Kroatien 1

Der Liebste steht auf leisen Sohlen vor mir auf und deckt den Frühstückstisch, Ella hilft ihm. Hier gibt es keine Kaffemaschine, also bekomme ich zum 40. Geburtstag den ungelogen weltschlechtesten Instantkaffee vom besten aller Ehemänner, dazu eine liebe Karte, die mich zu Tränen rührt, Dekosachen für mein Arbeitszimmer und Selbstgebasteltes von Ella.

Viel Zeit bleibt nicht zum Frühstücken, denn wir fahren heute nach Plitvice, Kroatien, und besuchen die Seen, die seit 1979 zum UNESCO-Weltnaturerbe gehören. Wir bestücken uns mit Eiskaffee vom Supermarkt, Käsebrötchen und guter Musik und verlassen gegen 10h Ljubljana.

Wir wählen den von der Strecke her kürzeren Weg, der nicht über Zagreb führt und ähnlich lange dauert, und sehen hübsches Hinterland.

Rechts und links finden sich alle paar Kilometer Verkaufsboxen für Honig (Med) und Käse (Sir), sowohl in Slowenien, als auch in Kroatien: Die Grenze kommt unverhofft und doppelt: Wir müssen die Pässe vorweisen, als wir Slowenien verlassen, und 3 Meter später erneut, als wir nach Kroatien einreisen. Beide Grenzbeamte machen einen unmotivierten und wortkargen Eindruck, ich hätte aber auch keine Lust bei so einem Wetter mitten im Nirgendwo die Grenze zu hüten.

Anders als Slowenien, das den Euro hat, gibt es in Kroatien Kuna. Als wir grenznah die Maut mit Euro bezahlen, bekommen wir die ersten beiden Kune zurück. Da man in Kroatien innerörtlich 50 fahren darf, kommen wir nur langsam voran: Wo eine Ortschaft endet, fängt die nächste unmittelbar an, obwohl man das erste Haus erst Kilometer später zu sehen bekommt. Daher dauert unsere Fahrt länger als geplant, kann uns aber nicht ärgern: Die Zeit, die wir im Auto verbringen, werden wir nicht in der prallen Sonne an den Seen verbringen.

Um kurz nach 2 parken wir an Eingang 1, und nun folgen viele, viele Bilder, die den Verlauf von den unteren Seen zum oberen Teil des Parks dokumentieren.

Hier rechts sieht man den höchsten Wasserfall Kroatiens, der uns aber weniger beeindruckt als die anderen, die wir in diesem Urlaub sahen (Golling, Krimml).

Die unvergleichlichen Grüntöne der Seen waren da schon was anderes!

Die Überfahrten mit dem Elektroboot sind im Eintrittspreis enthalten und waren ein willkommener Wechsel, nachdem wir die unteren Seen erlaufen hatten.

Es war toll, wie die Mädchen bei dieser Hitze durchgehalten haben; ein guter, ein ganz richtiger 40ster Geburtstag für mich!

Nach etwas mehr als 4 Stunden verließen wir den Park und fuhren zu unser Übernachtungsmöglichkeit auf dem Weg zur Küste. Es gab Spaghetti Bolognese und danach lagen alle schnell in ihren Betten. Morgen geht es früh weiter, wir steuern unsere letzte Unterkunft in diesem Urlaub an: 4 Nächte in Pula.

 

 

 

 

 

 

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