Kattegat 10

Die Mädchen hatten sich sehr dringend gewünscht, dieses Jahr nochmal ins Djurs Sommerland zu fahren: Vor zwei Jahren waren wir schon mal da, allerdings während der dänischen Sommerferien – und es war die Hölle los: 1 Stunde anstehen für 45 Sekunden Achterbahnspaß. Gefühlt. Entsprechend zögernd taten Christoph und ich unserer Vorfreude kund, wollten den Mädchen den Tag im Sommerland aber sehr gerne ermöglichen. Der Wecker klingelte um 7:10, eine Stunde später saßen wir im Auto. Die Mädchen beschwerten sich fast gar nicht über die fast anderthalbstündige Fahrt – und als wir um kurz vor halb 10h da waren – der Park sollte um 10h öffnen – konnten wir gar nicht fassen, wie wenige Autos außer uns auf dem Parkplatz standen.

Beim Eingang standen mehr Angestellte als Gäste herum, ein gutes Zeichen.

Als wir um 10h in den Park durften, liefen die anderen Gäste zu den atemberaubenden Sachen, wir aber zur „Fuchsbahn“, die vor 2 Jahren Ellies erste Achterbahn war, bis sie aus technischen Gründen pausieren musste. Niemand stand an, die Bahn fuhr nicht, und auf unsere Frage, wann die Achterbahn aufmachen würde, sagte der freundliche alte Mann „nu!“ und hakte das Wartegitter auf.

Die ersten Male fuhr die Bahn nur für und mit uns, dann wollten wir weiter. Rechts kein Mensch im Park, links kein Mensch im Park.

Bei der nächsten Attraktion waren wir auch die ersten, die Krake startete für uns.

Danach hatten Hanne und ich erstmal einen nassen Hintern; die Figuren am Rand spritzen Wasser. Die beste Voraussetzung, um als nächstes die Wasserachterbahn anzugehen! Wo war die nochmal?

Auf dem Weg kamen wir an den grausamen, wirbelnden Kochtöpfen vorbei. Die wurden, oh Wunder, für uns angeschmissen. Danach war Hanne und mir erstmal so übel, dass wir eine etwas gradlinigere Bahn suchten: Die große Wasserachterbahn; Ella war aufgeregt, durfte aber hinter Hanne und vor mir sitzen und war stolz wie Bolle.

Danach waren wir alle mehr oder weniger überall nass.

Kurze Lagebesprechung, während einzelne Schuhe und Socken trockneten.  Auf ins Bananenboot. Bis zu diesem Zeitpunkt hatten wir weder irgendwo angestanden, noch mehr als 10 andere Parkgäste gesehen, gingen aber davon aus, dass sich die Lage zum Nachmittag sicherlich ändern würde.  

Den ganzen Tag lang hieß es auf allen Anzeigetafeln: „Ventetid 0-5 Minuten“.

Die wirklich einzige Anstehzeit gab es für Christoph und Hanne bei der Wasserrutsche „Black Hole“, weil das Mädel vor ihnen Probleme mit ihrem Reifen hatte. Ella und ich waren da schon wieder unter der Dusche. 18 Grad kaltes Wasser ist einfach nicht so unseres.

Bei vielen Achterbahnen konnten wir einfach sitzenbleiben, weil hinter uns entweder gar niemand kam, oder so wenige Menschen, dass die Bahnen oder Gondeln problemlos weiter aufgefüllt werden konnten.

Um kurz vor 5, als wir wirklich schon alles befahren und erlebt hatten, was wir uns trauten, machten wir einen Abstecher zur Minigolfbahn (die Dänen sind leicht verrückt, was Minigolf angeht: In jedem kleinen Dorf gibt es entweder eine Mingolfbahn oder einen Trampolinblob, in den meisten aber beides).

Zum Abschied um halb 6 fuhren wir zuammen noch ein aller, aller, wirklich allerletztes Mal die Fuchsbahn, und Ella traute sich endlich, mit Hanne neben sich zu fahren.

 

 

 

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