Englisches Grau, Übernachtungsfest

Englisches Grau, Übernachtungsfest

5. Oktober 2018 0 Von Silke

Freitag. Morgens meldet sich Hanne mit einem Bild aus ihrem Schlafzimmer bei der Gastfamilie. Als Buskind muss sie kurz nach 8 los und wird um 17h wieder zu Hause sein. Sie schreibt, dass die Gastfamilie nett ist, sie gut geschlafen hat und dass sie ihr Frühstück nicht essen musste. Nicht, weil das Frühstück ekelig war, sondern weil sie vor halb 10 einfach nichts runterkriegt, daher war es ihr wichtig. Uns scheint es ein gutes Zeichen, dass sie sich direkt am ersten Morgen angenommen genug fühlt um das direkt anzusprechen, wenn das irgendwie Sinn macht.

Hier findet später Ellies Übernachtungsparty statt. Um 17h klingeln die ersten Gäste, am nächsten Morgen zwischen 9 und 10 werden sie von ihren Eltern wieder eingesammelt.

Christoph holt Ellie um halb 3 aus der Schule ab, ich bin noch länger bei der Arbeit, aber wir haben in den Tagen vorher schon alles vorbereitet, den Rest habe ich heute Morgen gemacht und jetzt fehlen nur noch wenige Handgriffe. Ellie ist furchtbar aufgeregt, freut sich auf ihre Freundinnen und Christoph und ich sprechen uns gegenseitig Mut zu. Etliche Eltern machen sich Sorgen, weil wir die Mädchen später einen Zeichentrickfilm ab 6 gucken lassen und es in mehreren Haushalten keinen Fernseher oder nur Die Sendung mit der Maus zu sehen gibt. Diesen Mädchen legen wir Kissen, Decken und Bücher in ein Nebenzimmer, so dass sie sich im Falle des Falles zurückziehen können.

Die Mädchen basteln Traumfänger, spielen Fangen und Federball, malen mit Kreide und laufen mit Lichtern durch den Garten. Später gibt es HotDogs und einen Film. Sie haben sich vorgenommen die magische Schallgrenze namens „Mitternacht“ zu brechen. Die meisten schaffen es, aber danach wird es langsam ruhiger.