Schwelle

Der Liebste feiert heute seinen Geburtstag nach, und wir hoffen darauf, im Garten feiern zu können. Wie das manchmal so ist, komme ich später als üblich von der Arbeit los, die Mädchen sind aber schon zu Hause und wir teilen uns die Arbeit auf:

Sie holen beim Bäcker Baguette und leckere Dips, ich kümmere mich um die Großbaustelle Supermarkt.

Wie es an solchen Tagen kommt, kommt eins zum anderen und ich bin gestresst, gehetzt, unzufrieden mit der Vorbereitung, hätte gerne mehr Zeit gehabt und ärgere mich doch am meisten über mein eigenes, offensichtlich ja grottiges Zeitmanagement.

Dann kommt der Liebste, kurz danach die Gäste, und was jetzt nicht gemacht ist, wird auch nicht mehr gemacht, und es ist allen egal – und mir auch irgendwann. Mehr als einmal höre ich an diesem Abend, wie gerne unsere Freunde zu uns kommen, wie entspannt es bei uns ist und wie schön, ums Feuer zu sitzen. Christoph bekommt liebe, überlegte Geschenke mit Aktivitäten, die ihm das ganze Jahr über viel Freude machen werden. Ich bringe Ella um 21h ins Bett und Hanne verschwindet um halb 12. Das erste Mal hat sie die Party nicht irgendwann zugunsten des Wohnzimmers eingetauscht, sondern blieb bei uns Großen: auf der Schwelle.

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