Auf in die Welt

Um 10h sind wir in Hannes Zimmer verabredet, um die übriggebliebenen Baustellen von ihrem Fenstereinbau zu beseitigen.

Danach trifft sich sich mit einer Freundin in der Schule zum Besuch der Messe „Auf in die Welt“ und informiert sich über Schüleraustausche, Gap Years, Freiwilligendienste und Praktika. Heute hoch im Kurs: Ecuador und Nordirland.

[Bild ohne Menschen, danke, Kind!]

Am Nachmittag drehe ich eine sonnige Runde mit der liebsten Fastnachbarin.

Wir sind genau richtig unterwegs um die Heißluftballons zu beobachten, die dieses Jahr wegen #deraktuellensituation von einem geheimen Platz aus starten.

Vor 2 Jahren haben wir uns das Ballonglühen aus der Nähe angeguckt.

September

Schon September, meine Herren. Noch sperre ich mich gegen den Wunsch der Kinder, Lebkuchen und Spekulatius zu kaufen. 3 Monate vor Weihnachten, frühestens, das muss reichen!

Am Nachmittag kommt ein Handwerker zum Ideenwälzen und Ausmessen; wir machen vielleicht was Neues im Flur… je nachdem, was der Kostenvoranschlag so sagt. Der Mensch scheint wenig elanvoll und Christoph hätte sich ein paar kreativere Ansätze gewünscht, aber vielleicht explodiert seine Kreativität ja später am Zeichenbrett.

Ellie und ich drehen eine Runde mit dem Rad, dann klappen die Mädchen die Couch aus.

Um halb 8 haben beide Mädchen Elternabende, also sind wir beiden Eltern heute gemeinsam weg, da ist die ausgeklappte Couch Tradition.

Wie immer stellen wir auf dem Schulhof die Leezen nebeneinander ab und wetten, wer von uns beiden zuerst nach Hause radelt, bevor wir uns in der Eingangshalle trennen. Bei mir greift so ein Anfängerelter das Thema Mensaessen auf, die Wogen kochen hoch, Essen ist ein emotional aufgeladenes Thema, das weiß man doch, wenn die Kinder schon in der 7. Klasse sind? Im Anschluss dann geht’s auch noch um Luftfilter und die Klassenfahrt nach Norderney und Kinder, die bitte nicht mit nackten Füßen ins Wattenmeer sollen, da sie sonst sicherlich direkt im Anschluss, vielleicht am selben Abend oder gar schon 15 Minuten nach der Wattwanderung, mit fiebriger Erkältung längerfristig bettlägerig werden, und das auch noch in der Jugendherberge.

Ich atme tief in meine FFP2-Maske, das hat was Meditatives.

Elternabende, die länger als 60 Minuten dauern, kannte ich bislang nur von Kindergarten und Grundschule.

Christoph ist zwar schon vor mir Zuhause, hat dafür aber ein Amt übernommen. Ha!

Verblüffend

Heute sind 2 unerwartete Sachen passiert:

  1. Ich habe ein neues vegetarisches Rezept ausprobiert – mexikanischer Pfannkuchenauflauf – und alle finden es lecker.

2. Das große Mädchen ist bei der Auslosung der Skiplätze für die Fahrt nach Österreich im kommenden Januar 2022 gezogen worden und misst jetzt ganz glücklich ihren Kopfumfang für den Skihelm.

Eine neue Couch: Fläzen

Die alte muss weg; wir stellen sie voraussichtlich oben ins mittlere Zimmer.

Während ich bei der Arbeit bin (physisch! Ein Meeting! In Präsenz! Woanders!) nehmen Christoph und Ellie die vielen, vielen schweren Pakete entgegen und starten mit dem Aufbau.

Das beschäftigt uns den ganzen Nachmittag.

Unheimlich, so viele Schrauben, Unterlegscheiben, Klammern und Muttern übrig zu haben? Finde ich auch.

Am Abend sieht es im Wohnzimmer schön aus, und überall sonst steht mehr Zeug rum als normalerweise. Das Verräumen dauert jetzt noch ein bisschen, ist aber auch egal, als wir uns abends alle fläzen.

Produktiv

Es ist Montag, es ist Schule, es ist früh. Christoph arbeitet nach wie vor von Zuhause, aber ich hab noch viele Lücken und genieße die freiverfügbare Zeit sehr. Direkt morgens belade ich das Auto mit Grünabfall vom Wochenende und Altglas aus der Garage und fahre alles zum entspannt leeren Recyclinghof.

Dann gehe ich einkaufen, kümmere mich um’s Mittagessen und gucke im Garten vorbei.

Hanne wird ab diesem Schuljahr mit einem Schultablet ausgestattet; sie richtet es am Nachmittag ein so gut es geht.

Die Funktionen sind enorm beschnitten, die Echtzeitüberwachung der Lehrer grenzenlos.

Abends räumen wir das Wohnzimmer aus und nehmen den Couchtisch auseinander, den ich 2010 gekauft hatte. Er ist schon ziemlich zerrockt, und seit der Patenonkel im wilden Eifer bei Pingo Pingo darübergesprungen war, war in der Mitte ein großer Riss. Nach und nach haben auch die Seitenteile schlappgemacht.

Außerdem bekommen wir eine neue Couch!

Nimmerland, Froyo, Garten

Nichts hatte mich darauf vorbereitet, mit Kindern über 8 nochmal ins Indoorspielezentrum zu kommen, aber Ellie und ihre beste Freundin waren nostalgisch und hochmotiviert, und ich hatte angeboten zu fahren. Zu fahren. Nicht, dazubleiben, aber Kinder dürfen nicht ohne Begleitperson da sein (und Menschen über 18 nicht ohne Kind).

Frisch getestet und mit viel Wasser und Proviant ausgestattet holen wir M um halb 10 ab, sind um 10 da, bekommen einen Tisch zugewiesen. Die beiden zogen die Schuhe aus und weg waren sie.

Bis wir um 17h gefahren sind, habe ich 1,5 Bücher ausgelesen, meine noise canceling Kopfhörer mit Podcasts lehrgehört, eine Zeitschrift durchblättert und mich darüber gefreut, dass ich mit niemandem ins Bällebad musste. Die beiden Mädchen waren insgesamt nur knapp 20 Minuten bei mir und sonst immer unterwegs und von Besuch zu Besuch schwitziger und durstiger.

In der Zwischenzeit malt Hanne die Ersatztasse nochmal nach und backt sie im Ofen auf. Durch’s Spülen ist sie schon ziemlich abgewaschen.

Danach radelt sie in die Stadt und trifft sich mit Freund:innen beim Froyoladen, lange Schlange inklusive.

Und während ich nur rumsitze, schickt der Weltbeste ein Beweisfoto seines gartenarbeitverschwitzten Tshirts.

Abends ist Hanne woanders, ich bei den besten Fastnachbarn, Christoph und Ellie machen sich einen schönen Abend (jedenfalls bis sie auf der Couch einschläft).

Erster Schultag

Beide Mädchen kommen mehr oder minder motiviert los an diesem ersten Schultag. Ellie hat das erste Mal Latein und Hanne direkt 8 Stunden.

Am Vormittag fliegt eine Taube gegen die Solarlux und stirbt auf unserer Terrasse. Christoph entsorgt sie (wie schon Taube 1 und Taube 2).

Mittags ist Ella wieder da, 2 Stunden später auch die Große. Beide haben viel zu berichten, viele Materialien bekommen und vergleichen Lehrer:innen und Stundenpläne. An einem Tag der Woche hat Hanne jetzt mit längerer Mittagspause 10 Stunden, das bedeutet Unterricht bis 17h30. Ella hat jeden Tag 6, ihr Nachmittagsunterricht startet erst im nächsten Schuljahr, das Kurssystem greift aber jetzt schon: in Latein sitzen 11 Schüler:innen aus unterschiedlichen Klassen. Hanne hat weiterhin Französisch, dort sind es nur 7.

Auffällig unterschiedlich: Abnutzung der Schulbücher.

Ella, fast neue G9:

Hanne, G8, kurz vor meinem Flickversuch.

Christoph radelt eine lange Runde und fährt an einem Schnittlauchfeld und diesem Haus vorbei.

Nachts im Maislabyrinth

Die Ferien sind fast schon wieder vorbei; das letzte Wochenende vor dem Schulstart kommenden Mittwoch sollte ausgenutzt werden. Hanne ist früh unterwegs und springt mit einer Freundin in den Kanal. Wir schicken uns gegenseitig Frühstücksbilder zu.

Beim Anblick der beiden Flaschen bin ich stolz darauf, dem Teenagerkind schon beigebracht zu haben, Kronkorken notfalls auch mit Löffeln oder anderen Gegenständen zu öffnen.

Am Abend unternehmen wir bewusst zu viert etwas aus der Kategorie „noch nie gemacht“. Zum Einbruch der Dunkelheit fahren wir 15 Minuten zum Maislabyrinth und machen uns mit Taschenlampen und Mückenspray ausgestattet auf, um uns zu verlaufen und dann wieder herauszufinden.

Das Labyrinth ist den Hauptverkehrsadern dreier Städte nachempfunden. Paris ist konfus und wirr. Dass Mais im Dunkeln überall gleich aussieht, erschwert die Orientierung.

Irgendwann schaffen wir es nach Barcelona. Es wird ruhiger, die meisten Besucher sind schon nach Hause gegangen (oder liegen in Paris leise wimmernd im Mais).

Im rasterförmigen Barcelona-Abschnitt sind wir so weit von Eingang und Flutlicht und Partybeleuchtung entfernt, dass wir die Milchstraße sehen können.

Venedig.

Hinter Venedig ist freundlicherweise der Ausgang. Wir beschließen, dass es reicht, auch wenn wir nicht alle Schilder mit Quizfragen gefunden haben. Das Lösungswort hatten wir aber beim Eingang schon von einer Herde schlacksiger Teenager gehört und konnten es stellenweise verifizieren. Wir schmeißen unseren Lösungszettel ein und machen uns auf den Heimweg. Langsam wird es kalt, es fühlt sich an wie Herbst. 2 Minuten vor Mitternacht sind wir zu Hause.

Heimfahrt

Nach dem Mittagessen fahren wir nach Hause.

Das große Kind ist nachmittags mit den Freundinnen, die nun alle wieder aus dem Urlaub da sind, zum gemeinsamen Schwimmen im Kanal verabredet.

Durch Straßensperren, Umleitungen, Baustellen und Staus brauchen wir leider 3 Stunden bis nach Münster.

Sie hat es mit Fassung ertragen, sprang zu Hause aber direkt explosionsartig in Aktion und war schon in Badeklamotten aus der Tür, als wir anderen noch das Auto ausluden. Es sei ihr sehr gegönnt.

Großelternwoche 5

Nusseckenproduktion, Hanne und Oma

MicroMacro; es stehen noch ein paar Fälle aus. Wir bleiben geschmackstreu und markieren dieses Mal mit Nüssen.

Abends, leider ist es zu bewölkt um die Perseiden zu sehen, testen wir das nächste Kartenspiel.