Corontäne 4: Aus 3 mach 4

Bis auf kurze Einkäufe beim Supermarkt gegenüber oder bei dem einige hundert Meter weg, zwecks Abwechslung – Brot, Gemüse, Obst, Eier, wie viel man auf einmal braucht, wenn alle zu Hause essen und das sogar mehrmals am Tag! – sind wir alle sehr diszipliniert. Beim Supermarkt kommen mir die meisten Menschen sehr vernünftig vor. Die Stimmung ist respektvoll, die Abstände werden eingehalten. Die meisten Regale sind wieder voll, vor allem beim Gemüse und Obst. An der Kasse wünscht sich ein Schild zum Schutz des Personals Kartenzahlung.

Diszipliniert zu sein bedeutet für uns: Wir sind strikt im Haus oder im Garten. Ich sehe ein, dass wir es gut haben. Wir können die Sonne genießen, Federball oder Kubb spielen, Kräuter einpflanzen. Die Mädchen sind schon groß und verstehen sich gut, und trotzdem können sie, wenn ihnen danach ist, ins eigene Zimmer und die Tür zumachen, wenn sie Alleinezeit brauchen. Ich hab ohnehin mein Arbeitszimmer mit meinem großen Schreibtisch; ab und an skype ich mit Menschen in der Welt und mache dafür die Tür zu.

Am Morgen treffen wir uns zum gemeinsamen Yoga, und dann darf Christoph nicht zur Arbeit, sondern auf den Anruf vom Arzt warten. Wir bekommen Post vom Gesundheitsamt mit Informationsblättern und einem Krankheitstagebuch: Mit wem waren Sie zusammen? Wie fühlen Sie sich heute? Kratzt es im Hals? Haben Sie Fieber?

Hanne recherchiert zu und erstellt eine Präsentation zum Thema „Menschenrechte und COVID-19“, Ella kümmert sich um he-she-it-das-s-muss-mit und Possessivpronomen in Englisch und sucht Bibelstellen für Religion. (Dank an dieser Stelle zu Oma und Opa, die uns beim letzten Besuch in offenbar weiser Voraussicht eine Bibel für den Religionsunterricht mitgegeben haben.)

Am Ende ist es nach 17h, bis wir vom Arzt hören, aber die Nachricht gut: Es konnte kein Corona nachgewiesen werden. Quarantäne besteht weiterhin. Vorher waren wir 3 und nun eben 4 Menschen. (Vielleicht sollten wir so langsam mal Klopapier auftreiben. Schwarzmarkt?)

Die heutigen Spiele:

Deutschlandreise:

Fang den Hut:

One thought on “Corontäne 4: Aus 3 mach 4

  1. […] Runde um den Block, und viel drinnenbleiben. Da Christoph keine Symptome entwickelt hat, muss er morgen nach der Isolation wieder zurück ins […]

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