Noch einmal schlafen, Pölle!

Noch ein Tag, bis das große Mädchen 11 wird.

Elf. Ellef! Vorvorgestern war sie doch noch in meinem Bauch, vorgestern war der erste Kindergartentag. Gestern erst wurde sie eingeschult! The longest shortest time, tatsächlich.

Heute kann sie schon viele tolle Sachen, wie beispielsweise sehr selbständig selbstständig Kuchen backen. Der Berufswunsch „Konditorin“ steht immer noch prominent im Raum.

Für morgen macht sie eine 3-schichtige Schoko-Torte, hier wurden die letzten Schritte bildlich festgehalten:

Auch in anderen Räumen wurde viel gemacht.

Im Gästezimmer baut Opa die neue Aufbewahrungslösung, für die wir am Ostersamstag bei Ikea waren – auch wenn hier im Bild alles, was wir bei Ikea gekauft haben, noch nicht eingesetzt wurde.

Die gesamte rechte Wand wird zur Abstellfläche, mit unterschiedlich großen Fächern für unterschiedlich große Kisten, Kästen und Dinge, die an Haken hängen wollen. Dafür haben wir heute früh 24 Meter Dachlatten und 8 Kanthölzer in Kiefer gekauft, die Bretter gab es aus „2nd Hand“. Seitdem wird gesägt, geschraubt, gewirbelt.

In der hinteren Ecke befindet sich der Kamin, um den Opa herumarbeiten musste, aber ansonsten sind alle Regalbretter ca. 50 cm tief.

Das kleine Mädchen holte ich nach der OGS ab. Beim Schuheanziehen betrachteten wir beide das große Loch am großen Strumpfhosenzeh. „Vielleicht kann Oma das stopfen“, meinte ich. (Ich biete handarbeitliche Dinge prinzipiell nicht an, und schon 3x nicht, wenn irgendeine der Großmütter zu Besuch ist!)

„Klar, Omas können das“ war Ellas lapidare Antwort, was mich zu der Frage brachte, ob ich auch stopfen können muss, wenn ich mal eine Oma bin.  „Nein, Mama, das kann ich dann machen, das hab ich dann gelernt. Aber du wirst bestimmt eine tolle Oma. Ich finde Dich toll, und dann erben meine Kinder das Tollfinden von mir, und Christoph wird ein toller Spaß-Opa!“ Und zack: Herzschmerz-Wonne, überfließende Liebe und Dankbarkeit für das kleine große Mädchen und solche Momente.

Den Rest des Nachmittags unterhielt sie uns mit eigens komponierter 3-Ton-Musik (und leider nicht mit der hübschen „Zerflossenen Melodie“, die auf Hannes Notenblatt steht),

Ein Kartoffelbrot verbreitete seinen Duft im Haus,

Wir waren kurz neue Laufschuhe für Ella kaufen,

… und dann kam schon der Zeitpunkt, an dem Hanne die Küche nicht mehr betreten durfte: Der Geburtstagsfrühstückstisch wurde gedeckt.

Noch einmal schlafen, Pölle!

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