Drift Away

Die erste halbe Woche ist vorbei. Die Übermittagsbetreuung bei Hanne ist schon eine Weile her. In Klasse 6 hat sie sich dafür entschieden, nach dem Unterricht nach Hause zu kommen, wenn sie keinen Nachmittagsunterricht hat. Bei Ellie probieren wir jetzt aus, wie sich frühe oder spätere Heimkommzeiten in den Alltag integrieren lassen. Diese Woche bin ich noch (meistens) zu Hause, wenn die Mädchen kommen.

Christoph radelt mit Ellie zur Schule, weil sie gerne sehr, sehr früh da ist, wo sie sein soll. (Ein Kind kam gestern schon zu spät, da verschlafen – der absolute Horror für sie.) Hanne findet nicht, dass man für einen 10-minütigen Fahrradweg 30 Minuten vor Unterrichtsbeginn losfahren muss und startet daher später. Morgens zählt jede Minute, ich bin da ganz bei ihr.

Auch nach Hause kommen die beiden unterschiedlich, da der Unterricht zu anderen Zeiten endet, oder Ella noch im Mittagstreff ist. Am ersten Tag sind wir noch zusammen gefahren, ab dem zweiten hat sie das dann alleine machen müssen gemacht. Es ist keine große Sache, sie kennt den Weg, fährt durch ein kuscheliges Viertel, ist 10 Jahre alt und radelt einen guten Teil der Strecke schon seit Jahren alleine, da er sich mit dem Heimweg von der Grundschule deckt. (Dieser Satz ist für meine Mutter, die sich beim letzten Skypen nicht davon überzeugt zeigte, dass es eine gute Idee sei, Ellie nur einmal zu begleiten. Mama, alles gut.)

So rinnen mir die Tage zwischen Arbeit, Terminen, Haushalt, Familie, Erlaubniserklärungen und Organisation von Dingen durch die Finger. Immerhin hab ich heute Brötchen gebacken, während die Mädchen in der Küche ihre Hausaufgaben gemacht haben.

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