Zeugnisessen

Unsere langjährige Tradition des gemeinsamen Mittagessengehens am Tag der Zeugnisse der Mädchen ist zum Halbjahr ausgefallen. Hanne war im Praktikum und hat ihr Zeugnis daher später bekommen, Ella war krank und konnte daher weder ihres ausgehändigt bekommen, noch das der großen Schwester im Sekretariat abholen.

Daher waren wir heute untraditionell, aber genauso schön Freitagabendessen. So konnten wir das Zeugnisessen und den Gutschein, den wir von Russ zu Weihnachten bekommen hatten, bei Hans im Glück einlösen. Die Mädchen waren schon öfter da, das erste Mal 2015, aber für mich war es der erste Besuch. Hanne kam von einer Freundin, Christoph aus dem Büro und Ellie und ich von zu Hause angeradelt.


Es war sehr viel, aber sehr lecker. Danach waren wir alle freitagsmüde und mehr als bereit für die Couch.

Frauenstraße

Nur der Liebste und ich müssen heute zur Arbeit; die Schulbehörde hat vorsichtshalber den Unterricht abgesagt. Zum Mittagessen radele ich mit den Mädchen in die Stadt. Wir werden Christoph in seiner Mittagspause treffen, gemeinsam Vietnamesisch essen, einen Sehtest für Hanne machen, brauchen noch ein Geschenk für einen Geburtstag auf den Ellie am Samstag eingeladen ist, und es tut den Mädchen gut aus dem Haus zu kommen.

In der Stadt ist so gut wie nichts los, sogar im Mukk, wo die Mädchen rutschen, während ich durch die Schreibwarenabteilung schlendere. Weil wir an der Kasse nicht anstehen müssen, sind wir flott wieder raus und gehen zum Optiker, der ein verwirrendes Gespräch über Stürze auf den Kopf, Osteopathenbesuche, Schmetterlingsknochen im Schädel und schiefen Köpfen anfängt und uns wegschickt. Neue Gläser lohnen sich nicht, dafür ist die Verschlechterung zu gering.

So sind wir schnell wieder raus, schütteln das seltsame und beunruhigende Gespräch ab und machen uns auf den Weg zum Vietnamesen. Auf dem Domplatz ist es so windig, dass wir absteigen und schieben müssen, um nicht seitwärts von Sabine von der Leeze gepustet zu werden.

Wir sind wenige Minuten vor Christoph da, besetzen einen Tisch, suchen uns ein Mittagstischessen aus und die Mädchen überlegen, ob sie mit Stäbchen essen wollen.

Letztendlich ist es beiden zu scharf, daher essen sie nur Süßkartoffelpommes. In einer Regenschauerpause radelt der Liebste zurück ins Büro, und wir nach Hause.

Ich und mein Holz

Station 1: Ella und Christoph holen Holz mit ihrer Schubkarre und schmeißen es über den Zaun.

Station 2: Ich bringe es mit meiner Schubkarre in den Keller

Station 3: Hanne und Opa stapeln

Sagenhaft

Für ihren letzten Tag im zweiwöchigen Praktikum im Einzelhandel hat Hanne gestern als Dankeschön einen saftigen, veganen Schokokuchen gebacken. Sie hat sich wohlgefühlt und durfte viel machen. Nach dem Wochenende muss sie dann statt um 9 wieder um vor 8 in der Schule sein, und darauf freut sie sich kein Stück.

Normalerweise um 15, aber heute schon um 14 Uhr in die Freiheit des Wochenendes entlassen, sitzen wir gemeinsam um kurz vor 3 im Auto und fahren zu Oma und Opa.

blauer Himmel weit und breit

Da wir es nicht schaffen werden, vor dem Sonnenuntergang bei ihnen zu sein, machen wir kurz nach der Autobahnabfahrt am Wald Halt, damit Christoph Fotos machen kann.

Frischluft

Nach Tagen auf der Couch dreht der kranke, aber immer noch beste aller Ehemänner am Abend eine Runde durchs Viertel.

Vor dem Wartezimmer warten

Das Wochenende war langsam und leise. Heute früh ruft der kranke Mann wieder und wieder beim Kinderarzt an, bis er durchkommt, und einen Termin für den späten Vormittag ausmacht. Mit Wartezeit. Am Ende warten Ellie und ich ungefähr eine Stunde, erst vor, dann im Wartezimmer, danach im Arztzimmer. Viel schlafen, viel trinken, viel Netflix und einfach etwas Zeit geben.

Hello Darkness

Eigentlich wollten das große Mädchen und ich ein unfassbar faules Couch-Wochenende machen, Chinesisch bestellen, Serien gucken und uns weder anziehen noch duschen noch die Tür aufmachen. Nur eben dem freundlichen Liefermenschen, dessen Laden bei der Onlinebestellung konsequent „30 Minuten Wartezeit“ ansagt, egal wann man bestellt, und der dann trotzdem schon 15 Minuten später freundlich zweimal klingelt.

Denn eigentlich wollten der Liebste und das kleine Mädchen dieses Wochenende Holz in den Keller der Schwiegereltern schaffen und da schlafen, aber der Liebste und das kleine Mädchen sind krank und es regnet ohnehin, was sich grundsätzlich schlecht dazu eignet, irgendein Holz in irgendeinen Keller zu schaffen.

Und so bauen sich der Liebste und das kleine Mädchen ein Krankenlager auf dem Sofa, das große Mädchen lädt sich ihre Mädels zum Übernachten ein, denn sie sehen sich so selten, seit das Praktikum angefangen hat, und ich arbeite ein bisschen und versorge ein bisschen und gucke Fernsehn und koche ab und an Tee und reiche Glitzerstifte an.

„Hello darkness my old friend“

CCAA

Der Liebste ist über Nacht beruflich in Köln, wird schmerzlich vermisst und schickt, wie immer, ein Bild vom Dom.