Schwarzer Holunder

Der letzte Ferienfreitag sah Christoph bei der Arbeit und uns Mädchen auf der Autobahn, weil ich Hanne und Ella von den Großeltern im Siegerland abholte. Die Rückfahrt verlief an Westhofener und Kamener Kreuz etwas schleppend, aber die Stimmung im Auto war trotz Sonnenschein gut.

Ella war die Musikverantwortliche für die Fahrt. Das bedeutet, dass wir 7x Cros ‚Bye Bye‘ und 7x Cros ‚Easy‘ hörten. Jason Derulo durfte ‚Try me‘ und ‚Want to want me‘ ungefähr 5x singen, nur unwesentlich weniger oft kam The Band Perry’s ‚If I die young‘ und Peter Fox‘ ‚Haus am See‘, bei dem wir 3 sehr laut den Frauenchor unterstützen, der am Straßenrand steht und singt. Mehrfach wurde ich außerdem gerügt, dass ich deutlich zu wenige Lieder von Justin Timberlake auf meinem Handy habe.

Endlich zu Hause angekommen, am späten Nachmittag, begrüßten die beiden ausführlichst den Garten.

Die Tomaten brauchen noch Zeit und Sonne, aber aus dem schwarzen Holunder müsste sich doch grade heute und jetzt etwas machen lassen.

Kurz gegoogelt, was man machen kann, blieb von den Möglichkeiten nur Saft übrig. Marmelade kommt uns so gut wie immer um, Suppe konnten und wollten wir uns nicht vorstellen, die anderen Vorschläge ambitionierter Hobbyköche lasen sich auch nicht lecker. Also Saft.

Ella mussten Dolden ernten,

Hanne hat sich um die Beeren gekümmert.

Ausruhen nach der Ernte.

Ellas Begeisterung für dieses Projekt war zu diesem Zeitpunkt bereits erloschen, Hanne war mit Feuereifer dabei.

Christoph kam heim und konnte Hanne beim Abkochen und Pressen helfen.

(Ich hätte da ein paar Halloween-Ideen…)

Der Saft war so sauer, dass er auch stark verdünnt zu einem  Schweppesgesicht führte, aber das Projekt war erfolgereich zum Abschluss gebracht, die Mädchen wieder zu Hause und heute gab es nach langer Zeit endlich wieder einen Familienfilmfreitag.

 

 

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