Herbstsend

Der Himmel zeigt sich unbeständig, immer wieder regnet es. Am Vormittag starten wir daher die Umsetzung der nächsten Renovierungsideen im Haus – dieses Mal sind Ellas Zimmer, Christophs Arbeitszimmer und mein Büro dran. Wir misten aus, packen um, bringen weg, sortieren, machen Platz für neue Ideen und Vorhaben. Besonders gerne schieben wir beim Umräumen Möbel von einem Zimmer ins andere und suchen neue Aufgaben für liebe/alte Möbelstücke, die an einem anderen Platz auf einmal ganz anders wirken. Oft überlegen wir uns beim Transportieren, wo genau denn dieses Möbel seinen ersten Auftritt bei uns hatte:

Der alte Expedit aus meinem Arbeitszimmer, der mittlerweile Kallax heißt und vor meinen Aktenordnern viel Krimskrams im Durchgangszimmer der alten Wohnung aufbewahrte, wird als Spielzeug- und Bücherregal zu Ella wandern. Mal sehen, ob wir ihn heil die Treppe hochbekommen. In unserer ersten gemeinsamen Wohnung, vor allen Kindern, stand der Expedit im Wohnzimmer und kümmerte sich um Bücher. Wer hätte gedacht, dass er 2 Umzüge durchhält! Ellas weißer Spielzeug-Schrank rutscht ein Zimmer weiter zu Christoph. Die schwarze Malmkommode, die ich Secondhand für unser Haus kaufte, kommt aus dem oberen Badezimmer runter in mein Arbeitszimmer. Das Badezimmer wartet ja auch noch drauf, dass wir uns um es kümmern.

Am Mittag sieht es so aus, als hielte sich der Regen, der fast waagerecht die Straße entlanggetrieben wurde, jetzt erstmal woanders auf. Schnell fahren wir zum Send, denn die Mädchen hatten sich das dringend gewünscht.

Der Himmel ist blau, aber wir müssen viele Pfützen umlaufen. Am Eingang zum Send werden unsere Umhängetaschen kontrolliert.

Nach 2 Stunden sind wieder wieder zurück zu Hause. Nach dem pfeifenden Wind gibt es erstmal einen heißen Kaffee, danach geht’s weiter. Die Mädchen bauen die unterschiedlichen Aufbewahrungskomponenten für Ellas neues Regal auf.

Am Ende des Tages hat sich mein Büro sehr deutlich geleert, in Christophs Arbeitszimmer knubbelt sich dafür alles und bei Ella sieht es naturgemäß aus als hätte sich ein Wirbelsturm ins Zimmer verirrt. In den nächsten Tagen wird sich das Chaos im 1. Stock noch verschlimmern, die Arbeiten aber hoffentlich irgendwann mehr Struktur und Ordentlichkeit bringen.  (Soweit es bei uns jemals ordentlich sein kann.)

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