Hiltruper Frühlingsfest

Das Wetter war einigermaßen schön, daher haben wir uns eine umsonst-und-draußen Aktivität gesucht und mit Nüße und Katrin zusammen ein Straßenfest in Hiltrup besucht. Alles in allem war es eigentlich eine reine Verkaufs- und Werbeveranstaltung, aber es gab auch einige Bier-, Süßigkeiten- und Wurstbuden. Den meisten Zulauf hatten aber erschreckenderweise die Stände der etlichen Schützenvereine in der Gegend. Hanne hat sich als Schmetterling schminken lassen und hatte vorsorglich schonmal ihre Prinzessinnenkrone aus der Verkleidekiste mitgenommen. Ein Karussell haben wir auch gefunden.

Karussell

Katrin hat als Geschenk für ihren Cousin, 26, einen Kuhballon gekauft, um den sie von Hanne sehr beneidet wurde.

Kuhballon

Mit meinen Blutwerten war ich heute nicht zufrieden. Manche haben gepasst, manche gar nicht und ich weiß noch nicht genau, wo da meine Fehler lagen. Die einwöchige Probezeit muss man bestimmt auch haben, um sich richtig einzustellen.

ca 1326 Gramm

Heute Vormittag war ich mehr als 4 Stunden in der Uniklinik und man kann sagen, ich kenne mich da nun schon ganz gut aus.

Das Wichtigste ist, dass bei Ella alles gut ist. Alle Messwerte sind im Normbereich, das CTG war völlig unauffällig. Hier ein paar wenige Rahmendaten:

Oberschenkelknochen 5,28cm lang

Kopfumfang 29cm

Gewicht ca 1326 Gramm

Ich habe allerdings einen Harnwegsinfekt, den ich jetzt mit Antibiotika behandeln werde und in einer Woche habe ich schon wieder einen Termin im UKM (und zwei Wochen darauf einen bei meiner Frauenärztin). Da soll mal einer sagen, die Ärzte würden sich nicht gut kümmern.

Innerhalb dieser Woche werde ich mich pieksen und testen und im Anschluss daran sehen wir dann, ob ich Insulin spritzen muss. Es sieht allerdings alles sehr gut aus bislang.

Ich bin so erleichtert, dass es dem Baby gut geht und dass sie gut versorgt wird!

Allerhand

Weil Hanne momentan eine doch schon länger anhaltende, sehr intensive Bauklotzphase hat, wir aber nur ungefähr 20 von Ikea hatten (die sie sicherlich schon zur Geburt bekam, jahrelang aber hartnäckig ignorierte), habe ich ihr neue gekauft. Von eBay. Mit etlichen normalen Farben, aber auch extra pinken und lilanen Steinen, die sich allesamt natürlich sehr gut zum Ritterburgbauen eignen. Es waren sogar noch genug Steine für einen Pferdestall übrig!

Ritterburg

Opa B. hat in der Nähe von Münster gearbeitet und ist kurz vorbeigekommen. Die Ritterburg musste stehenbleiben und Hanne hat als Überraschung für Opa noch ein hartgekochtes buntes Ei in ihrer Höhle unter dem Bett versteckt, das er suchen musste. Ich habe mir den Platz erstmal zeigen lassen – ich hatte leichte Sorgen, dass wir’s vergessen und das Ei da unten in der Wärme schön vor sich hin brütet und nach einiger Zeit unangenehm riecht. Schön, dass sie es mir immerhin erstmal gesagt hat, bevor sie auf diese Idee kam. Opa hat das Ei allerdings auch gefunden und mitgenommen, Gefahr gebannt. Hanne hat sich über den Besuch sehr gefreut! (Und Oma Mona hatte in einem kleinen Päckchen gelbe Turnschuhe mitgegeben, die aussehen „wie die Sonne“.)

Gestern war ich beim Ultraschall (ein Mädchen, eindeutig! Hallo Ella!), habe die Rhesusfaktorunverträglichkeitsspritze bekommen und auch einen Typ4-Test gemacht, wie in der ersten Schwangerschaft auch schon. Der war dieses Mal aber leider so, dass ich morgen in die Uniklinik muss, um mich durchchecken zu lassen und einen Ernährungsplan zu bekommen. „Leider“ hier im Sinne von Komplikationen, die entstehen können. Auch ein Ultraschall wird routinemäßig gemacht. In der Zwischenzeit habe ich mich in die Materie dank des Internets sehr intensiv eingelesen. Ob dieser freie Informationsfluss immer so gut ist, sei dahingestellt – die Meldungen zu Schwangerschaftsdiabetes weichen arg voneinander ab. Das wichtigste für mich ist, dass es Ella gut geht. Ich bin zu so ziemlich allem bereit. Ich bin sicherlich kein sonderlich disziplinierter Mensch, aber ich bin eine sehr disziplinierte Mutter.

Diese Schwangerschaft ist irgendwie viel länger und viel komplizierter als die erste. Ich kann es kaum erwarten, dass sie vorbei ist – vor allem, weil ich Ella dann in die Arme nehmen kann und selber sehe, dass alles gut ist und mich nicht immer von Ultraschall zu Ultraschall hangeln muss. Das geht auf die Dauer wirklich an die Nerven.

Dyckburgwald

Am Sonntag waren wir zusammen im Dyckburgwald.

Liebe Naturfreunde

Wir haben Bastelsachen gesammelt, mit denen aber bis jetzt noch gar nichts gebastelt wurde. Sie fand es nur schön, eine Tüte mitzunehmen und auf Entdeckungsreise zu gehen. In der Tüte haben wir jetzt Löwenzahn, allerhand Stöcke unterschiedlicher Größe, Steine, Tannenzapfen und ganz viel Dreck.

All diese Tiere auf dem Schild haben wir nicht gesehen, dafür aber 2 tote Maikäfer (davon einer ohne Kopf), eine tote Hummel (die Hanne gestreichelt hat, „ganz weich und puschelig“) und einen netterweise noch lebenden Frosch

Frosch

und eine Raupe, die sich vom Baum mitten auf den Weg abseilte, was Hanne ganz spektakulär fand.

Raupe

Und heute ist Hanne eigentlich mit Schwimmen dran. Jeden Dienstag gehen 2 oder 3 Kinder mit Erzieherin Ulla ins Hallenbad, weil da Warmwassertag ist und Hanne hat sich seit Tagen darauf gefreut und ganz oft erzählt, dass sie es kaum erwarten kann! Gestern Abend hat sie aufgeregt Schwimmflügel, Handtuch, Tankini eingepackt und ist heute morgen freudig in den Kindergarten gefahren – allerdings ist ein Betreuuer krank geworden und das Schwimmen muss ausfallen. Sie war richtig, richtig enttäuscht und traurig. Deshalb schaufeln Christoph und ich uns den Nachmittag frei, holen sie schon nach dem Mittagessen ab und überraschen sie damit, dass wir mit ihr schwimmen gehen.

Morgen bekomme ich meine Rhesusfaktor-Unverträglichkeitsspritze, mache die Schwangerschaftsdiabetesuntersuchung samt 2 Stunden herumsitzen (ich muss mir auf jeden Fall ein gutes Buch einpacken, ich kann mich wirklich nicht stundenlang mit „Freundin“ und „Bunte“ unterhalten) und einen Ultraschall. Mittlerweile fühlt sich der Gedanke, dass es ein Mädchen wird, schon wieder sehr richtig an. Ob’s wirklich so ist, werde ich dann ja vorraussichtlich morgen erfahren. Der kurze Ausflug in die Ungewissheit ist jedenfalls erstmal vorbei.

Im Nordpark

Heute Nachmittag haben wir mit Hanne im Nordpark Fahrradfahren geübt. Sie macht das ganz großartig (eigentlich muss man nur noch das Bremsen üben, das macht sie noch wie bei einem Laufrad, aber Hauptsache es funktioniert) und wir hatten viel Spaß! Ich war schon länger nicht mehr dabei, wenn sie’s mit Christoph geübt hat und war ganz überrascht, dass sie fährt und fährt und fährt. Sogar egal ob geradeaus oder Kurven! Da kam man gar nicht mehr hinterher! Auf dem Gepäckträger durfte „Cara“ mitfahren, Papa musste sie festschnallen.

Nordpark

Nordpark

Erster Mai

Piwi hat von gestern auf heute bei uns geschlafen und Hanne durfte natürlich länger wachbleiben. Trotzdem hatten die beiden heute Morgen noch Zeit, gemeinsam die Murmelbahn aufzubauen, bevor er sich wieder auf den Weg gemacht hat.

Diese Woche war Hanne in der Kindergartenzeit mit Erzieherin Irmtraud und den beiden Mädels Paula W. und Paula Sch. im „Barbiemuseum„. Das ist eine der Sachen, die ich an einer Elterninitiative so toll finde – es besteht die Möglichkeit, auch in kleinen wechselnden Gruppen etwas miteinander zu unternehmen und die Kinder kommen so mit ganz anderen in Kontakt, mit denen sie sonst vielleicht in der Gruppe nicht so viel unternehmen. Resultat dieser Aktion war, dass Hanne sich gleich am nächsten Tag mit Paula Sch. verabredet hat und jetzt auf jeden Fall auch mal mit Mama und Papa ins Barbiemuseum will.

Wie sie mich lieb hat

Beim Insbettbringen heute

Mama, ich hab Dich ganz zart lieb, so: und sie streichelt meine Wangen und über meine Haare

Und ich hab Dich ganz fest lieb, so: und sie schlingt ihre Arme um meinen Hals und drückt

Und ich hab Dich so lieb, wie man sich lieb hat, wenn man ganz verliebt ist!

Ich hab Dich auch so lieb, Pölle!

Wochenendimpressionen

Spielplatz

Obstspieße

Wochenenden mit Hanne sind harmonisch und schön, dieses war keine Ausnahme. Auch, wenn sie noch ein bisschen schlapp ist und hin und wieder über Ohrenschmerzen klagt. Abends bekommt sie grundsätzlich den für sie sehr ekeligen Fiebersaft, den sie mit Todesverachtung mutig herunterstürzt.

Ich hab geträumt, dass das Baby ein Junge wird. Den ganzen Tag schon bin ich deswegen durcheinander und meine völlige Selbstverständlichkeit, mit der ich in mich hineinhören kann und bislang seit der 14. Woche immer wusste, dass es ein Mädchen wird, ist heute dahin. Vielleicht klappte es auch nicht, weil ich den ganzen Tag gut zu tun hatte und/oder müde war. Das wirft mich ein bisschen aus der Bahn, hoffentlich geht es morgen besser. Ich bin eigentlich während beider Schwangerschaften bislang sehr in Einklang mit mir und höre auf das, was mein Körper mir sagt. Es ist zwar nicht sonderlich beunruhigend, aber sehr seltsam, dass es heute so gar nicht funktioniert.

Der nächste Ultraschall ist Anfang Mai, dann höre ich eine weitere fundierte Meinung. Baby tobt und turnt jedenfalls kräftig!

Lieblingstag

Freitags geht Hanne sehr gerne in den Kindergarten. Das hat rein gar nichts mit dem darauf folgenden Wochenende zu tun, sondern damit, dass Freitag Nachmittag immer Disco ist. Manchmal mit reiner „Kindermusik“ (Pippi Langstrumpf, Detlev Jöcker, Rolf Zuckowski, Schlümpfe etc) und manchmal auch mit englischer Musik. Hanne erzählt gerne, welche Lieder gespielt worden sind. „All Summer long, was Mama so gerne hört“ und „Opas Lieblingslied Sweet about me“ von Gabriella Cilmi und Coldplay und was nicht noch alles. Freitags darf man im Kindergarten erst ab halb 4 auftauchen, um sie abzuholen, und Freitag ist auch der Tag, an dem sie unbedingt einen Rock anziehen muss, der fliegt. Freitag ist ebenfalls der Tag, an dem sie sich morgen schon Gedanken über ihr Schuhwerk macht, damit sie gut tanzen kann. Freitag ist ihr absoluter Lieblingstag im Kindergarten.

Tanzschuhe