Ein neues Kapitel

Der Send ist bei uns traditionell ein Familienereignis: Schlendern, schauen, Riesenrad mit mir, ein anderes Fahrgeschäft mit Christoph, gebrannte Mandeln knabbernd heim. Beim Frühjahrssend 2013, beispielsweise, waren ausnahmsweise nur Hanne und ich dabei, weil Christoph und Ella krank waren, aber in den allermeisten Fällen sind wir zu viert losgezogen.

Heute war Hanne allerdings das erste Mal alleine mit 3 Schulfreundinnen auf dem Send verabredet, Christoph half den ganzen Tag bei einem Umzug und so blieben nur Ella, deren Nachmittagsverabredung mit Marlene kurzfristig platzte, und ich übrig. Ella wollte auch zum Send, und nachdem wir mit Hanne kurz die Rahmendaten abgesprochen hatten (wichtig: wie sollen wir uns verhalten, wenn wir uns zufällig über den Weg laufen?), zog das große Mädchen mit Taschengeld, Leeze und guter Laune los und kam 3 Stunden später heim: sie waren auf der Wasserrutsche, der Achterbahn, der Geisterbahn, einer anderen Achterbahn und auf so einem Schleuderding, auf dem mir definitiv schlecht geworden wäre. Sie hat gebrannte Mandeln gegessen und Zuckerstangen, war dann noch im Aqualabyrinth und hatte eine ganz tolle Zeit! Eigentlich war sie auch nur zu Hause, um kurz ihre Schlafsachen zu packen und sich direkt wieder zu verabschieden. Ist die groß geworden, das ist toll! (Gut, auch ein bisschen komisch, aber in erster Linie richtig toll, das miterleben zu können.)

Ellas und mein Nachmittag war sehr entspannt (und deutlich weniger anstrengend als Christophs), denn als uns auf dem Parkplatz ein derber Regenguss überraschte,

(„Oh je, wie es Hanne jetzt wohl geht. Ich hoffe, sie hat sich untergestellt!“)

entschieden wir spontan doch nicht zum Send zu gehen, sondern in aller Ruhe den Wocheneinkauf miteinander zu erledigen und ganz, ganz laut Musik zu hören.

Abends radelten wir 5 Ampeln weit und trafen Christoph und die Osterferientruppe. (Die Zeiten, in denen wir alle paar Minuten aufs Handy schauten, um zu sehen ob Hanne doch abends von ihrer Übernachtung abgeholt werden möchte, sind schon länger vorbei.)

 

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