Uns Sproch es Heimat

3. März 2019 0 Von Silke

Wenn man alt wird, so wie ich mit meinen mittlerweile soliden 40, lässt der Körper nach. Was vor 3 Jahren mit einem ausgeleierten Band am Knie an Weiberfastnacht begonnen hat, passierte mir dieses Jahr wieder. Wieder in dieser Kneipe, wieder an Weiberfastnacht, wieder mit den Menschen von damals… Im Gegensatz zu 2016 bin ich aber schlauer – ich bin direkt nach Hause gerollert, hab meine Familie mit der Heimkommenszeit um 19 Uhr überrascht, das Knie gekühlt, hochgelegt, ein bisschen vor lauter Frust und Ärger geweint, eine Schmerztablette genommen und bin früh ins Bett.

Der Liebste brachte am Freitag das mit üppigem Reifrock kostümierte, von der Schwester geschminkte Grundschulmädchen ausnahmsweise mit dem Auto weg, denn radeln ging nicht und in der Turnhalle wurde Karneval gefeiert. Im Gymnasium findet Karneval nicht mehr statt, dafür freut sich Hanne umso mehr auf Köln.

Am Freitagabend fahren wir zu meinen Eltern, humpele in der Gegend herum, lege das Bein hoch und freue mich über alle Bilder, die mir von den Zügen mitgebracht werden.

Mein Bruder wird wie immer als Süßigkeitensortierer engagiert und am Ende hilft die Kofferwaage: Es sind 17 Kilo zusammengekommen!