When you are hugging a child, always be the last to let go. You never know how long they need it.

28. Juli 2017 2 Von Silke

Um 13h warte ich mit anderen Eltern auf einem Schotterparkplatz eines nicht näher definierten Sportvereins eines nicht näher benannten Vororts Münsters auf den Bus, der das große Mädchen nach 2 Wochen Zeltlager nach Hause bringt.

Sie ist 3 Köpfe größer als beim Losfahren, sie ist müde und verdreckt und riecht nach Hanne und Maoam und wir drücken uns inmitten der Elternwoge, die auf die Kinderwoge zusteuert, und ich lasse nicht zuerst los, und sie auch nicht, ganz lange nicht.

Wir holen Schlafsack, Tasche, Isomatte, sie verabschiedet sich und drückt ihre 5 Zeltpartnerinnen, dann sitzen wir im Auto und Hanne erzählt und erzählt und erzählt. Es war toll, es war anstrengend, es war alles, was sie sich erhofft hat, und nächstes Jahr will sie wieder mit.

Zuhause streckt sie sich genüsslichst auf der Couch aus, deckt sich zu, redet sich leer und greift dann zu ihrem Handy, in dem 128 Whatsapps auf sie warten. Hanne springt erst wieder auf, als Christoph nach Hause kommt. Die beiden drücken sich und dann muss sie wieder erzählen und erzählen und erzählen. Zur Feier des Tages bestellen wir Chinesisch und gucken einen Film für Menschen ab 12. Als Hanne ins Bett geht ist ihr so langweilig, weil niemand zum Quatschen da ist, dass sie ins Elternbett rüberwechselt.

(Heute vor 3 Jahren war die Nacht nicht so entspannt.)