Your Travel Money

2. Oktober 2018 0 Von Silke

Wie das so ist, wenn man alles (aber aktuell ehrlich notgedrungen wegen so viel Arbeit) vor sich herschiebt nach Abgabetermin ordnet und priorisiert.

Plötzlich fällt einem auf, dass der 03. Oktober ein Feiertag sein wird. Also Morgen. Alle Läden werden geschlossen haben, alle Banken auch, und demzufolge muss alles, was noch auf dem schier endlosen Zettel für den Englandaustausch des großen Mädchens steht, das nur eine Woche weg sein wird, aber jetzt schon solchen Energien bündelt als wären es 3 Monate, genau heute erledigt werden muss. Muss. Ahnt ja auch niemand, dass der 03. Oktober ausgerechnet in diesem Jahr ein Feiertag ist, wo ich doch so viel vor habe.

Als da wären: Dinge, die auf der Fahrt gegessen und getrunken werden können. 12 Stunden werden es sein und wir wurden darauf hingewiesen, dass man während der Fahrt wohl mal anhalten könne, aber eher nicht an einer Stelle, an der man auch etwas Nahrhaftes wird kaufen können. Und außerdem ist das Zeug an solchen Stellen teuer und oft ekelig und bevor man nach England, England!, aufbricht, sollte man sich den Bauch nochmal mit guten deutschen Brötchen vollschlagen, und Fruchtriegeln, Äpfeln, Knallbonbons, Zimtschnecken und einem Romana-Tomaten-Thunfisch-Parmesam-Salat in Papas Büro-Salat-Dose mit den praktischen Unterteilungen.

Und dann die britischen Pfund. 30 hat Hanne schon von Oma und Opa bekommen, aber durch die Ausflüge nach Bristol und London beschließen wir noch was draufzulegen. Und wer weiß, England halt, wahrscheinlich muss das Kind die ganze Woche schrecklichen Hunger darben und sich an der Tankstelle im Ort heimlich abgepacktes Studentenfutter besorgen um zu überleben!

Ich muss gestehen, dass ich gerne in Länder reise, in denen man, wenn man schon nicht gleich mit Euro bezahlt, wenigstens am Bankomaten entspannt Geld in der passenden Währung ziehen kann. Das kann man nicht, wenn man 13 ist. Was man auch nicht kann, wenn man in einer 300.000-Einwohner-Stadt wie Münster wohnt, mittelalt, mittelsolvent, mittelmäßig organisiert aber nur Kunde einer Onlinebank ist: Euro in Pfund tauschen. Macht keiner. Nirgends. Nicht mal für horrende Gebühren oder Gefälligkeiten, die ich unterschiedlichen Menschen in unterschiedlichen Banken ungefragt anbot. Am Ende, und auf den mitfühlenden Tipp der freundlichen Dame der Sparkasse hin, flutsche ich um 2 vor Ladenschluss in einen ungemütlichen Western Union Laden am Bahnhof und bekomme innerhalb von weniger als 45 Sekunden Britische Pfund. Für meine Euro. Danke.