Friederike

Schon vor 7 Uhr kamen die ersten Whatsapps anderer Eltern, ob unsere beiden heute trotz der Sturmwarnung zur Schule gehen würden – ja, aber statt mit dem Fahrrad hat Christoph sie mit dem Auto gebracht, weil der Heimweg in der Mittags-/Nachmittagszeit genau in das Zeitfenster von Friederike fallen würde.

Schon um 9h hat Hanne angerufen: Ihre Schule schickt alle nach Hause, alternativ müsste sie bis 15 bleiben, und da sie weder Rad noch Haustürschlüssel dabei hatte und Christoph und ich sowieso bei der Arbeit waren, ging sie mit zu Emma. Ich würde sie um die Mittagszeit dort abholen.

Langsam wurde es dunkler. Als ich um 10h das Gebäude wechseln musste, flogen schon die ersten Mülltonnen über die Straße; 2 Stunden später stieg ich über herabgefallene Äste und umgewehte Schilder und habe die Autotür fast nicht mehr aufbekommen. Christoph war sicher im Büro, Ella gut aufgehoben in der Grundschule – für so etwas ist die Klassenwhatsappgruppe dann doch praktisch. Am Ring flogen die Paneelen vom Parkhaus auf die Straße; kurze Zeit später wurde die Straße gesperrt.

Ich hab Hanne abgeholt, Friederike trieb sie dem Auto entgegen und peitschte ihre Haare. Etwas besorgt beobachteten wir dann die Tannen des Nachbarn. Einer hat es tatsächlich nicht geschafft und ist wenig später entwurzelt worden, fiel aber in einen anderen Garten.

Den schönen alten Baum vor der Grundschule hat es leider erwischt. Ella und ich mussten ihn von allen Seiten bestaunen und fotografieren, als ich sie nachmittags ganz sturmlos abholte.

Wir sind froh, dass Friederike für uns so glimpflich ausging.

One thought on “Friederike

  1. […] hat es endlich einen Weg gefunden und verschwindet im Baum. Vielleicht ist der alte Kobel bei Friederike zusammen mit dem Baum umgefallen, oder es steht Nachwuchs an bei Familie […]

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