Von Schäfchenwolken, Verabredungen, Rutschen und Lamas

Der Liebste muss heute zur Arbeit, und ich mache mich auf den Weg und treffe in der Mitte, ungefähr eine Stunde Fahrt für uns beide, die Großeltern zur Ellie-Übergabe. Netterweise machen wir das heute an einem großen Supermarkt, so dass ich die meisten Silvestereinkäufe direkt dort abhaken kann.

Bei tollstem Wetter fahren das kleine Mädchen und ich gemütlich heim nach Münster. Sie macht Musik und ich muss raten, wer singt und wie das Lied heißt. Ich bin eher mies.

Schon gestern hat sie sich für den Nachmittag mit einer Freundin aus der Schulklasse verabredet. Weil sie mit dem Weg unsicher ist, bringe ich sie hin. Danach schnöse ich mit dem großen Mädchen durch ein Möbelgeschäft. Seit wir von Oma und Opa nach Hause gefahren sind, verlässt sie heute das erste Mal wieder das Haus. Beim Anblick der roten Eckcouch aus Breitcord geraten beide in Verzückung und müssen sie anfassen.

Ich suche eine bestimmte Art von Kiste, werde aber nicht fündig. Egal.

Immerhin rutscht Hanne noch zwei Mal. Diese legendäre Möbelhausrutsche kennt in Münster sicher jedes Kind. Solange ihre Hüfte passt, wird sie das weiterhin tun, verkündet sie.

Danach erledigen wir die letzten Silvestereinkäufe und holen anschließend Ellie bei ihrer Freundin ab. Als wir nach Hause kommen, ist Christoph schon da und räumt die Küche auf. Wir machen uns etwas zu essen und ich freue mich, die beiden Mädchen die Köpfe zusammenstecken zu sehen, während sie gemeinsam arbeiten. Danach sieht die Küche wieder fast so schlimm aus wie vorher. Wir ziehen uns ins Wohnzimmer zurück und der Liebste geht zu seiner Verabredung und spielt irgendein langatmiges Lama-Spiel.

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