art

Sachte

Ich weiß nicht mehr, wie wir drauf gekommen sind, aber die Mädchen wollten mit Wasserfarben malen. Dafür haben wir uns in mein Arbeitszimmer zurückgezogen, die Malunterlage auf den Teppich gelegt und losgelegt.

Als die Werke trocknen mussten, hat Hanne das FFH Weihnachtsradio angeschmissen und die beiden machten sich ans Küchenfenster.

Zwischendurch, inspiriert vom Großen Backen, das wir gerne gucken, buken die beiden eine Schicht-Bisquittorte mit Preiselbeer-Sahne-Füllung, unser Sonntagssüß, genau das richtige für einen so entspannten, entschleunigten Tag.

Rentnerdasein

Christoph hat frei und ist fleißig: ich mache Witze darüber, dass sein Ruhestand vielleicht auch so aussieht.

Vormittags fährt er zum Baumarkt und kauft Material für kommenden Produkte und mehr Farbe für Ellas Zimmer. Am Nachmittag streicht er und näht Kissenhüllen mit Hotelverschluss,

und am Abend trifft er sich mit seinen Jungs in seiner Stammkneipe um die Ecke.

Kreativ-Tag

Hanne hat 5 Freundinnen zum Kreativ-Tag geladen. Christoph besprach mit ihr in der Vorbereitung 3 Projekte hat sich um alle Materialien gekümmert, online und lokal. Somit sind wir nun beispielsweise stolze Besitzer von hundert Reagenzgläsern. Zumindest bis zum Nachmittag.

Am Vormittag packen wir alle mit an, um 13h werden Greta, Marleen, Hannah, Marie und Wiebke eintrudeln.

Hanne backt Mango-Maracuja-Muffins. Sie sehen etwas matschig aus, schmecken aber hervorragend.

Für alle Fälle backe ich noch kurz Schokomuffins, man weiß ja nie, wie Mango bei 12jährigen ankommt. Ella steckt sommerliche Schirmchen rein,

danach bügelt sie den Stoff, den wir nachher bestempeln werden.

Die Gäste kommen und als erstes geht es an den Blitzbeton. Ich bin froh, dass es trocken und sonnig ist, so können die gegossenen Werke auf die Terrasse.

Die Reagenzgläser werden kleine Blumenvasen sein.

Auch 12jährige mögen Matschepampe.

Als nächstes kümmern sich die Mädchen um das Bedrucken und Bestempeln der Stofftaschen.

Während die Farbe trocknet, gucken die Mädchen einen Film. Christoph wird die Taschen später zusammennähen: vlnr: Fussball, Bügeleisen, Nähmaschine.

Nach dem Film werden Gläser, Steine und einige Reagenzgläser mit fluoriszierender Farbe bemalt, während ich kleine Pizzen in den Ofen schob und ein Auge darauf hielt, worauf die Farbe überall landete. Ellas Blitzbeton-Blumenvase samt Blumen und Farbe:

und im Dunkeln:

Der Tag war ein voller Erfolg für Hanne. Als um 20h endlich alle aus der Tür waren, haben nur noch die gröbsten Betonspuren entsorgt und durchgefegt und fielen danach kollektiv auf die Couch.

In der Abendsonne hat Christoph Hannes Werk fotographiert: Sie nennt es „Laborunfall“.

 

 

 

Unser Ostersonntag

Bei Oma und Opa haben heute Morgen zwei schlafverwuschele Mädchen die gestern verteilten Osternester überprüft

und prallgefüllt vorgefunden.

Am Nachmittag wurde wieder gemalt.

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Währenddessen in Münster: Nachschauen, wie es dem Garten geht, wenn er da schon so sonnig herumliegt.

Unsere Minze macht sich schon gut,

aber noch besser sieht es bei den Himbeeren aus, die wir an einer sonnigen Stelle platzierten.

In einigen der Anzuchttöpfe sprießt schon Grünes. Hanne wird sich darum kümmern, wenn sie wieder hier ist.

Christoph hat die angesprühten Dosen zu einem famosen 6er-Träger zusammengeschraubt, der uns in der Sommersaison gute Dienste leisten wird. Stifte, Grillsaucen, Bierflaschen, alles kann so in einem Gang in den Garten getragen werden.

Das Brett zwischen ihnen hat einen Ausschnitt für die Hand und ist mit Washi-Tape verziert, weil Christoph die Farbe nicht deckend genug hielt. Wenn das Washi-Tape nicht hält, überlegen wir uns etwas anderes. Das Brett ist ein ehemaliges Regal aus dem Wohnzimmer meiner Großeltern. Die anderen Bretter davon hat Christoph für Hannes Leseplatz am Fenster verwendet. Es macht mich zufrieden, dass sie in unserem Haus zu einem neuen Nutzen kommen.

Bügelperlen im Backofen

Nachdem der gestrige Samstag so schön war, ist es heute wieder windig und kalt. Ella hat sich eine Freundin eingeladen, Hanne experimentiert mit Bügelperlen.

Wenn man sie hochkant auf ein Backblech mit Backpapier stellt und 3-4 Minuten bei 180° schmilzen lässt, bekommt man kleine Rettungsringe.

Natürlich kann man auch Bügelperlen in Ausstechförmchen stivveln.

Und wenn man Glück hat, bekommt man die auch nach dem Schmelzen wieder raus. Von vorne glatt,

von hinten stachelig.

Sollte man dann immer noch Lust auf Bügelperlen-Backofen-Basteleien haben, schmilzt man sich natürlich aus ihnen ein kleines Schüsselchen, um die anderen Bügelperlen-Dinge aufzubewahren.

 

 

Unser Wochenende

Es ist Sonntag, und Ella hat schon ein volles Wochenendprogramm hinter sich: Samstag Nachmittag zum Kindergeburtstag, Samstag Abend Übernachtung einer Schulfreundin bei uns, um 11 kam eine weitere Freundin zu Besuch, so dass hier grade eine Dreierverabredung durchs Haus tobt. Nachdem wir Ella erklärt hatten, dass es sicherlich ganz schön anstrengend sein wird und sie es trotzdem genauso wollte, gestanden wir ihr die ambitionierten Pläne gerne zu. Allerdings werden die beiden Besuchskinder dafür auch schon um 16h abgeholt.

Christoph musste heute früh geschäftlich nach Hamburg und kommt Montag Abend wieder, sein Zug verließ Münster um kurz vor 9.

Hanne hingegen wollte ihren Schlafanzug Freitag Abend an- und dann bitte bis Montag früh nicht mehr ausziehen. Filme gucken, lesen, ihre Ruhe haben, rumlungern und zwischendurch das Physikexperiment absolvieren: was passiert, wenn man Leitungswasser in einer 1,5l-PET-Flasche in die Gefriertruhe steckt. Sie hat momentan einen unglaublichen Hunger auf Kohlehydrathe in jeder Form – zum Frühstück machte sie sich einen dicken Teller Nudeln mit Bolognesesauce, und das Kind frühstückt sonst nie. Schon gar nicht sowas.

Gestern hat sie noch flott einen Kuchen gebacken, denn ihr war danach, und da ich keinen Fondant mag, wurde er nur zur Hälfte eingedeckt. Die Liebste.

Während sich Hanne um ihren Kuchen kümmerte, setzt sich Ella zu ihr an den Küchentisch und fertigte noch schnell für Mona, das Geburtstagskind, ein Kölner Wappen aus Bügelperlen an:

Mona wusste nicht direkt, was es war, dafür aber ihre Eltern.