Uncharted Territory

Viele schwierige Wochen liegen hinter uns, und vor allem hinter Ellie. Keinen einzigen Tag wollte sie zur Schule, während der Schulzeit musste sie oft weinen, an manchen Tagen sogar abgeholt werden, weil es nicht mehr ging. Das waren Wochen, in denen sie abends nicht einschlafen konnte und über Bauchschmerzen klagte, über das Vermissen von uns, wenn sie in der Schule ist, über allgemeine Traurigkeit, für die sie keinen Grund nennen konnte.

Diese Wochen waren für uns so schwierig mitzuerleben. Die Vorstellung, wie schlecht es ihr gehen muss, wenn das lustige, aufgeschlossene, fröhliche und kluge Mädchen, das wir von zu Hause kennen, sich in der Schule als ein trauriges, unsicheres Mädchen zeigt.

Wochen, in denen wir Gespräche führten mit Lehrern und Betreuern, nachdem wir bei Ella nicht „weiterkamen“ in Sachen Ursachenforschung. Geredet haben wir auch viel miteinander, mit ihr und ohne sie über sie.

Wir haben eine Menge ausprobiert und nach und nach – Trial and Error – Routinen, Rituale und Tagesabläufe umgestellt, auf unser Bauchgefühl gehört, nicht auf unser Bauchgefühl gehört, sind eng im Kontakt mit Lehrern und Betreuern geblieben,

und seit einiger Zeit ist es, als sei ein Schalter umgelegt. Die ersten Tage konnte ich der entspannten Ruhe gar nicht trauen, aber es scheint, als wäre sie endlich angekommen in ihrer Grundschule. Geholfen haben ihr eine ganz strikte Struktur, in der sie Halt fand, noch klarere Absprachen untereinander, Geduld und – Gelassenheit.

 

 

 

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.