Christoph

Aus dem Häuschen

Herzlichen Glückwunsch, Oma, alles Liebe zum Geburtstag.

Zum Geburtstagsfrühstück bringt die Schwester meiner Schwiegermutter ihre beiden Hunde mit, sehr zur Freude der Mädchen. Da wir heute noch so einige Sachen zu erledigen haben, fahren wir nach dem Mittagessen heim. Eines, was noch ansteht, ist Kofferpacken: Ella fährt morgen auf Klassenfahrt und ist schon sehr aufgeregt.

 

 

Sommerfest

Übers Wochenende sind wir bei Christophs Eltern, werden aber erst später losfahren: in Ellas Grundschule findet ein Sommerfest statt, an dem sie gerne teilnehmen möchte – und natürlich darf. Hanne und radeln um halb 4 hin und sind 1,5 Stunden in der Schule, während Ella die unterschiedlichsten Bastel- und Sportstationen abklappert, auf ihrem Laufzettel Bestätigungsstempel sammelt und am Ende glücklich und geschafft mit einem Preis aus der Geschenkekiste nach Hause radelt.

An der Button-Station

Hanne, liebste große Schwester der Welt, macht alles ohne zu Murren mit und stellt fest, wie klein die Räume sind, die ihr früher so weit vorgekommen sind.

Christoph ist schon zu Hause, hat das Auto gepackt und wir kommen schnell los.

Insektensommer

Auf den Gartensamstag folgt ein noch garteninsiverer Gartensonntag. Schon am Morgen schmeißen wir die Türen auf. Während Ella Brötchen holt, decke ich draußen den Frühstückstisch und treibe die Kaffeemaschine zu Höchstleistungen an. Christoph kommt dazu, wir sitzen so lange mit Zeitschriften, Rätseln (Sudoku, Ella) und Kaffee zusammen, dass sogar Hanne dazustößt.

Wir spielen eine Runde das Diercke Weltatlas Brettspiel und ich möchte für die Nachwelt festhalten, dass ich bei einem Erdkundespiel gewonnen habe. Danke.

Mittags zählen wir Mädchen eine Stunde lang Insekten für den NABU. (Infos hier und hier.)

Der NABU-Server ist so überlastet, dass wir unsere Liste erst am späten Abend übertragen können. Wir gucken dem Gras beim Zuwachsen zu. Als es etwas kühler wird, geht Christoph mit Ella zum Plattenballspielen und Hanne und ich bereiten Tacos zum Abendbrot vor.

 

Gartensamstag

Hanne schläft noch, als sich meine Eltern am späteren Vormittag auf den Heimweg machen. In der Nacht von Donnerstag auf Freitag – Brückentag – hat sie bei einer Freundin im Zelt übernachtet und nach eigenen Angaben nicht mehr als 3 Stunden Schlaf bekommen.

Ich nutze das schöne Wetter und bringe einen gewissen Grund in die wuchernden Tomaten. Die vielen neuen Pflanzen, die mein Vater mitgebracht hat, kann ich heute in Ruhe sortieren, wässern, einen Plan und Platz für sie überlegen. Liebstöckel, Pfefferminze, Ochsenherzen, Kürbis, Fuchsschwanz, Gelbfelberich, Hibiskus und viel, viel mehr.

Hanne hat, sie kennt uns gut, gestern an jeden Topf ein Stück Malerkrepp geklebt und sich von Opa vorsorglich die Namen nennen lassen.

Der Kugellauch (Allium sphaerocephalon), der es mir so angetan hat, ist zögerlich. Ich hätte ihn gerne prächtig, üppig, überbordend – überall im Hochbeet, überall im Garten.

Christoph erbarmt sich und geht an meiner statt einkaufen. Als Hanne auf der Couch einschläft, gehe ich mit Ella Plattenball spielen.

Wir überlegen, ob wir uns eine gebrauchte Tischtennisplatte anschaffen.

 

Ein letzter, (fast) fauler Sonntag

Ella und Christoph machen Frühstück. Ich darf liegenbleiben und habe vor lange zu lesen, aber als ich dieses Bild geschickt bekomme, stehe ich doch auf.

Ella weckt Hanne gegen 10, damit wir zusammen die das Finale der drittel Staffel Trolljäger – Geschichten aus Arcadia gucken können, und sie ist nicht mal böse mit ihrer kleinen Schwester, weil sie auch dringend wissen will, wie es ausgeht.

Danach ziehen sich die Mädchen an und mit Christoph und Volleyball los, während ich auf der Terrasse arbeite. Dass ich meinen Laptop in den Ferien nicht aufgeklappt habe, hat meinem Stresslevel sehr gut getan, aber jetzt gibt es wieder einiges vorzubereiten und Emails zu beantworten.

Am Nachmittag grillen wir, gießen alles und besprechen die Termine der nächsten Woche: Verabredungen, Elternsprechtag, Besuche, Klassenarbeiten, … das riecht sehr nach Alltag.

Ella liest: Die Miesel-Reihe von Ian Ogilvy und darf sich alle 5 Bücher von ihrer Schwester leihen.

 

 

Gartentag

Das schöne Wetter der Pfingstferienwoche hat freundlicherweise nicht aufgehört, als wir nach Münster zurückkamen.

Heute machen wir einen Gartentag. Nach der Woche macht sich der Rasen an den meisten Stellen überraschend gut. Den Pflanzen im Gewächshaus geht es je nach Hitzevorliebe schlapp oder prächtig. Die Pflanzen auf der linken Seite haben den Tomaten scheinbar widerstandslos die Alleinherrschaft überlassen.

Christoph schneidet die Hecke vor dem Haus und macht gleich radikal weiter. Um einen freundlicheren Eindruck zu schaffen, werden wir später irgendwas Buntes einpflanzen, was die pralle Sonne mag und Farbe nach vorne bringt.

Im Garten freue ich mich über Topinambur und Holunder, schneide den Ginster zurück, buddele die Wurzel des Buchsbäumchens aus und pflanze dort die Sonnenblumen ein.

Unter der Grasnarbe entdecken wir die Spitze eines Steins, der sich als erstaunlich groß, schwer und unhandlich erweist. Wir haben keine Ahnung, warum er da liegt, wo er liegt, aber er muss definitiv weg. Wir wollen Rasen.

Der Stein entpuppt sich als ein mehr als medizinballgroßes Konglomerat aus Beton, Glas, Außenmauerziege und PVC-Rohr, bei dem am Ende noch der Nachbar hat helfen müssen, um es aus dem Loch zu hieven.