höchsten Wasserfall Kroatiens, der uns aber weniger beeindruckt als die anderen, die wir in diesem Urlaub sahen (Golling, Krimml).

Die unvergleichlichen Grüntöne der Seen waren da schon was anderes!

Die Überfahrten mit dem Elektroboot sind im Eintrittspreis enthalten und waren ein willkommener Wechsel, nachdem wir die unteren Seen erlaufen hatten.

Es war toll, wie die Mädchen bei dieser Hitze durchgehalten haben; ein guter, ein ganz richtiger 40ster Geburtstag für mich!

Nach etwas mehr als 4 Stunden verließen wir den Park und fuhren zu unser Übernachtungsmöglichkeit auf dem Weg zur Küste. Es gab Spaghetti Bolognese und danach lagen alle schnell in ihren Betten. Morgen geht es früh weiter, wir steuern unsere letzte Unterkunft in diesem Urlaub an: 4 Nächte in Pula.