Like a satellite

Leni, Nele, Hanne, Ella. Nüße, Katrin, Cathy, Faru, Daniel, Beatrix, Kerstin. Christoph und ich. Leckere Dinge aus Frankreich, Griechenland, Deutschland, Dänemark, Spanien, Irland, Moldawien, Italien zu essen und zu trinken, die Couch vor dem TV platziert und nicht das Freundschaftsspiel zwischen Deutschland und Ungarn geguckt, sondern den ESC.

So schön war’s! Fassungslose Gesichter allethalben, als die Punkte vergeben wurden — ich meine sogar, in Peter Urbans Stimme einen leisen Anflug von Aufgeregtheit gehört zu haben! Einen Platz unter den ersten 10 hätte ich ja schon toll gefunden, aber so geht’s natürlich auch. Herzlichen Glückwunsch, Lena : )  Nächstes Jahr wieder, ja?

Here by my side, it’s heaven

Da ist sie wieder! Sie riecht nach müde, Sonne und Hanne.

Um 14h standen wir Eltern, ähnlich ungeduldig wartend wie Teenies auf einen Auftritt von Tokio Hotel, auf der Straße vor dem Kindergarten. Erstaunlicherweise hatte niemand Banner gemalt, es hätte mich nicht gewundert. Christoph, Ella und ich warteten zusammen, und ich kann gar nicht sagen, wer von uns sich am meisten gefreut hat. Ella hat auf jeden Fall die Augen gar nicht von Hanne nehmen können, als sie endlich auf dem KiddieBoard stand. Die Erzieher sahen erschöpfter aus als die Kinder; zumindest Hanne war jedenfalls noch fit genug um erst noch mit Leni zu spielen.

Ella bekommt so langsam Haare!

Danach waren wir in der Stadt, zur Feier des Tages Eisessen. Am Anfang der Salzstraße konnte man sich heute Bauernhoftiere anschauen, fake-Kühe melken und eine Hüpfburg in Kuhform stürmen. Ich weiß nicht, unter welchem Motto diese Mitmachausstellung lief, aber ich habe fassungslose Kinder gesehen, die eindeutig vorher noch nie ein Kälbchen gesehen haben. Oder ein Küken.

Zu Hause hat Hanne dann erstmal bei Oma und Opa und Oma und Opa anrufen wollen, ich solle ihr die Nummern diktieren. Und das von meiner Tochter, die nie telefonieren will und vehement den Kopf schüttelt, die Lippen fest aufeinanderpresst, die Arme vor der Brust verschränkt und wortlos das Weite sucht, wenn man leise Anstalten in Richtung Telefon macht. Die Großeltern aus S. waren nicht da und die aus G. dementsprechend total erstaunt, als sie Hanne hörten. Denn ab jetzt traut sie sich sowas ja. 3 Tage, 2 Nächte – großes Mädchen.

When your baby leaves you all alone, and nobody calls you on the phone

Ich warte auf einen Anruf von Hanne. Auf den, in dem sie sagt, dass ich sie nun abholen kommen soll.

Der Kindergarten fährt jedes Jahr im Sommer für 2 Nächte ins 30km entfernte Saerbeck, nur Erzieher/Innen und alle Kinder, die wollen. Dieses Jahr sind es 14, und eines davon ist Hanne. Letztes Jahr waren weder Übernachtungsfest noch Saerbeckfahrt ein Thema für Hanne, aber der Sprung von „grade 4“ zu „grade 5“ ist immens groß. Trotzdem war es für sie keine leichte Entscheidung, und sie war sich bis zum Abend vor der Abfahrt noch nicht sicher, ob sie sich wirklich traut. Christoph und ich waren uns aber einig, dass sie es a) schafft und b) ganz famos finden wird, wenn sie den Abschied erstmal überwunden hat, daher haben wir die Entscheidung ein bisschen in die Pro-Saerbeck-Richtung gelenkt.

Und nun ist sie seit gestern dort und hat die erste Nacht anscheinend schon erfolgreich hinter sich gebracht. Sie schläft mit Ida, Leni und Vanessa in einem Zimmer, es wird eine Schatzsuche geben, ein Lagerfeuer, eine Nachtwanderung und sicherlich noch ganz viel, von dem ich noch nichts weiß. Ich bin ganz stolz und vermisse sie enorm.

Und ich warte auf einen Anruf von Hanne. Auf den, in dem sie sagt, dass ich sie nun abholen kommen soll. Aber ich hoffe, dass sie nicht anruft, weil sie so viel Spaß hat, dass ihr gar nicht einfällt, dass sie auch schon nach einer Nacht nach Hause kommen könnte. Denn ich weiß, wenn sie 2 Nächte schafft, wird sie ganz stolz sein.

Wir waren nicht die einzigen,

die auf die Idee gekommen sind, den freien (& warmen & sonnigen) Tag zu nutzen und in den Zoo zu gehen, aber wir waren früh dort, kennen alle Schleichwege, müssen an der Kasse nicht anstehen und Hanne hatte es sich dringend gewünscht.

(Klick auf das Bild vergrößtert)

Ella ist das erste Mal im „großen“ Kindersitz autogefahren, nicht mehr im Maxi-Cosi, und hat ihre obligatorische halbe Stunde geschlafen. Hanne musste ich früher im Kinderwagen festschnallen, weil sie es „sicherer“ fand (wie sie sagte, als sie reden konnte. Und ich den Gurt offenlassen wollte. Weil ich wusste, dass sie nie im Leben aufsteht, geschweige denn rausspringt.) Ella muss ich im Kinderwagen festschnallen, damit sie sich nicht vor lauter Gucken kopfüber herauskatapultiert.

Seit diesem Monat haben wir – einer arbeitstechnisch relativ weitreichenden Umstrukturierung wegen – unseren Alltagsablauf verändert. Vielleicht sogar routiniert. Auch wenn es  Dinge gibt, die vor erwähnter Umstrukturierung besser waren, ist das dabei herausgekommen, was ich mir gewünscht habe, und was wir alle dringend brauchten: Mehr Zeit füreinander. Ich bin zufrieden.

Besuch

Sonnenschein und meine Schwiegereltern hatten sich heute bei uns verabredet.

Relax and stand in the warmth of the sand

Heute gab’s neuen Sand im Kindergarten,

verbunden mit der Arbeit, den neuen Sand vom Weg auch tatsächlich in den Sandkasten zu befördern, mit Schippen, Bottichen, Bollerwagen und Kinderschubkarren. Aber die Sonne war warm, das Bier kalt und die Kinder hatten alle viel Spaß. Auf dem Heimweg war der Asphalt heiß und hat an Kindheit erinnert.

sick and tired

Meiner ist ein Krankenhaushalt. Montag war ich mit beiden Mädchen beim Arzt,  Hanne: Vorstufe zur Mittelohrentzündung, Ella hat die Vorstufe schon gut hinter sich gelassen. Beide husten und schniefen, keiner mag essen, und bei Ella ist es Glückssache, ob sie es denn wirklich auch bei sich behält. Ella muss 3x am Tag inhalieren, was sie viel schlimmer findet als die Nasentropfen, die ihr gar nichts ausmachen. Sie schläft viel, was ja aussergewöhnlich ist, aber ansonsten sind beide ganz gut drauf; ich hab wirklich keine Kinder, die jammernd auf dem Sofa hängen. Wenn sich Ella nicht ab und an ans linke Ohr gefasst hätte, wäre ich nicht auf die Idee gekommen, dass sie eine Mittelohrentzündung hat (eigentlich war ich wegen des Hustens beim Kinderarzt). Andererseits hätte ich es ja schon ahnen können: Christoph hat leise anklingen lassen, dass sein Mittelohr weh tut. Und da in dieser Hinsicht eindeutig seine Gene zugeschlagen haben, war es nur eine Frage der Zeit, bis bei den Mädels auch etwas auftaucht.

Hanne ging es heute immerhin schon wieder gut, so dass sie morgen in den Kindergarten gehen kann, wenn die Nacht ruhig bleibt. Es geht aufwärts.

2 Feste

Es gibt viel mehr zu berichten, als meine Abwesenheit vermuten lässt – aber irgendwie kommt mir grade das Leben dazwischen!

Hanne hat diese Woche beim Übernachtungsfest im Kindergarten geschlafen. Im Kuschelraum. Ohne Bedenken, ohne Probleme, ohne Weinen, sondern mit ganz viel Spaß. Was auch half: Schäfchen, Kaktuseis, Schatzsuche und dass sie mit Ida in einem Bett geschlafen hat (eigentlich wollten Ida, Leni und sie zusammen schlafen, Leni war aber leider krank.). Natürlich brauchte sie 2 Decken, weil sie ein Bein unter beiden, das andere Bein aber nur unter einer Decke haben muss. Ich schätze, das hab ich ihr irgenwie in denen Genen mitgegeben.

Dieses Wochenende ist Eurocityfest. Hanne sagt Euri-Sitto-Fest, und da waren wir gestern. Weiter als bis zum Eigelstein-Stand am Drubbel sind wir aber nicht gekommen: Eine Stange 1.80, und gute Musik, auch wenn man beim (nicht aus Köln kommenden) Barkeeper sein Geld jedesmal hat zählen müssen.

 

10 Jahre

Und erst dachte ich, er will mich nicht. Was soll ein Mädchen auch denken, wenn er sie nicht küsst?! Wie gut, wie gut, wie gut, dass ich den ersten Schritt gemacht habe, und dass Du mich eh schon lange haben wolltest.

Ich liebe Dich, und ich liebe uns. Uns 2, uns 3, und jetzt auch uns 4. Alles, was wir bis jetzt erreicht, miteinander erlebt haben, und geteilt. Was uns ausmacht, all die großen und kleinen Erinnerungen, die dafür sorgen, dass Du mich so gut kennst, und immer noch liebst.

Ich freue mich auf alles, was noch kommt. Wo Du bist, ist Zuhause. 21.