Lagerkoller

Wenn man eine längere Zeit mit denselben Menschen auf mehr oder weniger engem Raum zusammen ist, stellt sich nach einer Weile eine mittelschwere Form des Lagerkollers ein. Dabei ist es offensichtlich egal, wie lieb man besagte Menschen hat, denn bei mir ist der heute mit aller Wucht angekommen. Ich wäre keine gute Wahl für den bemannten Mars-Flug, der immerhin 210 Tage dauern soll. Sicher liegt’s aber auch am blauen Himmel, der da draußen so verführerisch aussieht; wenn es nur regnen würde, wäre ich froh, keine Kinder von Schulen oder Freunden abholen zu müssen.

Aber beide Mädels sind nach wie vor krank und schlapp, liegen auf der Couch und mache kranke, schlappe Dinge, zum Beispiel malen,

oder einfach nur schlafen.

(Seht Ihr, wie die Sonne reinscheint?)

Sicherlich könnte ich mal eine Runde ums Haus drehen, denn die beiden sind ja schon groß und halten es auch eine halbe Stunde ohne Erwachsenen aus, und wahrscheinlich muss ich das heute auch mal machen, aber bis jetzt war „Mamaaaaaaa“ halt schwer gefragt.

Die Nächte sind für den Allerliebsten und mich kurz, die Tage ziehen sich umso länger. Abends gehe ich nicht früh genug ins Bett, obwohl ich vom Nichts-Tun müde bin, denn ich habe das Gefühl, weder ausreichende Ich-Zeit noch ausreichende Wir-Zeit gehabt zu haben, was die Nächte dann wieder kürzer macht. Ein Teufelkreis.

Heute waren immerhin Ella und ich draußen, um beim Kinderarzt einen Scharlach-Test machen zu lassen, denn die durchgängig leicht erhöhte Temperatur gepaart mit Kopf-, Hals- und Gliederschmerzen ließen mich stutzig werden. Der Test war negativ, immerhin: ein ganz normaler grippaler Infekt hat seine Klauen in das Kind geschlagen, und das dauert halt.

Ich gehe davon aus, dass Hanne morgen wieder in die Schule kann, aber das habe ich gestern auch schon gedacht. Ella wird eventuell am Freitag wieder so fit sein, dass wir sie guten Gewissens in die Schule gehen lassen können. Bis dahin machen wir es uns gemütlich und upcyclen die Konservendose, die in der Küche unsere Bausetabletten aufbewahrt.

Haben trotzdem nichts genutzt, die Dinger.

 

 

 

One thought on “Lagerkoller

  1. Oma Mona says:

    Hallo Ihr Lieben
    es tut uns leid das die Mädels so in den „Seilen hängen“, wir hätten noch bleiben sollen dann hätten wir dich Silke etwas entlastet. Wenn es nicht besser wird kommen wir gerne wieder. Liebe Grüße aus S.

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