Die letzten Tage

Donnerstag sind wir leicht überstürzt nach S. aufgebrochen, da Opa B. ins Krankenhaus eingeliefert wurde. Kommende Woche wird er operiert, aber zum Glück geht es ihm jetzt schon wieder so gut, dass er übers Wochenende nach Hause durfte.

Besuch

Hanne hat die Aufregung von gestern Abend ohne Schäden überstanden, auf ihrer Zunge aber einen dicken blauen Fleck und wollte heute früh noch nicht so recht frühstücken; heute Abend aber war alles schon wieder normal.

Ella und mich hat heute >Nike< besucht, das hat mich total gefreut : ) Sie macht Urlaub im Münsterland und ich hoffe, dass sie morgen Abend zum Deutschlandspiel wiederkommt und wir Mädels am Freitag im Gegenzug Zeit finden, sie und Lennard (und Katzen, Hund und Ponys) zu besuchen.

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Wenn man sein Kind fallen und schreien hört, hineilt und nur eine tiefrote Bluttropfen-Spur im Schlafzimmer findet, bleibt einem erstmal das Herz stehen. Dann trägt Christoph eine blutende Hanne an mir vorbei in Richtung Bad und ich weiß nicht, was los ist, aber sie schreit und schreit und Ella, die er eigentlich grade gewickelt hat, liegt nackig im Elternschlafzimmer und will nur noch ins Bett. Im Bad ist es mittlerweile ruhig, also mache ich Ella bettfertig und lege sie in aller Schnelle hin, um herauszufinden, was bei Hanne passiert ist.

Sie ist gelaufen, gefallen, hat sich das Kinn aufgeschlagen und sich dabei so heftig auf die Zunge gebissen, dass es a) geblutet hat wie Hulle und b) ein richtig tiefer, 1cm langer Riss zu sehen ist. Aber alle Zähne sind fest, die Blutung hat schnell aufgehört und Christoph ist die perfekte Krankenschwester: ablenken, kühlen, säubern und beruhigen in einem Aufwasch. [C hat im Krankenhaus angerufen, ich bei Trixi. Klingt alles gut.] Gegessen hat Hanne dann natürlich nichts mehr, aber einschlafen ging ganz einfach. Sogar mit Katsche am Kinn.

Das lag vielleicht auch am aufregenden Tag: „Komisches Tier“ auf dem Weg zum Kindergarten getroffen

überlegt, wer alles in den Kindergarten geht, während wir auf Leni warteten

zusammen zum Flugzeugspielplatz; Leopold / Luca / Laurenz dort getroffen. Weiter ging’s mit der Kreide

und erst um 18h heim. Und dann sowas.

Wenn jetzt Sommer wär‘

Ach, ist ja jetzt! 30°C; und der kleine Piratenspielplatz war der einzige mit viel Schatten, der mir auf Anhieb einfiel.

Zuschauer

und Klippenspringer

hab ich abends noch schnell auf dem Balkon ins Wasser gesteckt.

4:1

Die perfekte Terrasse für das perfekte Spiel (auch wenn der Ball von Frank Lampard in der 38. Minute zum 2:2 sowas von drin war).

Life gets in the way

Vor lauter Leben komme ich zur Zeit nicht zum Bloggen — aber das wird sich auch wieder ändern. Vielleicht, wenn die WM vorbei ist (oder Deutschland morgen gegen England ausscheidet. Ohgottohgottohgottohgott!).

Neue Erkenntnisse dieser Woche: Auch Ella mag kein Gras. Hanne hätte ich in dem Alter locker auf einer Decke auf der Promenade aussetzen können – sie wäre für immer und ewig auf dieser Decke geblieben, so schlimm fand sie das Gras an ihren Beinen und Füßen (ich freue mich zu vermelden, dass sich das im Alter von ca 2 Jahren gelegt hat! Sie würde jetzt nicht mehr auf der Decke verhungern). Ella aber schauert’s am ganzen Körper, wenn das Gras mit ihren Beinen in Berührung kommt und war Faru für die geliehene Matte bei der Modenschau sicher arg dankbar.

Ellie hat immer noch nicht begriffen, dass Sand nicht schmeckt, findet Knäckebrot viel toller als LöBi, Brei oder Banane und zieht sich alle Sonnenhüte und Tücher nach kürzester Zeit vom Kopf. Beide Mädels sind Bauchschläfer, aber wo Hanne, die Arme erhoben, ihre Fäuste in typischer Babymanier neben den Ohren ballte, packt Ella ihre Hände unter den Bauch und schläft wie eine Robbe im Vorwärtsgang.

Neben der Sandmuschel, die ich für sie für den Elternbalkon besorgt habe, steht mittlerweile die Babybadewanne – nur so bekomme ich das Kind halbwegs sandfrei in die Wohnung. Der Sommer ist ausgebrochen (28°C! Sonne! Blauer Himmel!) daher machen wir Ellas Zimmer heute mückensicher und uns dann auf den Weg zum Send bzw. zum Internationalen Studentenfest vor dem Schloss.

Viel zu tun

Seit wir wieder ein in der Mehrheit gemeinsames Wochenende haben, unternehmen wir oft Familiendinge. Hanne ist allerdings ja vormittags gerne langsam, gemütlich, einig mit sich selbst und der Welt und in ihrem Zimmer, so dass alle Aktivitäten für sie am liebsten erst ab mittags starten dürfen.

Den Vormittag hat sie also genutzt, um für ihre Schwester ein „Ich hab Dich lieb“-Bild zu malen; so stellt sie sich Ella in ein paar Jahren vor. Wo sie die roten Haare herbekommen soll, ist mir allerdings schleierhaft.

Nachmittags haben wir das 10. Afrika Festival Münster besucht; heute gab es einen afrikanischen Markt mit Konzerten im Rathausinnenhof.

Während des Spiels Neuseeland-Italien haben Ella, Hanne und ich noch schnell etliche Sandburgen auf dem Flugzeugspielplatz gebaut. Viel draußen und viel gesehen = glückliche & müde Kinder.