Wochenendbesuch

2 Nächte schliefen Ellies Freundin Marlene (6) und ihr kleiner Bruder (fast 4) bei uns, weil die Eltern für eine Hochzeit nach Bayern reisten und den Kindern den Stress eines Hin-, eines Dort- und eines Rückreisetages nicht zumuten wollten. Völlig verständlich; München ist ja nicht mal eben „um die Ecke“.

Wir haben vorher im Familienrat, in dem prinzipiell jeder eine gleichwertige Stimme hat (aber dieses Mal Ellas etwas mehr Gewicht, weil alle Besuchskinder in ihrem Zimmer würden schlafen wollen), beschlossen, dass wir es uns wohl zutrauen, statt 2 Kindern kurzfristig 4 zu haben.

Das Resultat war in Ordnung, aber natürlich viel anstrengender als ein Wochenende mit unseren beiden eingespielten Langschläfern, Lesern, Gartenrumliegerinnen und Bastlern. Ella will sich jetzt eine Weile lang nicht mehr mit Marlene verabreden, weil sie vom kleinen Bruder die Nase voll hat, denn obwohl sie die Erste Bestimmerin war, hat er einfach nicht auf sie gehört. Sage und schreibe 400 Brudertadel hat sie in ihrem Notizbuch stehen. Hanne konnte nicht fassen, wie früh alle wach wurden (kurz nach 6 durch den Lärm aufgeweckt stöhnte sie ins Kissen „Da geht er hin, mein wunderschöner Samstag…“) und wie laut, wie polterig kleine Jungs sind.

Am Sonntag kamen Cousine Mia, Christophs Bruder und Opa mit ersten Teilen für die Terrasse, und Hanne hat sich mit Mia auf den Spielplatz gegenüber zurückgezogen, weil es ihr im Haus einfach zu laut war.

Aber kleine Jungs sind jetzt nicht generell verteufelt – es gibt immer den einen da, den beide Mädchen sehr mögen. Vor allem Ella hat in letzter Zeit entdeckt, wie gut man mit ihm spielen kann.

Und was mir so gar nicht fehlt? Wickeln.

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