Salzteig

Freitag ist bei uns ja immer mächtig was los. Aber besser freitags als montags. Hanne und ich verlassen um viertel nach 7 das Haus, Christoph und Ella um kurz nach halb 8. Hanne kommt schon um halb zwei zurück, ich eigentlich um 3, aber wegen Ellas Musikschule erst um nach 5.

(Ella mit Jettes Tonni und Kuno, dem Klassentier, das die Herbstferien bei uns verbringen darf. Es ist ein schielender Drache mit gelben Haarbüscheln in den Ohren.)

Wenn wir von der Musikschule heimkommen, ist Hanne schon wieder unterwegs ist, da ihr Klavierunterricht um viertel vor 5 anfängt. Um 18h trudeln aber alle langsam zu Hause ein, sind freitagsmüde, haben uns viel vom Tag zu berichten und freuen uns sehr, sehr auf die Couch: Familienfilmfreitag.

Bei Hanne läuft der Freitag seit einiger Zeit etwas anders; immer öfter verabredet sie sich zum Schlafen bei Freundinnen oder jemand übernachtet bei uns, der Abnabelungsprozess ist in vollem Gang. Ob mich das stört, bin ich heute gefragt worden, aber ich muss sagen: Nein. Klar ist es schön, wenn sie da ist, aber es wäre doch füchterlich und ungerecht, wenn wir sie zurückhalten würden, nur weil wir traute Viersamkeit nicht missen wollen. Es ist gut, dass sie ihre Freizeit nach ihren eigenen Vorstellungen gestaltet. Mit Freunden, die ihr wichtig sind und immer mehr die Rolle von Vertrauten übernehmen, und mit Aktivitäten, die sie glücklich machen.

Heute haben Ella, Hanne und Wiebke aber erst noch gemeinsam in der warmen Küche mit Salzteig experimentiert, bevor die großen Mädchen mitsamt Abendbrot zum Filmeschauen nach oben verschwanden. Das bedeutete natürlich auch, dass Ella sich den Film, den wir dann unten gucken, selbst aussuchen kann!

Ich glaube, Salzteig habe ich das letzte Mal vor 30 Jahren gemacht, aber Ella feiert morgen ihre große Übernachtungs-Nachgeburtstags-Feier und ich wollte gewappnet sein, falls das Wetter zu schlecht für eine Schatzsuche sein sollte.

Die Konsistenz von Salzteig ist zum Arbeiten ja wirklich optimal.

2 Tassen Mehl

1 Tasse Wasser

1 Tasse Salz

1 TL Öl für die Geschmeidigkeit

und Lebensmittelfarbe nach Wunsch, ganz ohne geht es natürlich auch.

Ich habe die Ausstechförmchen vom obersten Regalbrett gefischt und schon ging es los: Ausrollen, ausstechen, Stempeln, hier Filzstift-Deckel-Sonnen. Nach und nach probierten die Mädchen unterschiedliche Werkzeuge aus: Strohhalme, Chopsticks, Deckel, Spieße, … am Ende hatten wir 3 Bleche voll. 2 Stunden bei 120° in den Backofen, fertig!

 

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